Konflikt „Fanlandschaft 1860“ – auf sachlicher Inhaltsebene nicht mehr lösbar

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Ein Kommentar

Der Streit um den TSV 1860 München ist höchst emotional. Den Fans, egal welchem Lager oder welcher Denkweise man sie zuordnet, geht es um ihren Herzensverein. Um ihre große Liebe. Da sind zweifelsohne Spannungen vorprogrammiert. Ein scheinbar unlösbarer Konflikt.

Appell der Geschäftsführung

Die beiden Geschäftsführer Günther Gorenzel und Michael Scharold haben gemeinsam Stellung bezogen. Lasst uns alle endlich gemeinsam anfangen aufeinander zuzugehen, so die Botschaft. „Wir appellieren insbesondere auch an die Printmedien, an Blogs, an Kommentarschreiber und Forenteilnehmer, an alle Meinungsbildner: STOP mit dem Gegeneinander. Eine polarisierende Berichterstattung schadet allen, egal in welche Richtung sie geht.“

Es sind gutgemeinte Worte. Helfen werden sie nicht.

Der Boulevard lebt von der Polarisierung

Die Printmedien sind ohnehin die falschen Ansprechpartner. Einen Appell für eine nichtpolarisierende Berichterstattung werden die Presseleute nicht einmal annähernd interessieren. Der Boulevard lebt von der Polarisierung.

Wer möchte, dass weniger polarisierend geschrieben wird, der muss den Redakteuren die Grundlage entziehen. So wie es das Präsidium durchaus in den letzten Monaten getan hat. Präsident Robert Reisinger ist kein Befeuerer polarisierender Berichterstattung. So ehrlich muss man von beiden Seiten aus sein. Unabhängig von der klubpolitischen Ausrichtung, die man priorisiert.

Die Süddeutsche Zeitung lebt nach dem Prinzip der freien, unabhängigen und kritischen Berichterstattung. Auch sie sind der falsche Ansprechpartner.

Wer die journalistischen Berichte ändern muss, der muss bei sich selbst anfangen. Er muss den Umgang mit den Medien prüfen, Erklärungen besser abstimmen und eben weniger selbst polarisieren.

„Immer wieder scheitert die Rationalisierung an Emotionen.“

Konflikt ist Beziehungskonflikt

Fans haben das Recht zu polarisieren. Sie haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf freie Informationsbeschaffung. Das kann man ihnen nicht nehmen. Ein Appell mag eine Möglichkeit sein, verändern wird es die Fans und ihre Diskussionskultur nicht. Dabei spielt es keine Rolle ob in einem Webblog, einem Forum oder in den sozialen Medien.

Häufig wird gefordert, den Konflikt zu versachlichen. Das ist beim TSV 1860 München nur bedingt möglich, denn längst ist aus dem eigentlichen klubpolitischen Konflikt in vielen Bereichen ein Beziehungskonflikt geworden. Persönliche Empfindlichkeiten spielen eine übergeordnete Rolle, auch wenn das nicht jede Partei und jeder direkt Beteiligte zugibt. Der Konflikt ist damit auf Inhaltsebene nicht mehr lösbar, sondern benötigt eine Lösung auf Beziehungsebene. Immer wieder scheitert die Rationalisierung an Emotionen.

Was das heißt? Es wird kein Miteinander auf Fanebene geben. Die Meinungen sind festgefahren. Eine sachliche Diskussion findet zwischen den tatsächlich sich voneinander abgrenzenden Parteien überhaupt nicht mehr statt. Jeder sucht nur Bestätigung für die eigene Vorstellung und leistet Widerstand gegenüber andersgearteter Denkweise. Es wird zwar immer wieder versucht, Aufklärungsarbeit zu leisten, die erreicht jedoch meist immer diejenigen, die ohnehin das gleiche Denkmuster haben oder aber die Denkweise ablehnen. Also folgt entweder die Bestätigung der eigenen Meinung oder eben eine Gegenreaktion. Die über schwere Beleidigungen bis hin zum Aufruf zum Mord gehen. Sachliche Ebene? Gibt es nicht.

Sachlichkeit auf Führungsebene notwendig

Zumindest eine Chance wäre jedoch, wenn alle Funktionäre geschlossen zur Sachlichkeit finden. Das ist ein schwieriger Prozess, denn es sind auch bei amtierenden Amtsinhabern viele Empfindlichkeiten vorhanden. Durchbrechen wird wohl aktuell kaum einer dieses Dilemma. Zumal es schwer ist, weil gerade die Presse alles auf die Goldwaage legt. Jedes einzelne Wort. Hier muss ein Weg gefunden werden, wie der TSV 1860 München geschlossen nach außen präsentiert wird.

