Es ist schon ein paar Tage her, aber es beschäftigt mich noch immer. Daniel Bierofka übte in dieser Woche Kritik an der Klubführung des TSV 1860 München. Auf Anfrage der tz München schweigt die Geschäftsführung. Weder Michael Scharold als Geschäftsführer Finanzen, noch Günther Gorenzel als Geschäftsführer Sport möchten sich äußern. Man nutzt also nicht die Chance, ein mögliches Missverständnis aus dem Weg zu räumen oder die Kritik abzumildern. Ob das gut ist?

Die Kritik von Daniel Bierofka kommt nicht bei jedem gut an und sorgt für Diskussionen. Manch einer fordert sogar eine Abmahnung. Aktuell läuft es sportlich nicht so, wie es sich einige wünschen. Die bittere Niederlage gegen den SV Waldhof Mannheim hat das eine oder andere Fragezeichen hinterlassen. Zum Beispiel im Hinblick auf die Weiterentwicklung einzelner Sportler während der vergangenen zwei Jahre. Und auch im Bezug auf die taktischen Entscheidungen auf dem Platz. Die Kritik des Trainers klingt deshalb wie eine Schutzbehauptung. Eine Vorsichtsmaßnahme, um die eigene Person zu schützen und eine Ausrede parat zu haben, wenn es auch weiterhin nicht läuft. Denn Daniel Bierofka wird sich an den Punkten messen lassen, die auf dem Platz erspielt werden. So schlecht, wie manche Horrorszenarien vor der Saison, ist der Kader nicht.

Über die aktuelle sportliche Lage kann man diskutieren. Genauso wie über die Taktik, die Fitness der Spieler und über ihre Entwicklung. Das gehört zum Sport dazu. Blendet man diesen Punkt jedoch aus und betrachtet die Kritik von Bierofka genauer, dann muss man feststellen, dass sie durchaus ins Schwarze trifft. Es ist klubpolitisch angenehm ruhig im Moment. Niemand möchte da in irgendein Wespennest stechen. Doch wer im Laufe oder spätestens zum Ende der Saison keine bösen Überraschungen erleben möchte, der darf nicht die Augen verschließen.

Da ist zum einen das Löwenstüberl. Das mag nicht direkt mit Daniel Bierofka und seinem Team zu tun haben, wohl aber hinterlässt es ein dickes Fragezeichen. Rund 1.500 Euro möchte die KGaA als Pacht pro Monat. Seit Januar diesen Jahres steht das Löwenstüberl leer. Heißt im Endeffekt, dass die KGaA monatlich auf 1.500 Euro „verzichtet“. Mag sein, dass die Medien recht haben und Anthony Power Druck im Hinblick auf die Verträge gemacht hat. Doch deshalb auf die Einnahmen verzichten? Ist das im Sinne der KGaA? Hier muss man klare Kante zeigen. Auch einem Anthony Power und auch einem Hasan Ismaik. Wenn es denn stimmt, dass sie hier Einfluss nehmen.

Da sind zum anderen Sponsorenverträge, die auf dem Schreibtisch des Geschäftsführers Finanzen liegen und bis heute nicht unterschrieben wurden. Von Sponsoren, die seit Jahren ein Sponsoring beim TSV 1860 München haben. Allgemein hört man bei einigen Sponsoren, dass der Umgang mit ihnen eher spärlich ist. Nun, vielleicht sind die Erwartungen mancher Sponsoren zu hoch, ich weiß es nicht. Ein richtig gutes Signal ist es jedoch nicht, wenn sich Unternehmer nicht wirklich gut betreut fühlen und Verträge sich zäh wie Kaugummi in die Länge ziehen. Zumal Scharold nichts daraus macht. Oder ist tatsächlich in den vergangenen Wochen nur ein Wasser-Lieferant als Sponsor hinzugekommen? Auch hier gehört ein entsprechendes mediales Pushen dazu.

