TSV München von 1860 vs. FC Blau-Weiss Linz

Gegner im heutigen Testspiel war der FC Blau-Weiß Linz, der 1997 als Nachfolger des FC Linz (1973/74 als SK VOEST österreichischer Meister) und des SV Austria Tabak Linz gegründet wurde.

2011 gelang nach den vorangegangenen Jahren in der dritten und vierten Liga erstmals der Aufstieg in die zweitklassige Erste Liga, wo man sich allerdings nur zwei Jahre halten konnte. Seit 2016 sind die Linzer nun zurück in der Ersten Liga, in der man derzeit nach 20 von 36 Spieltagen den letzten Platz belegt.

Gorenzels Wiedersehen mit Linz

Nach dem 15. Spieltag wurde am 23.10.2017 Günther Gorenzel-Simonitsch, der erst im Juni sein Amt angetreten hatte, als Trainer entlassen. Für den neuen sportlichen Leiter der Löwen gibt es also ein Wiedersehen mit seinem alten Verein. Doch auch unter Sportvorstand David Wildleitner, der Gorenzels Posten anschließend übernahm, wurde es nicht besser, lediglich ein Punkt aus fünf Spielen konnten Linzer erspielen. Deshalb wurden in der Winterpause mit Thomas Sageder der dritte Trainer in dieser Saison und fünf Neuzugänge verpflichtet, unter anderem der Brasilianer Rodnei, der von Sommer 2015 bis Februar 2017 acht Zweitligaspiele für TSV 1860 bestritt.

Die Aufstellung der Löwen

Da die erste Garde bereits im gestrigen Testspiel die gesamte Zeit am Platz stand, schickte Löwencoach Daniel Bierofka heute eine auf allen Positionen veränderte Elf auf den Rasen. Hendrik Bonmann durfte sich im Tor zeigen, die Verteidigung bildeten Lucas Genkinger, Aaron Berzel, Marcel Spitzer und Leon Klaasen. Im Mittelfeld spielten Dennis Dressel, Nico Andermatt und Simon Seferings. Als Stürmer spielten Ugur Türk, Felix Bachschmid und Noel Niemann.

Wenige Chancen in der ersten Halbzeit

Zu Spielbeginn hatten sich über 300 Zuschauer eingefunden, darunter auch einige Fans von Blau-Weiss, die eine mehrere Meter große Fahne mitbrachten. Mit fünf Minuten Verspätung liefen die Mannschaften ein – Löwen in den grünen Auswärtstrikots, der Gast in dunkelblau.

Die ersten Chancen des Spiels hatten die Gäste, doch es wurde nicht wirklich gefährlich für Bierofkas Team. Erst nach etwa 30 Minuten hatte die Heimmannschaft die erste Chance. Niemann wurde im letzten Moment vom Ball getrennt, als er nach einem Pass von Seferings frei vor dem Torwart des Gegners auftauchte. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte merkte man beiden Mannschaften schon an, dass sie sowohl mit ihrem eigenen Spiel als auch mit der Leistung des Schiedsrichters nicht ganz zufrieden waren. Außerdem gab es immer mehr kleine Fouls in der Mitte des Platzes. Teilweise ärgerten sich die Spieler sichtlich und es wurde in ein paar Situationen etwas lauter. So musste zum Beispiel gegen Ende der ersten Halbzeit Felix Bachschmid von der restlichen Mannschaft beruhigt werden, als er gerne eine Ecke für Sechzig gehabt hätte. Nachdem der Kopfball von Dressel in der 43. Minute vom Torwart geklärt wurde, ging es schließlich mit 0:0 in die Pause.

Zweite Hälfte: Noel Niemann mit dem entscheidenden Tor

Die Linzer kamen zunächst deutlich besser aus der Pause und hatten in den ersten zehn Minuten ein paar Chancen auf die Führung, doch sie konnten die Gelegenheiten nicht nutzen.
Mit der ersten Chance nach dem Wiederanpfiff erzielte Noel Niemann dann in der 55. Minute das einzige Tor an diesem Tag. Nach einem Pass von Nico Andermatt traf der junge Flügelstürmer aus 14 Metern mit einem Schuss ins lange Eck das Tor.
In der 61. Minute hatten die Gäste die Chance auf den Ausgleich, danach passierte nichts mehr.

In der 81. Minute musste Noel Niemann aufgrund eines Krampfes ausgewechselt werden, für ihn kam Marvin Zimmermann ins Spiel. Dennoch war es für den A-Jugendspieler ein gelungener Tag, er konnte in der heutigen Partie absolut überzeugen. Er war in der Offensive auf beiden Außenbahnen und auch im Zentrum zu finden und war an den meisten Angriffen beteiligt. Wenn er die Form behält, wird er wahrscheinlich in der Rückrunde auch in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen.

Ausblick auf kommende Woche

Nach den zwei Testspielen hat das Team nun die nächsten zwei Tage frei. Ab Montag wird Daniel Bierofka dann den letzten Feinschliff in die Mannschaft bringen, damit sie am 24.02. in Nürnberg einen Sieg mit nach Hause holen kann.

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