Oder aber man geht als Gesellschafter getrennte Wege. Wie auch immer das zu bewerkstelligen ist. Klar ist, dass aktuell in jedem Fall keiner wirklich profitiert. Ideen und Vorschläge werden geblockt. Kommunikation findet über Mittelsmänner und PR-Agenturen statt.

Am Wenigsten ändern kann man in der Fanlandschaft 1860. Ein „Gemeinsam“ wird es dort so schnell nicht geben. Da kann man noch so viel appellieren. Nichtsdestotrotz sollte jeder Fan in sich gehen und vor allem eines tun: Hetze, Beleidigungen oder gar Drohungen, in welcher Form auch immer, unterlassen.

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Tante Tornante
Leser

Mal auf ein paar offene Worte – auch wenn diese sicher wieder polarisieren werden:

Ich bin nämlich der Depp…

…der nicht Mitglied im e.V. ist oder war und von daher eigentlich eh nichts zu sagen hat.
…der zwar auch der Meinung ist, dass ein überschuldetes Unternehmen dringend sparen muss, aber nur vom Sparen und gänzlich ohne neue Investitionen nicht mehr auf die Beine kommt.
…der sich ständig sagen lassen muss, dass er doch bitte das Konstrukt des „e.V.“ einerseits und das der „KgaA“ andererseits zu verstehen habe, wo er das doch schon von Beginn an verstanden hat, aber die Löwen immer noch als einen Klub sieht.
…der daran glaubt, dass Geld in einen Klub zu stecken nichts Verwerfliches ist, es sei denn, man macht dies ohne Sinn und Verstand und Konzept.
…der trotz der verschwenderischen und sinnlosen Geldverbrennerei seit den 60iger(!) Jahren immer hinter, zu und vor 60 stand und dafür jede Menge Hohn und Spott ertragen hat.,
…der einfach nicht glauben kann, dass es 60 nur in Giesing gibt, sondern wir immer noch ein Münchner Klub sind.
…der, egal in welchem Stadion wir auch gespielt haben (Bundesliga – 2. Liga – Bayernliga – Bundesliga – 2. Liga – Regionalliga – 3. Dritte Liga), dort gerne zu den Löwen gegangen ist.
…der immer brav, wenn es mal für Nichtmitglieder noch Karten gibt, die Blöcke J oder O auffüllt.
…der trotzdem gerne mal wieder bequem und überdacht sitzen würde, weil als Ü60 das Stehen halt anstrengend ist.
…der immer noch glaubt, dass das Fußballspiel das Wichtigste ist und deshalb auch im TV zuweilen höherklassige, CL- oder EM/WM- Spiele anschaut und sich daran tatsächlich erfreuen kann.
…der 60 zwar nicht unbedingt in der Bundesliga sehen muss, sich aber dennoch darüber sehr freuen würde, wenn er das noch mal erleben könnte.
…der die Klubs mit großer Tradition in der 3. Liga zwar alle ganz toll findet, für das zeitweilige Gekicke aber manches Mal dem Empfang eines „Schmerzensgeldes“ nicht abgeneigt wäre.
…der immer noch an einen Weg glaubt, dass Gesellschafter sich grundsätzlich auf einen gemeinsamen Zweck einigen könnten.
…der glaubt, dass solange es den Klub gibt, daran gearbeitet werden muss.
…der mittlerweile von den Grabenkämpfen der Lager nur noch angekotzt ist.
…der sich wie ein kleines Kind darüber freuen würde, wenn mal wieder das Spiel (ja, es ist immer noch ein Spiel und keine Weltanschauung) im Mittelpunkt stehen würde…

Schönes Wochenende…

anteater
Leser

Hi,

zu dem angeblichen Sparen würde ich gerne etwas sagen. Das ist nämlich eine sogenannte Zeitungsente, die wohl dazu gedacht ist, Stimmung gegen den e.V. bzw. deren Kurs zu machen.

Sparen bedeutet, dass weniger Geld ausgegeben wird, als zur Verfügung steht. Davon habe ich seitens des e.V. und auch seitens der KGaA aber noch gar nichts gehört. Vielmehr ist es doch so, dass „nur“ noch das Geld ausgegeben werden soll, das auch tatsächlich da ist, also keine weitere Verschuldung vorgenommen werden soll. Hier gibt es ja einen ganz aufschlussreichen Artikel bezüglich der aktuellen finanziellen Situation der KGaA. Die Fortführungsprognose steht da jetzt schon auf sehr, sehr wackligen Beinen (fast 20 Mio Unterfinanzierung sozusagen). Da noch mehr Schulden draufzupacken, das gefährdet Sechzig als Ganzes schon enorm. Aber ich will Dich hier keinesfalls belehren.

