Leserbrief zu den Planzahlen der Kosten für die Saison 2019/20

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Leserbrief zu den Planzahlen der Kosten des TSV 1860 München für die neue Saison 2019/20, die von Herrn Scharold letzte Woche in einer Pressekonferenz mitgeteilt wurden.

Leserbriefe werden grundsätzlich nicht durch die Redaktion bewertet. Die Redaktion weist darauf hin, dass der Inhalt der Leserbriefe die Ansicht der Einsender wiedergibt, die mit der Meinung der Redaktion nicht unbedingt übereinstimmt.


Liebe Redaktion,

ich hatte in der Vergangenheit den Geschäftsführer der KGaA, Herrn Scharold, auch kritisiert und in einem öffentlichen Brief aus Protest, wegen der „Bestrafung“ der Ultras gegen Unterhaching, meine Eintrittskarte für das nächste Spiel an ihn zurückgeschickt. Aber jetzt sage ich: „Hut ab Herr Scharold. Sie haben in aller Öffentlichkeit die Hosen heruntergelassen und allen aufgezeigt, wie es um die KGaA steht.“

Ja er hat sogar unpopuläre Maßnahmen, wie Ticketpreiserhöhungen in Kauf genommen, damit die Profis weiter für den TSV 1860 München (hier bewusst ohne KGaA oder e.V.-Nennung) in der Saison 2019/2020 auflaufen können. Er hat es sogar gewagt, den Preisnachlass für Mitglieder des e.V. zu streichen.

Und als Kaufmann sage ich, er handelt richtig. Wenn es einem Unternehmen wie der KGaA so schlecht geht, dann darf sich das Unternehmen es sich nicht leisten, e.V.-Mitglieder doppelt zu bevorzugen. Vorzug „eins“ der bleibt: es können e.V. Mitglieder vor nicht Mitgliedern ordern. Vorzug „zwei“ entfällt: es ist für alle Käufer von Tickets der gleiche Preis zu zahlen. Durch diese Maßnahme und den Preissteigerungen von 1,00 € bis 2,50 € können bis zu 400.000 € mehr eingenommen werden. Und das diese 400.000,00 € nötig sind zeigen die Zahlen.

Es wird mit Gesamtausgaben von 11,1 Mio  € geplant. In dieser Summe sind für die Verwaltung 2,2 Mio € vorgesehen. Allerdings rechne ich hier die Infrastrukturkosten, wie Erbpacht heraus, da ja die Spieler auch auf dem Erbpachtgrundstück trainieren müssen. Ziehe ich diese kosten von 650.000,00 € ab, so verbleiben 1.550.000,00 € Kosten für die Verwaltung, wie für Gehälter der Geschäftsführer, der Angestellten, des hauseigenen Sicherheitsdienstes, aber auch für Steuerberater/Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwaltskosten, sowie IT und Bürobedarf. Die Verwaltungskosten fallen bei den Gesamtausgaben mit 14% nicht unangemessen hoch aus. Natürlich kann man nun darüber diskutieren, ob nicht Mitarbeiter freigestellt werden können. Ich glaube dass bei weniger Mitarbeitern, speziell im Ticketing noch mehr Ärger vorprogrammiert wäre. Auch ist ein Fußballunternehmen nicht mit einem normalen Wirtschaftsunternehmen vergleichbar.

Nun zu den Kosten, damit bei 1860 München in der 3. Liga Fußball gespielt werden kann. Für den Kader, wohl 20 Spieler, sind 3 Mio € eingeplant. In diesen Kosten sind die Lohnnebenkosten und Versicherungen ebenso enthalten. Für Spieler mit siebenstelligen Gehältern ist hier mit Sicherheit kein Platz. Selbst Spieler mit höheren sechsstelligen Gehältern werden hier Mangelware sein. Dieser Etat ist für hungrige Spieler, die auch einmal das große Geld verdienen wollen, geeignet. Hier ist die sportliche Leitung gefordert, diese zu finden und weiter zu entwickeln. Aber natürlich geht es ohne erfahrene Spieler in der 3. Liga eben auch nicht. Eine große Herausforderung hier den richtigen Weg zu finden.

Dafür steht dem Funktionsteam für ihre Arbeit 1 Mio € für ihre eigenen Gehälter zur Verfügung. Dieser Etat sollte für einen Drittligisten ausreichend sein. Immerhin ein Viertel von den Gesamtgehältern für den Spielbetrieb.

