Eine „Liebeserklärung an Giesing“ titelt die tz München am heutigen Freitag. Es folgt ein Interview mit den Schauspielern Alexander Held, Marcus Mittermeier und Bernadette Heerwagen über den neuen Film „München Mord – Ausnahmezustand“. Mit dabei ist Produzent Sven Burgemeister.

Den Löwen geht es im Moment recht gut. Die Gesellschafter sind sich in großen Teilen einig, wie man den TSV 1860 München die kommenden zwei Jahre leitet. Die Geschäftsführung macht einen guten Job. Und die sportliche Führung hat einen klaren Plan. Keine Visionen, große Versprechungen und Träumereien. An der Grünwalder Straße geht es um Sacharbeit. Das wusste man damals noch nicht, als man den ZDF-Film „München Mord – Ausnahmezustand“ aufnahm. Und so zeigt der Film durchaus auch die große Schwäche der Löwen – die Uneinigkeit, die sich bis in die Fanszene zieht.

Und dennoch ist der Film tatsächlich eine Liebeserklärung an Giesing und an die Löwen. Weil sie sympathisch und authentisch rüber kommen. Der Film komme ein paar Wochen zu spät, meint tz-Journalist Ludwig Krammer. Weil in Giesing mittlerweile der Friede ausgebrochen sei. „Zu spät? Es ist nie zu spät“, lächelt Produzent Burgemeister. Wer traut bei Sechzig dem Frieden schon?“ Eine gute Frage. Viele Fans tun es. Weil sie es Leid sind, sich ständig zu streiten. Burgemeister wünscht sich, dass der Frieden anhält. „Aber auch in Friedenszeiten sollte man sich ruhig daran erinnern, dass es auch mal nicht so gut lief – als mahnendes Zeichen.“ Wahre Worte.

Unterschiedlicher könnte das Team rund um den Dreh von „München Mord – Ausnahmezustand“ nicht sein. Das erkennt man im Interview der tz München. Zwar ist Alexander Held ein waschechter und überzeugter Löwe, Marcus Mittermeier ist es nicht. Im Gegenteil. Auch im Interview mit dem Löwenmagazin verriet er, dass er ein Anhänger der Roten ist. Bernadette Heerwagen hingegen mag zwar Fußball, wirklich fußballverrückt ist sie nicht.

„Eine Liebeserklärung an Giesing“, so titelt die tz München. Giesing als Heimat der Löwen wurde durchaus auch kritisiert. Von denjenigen, die sich für die Sechzger mehr wünschen als nur ein Stadtteilverein zu sein. Dass das „Produkt 1860“ gerade aufgrund seiner Regionalität funktioniert, hat das Löwenmagazin bereits im August 2017 beschrieben. Im Artikel „Darum funktioniert Regionalliga – das Produkt 1860„. Die Menschen sehnen sich nach Regionalität mehr denn je, war damals die Erkenntnis. Regionales Produkt als Marketing-Strategie.

Der Film „München Mord – Ausnahmezustand“ ist ungemein wichtig. Um den Charme der Löwen wieder einmal mehr zu verdeutlichen. Dass es im Moment bei den Löwen richtig gut läuft, liegt vor allem auch daran, dass man sich auf die Grundwerte der Sechzger konzentriert. Dass man die Kräfte regional bündelt, um überregional sich durchzusetzen. Man kann nur hoffen, dass man sich darauf weiter besinnt.


Das Interview der tz München mit dem Produzenten und der Schauspieler von „München Mord – Ausnahmezustand“ findet Ihr heute in der Printausgabe der tz München.

Titelbild: Screenshot aus der aktuellen Ausgabe der tz München

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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blue planet
Gast
blue planet (@guest_51505)
3 Tage her

Das Löwenmagazin wird in der heutigen FAZ.net zum Film zitiert!

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
2 Tage her
Reply to  blue planet
jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
4 Tage her

ich find das ned in der online-Ausgabe 🙄