Das ist eben ein ganz, ganz großer Unterschied, aber durch sogenanntes Framing, indem man da etwas von angeblichem Sparen in die Welt setzt (nicht Du, sondern bestimmte Presseorgane!), programmiert man Konflikte vor.

Und ich glaube, dass Du kein Depp bist, schon gar nicht wegen der von Dir vorgebrachten Punkte. Und wenn Du gerne früher ein Ticket in der Stehhalle benötigst, dann hilft Dir bestimmt ein Mitglied weiter, ich zum Beispiel.

Tante Tornante
Leser

Vielen Dank für Deine freundliche Replik! Und nein, ich habe mich nicht belehrt gefühlt…

Du hast recht, ich hätte das mit dem „Sparen“ präziser ausdrücken sollen. Das Unternehmen KGaA muss einerseits die Ausgaben so reduzieren, dass eine weitere – vor allem hemmungslose – Verschuldung vermieden wird, andererseits muss das Unternehmen aber auch die Einnahmenseite verbessern. Grundsätzlich ist in wachsenden Märkten eine reine Stagnation/ein reines „Nullwachstum“ auf Dauer tödlich. Denn damit können weder Schulden nebst deren Zinsen, noch sportliche Ambitionen bedient werden. Wenn die anderen Klubs in der Liga weiter wachsen und man selbst bestenfalls nur stagniert, wird (nicht sofort, aber auf Dauer) ein Abstieg nicht zu vermeiden sein, was wiederum zu einer weiteren Verschlechterung der Einnahmenseite führen würde und damit eine üble Spirale in Gang setzen könnte.

Das ist natürlich eine sehr schwierige Situation für die KGaA und eine echte Herausforderung. Es müssen also zwei Schritte gemacht werden: Konsolidierung und Erhöhung der Einnahmen.

Serkan
Leser

Du glaubst aber nicht allen Ernstes, dass das dort niemand wüsste? Weißt du welchen Etat der VfL Osnabrück in dieser Saison zur Verfügung hat? Google mal, du wirst verblüfft sein.