Auch in der Million Euro, die für Reisen und die medizinische Versorgung eingeplant sind, sind sowohl für die Spieler, wie auch für das Funktionsteam enthalten.

Zusammengerechnet wären dies 5 Mio € Ausgaben an Gehältern und Reisekosten. Nicht viel, aber auch nicht wenig um planen zu können.

Damit aber überhaupt gespielt werden kann, fallen Stadionkosten in Höhe von 1.500.000,00 € an. Hierin sind auch die Kosten von 500.000,00 € für den MVG, die von der Stadt als Bedingung für den Mietvertrag gemacht wurden, da die Stadt möchte, dass in erster Linie mit dem öffentlichen Nahverkehr die Fans zum Stadion kommen. Dies hat sich bewährt und wird auch von der besten Geschäftsleitung wohl nicht herausgehandelt werden können. Die restliche Million ist als Stadionmiete (hier verlangt die Stadt von jedem Mieter die gleichen Tarife) und für den Ordnungsdienst zu verausgaben.

Was extrem zu Buche schlägt, sind die 1,5 Mio €, die für die Provisionen für den Vermarkter (INFRONT) und für die Werbebanden (50 % gehen aufgrund einem Vertrag den die Stadt München mit einer Kölner Werbeagentur vor Jahren vereinbart hatte) von den Werbeeinnahmen weg. Ebenso sind die Kosten für die VIP-Betreuung bei den 1,5 Mio € enthalten.

Der Vertrag mit INFRONT ist eben vor Jahren abgeschlossen worden, wo 1860 in extremen Geldnöten war und schnell Geld brauchte. Hier kann der jetzige Geschäftsführer der KGaA nichts. Auch das Präsidium des e.V. hat hierzu keine Schuld. Ebenso sind der Vertrag der Stadt München mit dem Kölner Vermarkter nicht vom Geschäftsführer der KGaA oder dem Präsidium des e.V. zu verantworten. Aber natürlich stellt sich die Frage, wer möchte einen Fußballverein sponsern, wenn ein Großteil des Geldes gar nicht für den Spielbetrieb ankommt. Hier muss in Zukunft der Hebel angesetzt werden.

Auch der VIP Bereich könnte meines Erachtens überdacht werden. Wie hat der Präsident der Seitenstraße einmal gesagt. Mit dem VIP Bereich verdiene ich das, damit ich die Kosten für die normalen Fans niedrig halten kann. Da es bei 1860 nicht so scheint, dass mit dem VIP Bereich (VIP Alm am Trainingsgelände mit Catering, Transfer und „Logenplätze“) tatsächlich Geld zu verdienen ist, könnte man überlegen, ob nicht VIP-Events mit den normalen Fans am Grünspitz mit Ausschank von Hacker Bier, Giesinger Bräu und den rundumliegenden Kneipen veranstaltet werden könnten.

Dies ist tatsächlich ein Punkt, wo ich mir vorstellen könnte, Kosten einzusparen. Aber natürlich kann jeder seinen Beitrag dazu leisten und Vorschläge unterbreiten, wo Kosten eingespart werden können. Und viel wichtiger, wo und wie können weitere Gelder akquiriert werden. Zur Einnahmeseite hat sich auch Herr Scharold zurückgehalten, Zahlen zu nennen. Dies wohl auch, weil nicht jeder Unternehmer mit den Summen genannt werden will, die er als Sponsor berappt.

Leider fehlt der KGaA auch das Geld aus der Merchandising GmbH. Es wurde auch hier in der Not ein Vertrag mit einem großen Fan von 1860 München gemacht, der eben nicht das große Geld für die KGaA jetzt bringt. Aber leider können Verträge nicht einseitig für nichtig erklärt werden.

Die Kosten für das NLZ für Personal in Höhe von 400.000,00  € und sonstige Kosten in Höhe von 300.000,00 € für das NLZ habe ich bei meinen Überlegungen heraus gelassen, denn hierzu liegt der KGaA ja bereits ein Angebot des Präsidiums des e.V. vor.

Als FAZIT möchte ich festhalten: In der KGaA kann nicht mit Geldern umhergeworfen werden, weil nicht das große Geld da ist. Es liegt jetzt an den Fans die Löwen nicht im Stich zulassen und durch Fernbleiben aus dem Stadion die finanzielle Lage noch zu verschlechtern.