Wo wir beim Thema sind. Da ist die mediale Außendarstellung. Günther Gorenzel haute in der vergangenen Saison alle paar Tage kräftig Interviews raus. Um ihn ist es ruhig geworden. Im Moment ist in der Medienpolitik des TSV jedoch Schmalhans der mediale Küchenmeister. Das mag durchaus in manchen Bereichen angenehm sein. Weil wir immer Angst haben, dass zu viel politisiert wird. Im Hinblick auf Liveübertragungen von Pressekonferenzen zum Beispiel, könnte sich der TSV durchaus ein Vorbild bei anderen Drittligisten nehmen. Auch eigene Interviews mit Spielern vermisst man, bei anderen Klubs ist das vor und nach Spielen gang und gäbe. Die Löwen verkaufen sich denkbar schlecht. Zumal man hier auch Sponsoren präsentieren kann. Oder neue einbinden kann. Spricht man die Geschäftsführung an und gibt Tipps, kommt eine wenig freundliche Antwort. Das habe keine Priorität.

Daniel Bierofka hat Recht was die beiden letzten Spielerverträge anbelangt. Sie gingen „über seine Schulter“. Er hat mit potentiellen Geldgebern gesprochen. Hätte er nicht ausgiebig mit Privatiers gesprochen und verhandelt, wäre ein Aaron Berzel nie zur Unterschrift gekommen. Geschäftsführer Günther Gorenzel arbeitete fast schon dagegen. Er machte keinen Hehl daraus, dass er Berzel nicht wollte. Dass er ihn als „nice to have“ bezeichnete, war nicht wirklich die feine Art und taktisch wenig klug. Allgemein schwingt bei Gorenzel immer eine gewisse Negativität mit. Das war beim Abgang von Grimaldi schon so. Er hatte ihn schnell abgeschrieben. Dass das den Preis gedrückt hat, mag Spekulation meinerseits sein. Gewundert hat man sich allemal. Beim Deal „Berzel“ machte er ebenfalls keine gute Figur und ließ vor allem eines durchsickern: Bei 1860 ist man sich nicht in allen Punkten einig. Auch seine Beförderung hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. War die notwendig? Was hat sich denn im positiven Sinne getan seitdem?

Der Kader ist gut. Manch einer sieht sogar einen besseren Kader als in der vergangenen Saison. Ich gehöre dazu. Mich schmerzt der Verlust von Simon Lorenz. Ich behaupte, dass Dennis Erdmann ihn nicht ersetzen kann. Dennoch ist die Mannschaft an sich intakt geblieben. Mit der Weiterverpflichtung von Berzel und der Wiederverpflichtung von Timo Gebhart hat man sich durchaus mehr Spielraum geschaffen. Doch die Geschäftsführung darf eines nicht aus den Augen verlieren: die aktuellen Verträge. 22 Spielerverträge laufen zum Ende der Saison aus. Nur 6 Spieler sind bis 2021 verpflichtet. Dass private Gönner erneut einspringen, ist eher zweifelhaft. Zumindest darf man es nicht einberechnen. Der Spieleretat wird kommende Saison zudem deutlich niedriger ausfallen. Das sind keine guten Voraussetzungen. Und da ist durchaus die Geschäftsführung gefragt, frühzeitig zu reagieren und Verträge zu verlängern. Um Perspektiven zu schaffen.

Es kann zudem nicht sein, dass man immer mehr Kosten auf den e.V. überträgt. Der gemeinnützige Verein entlastet die KGaA schon maßgeblich beim Nachwuchsleistungszentrum. Er bekommt im Gegenzug jedoch zum Beispiel nicht das Löwenstüberl übertragen. Weil die Geschäftsführung den Investor nicht brüskieren möchte? Eines ist sicher – hätte der e.V. das Löwenstüberl übernehmen dürfen, dann wäre es längst offen.