Hubertus Holzinger
Leser

Der reiche Mann und das Mädchen

Es war einmal ein Mann aus dem Morgenland. Er war reich und schön, lebte in einem goldenen Schloss und hatte die stolzesten weißen und schwarzen Pferde. Eines Tages ritt er aus und begegnete einem armen Mädchen aus dem Abendland in zerlumpten Kleidern, das so schön war, dass die Sonne vor ihrer Schönheit erblasste.
„Warum weinst Du?“, fragte der Mann das Mädchen.
„Weil ich verhungere!“, sagte das Mädchen.
„Du musst verhungern?“, fragte der Mann ungläubig. „Ein so schönes Mädchen darf nicht verhungern müssen!“
„Ich kann mir von meiner Schönheit nichts kaufen“, sagte das Mädchen. „Ich könnte mich verkaufen, aber dafür bin ich zu stolz. Angebote hatte ich schon zur Genüge. Aber es waren nur Männer mit schlechten Absichten!“
Da wurde der Mann sehr wütend.
„Welcher Wüstling wagt es, Dir Geld zu bieten, damit Du ihm gehörst? Ich nehme Dich zu meiner Frau, wenn Du magst, dann hast Du nie mehr Geldsorgen und bist in Sicherheit!“
Das Mädchen überlegte kurz, dann sagte sie:
„Meine Geschwister und Eltern sind auch sehr arm. Kannst Du ihnen Geld geben, damit sie überleben?“
„Das ist für mich kein Problem. Wie viel willst Du?“
„Sagen wir einen Sack Goldstücke“, lächelte das Mädchen. „Dann heirate ich Dich!“
Gesagt, getan. Der Mann versprach ihr ein prächtiges Leben, Kleider und Schmuck im Überfluss, ja sogar ein neues Schloss mit goldenen Löwen an den Toren wollte er ihr bauen, so begeistert war er, dass sie seine Frau werden würde. Nur wenige Wochen später fand eine prunkvolle Hochzeit statt und alle waren glücklich, vor allem auch die Eltern und Geschwister des schönen Mädchens, da sie ausgesorgt hatten und ihre Armut ein Ende hatte.
Jahre vergingen und das Lächeln des Mädchens verschwand mehr und mehr aus ihrem Gesicht. Zwar hatte sie ihrer Familie dazu verholfen zu überleben, aber sie selbst hatte kein schönes Leben: Denn ihr reicher Ehemann entpuppte sich als fürchterlicher Egoist. Er wollte von ihr täglich hören, wie großartig und wie großzügig er sei. Aber er was es nicht. Denn er befahl ihr, dies und jenes zu tun, und wenn sie nicht gehorchte, dann gab er ihr kein Geld für Kleider und Schuhe, machte sie lächerlich und beschimpfte sie als „dumme Hausfrau“. Wann immer das Mädchen Geld brauchte, musste sie ihren reichen Ehemann anbetteln, bekam aber oft trotz Versprechungen nichts. Stattdessen engagierte ihr gemeiner Ehemann sogar einen Hofnarren, der jeden Tag der Ehefrau im Nacken saß und böse Gemeinheiten und Widerwärtigkeiten über sie sagte, sie schlecht machte, beleidigte, demütigte, erniedrigte. Er sang ekelhafte Lieder, rief laut auf dem Hof aus, dass sie eine Hure sei und dass sie froh sein müsse, dass sie einen solch edlen Mann gefunden habe, der sie aus dem Dreck gezogen hätte, den sie selbst verursacht habe.
Da begann das Mädchen ihren Mann und all seine Freunde zu hassen. Sie hasste ihn so sehr, dass sie ihm den Tod wünschte oder jedenfalls, dass ein Zauber ihn verschwinden lassen möge.
Aber leider gibt es keine Zauberei und so nahm alles den Lauf, den es nehmen musste.
Das Mädchen wurde krank und auf ihrem ganzen Körper breiteten sich Geschwüre aus. Sie wurde hässlich und sah aus wie ein alte Hexe. Und mit ihr wurde das ganze Abendland immer unansehnlicher, ärmer und kränker. Da wurden die Bewohner des Abendlandes wütend auf den reichen Mann aus dem Morgenland, da er der die Schönste im Lande belogen und betrogen hatte, nur um sie zu bekommen, sie aber jetzt verkommen ließ. Aus einem blühenden aber armen Mädchen hatte er ein krankes, verwelktes Weib gemacht, das nicht einmal das Geld hatte, sich anständige Kleider zu kaufen. Und mit ihr verwelkte das ganze Land.
Da nahmen die Menschen des Abendlandes ihren ganzen Mut zusammen, zogen vor das Schloss und forderten den Geizhals auf, nach draußen zu kommen. Er aber war zu feige und schickte den Hofnarr und andere von ihm bezahlten Schergen vor. Die Menschen draußen schrien: „Weg mit euch Natternbrut! Wir wollen den Geizhals sehen. Ist er wohl zu feige, sich sehen zu lassen! Dann holen wir ihn.“ Und sie stürmten das Schloss, nicht ohne dem Hofnarr und den anderen bezahlten Schergen gesalzene Tritte in den Allerwertesten zu geben, dass diese nur so fluchten und dann hastig das Weite suchten.
Im Schloss hatte der böse Ehemann sich hinter seinen Pferden versteckt, aber es nützte ihm nichts.
„Komm raus, du aufgeblasener Zwerg“, rief die aufgebrachte Menge.
„Was wollt ihr von mir?“, stotterte der reiche Mann. „Ich habe eurer schönsten Tochter Geld gegeben, damit ihre Familie überlebt und ich habe sie geheiratet, damit sie von da an keine Not mehr hat. Ihr seid undankbare böse Menschen, wenn ihr mir etwas anhaben wollt!“
„Sei still!“ tobten die Menschen. „Du bist ein Lügner und ein scheinheiliger Tyrann! Wir wollen unsere Schönheit und unsere Freiheit wieder haben. Lieber arm und frei, als im goldenen Käfig betteln zu müssen!“
„Was, wenn ich nicht will?“ winselte der Geizkragen.
„Dann werden wir jeden Tag wiederkommen. Wir werden nicht müde werden, werden es überall kundtun, werden Verbündete finden und dich eines Tages vom Hof jagen.“
Da bekam der Mann Angst. Und da er nur Geld und eben keine Liebe im Kopf hatte, nannte er den Menschen einen Preis, der zu bezahlen wäre, damit das Mädchen frei käme und das Land wieder gesunden würde.
Die Menschen suchten lange und fanden schließlich solche Gönner, die den Preis zahlen konnten. Fast wäre das Mädchen darüber gestorben und fast wäre das Abendland daran zugrunde gegangen. Aber es gelang im letzten Augenblick und ein Albtraum ging zu Ende.
Kaum war das Mädchen aus dem Schloss und den Fängen des Ehemanns befreit und geschieden, blühte es auf. Es wurde schöner als je zuvor und alle Welt staunte über dieses Mädchen. Aber auch das Land wurde wieder fruchtbar und grün, goldene Blumen überall, und in jedem Haus lachende Menschen.
Der böse Ehemann aus dem Morgenland aber kaufte sich eine andere Frau von einer Insel. Diese Frau aber war so gerissen, dass sie dem Ehemann alles stahl was er hatte und sich dann davon machte. So endete er in bitterer Armut und musste sich von gestockter Kamelmilch und vertrockneten Feigen ernähren bis er jämmerlich starb.
Er hatte am Ende keine Freunde mehr, nicht einmal der dicke Hofnarr, den er so gut bezahlt hatte, hielt ihm am Ende die Stange, sondern versuchte sich gerissen auf die Seite der Abendländer zu schlagen. Doch die Türen für ihn blieben für alle Zeiten verschlossen. Manche erzählen, er stehe noch heute 24 Stunden vor den Toren des Abendlandes und schreie ins Blaue hinein. Aber niemand höre ihm zu.
Das Mädchen aber lebte glücklich und zufrieden, nahm sich eine lieben Mann und bekam wunderschöne Kinder. Die Menschen des Abendlandes aber feierten an jedem Wochenende fröhliche Feste zum Dank für ihre wiedergewonnene Schönheit und Freiheit.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch heute…