Aber jeder ist aufgerufen, brauchbare Vorschläge für Kostenreduzierung oder Einnahmeerhöhungen zu unterbreiten.

Löwengrüße

Reinhard Friedl

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DaBrain1860
Leser

Könnte man nicht am Zaun beim Eingang Westkurve auch Sponsoren Fahnen aufhängen?
Oder für jedes Heimspiel über das ticketing lose für ein Gewinnspiel verlosen?
Z.b. Preis pro los 5€ oder 10€ und man hat die Chance für zwei bis drei Personen eine Stadionführung zu gewinnen oder das ganze drum herum vor dem Spiel mitbekommen im Stadion, oder Führung auf der Geschäftsstelle, treffen mit Spielern oder verantwortlichen, Karten für die VIP Alm, mit der Mannschaft ins Stadion fahren, natürlich noch mit essen und trinken, alles mögliche halt, was man sonst halt nie die Chance dazu hat….

HHeinz
Leser

Mir ist der Leserbrief etwas zu optimistisch. Wir rufen 500.000 Euro Genussscheine ab, und es ist noch etwas im Unklaren was mit den 2 Mio. Darlehen der Bayerischen passiert.

Das sind in Summe erstmal 2.5 Mio. Euro, und daher sogar etwas mehr als der Genussscheindeal letzte Saison.

Natürlich könnte man diesmal vermuten dass unsere Planung besser ausfällt, aber ich glaube diesbezüglich nicht an das Gute im Löwen (bzw. Herrn Scharold).

Insgesamt sparen mir die Löwen ein wenig wie der Staat. Wenn der nämlich „sparen“ will erhöht er auch einfach die Steuern und Abgaben. Die sichtbaren Einsparungen finden hauptsächlich im Kader statt. Das bekommen andere Mannschaften viel besser hin. Halle wurde hier ja schon erwähnt, auch wenn es sich da sicherlich um eine Ausnahme handelt.

Dass man versucht hat etwas mehr Transparenz in die Sache reinzubekommen bleibt natürlich positiv. Auch dass Herr Scharold selbst sich mal der Presse gestellt hat finde ich gut. Die Nummer mit der zu optimistischen Schätzung bei den Vermarktungserlösen nehme ich ihm allerdings nicht ab. Wir hatten letztes Jahr für mich ganz klar ein Problem auf der Ausgabenseite. Das jetzt zu beschönigen bringt uns auch nicht voran, selbst wenn Herr Scharold jetzt mal Schuld auf sich genommen hat.

Mit 500.000 Euro bewegen wir uns da locker im Rahmen eines Hauptsponsors. So schief kann man eigentlich bei unseren Verhältnissen gar nicht planen, ansonsten müsste man auch grundsätzlich die Kompetenzfrage stellen.

Wir hatten so eine ähnliche Nummer ja damals schon unter Robert Schäfer.

unvoreingenommen
Leser

Wenn der Schuss mal nicht nach hinten los geht! Statement vor der Scharold PK

In den kommenden drei Jahren werden sich viele Partner und Sponsoren ebenso wie die Mitglieder und Fans des Vereins leidenschaftlich für den TSV 1860 München engagieren. Für diese Unterstützung sind wir dankbar und sicher, dass sie Früchte trägt.

Durch umsichtiges Wirtschaften, eine geschickte Transferpolitik und kluges sportliches Handeln lässt sich Substanz erzeugen. Der TSV 1860 München braucht Mitarbeiter, die diese Herausforderung tatkräftig annehmen.

