Erst vor wenigen Tagen gab es einen Bericht in der Bild-Zeitung über die Androhung einer Klage gegenüber der Stadt München seitens Giesinger Bürger. Es geht um den Lärm, der vom Grünwalder Stadion ausgeht. Man habe bereits einen Anwalt, der Gewehr bei Fuß stehe. „Die Stadt muss uns vor dem Lärm schützen. Sonst: Klage!“, schreibt die Bild. Martialische Worte, die dem journalistischen Stil der Zeitung durchaus gerecht werden.

Spricht man mit dem Beschwerdeführer, klingt das deutlich nüchterner. „Wenn man nur die Bild-typischen Schlagzeilen liest, wird die Situation möglicherweise nicht ganz klar“, erklärt man gegenüber dem Löwenmagazin. Man habe in letzter Zeit die Beschwerden einiger Anwohner gesammelt. Seitens der Stadtverwaltung war die Antwort auf Beschwerden sinngemäß, dass alles in Ordnung und im rechtlichen Rahmen sei. Die Stadtverwaltung ist demzufolge zwar im Dialog mit den Bürgern. Leider beschränke sich dieser Dialog auf „lapidare Absagen“, so die Gruppe. Maßnahmen zur Verbesserung der Situation waren bisher nicht merklich oder wirkungslos. Das Sportamt hätte zudem bei der vergangenen Bürgerversammlung mit Abwesenheit geglänzt. Vor diesem Hintergrund habe man sich nun eine rechtliche Beratung durch eine Fachkanzlei für öffentliches Recht organisiert. Nun wartet man auf den runden Tisch seitens der Stadt, um Antworten zu bekommen.

Im Rahmen eines möglichen Ausbaus des Grünwalder Stadions sind entsprechende Lärmschutzmaßnahmen zweifelsohne ein wichtiges Thema. Beim Ausbau zu einem zweitligatauglichen Stadion wird ohnehin eine Überdachung gefordert. Diese könnte selbst bei einer Erhöhung der Zuschauerzahlen maßgeblich zum Lärmschutz beitragen. Inwieweit weitere Maßnahmen erforderlich sind, ist zu prüfen. Aktuell hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, inwieweit das Stadion ausgebaut werden kann.

Den Beitrag der Bild findet Ihr hier: Anwohner wollen gegen Lärm klagen

 

 

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Förg Michael
Gast
Förg Michael

Das größte Problem ist die neue Lautsprecheranlage, die so angebracht ist das diese nach draussen beschallt! Und die Anlage ist unnötig laut, so das man sich ja im Stadion kaum unterhalten kann!:-(
Ob das Stadion voll ist wie bei uns oder wenn nur 500 von den Seitenstraßler Weiber oder Amas! Immer gleich laut!
Von daher sinds dann pro Monat schon min 6 Spiele!
Brauchts denn die sch…. laute Lautsprecheranlage?????

Serkan
Leser

Die Journalisten von tz, AZ und Co, die den billigen und schwachen BILD-Artikel heranziehen, um daraus ihre eigenen „Berichte“ ohne weitere Prüfung des Sachverhalts zu basteln, sollten sich was schämen.

1860Solution
Leser

Journalismus hatte mal einen ganz großen Ehrenkodex.

anteater
Leser

Das war vor meiner Zeit.

Dimitri speefy
Gast
Dimitri speefy

2 x 45 Minuten in 1 Monat ……Lächerlich zu behaupten das geht nicht….Freunde ich bin Hsv Fan aber 1860 ist ein tradionsklub…Ein Verein mit viel Kult…Für 2 x im Monat sollte sowas möglich sein ..Auch wenn mann kein Fan ist ein bisschen stolz sollte mann haben als Münchener

Banana Joe
Leser

Willkommen bei den Blauen aus München. Der HSV wurde mir sympathisch, als die Zecken sich bei den Roten angebiedert haben. Außerdem seid ihr auch Investorengeschädigt. Viel Glück beim Wiederaufstieg!

Und natürlich hast du recht, 2-3x im Monat sollte ein Fußballspiel in Giesing möglich sein, wenn ein tragfähiges Konzept steht, v.a. bzgl. Ostdeutscher Erlebnistouristen. Die Spiele der roten Amas locken eh keine Sau ins Stadion und aufgestiegen sind die auch noch lange nicht.

tomandcherry
Leser

Zunächst möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich zwar „auf dem Land“ wohne, dort jedoch mein Haus nur wenige Meter neben der sehr stark frequentierten Durchfahrtstraße in Richtung einer bei Münchnern und Touristen äußerst beliebten Naherholungs- bzw. Urlaubs-Region stehen habe. Ich behaupte also, dass ich durchaus „Lärmerprobt“ bin und mich so schnell keine Lärmquelle aus der Fassung bringen kann.