anteater
Leser

Und da sage einer, Fußballfans seien dumm und primitiv. Großartige Geschichte!

„Komm raus, du aufgeblasener Zwerg“ -> das bitte als nächstes Mottoshirt drucken wink

Es gibt übrigens eine Geschichte von Khalil Gibran, die mich gewissermaßen an Dein Werk erinnert!

Reinhard Friedl
Leser

Habe die Geschichte mit Begeisterung gelesen. TOP!! Und erst der Schluss TOP TOP!!

jürgen (jr1860)
Leser

welch ein Traum lol lion beer :yes:

3und6zger
Leser

Meiner Meinung nach gibt es in beiden Lagern die „Hau drauf“- Fraktion im Vergleich zur gemäßigten, nachdenklichen bzw. sachlichen Fraktion. Die Haudrauffs hauen gerne auf alles, was ihnen nicht passt. Die einen auf e.V., Reisinger und Präsidium, die anderen auf Hasan Ismaik, Stimoniaris und Griss. Und gemeinsam hauen sie, alles natürlich nur bildlich gemeint, auf die Mannschaft drauf, wenn das Spiel mal wieder nix war. Diese Fraktion ist wahrscheinlich mit sachlichen Berichten und Kommentaren nicht zu erreichen. Gemäßigte, sachlich argumentierende und nachdenkliche Berichterstatter, Kommentatoren und Forenteilnehmer werden von ihnen als „Weicheier“ nicht ernst genommen. Es zählt nur die starke Faust.
Ich geb zu, auch in mir regt sich bei manchem Kommentar der „Hau-drauf“-Reflex und ich möchte einen passende Antwort schreiben. Das ist im Internet aber relativ witzlos. Am Tisch gegenüber kann man wenigstens noch die Reaktion beobachten und überlegen, ob’s was bringt.
Woran liegt die schon wachsende Zahl in den „Hau-drauf*-Fraktionen. Ich denke an der Tatsache, dass man unseren TSV fast 2 Jahre nach dem Tiefpunkt noch immer nicht in ruhigen Fahrwasser sieht:
– 55 Mio Schulden nach der Aufstellung hier sind ein Damokles-Schwert über dem Verein
– Ein Investor, der schon einen Haufen Geld eingebracht hat, aber keine Wirkung damit erzielt hat, eher das Gegenteil.
– Keinerlei Konzept, zu welchem sich die Gesellschafter durch gerungen hätten
– Durch die o.a. 3 Punkte eine sportliche Perspektive die nur schwer als erfolgsversprechend bezeichnet werden kann.

Die jeweilige „Hau drauf“-Fraktion sieht jetzt im „Weg mit …..“, dem jeweilig anderen Problemgesellschafter, die Lösung aller Probleme.

Vielleicht seht ihr schon, worauf ich raus will. Die Probleme können nur von oben nach unten, nicht aber von unten nach oben gelöst werden. Wir können als Mitglieder nur in der MV unser Votum abgeben, welchem der Gesellschafter wir den Rücken stärken. Allerdings wäre es wieder vertane Zeit, wenn wieder bis 30. Juni gewartet wird!