München, den 20. März 2019,

Robert Reisinger, Heinz Schmidt, Hans Sitzberger

United Sixties
Gast
United Sixties

Lieber Reinhard, die Löwenfans lassen den Verein nie im Stich und beweisen das extrem nach dem Doppelabstieg und Rückkehr nach Giesing mit stets ausverkauften Heimspielen zu Preisen wie in der zweiten Liga. Die Erhöhung halte ich sogar für einen groben Fehler, denn für erneute Kalkulationsfehler in der KGaA habe ich NULL Verständnis.
Sollen doch beide Geschäftsführer samt Profis erstmal freiwillig auf 10 % Ihrer doch ansehnlichen Gehälter verzichten…macht summasumarum rund 400.000 Euro !
Der treue Löwenfan verdient es , gehegt und gepflegt zu werden und nicht geschröpft zum erneut völlig falschen Zeitpunkt! Weitere Einnahmen wären besser möglich, wenn man nach außen hin endlich ein seriöses Wirtschaften abbildet und so Vertrauen bei bisherigen oder neuen Sponsoren gewinnt. Für höhere Einnahmen im bedeutenden VIP-Sektor erwarte ich nun ein ein fruchtende langfristige Lösung im Zusammenhang mit der Machbarkeitsstudie und dem notwendigen Umbau inklusive Vollüberdachung. Grünspitz und das Viertel gehören dem treuen Fan und wer sich teure Plätze leisten kann oder will, soll das jeweilige Angebot nutzen ( ob Jett Alm , Bierzelt oder besser dann mal am modernisierten Stadion..Stichwort zweiter Rang über Stehhalle ) .

tomandcherry
Leser

@United Sixties

Ich kann Dir nur zustimmen.

Speziell diese Aussagen:

„Die Erhöhung halte ich sogar für einen groben Fehler, denn für erneute Kalkulationsfehler in der KGaA habe ich NULL Verständnis.
Sollen doch beide Geschäftsführer samt Profis erstmal freiwillig auf 10 % Ihrer doch ansehnlichen Gehälter verzichten…macht summasumarum rund 400.000 Euro !“

kann ich nur unterstützen.

Wenn sich Herr Scharold „verkalkuliert“ hat und daraus monetärer Schaden für die KGaA entstanden sein sollte, müsste er eigentlich dafür sorgen, dass der Schadenverursacher (also er selbst) für diese Angelegenheit geradesteht.

Sich selbst auf den Standpunkt „Dann müssen halt die e.V.-Mitglieder-Vergünstigungen wegfallen und eine Preiserhöhung für die Tickets umgesetzt werden“ zurückzuziehen und dem Fan tief in die Tasche greifen, ist ja immer der einfachste Weg.

Im übrigen stimmte ich Arik und seinem Kommentar 23101 zu, dass man sich womöglich mit dieser Aktion erneut verspekuliert.

DonZapata
Leser

Warum verzichtet Herr Scharold nicht auf 20 % seines Gehalts?

Xaver
Leser

Das wäre das Mindeste, was man verlangen kann. Er hat ja schließlich zugegeben, dass er sich verkalkuliert hat.

DaBrain1860
Leser

Wären evtl Mehreinnahmen zu erzielen indem man die Blöcke umbenennt? Müsste ja, sofern die Stadt nichts dagegen hat ja nichts offizielles sein für alle spielenden Vereine im Sechzger. So zum Beispiel steht ja auf den Karten statt Block O z.b. bet3000, gäbe ja noch den die bayerische Block, den Hacker pschorr Block, den ahd Sitzberger Block usw
Mehr Werbung, mehr Geld
( Hoffentlich versteht das jemand wink )

tomandcherry
Leser

DaBrain1860

Du bist allerdings sehr optimistisch, dass solche innovativen Vorschläge von den jeweils Verantwortlichen mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden.

Bei allem Respekt, aber bereits in der sportlich noch wesentlich besseren Vergangenheit (Bundesliga bzw. 2. Liga) habe ich von Tatsachen erfahren, in denen eigentlich 1860-freundliche Unternehmer irgendwann keine Lust mehr hatten, ein finanzielles Engagement bei 60 wie saures Bier anzupreisen.

Das Ende vom Lied: Sie haben sich enttäuscht zurückgezogen und nie wieder solche Angebote unterbreitet.

Ob sich die Situation mittlerweile gebessert hat?

Nach dem „Kalkulations-Debakel“ des Herrn Scharold habe ich berechtigte Zweifel.