Der TSV 1860 München muss konsolidieren. Das heißt aber nicht, dass man sich in sein Schneckenhaus zurückziehen sollte. Es bedarf einem strategischen Plan. Es bedarf eine gute Öffentlichkeitsarbeit und eine gute mediale Außendarstellung. Es bedarf attraktiver Sponsoring-Verträge. Und man muss vielleicht auch das eine oder andere Gehalt hinterfragen.

Auch nach einigen Tagen frage ich mich, ob sich Daniel Bierofka nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. Im Grunde hat er jedoch Recht – viele reden und getan wird nichts. Man kann darüber diskutieren, ob alle Entscheidungen auf dem Platz richtig sind. Ob Daniel Bierofka als Trainer alles richtig macht. Eines ist jedoch klar – er macht seinen Job. Bei dem einen oder anderen muss man das eher hinterfragen. Warum man einen Geschäftsführer Sport benötigt, das erschließt sich mir zum Beispiel bis heute nicht. Aber vielleicht belehrt mich ja einer eines Besseren. Gerne dürft Ihr darüber diskutieren. Wie gesagt – es ist nur ein Kommentar. Vielleicht liege ich ja falsch.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Endlich, endlich, der TSV hat einen vom Märchenerzähler geadelten Erfolgstrainer. Juhu, die 60er haben wieder ein ungebetenes Geschenk bekommen:
Daniel-Jürgen Bieroklopps
Jetzt hilfts der ganze Lokalpatriotismus nichts mehr: Der TSV muss wieder Miteigentümer der Allianzarena werden, denn wo sonst sollen die Champions-League-Spiele absolviert werden? Oder sollen wir mit der CL warten, bis HI vielleicht in zehn Jahre die Löwenarena (für teures Geld) an den TSV vermieten kann?
Eines ist natürlich selbstverständlich: Dem Bieroklopps seien seine despektierlichen und unsachlichen Äußerungen Richtung Geschäftsführung verziehen!

BruckbergerLoewe
Leser

Das Schlimme ist, dass bei uns wie so oft in den letzten Jahrzehnten nur Unfähige am Ruder sitzen.Sehe weder beim Präsidenten,noch beim Geschäftsführer, noch beim Sportchef und schon gar nicht bei der Investorenclique auch nur einen Einzigen, der Sachverstand , Löwenherz und finanzielle Potenz zum Wohle des Vereins vereinen kann.
Es kann nicht von Saison zu Saison wieder beim Investor gebettelt werden oder Privatleute Spieler finanzieren.
Dieser Dilettantismus muss aufhören !
Zieht endlich einen Schlussstrich, die Insolvenz ist das kleinere Übel und fangt mit Vollprofis in der Führung neu an.
Egal in welcher Liga, die Fans werden bei Euch sein.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Die von Ihnen gewünschte Person war schon an den Machthebeln bei 60. Was das ergeben hat ist nachzulesen bei: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heckl

Ich finde beschämend, dass die Kritik nicht bei Cassalette/Ismaik/Power in der Katratrophensaison 2016/17 vorgetragen wurde. Da wurde wohl zu sehr von der Champions League geträumt.

Kommen Sie bitte in der Realität an. Nach dem Jahresabschluss zum 30. Juni 2018 hatte die KGaA 59 Mio. Euro rückzahlbare Verbindlichkeiten. Wenn der Verein viel Glück hat, wird er sich in einigen Jahren in der 2. Bundesliga etablieren können. Vielleicht gelingt es den Verantwortlichen, wie es den Präsidenten vor RR nie gelungen ist, Gewinne auszuweisen, von denen 2 Millionen zur Schuldentilgung eingesetzt werden können. Dann würden 29,5 Jahre vergehen, bis der TSV eine finanzielle Basis hat, wie es die VfL Osnabrück GmbH & Co. KGaA heute schon hat. Vermutlich wird der Zeitraum noch einige Jahre länger dauern, weil von den zukünftigen Gewinnen vorab der HAM/Ismaik Dividenden auf das Genussrechtskapital zu zahlen sind.