Liebe Gesellschafter, fangt’s an die wirtschaftlichen Probleme zusammen zu lösen, und zwar am besten heute!!! Es wird nicht mehr anders, die Mitglieder lösen Eure Probleme nicht!!! Macht endlich ein Konzept für die Zukunft, welches den Namen auch verdient!!! Wegen mir müsst ihr’s auch nicht bekanntgeben, aber macht’s endlich mal was…….

anteater
Leser

„Liebe Gesellschafter, fangt’s an die wirtschaftlichen Probleme zusammen zu lösen“

Na ja, da steckt doch, zumindest in meiner Wahrnehmung, der Kern des Problems. Die eine Seite macht tatsächlich unterschiedliche Vorschläge, die andere Seite lehnt diese unbegründet ab, auch ohne selbst Vorschläge zu bringen. Und wenn ich so etwas wiederholt mitbekomme, dann werde ich auch zum Hau drauf (light!).

Serkan
Leser

Großes Kompliment! Saubere Analyse!

Buergermeister
Leser

Viele Fans sind auch keine Hardliner und würden sich auch mit Zwischenlösungen gut anfreunden können!

tsvmarc
Gast
tsvmarc

Sehr guter Artikel.

Django_1860
Gast
Django_1860

Da kann man jetzt sagen was man will, aber der OG mit seinem Blog ist imho einer der Hauptgründe für die jetzige Situation.
Alle Printmedien zusammen schreiben im Monat nicht soviel Mist wie OG an einem Tag. Geht heute schon wieder weiter. RR sein Dauerbrenner muss wieder herhalten , weil er dem BR kein Interview gibt. rolling
Mit dem Satz der Geschäftsführung , „Wir appellieren insbesondere auch an die Printmedien, an Blogs, an Kommentarschreiber und Forenteilnehmer…“ , fühlt er sich scheinbar nicht angesprochen. Naja, wie auch, stehen ja alle auf der gleichen Gehaltsliste.

Löwe
Leser

Gibt es irgendeinen Beleg für die These mit der „Gehaltsliste“. Denke nicht und deshalb sollten sich auch Kommentarschreiber wie sie und ich von der Geschäftsführung angesprochen fühlen!

Django_1860
Gast
Django_1860

Nope, da sieht man wie die Meinungen auseinander gehen können. Prinzipiell richtig, dass sich alle Kommentarschreiber angesprochen fühlen sollten, aber ich sehe hier schon einen Qualitätsunterschied der Kommentare im Vergleich zum blöd24 blog.
Natürlich kann ich auch mit Kommentaren provozieren…. aber als Betreiber des Blogs mit den Entsprechenden Artikeln…. na wir wissen ja alle wie das ausgeht smile

KG1860
Gast
KG1860

Ja die gibt es – und zwar vom Schmierfink höchstpersönlich in seinem Spalterblock. Sein tolles „Abstiegsheft“ das er damals aufgelegt hat: 1. Wurde er von HI zum Arschkriecherinterview ins Ali Baba Land für mehrere Tage eingeladen. 2. Hat HI ihm eine dreistellige Zahl der „Abstiegshefte“ abgekauft – dies hat der Schmierfink ganz groß in seinem Spalterblock aufgezogen.

Und 3. (dies ist aber nur ein sehr hartnäckig sich haltendes Gerücht – aber sehr glaubhaft) wurde sein Töl DB 24 Wägelchen zumindest von HI mitfinanziert.

anteater
Leser

Ist das nicht eher ein MB-DB-Wägelchen? Ich kann mir in der Tat schwer vorstellen, dass man allein durch das Betreiben eines Blogs oder durch angestellte journalistische Tätigkeit so ein Fahrzeug finanzieren kann.

Löwe
Leser

Oh mei…

Deshalb schreibt man von „Gehaltsliste“?

Zu 1.: Viele Journalisten führten bereits Interviews mit HI. Manche waren mal in London, manche in Abu Dhabi. Wer den Flug dorthin bezahlt hat ist doch gar nicht bekannt und nicht belegt.

Zu 2.: Ja, HI hat ein paar Hundert Hefte gekauft. Wenn man deshalb auf einer „Gehaltsliste“ steht, dann stehen dort aber auch Ultras wie Marco drauf, die in MUC mal von HI eingeladen wurden oder viele andere, die bei diversen Treffen mal eingeladen wurden.