DaBrain1860
Leser

Da ich keinen tieferen Einblick habe in die Geschehnisse kann ich das nicht weiter beurteilen aber wenn dem so ist, keine Worte

Reinhard Friedl
Leser

Die Idee mit der Benennung der Blöcke mit Sponsorennamen finde ich sehr gut. Je öfters der Name eines Sponsors genannt wird, desto interessanter ist es für Sponsoren zu investieren. Und wenn nun auf den Internetseiten z.B. für das Ticketing beim L Block zusätzlich „Löwenmagazin“ stünde, wäre ohne großen Aufwand eine Werbeeinnahme zu generieren. Wie heißt es doch: „Kleinvieh macht auch Mist“. Ich könnte mir gut vorstellen, dass hier die ein oder andere Firma gerne auf diesen Zug aufspringen würde, die bisher noch nicht Sponsoren der Profimannschaft sind.

anteater
Leser

Block G und H tragen dann die Namen von Feuerwerksherstellern bzw. von einer Feuerwehr?

DaBrain1860
Leser

Juhuuu, du hast verstanden wie ich es gemeint habe smile
Jetzt müsste man die Idee und auch noch andere nur noch an die zuständigen Personen bringen……

3und6zger
Leser

Vielleicht kann man auch manche Blöcke mehrfach verkaufen. „Die Bayerische, Bodenmais, Baywa… oder „Augustiner, AquaBavaria, Angermaier….. „Löwenmagazin, Linster,…..“ und das wird dann blockspezifisch auf die Eintrittskarten gedruckt… Die Werbebanner, könnten dann unten am Block angebracht werden. Stehhalle hat bei Fernsehübertragungen natürlich den höchsten Werbewert.

DaBrain1860
Leser

Aber jetzt nochmals zur Grundidee, ist so etwas machbar?

jürgen (jr1860)
Leser

Ich geh in den Augustiner Block 😁🦁😎

DaBrain1860
Leser

Dann muss ich immer mal abwechseln zwischen Hacker und Augustiner smile

Bine1860
Leser

Ich sorge für einen Affront und geh in den Giesinger Block 😂😜

DaBrain1860
Leser

Dann würde unser geliebtes Sechzger bald Deutschland weit nur noch als Biertempel bezeichnet lol beer

jürgen (jr1860)
Leser

Veltinsarena 😱

anteater
Leser

Was hat das mit Bier zu tun?

jürgen (jr1860)
Leser

Nichts

Preissnplörre

L.A.
Gast
L.A.

Also ich denke ohne externe Hilfe werden wir da nicht mehr rauskommen der Hasi weiß das und der möchte das aussitzen und lässt deshalb keinen 3 Gesselschafter zu . Es muss meiner Meinung nach einer Lösung gesucht werden wie man der KGaA von aussen so hilft das man das Budget dauerhaft erhöhen kann ohne das die Zustimmung von Hasi braucht und das irgendwo eine Provision fällig wird . Aber wie ?

friedhofstribuene
Gast
friedhofstribuene

Danke für deine verständlichen Erklärungen.

3 Punkte hätte ich zum anmerken wenn ich darf:
1)Nachdem ich mich eher zu den normalen Fans zähle, würde mich eine zusätzliche Kommerzialisierung am Grünspitz extrem stören. VIP Events sollten gerne veranstaltet werden, aber nicht zu Lasten des letzten öffentlichen Freiraums in Stadionnähe.
2)Die 400.000€ die der e.V. anscheinend bereits der KGaA für das NLZ zugesichert hat, finde ich persönlich eher grenzwertig. Hier werden Mitgliedsbeiträge verwendet um vertraglich zugesicherte Zahlungen der KGaA auszugleichen. Soweit ich weiß momentan noch ohne jeglichen Ausgleich oder Anpassung der Verträge. Besonders im Hinblick auf das Verhalten des Mitgesellschafters finde ich das nicht ganz in Ordnung.
3) Sehr nüchtern betrachtet sind wir außer bei der Stadionsituation in der gleichen Situation wie die letzten Jahre in der AA. Den für alle Miglieder identitätsstiftenden Aspekt durch den Einzug ins 60er gefährde ich m.E. mit dem Wegfall der Mitgliederermäßigung. Das mag kurzfristig monetär etwas bringen. Ich glaube für die Zukunft zerschlägt man damit viel Porzellan. Außerdem befindet sich die KGaA auch durch schlechte Perfomance der Verantwortlichen anscheinend erneut in einer Zwangslage, in der alles zur Rettung getan werden muss. Zumindest hat man schon wieder den Eindruck. Muss man das aber bei dieser defizitären Gesellschaft wirklich?