Trotzdem ist mir nach wie vor nicht klar, was genau „die Anwohner“ (Wo? Direkt an der Grünwalder Straße? Ein, zwei, drei… Nebenstraßen davon?) an zwei Fußball-Spielen pro Monat, nicht gerechnet die spielfreien Zeiten während der Sommer- und Winterpause, eigentlich so massiv stört?

Es ist nachvollziehbar, dass diese „Lärmbelästigungen“ nicht ausschließlich auf 2 x 45 Min. Spielzeit zzgl. 15 Min. Pause, also rund 1 3/4 Std. beschränkt sind. Es beginnt einige Stunden vorher mit dem Treffen diverser Fan-Gruppierungen rund um das Stadion und endet weit nach dem Schlusspfiff, bis sämtliche Fans das Stadion verlassen und entweder in den Giesinger Kneipen oder den zahlreichen Verkehrsmitteln verschwunden sind.

An einem Spieltag könnten es bis zu sechs Stunden „Lärm“ sein, der ursächlich auf ein Fußballspiel im GWS zurückzuführen ist.

Demgegenüber sind 7 Tage die Woche Straßenlärm durch die Nähe zum Mittleren Ring, die Grünwalder Straße und sonstige Zu- und Abfahrtsstraßen zu ertragen. Lärm, der durch zahlreiche PKW, LKW, Busse und Straßenbahnen verursacht wird. Von der Feinstaubbelastung durch Autoabgase möchte ich erst gar nicht anfangen.

Dass in einer Großstadt, wie München es ganz unzweifelhaft ist, sehr viele Lärmquellen ertragen werden müssen, ist mir vollkommen klar. Wieso das GWS in seiner aktuellen – und vielleicht auch zukünftigen – Architektur derartig hohe Wellen schlägt, ist für mich unbegreiflich.

Dass es die meisten Menschen in ihrer privaten Umgebung gerne ruhig und beschaulich haben möchten, ist keine große Überraschung. Beim Wohnsitz Großstadt muss jedoch deutlich früher mit „Lärm“ gerechnet werden, als in einer überwiegend ländlich geprägten Umgebung. Und selbst dort kann es unvermeidlichen Lärm geben.

Wenn ein Anwohner „in der Nähe des GWS“ sich durch gelegentlich dort stattfindende Fußballspiele extrem gestört fühlt, dann müsste m.M. nach öffentlich geklärt werden, in welcher Art und Weise diese „Belästigungen“ stattfinden.

Ein (Groß-)Stadtbewohner, der in einer verkehrsreichen Gegend dieser Stadt mehr oder minder große Probleme mit „Lärm“ empfindet, sollte vielleicht einmal seine Vorstellungen vom (Groß-)Stadtleben hinterfragen?

Anderenfalls würde ich das Aufsuchen wesentlich ruhigerer Regionen empfehlen. Diese gibt es nach wie vor und dort lebt es sich vielleicht sogar noch wesentlich günstiger, als in der Immobilien-Preis-Hochburg München?

Queeg
Leser

Du machst es dir zu einfach.

Das Gebiet unmittelbar südlich des Stadions (und darum geht es hier) ist als reines Wohngebiet ausgewiesen; dort gelten besonders strenge Lärmschutzbestimmungen. Die Leute haben also ein Anrecht auf ihre Ruhe.

Vom Verkehrslärm ist man dort übrigens durch das Stadion und die Ladenzeile an der Grünwalder Str. ganz gut abgeschirmt.

Wenn die Leute wirklich klagen sollten, dann hätten sie wohl Chancen, zumindest Auflagen wie z.B. eine Kapazitätsbeschränkung durchzusetzen. Einen Ausbau des Stadions könnte man dann natürlich vergessen.

Ich verlange deshalb, dass die Stadt München sich mit diesen Leuten an einen Tisch setzt, um zu einer Lösung zu kommen. Sonst haben wir irgendwann überhaupt kein Stadion mehr.

anteater
Leser

Laut Medienberichten soll doch bei den Machbarkeitsstudien der Lärmschutz Beachtung finden.

tomandcherry
Leser

@ Queeg

Ich mache es mir nicht einfach, sondern ich wäre an einer Aufklärung über dieses angeblich so Lebensqualität beeinträchtigende „Lärmproblem“ interessiert.

Du schreibst von „das Gebiet unmittelbar südlich des Stadions“, „reines Wohngebiet“ und „besonders strenge Lärmschutzbedingungen“. Das lese ich zum ersten mal, kann es aufgrund Deiner Angaben jedoch nicht einordnen. Welche Straße(n) ist/sind es konkret? Welche Anforderungen an den Lärmschutz gelten dort?

Zudem verweise ich auf meine Aussagen bezgl. Häufigkeit und Dauer der spielbedingten „Lärmbelästigung“. Ca. zweimal pro Monat a max. sechs Stunden, während der Spielfreien Sommer- und Winterpause entfällt der Spielbetrieb im GWS weitgehend.

Wo mache ich es mir zu einfach?