Zu 3.: Absolutes unglaubwürdiges Gerücht. Bei der Zahlungsmoral von HI hätte ihm die Bank/Leasinggesellschaft das Auto sicher schon wieder weg genommen. ;-). Außerdem wohnt Herr Griss nicht im Landkreis Bad Tölz sondern in Miesbach. Die Zahl der von Ihnen genannten Autonummer ist auch falsch.

Verbreiten Sie bitte keine Fake-News

KG1860
Leser

Ok dann ist es eben MB anstatt Töl – mein Fehler. Sehr gewagt (vor allem in unserer Zeit) deswegen von Fakenews zu schreiben. Und auf einer „Gehaltsliste“ zu stehen sagt in keinster Weise was von der Höhe der Zuwendung aus. Gerade bei einem Minderleister und tatsächlich „fakenews“-Verbreiter wie im Spalterblock.

Löwe
Leser

Ich stimme dem Artikel zu 99% zu.

Verstehe aber nicht, was dieser Satz soll? „Präsident Robert Reisinger ist kein Befeuerer polarisierender Berichterstattung.“
Ist RR der einzige Gute?

Was ist mit der Randgruppen-Aussage, der Aussage, dass er keinen Redebedarf mit HI hätte um später zu jammern HI hätte sich doch melden können wenn er eh in MUC ist. Dann noch der Genussscheine-Zickzack-Kurs und die saloppen Sprüche wie das mit dem Tiger reiten usw.

Ich verstehe einfach nicht, warum man hier RR völlig unkritisch sieht?
Nicht falsch verstehen, ich werde ihn voraussichtlich im Juni wählen, aber sachliche Kritik wäre auch hier angebracht.

Serkan
Leser

der Aussage, dass er keinen Redebedarf mit HI hätte um später zu jammern HI hätte sich doch melden können wenn er eh in MUC ist.

Gib die Phrase „Reisinger“ + „kein Redebedarf“ bei Google ein, wie ich es gerade gemacht hab. Die Erklärung ist lang schon erfolgt. Bereits am 19.07.2017 antwortet Reisinger auf die Frage „Sie hatten öffentlich erklärt, keinen Redebedarf mit Ismaik zu haben. Hat das die Gespräche erschwert?“ sehr klar: „Nein, das wurde auch in einem falschen Zusammenhang wiedergegeben. Ich hatte auf Nachfrage eines Journalisten, ob ich in direktem persönlichem Kontakt mit unserem Mitgesellschafter stünde, erklärt, in meiner Rolle als Präsident des e.V. zum Zeitpunkt der Frage keinen Redebedarf zu sehen und das war auch richtig so. Wir hatten eben erst gegen den erklärten Willen unseres Mitgesellschafters durch Pochen auf die 50+1-Regel Markus Fauser als Geschäftsführer durchgesetzt. Alle standen noch unter dem Schock der Nichtlizenzierung für die Dritte Liga. Erst nachdem Fauser sich einen Überblick über die Finanzen der Gesellschaft verschafft und Bericht erstattet hatte, machten Gespräche überhaupt Sinn. Die Gremien standen im Anschluss daran in einem regen Austausch mit den Vertretern und Anwälten unseres Mitgesellschafters. Es bestand immer Kontakt und es fanden viele Gespräche statt.“

Die Stelle mit dem „Tiger reiten“ recherchiere ich auch noch hinsichtlich Kontext.

Serkan
Leser

Hab sie schon. Google hilft.

Auf die Frage „Die Rolle Bierofkas und Gorenzels bei diesem Spiel muss aus Ihrer Sicht doch eine mindestens befremdliche gewesen sein?“ antwortet Reisinger: „Ich glaube nicht, dass die beiden in jedem Moment verstanden haben, was da gerade passiert. Sie wollten das Beste für sich und den Klub und dachten, sie könnten den Tiger reiten. Aber auch sie haben ihre Lektion gelernt. Man muss sehen, wäre alles gut gelaufen, hätte das sogar zum Umschwung führen und ein neues Kapitel in der Beziehung der Gesellschafter aufgeschlagen werden können. Aber am Ende war es das gleiche Gezerre wie immer. Als es darum ging, den großen Worten Taten folgen zu lassen, mussten wir wieder zittern und mahnen und am Ende wurde das verspätete Einhalten eines lange gegebenen Versprechens von den Vertretern unseres Mitgesellschafters noch zur menschlichen Großtat stilisiert. Das Ganze auf dem Rücken von Mitarbeitern. Wie soll ich dazu applaudieren?“

Im Gesamtkontext gelesen entspricht es für mich der Wirklichkeit. Die beiden haben ihr ganz eigenes Ding durchgezogen. Der Tiger ist Hasan.