Fazit: Auch wenn Hr. Scharold vielleicht die Überhosen etwas gelüftet hat, bleiben meines Erachtens noch genügend Fragen.

tomandcherry
Leser

Trotz aller wenig ertragreichen Begleiterscheinungen (Infront, Stroer, MVV-Zwangsnutzung…) gibt’s m.M. nach zur Zeit keine Alternative zum GWS.

Auch wenn es so mancher DB24-User (bzw. der Herr Blogbetreiber höchstpersönlich) nicht wahrhaben möchte:

Wo hätte 60 nach dem Doppel-Abstieg sonst spielen sollen?

Und ob wir nun noch ein, zwei oder drei Jahre die Heimspiele im GWS austragen müssen, welche – bezahlbaren! – Alternativen gäbe es denn?

Die vom „gröLöFaZ“ angekündigten Stadion-Pläne scheinen allesamt tief in einer Schublade verschwunden zu sein. Vielleicht auch besser so.

Mal abwarten, was die sog. „Machbarkeitsstudie“ an Möglichkeiten aufzeigt.

Allzu viel erwarte ich davon zwar nicht, aber es wird hoffentlich eine realistische und finanzierbare Lösung für die sportliche Zukunft der ersten Fußball-Mannschaft des TSV 1860 München geben.

Die weiß-blauen Träumereien von einem 50.000 Zuschauer fassenden Stadion sollten ein für allemal der Vergangenheit angehören.

anteater
Leser

Vielleicht denkt der Herr Blogbetreiber da an Augsburg, Ingolstadt oder Regensburg. Das wären die nächstgelegenen zweitligatauglichen Stadien, bei denen sich der Besitzer oder die Heimmannschaft noch nicht offiziell dazu geäußert hat, dass wir dort nie wieder spielen werden (Heimspiele). Unterhaching wäre die einzige noch nähere Alternative wenn es um Drittligatauglichkeit geht.

Reinhard Friedl
Leser

Volle Zustimmung.

blue planet
Gast
blue planet

Hallo Reinhard,
als Nicht-BWLler finde ich deine Ausführungen immer sehr interessant! Danke dafür!
Einen Gedanken möchte ich gerne aufgreifen, die VIP-Betreuung. In der Stadiondiskussion zum Grünwalder-Ausbau lese ich immer, dass dringend VIP-Plätze geschaffen werden sollten. Ich wundere mich immer sehr darüber. Für mich als Fan macht das „Erlebnis 60 im Grünwalder“ das Schnuppern der Atmosphäre an der Tegernseer Landstraße vor und nach dem Spiel und das gemeinsame Stehen und Mitfiebern beim Spiel im Stadion aus. Diese besondere Stimmung in Giesing ist ein Alleinstellungsmerkmal der Löwen in München!
Wäre es wirklich so attraktiv, als VIP sich abgesondert in einem besonderen Bereich aufzuhalten? Möglicherweise könnte hier ein ganz spezielles Konzept entwickelt werden, das beides verbindet.

anteater
Leser

Wir alle, die wir hier kommentieren, sind wohl nicht die Zielgruppe VIP, würde ich jetzt mal behaupten. Freunde, die in Stadien überall im Land schon mal irgendwie an VIP-Tickets gekommen sind, berichten, dass es da ja auch eher nicht um das Stadionerlebnis geht, sondern der Fußball so ein irgendwie interessanter Rahmen für die eigentlichen Gespräche unter Geschäftsleuten und den vermeintlich Schönen und Reichen sei.

Ich brauche das auch nicht, aber wenn es einen Haufen Geld bringen würde, dann wäre es nicht schlecht für den Kader. Leute wie wir treffen sich weiterhin irgendwo grob zwischen Silberhornstraße, Candidplatz und Sechzgerstadion.

Reinhard Friedl
Leser

Hier teile ich absolut Deine Meinung. Daher hatte ich im Betrag auch geschrieben, ob es nicht sinnvoller wäre statt eine teure VIP-Alm auf dem Trainingsgelände mit Transfer usw. zu haben, es nicht genügen würde die VIP`s mit den „normalen“ Fans z.B. am Grünspitz feiern zu lassen. Mir geht es genauso, dass 1860 das Drum Herum in Giesing ausmacht. Warum sollte hier 1860 nicht andere Wege gehen. Die Leute, die von den Sponsoren eingeladen werden, entgeht meines Erachtens durch die VIP-Alm am Trainingsgelände das ganz Flair um´s Stadion rum. Wenn ich Freunde zum Spiel einlade, dann geht das mit einem Weißwurstfrühstück im Giesinger Garten los und anschließend zum Giesinger Bräu, über den Grünspitz zum Trepperl Wirt. Nach dem Spiel im Schönstüberl auf dem Gehsteig, dass Spiel ausklingen lassen. Das ist 60.

