Für die Löwen ging es heute zum Tabellenzweiten Preußen Münster. In der Partie gab es keine Tore, das Spiel endete 0:0.

Im Vergleich zum Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach veränderte Trainer Daniel Bierofka die Startelf auf zwei Positionen. Stefan Lex und Nico Karger wurden durch Adriano Grimaldi und Felix Weber ersetzt.

Die Hausherren legten offensiv los, ohne jedoch in den ersten Minuten eine Gefahr für Hiller im Tor der Löwen darzustellen. Er musste in der siebten Minute nach einer flachen Hereingabe das erste Mal eingreifen.

Die erste Chance für 1860 hatte Grimaldi per Kopf in der zwölften Minute. Sein Kopfball nach einem Freistoß von Wein stellte allerdings keine Gefahr für den Münsteraner Torwart dar. Kurz danach gab es eine Ecke von Münster, doch der Ball ging über das Tor. Es war eine ausgeglichene Partie, in der keine der beiden Mannschaften in der Anfangsphase zu gefährlichen Torchancen kam. Auch der Freistoß von Münster in der 24. Minute war harmlos. Die Partie war geprägt von vielen kleinen Fouls, Torchancen gab es zunächst nur wenige.

Der Seitfallzieher von Mölders in der 29. Minute sah zwar spektakulär aus, brachte allerdings nichts ein. Vier Minuten später musste Hiller nach einem Schuss von Pires-Rodriguez eingreifen, doch er hielt den Ball ohne Probleme.

Nur eine Minute später erzielten die Löwen fast die Führung. Zunächst kam Mölders im Strafraum nach einem hohen Ball nicht zum Abschluss. Doch beim Nachschuss von Paul fehlte nicht viel zur Führung, der Ball ging an die Latte. Die Löwen drängten nun auf die Führung, doch das nötige Glück vor dem Tor fehlte ihnen. Den Schuss von Mölders in der 42. Minute konnte der Münsteraner Torwart zur Seite abwehren. Auch den Distanzschuss von Bekiroglu zwei Minuten später hielt er.

Mit 0:0 ging es in die Halbzeitpause, doch eine Führung für die Löwen wäre nach 45 Minuten durchaus verdient gewesen.

In der 51. Minute wurde es zum ersten Mal nach dem Seitenwechsel gefährlich im Strafraum der Löwen, doch die Verteidigung des TSV 1860 konnte den Torschuss verhindern. Im Gegenzug kam Mölders nach einem Freistoß zur nächsten Gelegenheit, doch er erwischte den Ball nicht richtig. Wie zu Beginn der ersten Halbzeit gab es auch in der zweiten Hälfte zunächst wenige gefährliche Gelegenheiten. Münster hatte mehr vom Spiel, doch Torchancen gab es nur wenige.

In der 61. Minute lief Grimaldi von links in den Strafraum, doch der Anschluss ging am Tor vorbei. Den Torschuss von Ex-Löwe Moritz Heinrich konnte Hiller halten. Die Löwen griffen zwar an, doch ihre Pässe waren immer wieder zu ungenau. Gleich zweimal stürmte Bekiroglu nach rund 70 Minuten nach vorne, doch gefährlich vor dem Tor wurde es dabei nicht. Doch immerhin stand die Abwehr der Löwen gut und Hiller hielt seinen Kasten sauber. Beim Schuss von Müller in der 77. Minute hatte 1860 jedoch Glück, dass der Ball über das Tor ging.

Im Gegenzug hatte Bekiroglu mit einem Distanzschuss die nächste Chance für Sechzig. Jedoch ging der Ball knapp am Tor vorbei.

In der 83. Minute rettete Weber als letzter Mann die Löwen mit einer mutigen Grätsche. 1860 stürmte zwar weiter nach vorne, doch zum Torschuss kam es nicht. Nach 87 Minuten hätte Klingenburg bei einem Konter beinahe das 1:0 für Münster geschossen, zum Glück ging der Schuss daneben.

Münster drängte nun auf die Führung, doch ein Tor fiel nicht mehr. Es blieb beim 0:0 und damit beim ersten torlosen Spiel des TSV 1860 in dieser Saison. Die Löwen holten damit aus den letzten acht Spielen nur einen Sieg. Allerdings gab es auch nur zwei Niederlagen in den letzten zehn Drittliga-Spielen.

Nach den Samstagsspielen des 14. Spieltages liegt 1860 auf Platz 10 in der Tabelle. Auf die Abstiegsplätze sind es derzeit vier Punkte Vorsprung.

1860-Aufstellung: Hiller – Weber, Lorenz, Wein – Paul, Moll, Lacazette (ab 65. Willsch), Steinhart – Bekiroglu, Mölders (ab 81. Lex), Grimaldi

Tore: 

Die weiteren Ergebnisse der heutigen Spiele der Dritten Liga im Überblick:

Karlsruher SC – Würzburger Kickers 2:1

FSV Zwickau – SpVgg Unterhaching 2:2

Sportfreunde Lotte – VfR Aalen 1:1

Sonnenhof Großaspach – Eintracht Braunschweig 1:1

Carl Zeiss Jena – Hansa Rostock 1:1

Für den TSV 1860 geht es in einer Woche zuhause im Grünwalder Stadion weiter. Gegner ist dann am Samstag, 10. November um 14:00 Uhr der Hallesche FC.

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Alexander Schlegel
Leser

Es war ein extremes Kampfspiel, dass leider dadurch kaum eine spielerische Linie entwickelte. Aber das war ja augenscheinlich von Bierofka und seinen Mannen so gewollt und das ist auch absolut nachvollziehbar. Gut gefallen hat mir darum vor allem die Defensivarbeit. Ich hatte heute auch nicht das Gefühl, dass jetzt wieder in den letzten Minuten das Fracksausen los geht. Man blieb doch relativ gelassen. Und da ich ihn schon des öfteren kritisiert habe, möchte ich unseren Felix Weber heute ausdrücklich loben. Das war heute ein gutes Spiel von ihm. Ich hatte auch das Gefühl, dass Bierofka ihn ein Stück weit mehr nach vorne beordert hatte. Es stand nicht so defensiv wie in seinen letzten Spielen. Das tat seinem Spiel augenscheinlich gut.

Nur einmal habe ich mich kaum beruhigen können: das war bei der Blutgrätsche von Lacazette. Was ging da in seinem Kopf vor? Ich hätte ihn mit glatt Rot zum Duschen geschickt. Und diese dumme Aktion machte er nach dem Spiel gegen Großaspach, wo er auch schon kurz vor dem Platzverweis stand und die Mannschaft damit empfindlich schwächte. Ich würde an des Trainers Stelle mit dem Burschen mal ein ernstes Wort reden. Wenn er in Darmstadt auch so hirnlos agierte, wird einem auch klar, warum er da keine Chance mehr erhielt.