Damit will ich RR nicht heilig sprechen. Aber ich hab schon zu oft gesehen wie angeblich empörende Aussagen sich bei einem kritischen Blick auf die Originalquelle als einfach nicht wahr herausstellen. Deshalb fand ich es super wie das Löwenmagazin die Sache mit dem SZ-Interview gemacht hat, statt Halbsätze rauszupflücken.

blau91
Redakteur

Sehr guter Artikel, wieder einmal. Ich bin froh, dass es das LöMa gibt und dass ich hier auch ab und zu meinen Senf los werden kann.

Aber mal ehrlich, mich kotzt dieser ganze politische Scheiß so dermaßen an. Um was geht es überhaupt noch? Dass ich Sechzig, komme was wolle, noch einmal in der Bundesliga sehe? Dass der Investor endlich abhaut? Dass der Präsident endlich einsieht, dass er an allem schuld ist?

Wie dumm sind wir eigentlich? Wie dumm ist unsere Geschäftsführung, dass sie Spaltung in Blogs anprangert und doch selber dieses Medium füttert? Macht nur weiter so. Euch liegt an Sechzig nichts. Gar nichts. Es geht nur um das eigene Ego. Echt zum Kotzen.

Fränkischerlöwe78
Gast
Fränkischerlöwe78

Es traurige ist ja es war Saison 2017/2018 so angenehm , kaum was zu hören von HI .
Und die Zusammenarbeit klappte mit den Geschäftsführen , und seit dem Aufstieg ist wieder misse Stimmung da.
Die letzten Monate müssen sie wieder ihr Gift verteilen , ein OG und sein Pinocchio das ist es traurige .
Da es einige dankend aufnehmen , und es gewaltsam probieren zu lösen !!!

Bluemuckl
Leser

Guter Artikel, Arik. Wobei ich der Meinung bin, dass es doch vornehmlich im Netz so eskaliert und in der echten Welt eine der beiden Fraktionen schon eher in der Minderheit ist.

Wichtig ist, dass bei den Mitgliederversammlungen die Demokratie im Vordergrund steht, da sehe ich momentan keine Gefahr. Der digitale Schlagabtausch ist zwar gelegentlich schwer zu ertragen, gehört aber 2019 wohl zum demokratischen Prozess.

Man könnte dem Ganzen tatsächlich enorm den Wind aus den Segeln nehmen, wenn sich die GF der KGaA und die Vertreter des eV hinter den Kulissen hinsichtlich einer gemeinsamen Sprache und eines gemeinsamen Auftretens gegenüber der Presse abstimmen würden, eine Art Verhaltens- & Kommunikationskodex. Ich denke, deine diesbezügliche These könnte tatsächlich ein Schlüssel zur Abkühlung der Gemüter sein.

anteater
Leser

Mit dem vornehmlich im Netz eskalierenden Konflikt triffst Du den Nagel auf den Kopf. Dass die dortigen Konflikte die Realität nur sehr verzehrt wiedergeben, das merkte ich dereinst mal wieder, als ich versehentlich die Kommentare zu einem flüchtlingspolitischen Artikel in der AZ las. Dort konnte man nur den Eindruck gewinnen, dass die AfDer längst die Macht übernommen hätten, allen voran deren rechter Flügel. Die Landtagswahlergebnisse haben dann ein ganz anderes Bild gezeichnet, ein tatsächlich belastbareres.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Griss und Ismaik.

So lange die ihr „Gift“ weiter tatenlos verteilen dürfen wird es nie zur Beruhigung kommen.

Findet endlich Lösungen

Tami Tes
Redakteur

An dieser Stelle ein Dankeschön und großes Lob an die Löwenmagazin-Leser, die es schaffen bei egal welcher Diskussion und egal bei welchem Thema sachlich zu bleiben und kultiviert zu kommunizieren. Auch die wenigen Ausnahmen waren nicht annähernd so schlimm, wie es im Moment in den sozialen Medien teilweise der Fall ist.
Ihr beweist es, dass es eben auch anders geht!

twchris
Redakteur

Sehr schön beschrieben! Hoffentlich artet es nicht noch in den nächsten Tagen aus.

anteater
Leser

Dann bitte moderieren.

Boeser Zauberer Wurst
Leser

Guter Artikel, vielleicht sollte der Grissmaik andere Wege gehen? Der stachelt zusammen mit seinen bots die Fans auf und macht Poitik?