anteater
Leser

Klar, nur wenn der Geschäftspartner mit Gattin antanzt, dann ist der Grünspitz eher nichts für sie, leider. (Warum nicht mal unter Normalsterblichen…)

DaFranz
Leser

Frag mich schon immer wo der Bezug zwischen Alm und 60 besteht…. Wegit dem Häusl, ich mag dieses bayrisch Tümmelei eh nicht. Finde die Idee mit Vip Betreuung in verschied. Giesinger Ecken grandios!

Thrueblue
Leser

Besten Dank fürs aufdröseln. Die Ausgaben lassen sich kaum reduzieren, von den Einnahmen bleibt dank „Knebelverträgen“ kaum etwas übrig. Prima.

friedhofstribuene
Gast
friedhofstribuene

Auch wenn es vielleicht etwas populistisch klingt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es bei den KGaA Verantwortlichen durchaus Einsparpotential gäbe. Natürlich kenne ich nicht die präzisen Zahlen, aber 1,3 Millionen an Personalkosten für GF, Angestellte und eine Abteilung mit hauptsächlich Minijobbern, erscheint mir durchaus großzügig. Ich frage mich z.B., ob es tatsächlich in der 3.Liga eine Doppelspitze als GF geben muss.

Reinhard Friedl
Leser

Hier wollte ja ein besonderer Löwenfan die Kosten übernehmen. Aber sein „Statthalter“ gibt lieber leere Job-Garantien als seinen „Boss“ darauf anzusprechen. Ober erreicht er ihn selbst nicht mehr?

friedhofstribuene
Gast
friedhofstribuene

Richtig, das war im Buschfunk so zu vernehmen. Im Nachhinein hilft uns das aber nichts. Im Vorfeld müsste es heißen: Kein Geld, keine Beförderung. So leid es uns tut für Herrn Gorenzel.

Bine1860
Leser

Super analysiert!

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Guter Leserbrief.
Ich bin beim Stadionbesuch anderer Meinung, man unterstützt damit hauptsächlich den Mehrheitsanteilseigner und verlängert nur unnötig das Leben des kranken Patienten (KGaA).
Ein Ende der selbigen könnte strukturell bessere Neustartbedingungen schaffen und zu einer Gesundung beitragen.
Das Problem ist Ismaik und der muss weg, leider ist der Aufpreis der Tickets mit einer Verlängerung der Beziehung verbunden, das unterstütze ich nicht mehr.

Bine1860
Leser

Ich weiss jemand der Ihre DK gerne hätte..

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Wird leider nix, da nur Tagesbesuche drin sind.😇
Denke da werden trotzdem einige verfügbar sein.😉
Ich prophezeie mal, dass nicht mehr alle Spiele ausverkauft sein werden, tendenz fallend sollten die sportl. Leistungen parallel zu den wirtschaftl. verlaufen.

jürgen (jr1860)
Leser

Ich 😉😁

anteater
Leser

Oder ich! rolling heart heart heart

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

„Bei der Vermeidung der Insolvenz spielte laut Fauser auch Vermarkter Infront eine Rolle, der entgegen den Marktgepflogenheiten eine Garantiesumme für zwei Regionalliga-Jahre zusagte.“ (Quelle: https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-so-wird-die-loewen-insolvenz-abgewendet-1.3584719)

„Was extrem zu Buche schlägt, sind die 1,5 Mio €, die für die Provisionen für den Vermarkter (INFRONT)“ (Leserbrief)

Diese 2 Aussagen passen in meinen Augen nicht so recht zusammen, die 1. sagt man müsse Infront dankbar sein fürs Geld, die 2. meint, es sei zu viel.