Ich stelle Fragen, auf deren konkrete (!) Beantwortung ich nach wie vor warte. Deine Aussagen sind mir ehrlich gesagt zu oberflächlich bzw. unkonkret. Die max. Dauer der von den Anwohnern (Wo genau?) kritisierten Einschränkungen durch den vor, während und nach einem Spiel entstehenden Lärmpegel hast Du vollkommen außer Acht gelassen. Es ist kein 24-stündiger Dauerlärm, der sieben Wochentage lang nicht abstellbar wäre.

Queeg
Leser

Warum recherchierst du nicht selbst?

Flächennutzungsplan, Sportanlagenlärmschutzverordnung und alle weiteren relevanten Informationen sind leicht aufzufinden.

Bilde dir dein eigenes Urteil; dann musst du nicht mehr glauben, was man dir erzählt. Aber Fragen zu stellen, die man sich mit ein bisschen Mühe auch selbst beantworten könnte, ist halt so viel einfacher.

tomandcherry
Gast
tomandcherry

@ Queeg

Wenn es die dafür zuständigen Stellen, die angebl. so lärmgeplagten Anwohner, der Verein der gerne weiterhin in einem wie auch immer sanierten Stadion im Herzen Giesings es nicht schaffen, die „Probleme“ zu kommunizieren, dann warte ich lieber ab, bis etwas Belastbares als Diskussionsgrundlage veröffentlicht wird. Und solange ich nur solche patzigen und nichtssagenden Antworten wie Deine bekomme, lehne ich mich entspannt zurück.

Ich wohne weder in Stadionnähe, noch ist mir besonders wichtig, ob 60 auch weiterhin im GWS verbleiben kann. Ich schaue mir die jeweilige Mannschaft in jedem Stadion an, in dem sie ihre Heimspiele absolviert und das seit über 40 Jahren. Da regt mich dieses „Lärmproblem“ nicht ansatzweise auf.

anteater
Leser

Meine Eltern wohnen in deutlicher Hörweite des Stadion in einer Querstraße zur Schönstraße. Meine Mutter störte sich exakt ein mal an der Sperrung der Candidstraße, woraufhin ich ihr erklärte, dass das alle 14 Tage eine halbe Stunde nach dem Spiel ist und sonst nicht. Das fand sie dann in Ordnung. Was meine Eltern als viel störender Empfinden als alle 14-Tage ein Fußballspiel, das sind die Besucher des Tierparks. Bei entsprechendem Wetter ist das nämlich jedes Wochenende und dann den ganzen Tag lang, Staus, alles zugeparkt, auch jenseits des erlaubten. Klagen würden sie jedoch nie dagegen, selbst mit Rechtsschutzversicherung, denn sie wissen, dass das Stadtleben neben vielen Vorteilen eben auch Schattenseiten hat.

tomandcherry
Leser

@ anteater

Es mag durchaus Anwohner geben, die sich an der Lärmquelle GWS-Heimspiel stören, das stelle ich keinesfalls in Abrede.

Genausowenig stelle ich infrage, dass es Anwohner geben wird, die sich leichter damit arrangieren können.

In beiden Fällen wäre zu hinterfragen wo genau diese Menschen wohnen und welcher Lärmpegel dort für sie als zumutbar eingestuft werden kann.

Es kann m.M. nach nicht sein, dass ein Großstadtbewohner davon ausgeht, dass an seinem Wohnort vergleichbare Lärmbedingungen herrschen müssten, wie z. B. in einer ländlichen Region, in der kaum Verkehrs- und anderer Lärm herrscht.

Wildbiesler
Gast
Wildbiesler

Aha. Und was ist mit den Wildbieslern?

Redaktionsleitung

Diesen Bürgern geht es ausschließend um den Lärm. Das haben sie auch ganz klar zum Ausdruck gebracht.
Da du dich ja selbst als „Wildbiesler“ bezeichnest, bitten wir dich von Fans zu Fan, zukünftig die Toilette zu benutzen.

1860Solution
Leser

lol lol lol lol

Commander
Gast
Commander

DIe Anwohner haben gesagt, sie wollen in Zukunft versteckte Kameras aufhängen. Dann werden die Schniedel der Wildbiesler ins Internet gestellt! wink

coeurdelion
Leser

Schniedel- und Datenschutztechnisch sehr bedenklich wink

1860Solution
Leser

Schlimm, dass sich keiner der anderen Zeitungen die Zeit genommen hat und mit den Menschen spricht. Nein, die Bild-Zeitung haut was raus und jeder nimmt sich seinen Teil dann für die eigene Berichterstattung. Grausam, einfach nur grausam. Dürfen sich dann nicht wundern, wenn ihnen keiner mehr glaubt.

unvoreingenommen
Gast
unvoreingenommen

Du stehst den anderen von dir angeprangerten in nichts nach

1860Solution
Leser

Keine Ahnung was du meinst.