Reinhard Friedl
Leser

Das Problem ist nicht nur INFRONT alleine. Es schlägt halt auch extrem zu Buche, dass die Stadt München mit dem Kölner Werbeflächen-Vermarkter Stroer einen Vertrag vor Jahren abschloss, als nur die zweiten Mannschaften von 60 und Bayern im Grünwalder Stadion spielten. Damals war keine große Werbewirksamkeit möglich und die Stadt war froh, einen Vermarkter gefunden zu haben. Und zum damaligen Zeitpunkt war es auch 1860 egal, da bei der zweiten Mannschaft nicht die großen Sponsorengelder kamen. Leider ist der Vertrag mit der Stadt aber nicht so ausgelegt, wer aktuell im Stadion spielt. Es ist nur zu hoffen, dass der Vertrag bald ausläuft. Nähere Information hierzu habe ich aber auch nicht. Ich kann nicht einmal sagen, ob die neue elektronische Werbetafel, vor der Gegengerade auch dabei ist, wo Stroer ohne etwas tun zu müssen, kassiert. Zusatz: Immerhin sind es 50 % der Werbeeinnahmen.

Harie
Gast
Harie

Warum sollte Stroer 50% der Werbeeinnahmen bekommen?

Das Stadion wird nicht werbefrei überlassen.
Die von Stroer vermieteten Werbeflächen werden durch 1860 weder genutzt noch verdeckt.

Im Gegenteil. Die von Stroer vermieteten Werbebanden erhalten durch den Spielbetrieb von1860 eine erheblich gestiegene Reichweite fürdie Bestandskunden.

friedhofstribuene
Gast
friedhofstribuene

Soweit ich weiß betreut Stroer alle städtischen Werbeflächen. Damit gab es wohl keine großen Diskussionen bzgl. der Vermarktung der Werbeflächen Ob es 2017 versäumt wurde hier nachzujustieren, kann ich nicht beurteilen. Ich denke mal eher nicht. Ein richtiges Entgegenkommen der Stadt wäre es aber tatsächlich, wenn man die Möglichkeit erhielte hier nachzuverhandeln.

3und6zger
Leser

Ich erkläre mir das mit meinem in betriebswirtschaftlichen Dingen relativ unbedarften Ingenieurshirn folgendermaßen: Im Grünwalder gibt’s keinen festen Werbebanden (siehe Rundgangvideo vom letzten Juli in der AZ). Jeder der das Stadion mietet, kann die Werbung seiner Sponsoren und Werbepartner dann an die Werbeflächen und Mauern hängen. Von allem was er da einnimmt, müssen allerdings 50% an Ströer abgeben werden. Wäre interessant zu wissen, ob das für alle oder nur die fixen in einem Werbeflächeplan festgelegten Flächen gilt?

Bine1860
Leser

Ich denke mit Garantiesumme ist das, was an Geldern reinkommt gemeint, unabhängig davon dann die 1,5 Mio Provision. Und fraglich ob die Zusage für die Regionalliga auch für die 3.Liga gilt

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Ok für die 4. Liga hat man sich auf ein Fixum geeinigt und die 3. dann wieder per Provision.
Verstehe trotzdem nicht, warum man da, in der jedes Jahr neu gemachten Fortführungsprognose, nicht andere Konditionen aushandelt.
Nächstes Jahr droht uns doch trotzdem die Insolvenz.

anteater
Leser

Wie ich neulich hier schon fragte, wäre es halt wichtig zu wissen, wie viel Werbeeinnahmen wir haben, um das selbst bewerten zu können.

Mir persönlich erscheint eine Provision von 1,5 Mio jetzt schon sehr reichlich. Wenn Infront 10 Mio an Sponsorengeldern anbrächte, dann wäre es okay. Offenbar hat man es versäumt, einen Vertrag abzuschließen, der eine prozentuale Vergütung vorsieht.

Harie
Gast
Harie

Die 1,5 Mio sind nicht nur die Provision für Infront.
Diese ist, wenn auch sicher er größte Anteil, darin nur beinhaltet.

Die Provision ist prozentual berechnet und hier sind 15-20% durchaus marktüblich.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Verstehe nicht warum Fauser da nix besseres rausgehandelt hat, die Alternative (Insolvenz) wäre ja gar kein Geld mehr von 60?

anteater
Leser

Guter Punkt.

Allerdings weiß man nicht, wie Infront arbeitet. Haben die potentielle Sponsoren und schauen dann, bei wem sie selbst den besten Deal für sich damit bekommen? Wobei, wir haben aktuell ja fast nur oder nur weitgehend lokale Sponsoren.