Mit der Insolvenz ist das keine schlechte Idee, denn ein besseres Präsidium werden Sie nicht finden, das ganz schnell – mal so eben – einen Lottogewinn mit Jackpot realisiert, damit die Konsolidierungsphase zack zack beendet wird. Besser ist aber, Sie stellen sich auf eine jahrelange finanzielle Leidenszeit ein. Doch noch eine andere Chance besteht: Ismaik verzichtet auf seine Ansprüche.

Baum
Leser

Hm. Also wenn du jetzt damit dem Präsidium das „Löwenherz“ absprechen willst, ist das schon ein starkes Stück.
Das Präsidium handelt sehr wohl zum „zum Wohle des Vereins(!)“. Was die KGaA betrifft magst du durchaus recht haben. Bei einem Scharold, Bierofka oder Gorenzel kann man tatsächlich den Sachverstand und das Löwenherz anzweifeln.
„Es kann nicht von Saison zu Saison wieder beim Investor gebettelt werden oder Privatleute Spieler finanzieren.“
Würden die Veranwortlichen in der KGaA ihren Job gescheit machen, wäre das auch nicht nötig.
„Zieht endlich einen Schlussstrich, die Insolvenz ist das kleinere Übel“
Ja das wäre evtl. sinnvoll. Nur kann man das nicht einfach „ziehen“, soweit ich das verstanden habe.
„und fangt mit Vollprofis in der Führung neu an.“
Leider ist Ismaik dann immer noch da.
„Egal in welcher Liga, die Fans werden bei Euch sein.“
Absolut.

SechzgaFan
Gast
SechzgaFan

Politik macht Müde!

Vorweg,ich war gegen Ampfing und Plattling genauso dabei, wie in Frankfurt beim 2:0 gegen Bielefeld und auch gegen Leeds!
Hatte immer eine Dauerkarte.

Aber was derzeit abläuft, bringt mich jeden Tag weiter weg von den Löwen!

Früher gab es kein Frühstück, ohne dass ich in sämtlichen Medien nach den Neuigkeiten zu 1860 suchte.

Was mir noch auffällt ist, dass es nicht nur mir so geht, sondern scheinbar auch vielen anderen.
Am heimischen Sportplatz redet so gut wie keiner mehr von 1860.
Habe vor kurzem bei einem Bezirksligisten ein wenig das Jugendtraining verfolgt. Es trainierte die C-Jugend, B-Jugend und A-Jugend.
Kein einziger der ca. 40 – 50 Jugendlichen hatte ein 1860 Trikot zum Training an! Nicht ein einziger!
Dies wäre vor ein paar Jahren noch völlig unvorstellbar gewesen.

Aber ich stelle selber fest, dass das ein schleichender Prozess ist, der immer weiter geht.
Früher habe ich sogar (wann immer es die Zeit erlaubte) das Training von 1860 angesehen, heute weis ich nicht mal mehr die Trainingszeiten.

Ehrlich gesagt, habe ich mittlerweile auch gar keine Lust mehr, mir den ganzen Schmarrn anzutun.
Amateurfußball gibt es beim Heimatverein auch zu sehen und 1860 bietet auch nicht mehr.

Früher konnte man sich am Sportplatz mit anderen über die Bundesliga inkl. 1860 unterhalten, aber heuzutage wenn man das Thema auf 1860 lenkt, hörst nur noch „gibts diesen Kasperlverein überhaupt noch“?
Auch die Kids interessieren sich nicht für Zwickau, Meppen oder die Reserve von Bayern. Die wissen mittlerweile 10x so viel von Dortmund, als von 1860.
Und so stirbt der Löwe langsam aus.
Kein Bub vom Fichtelgebirge, oder Bay. Wald wird 1860 – Großaspach im GWS als Highlight empfinden, aber wennst denn Buben nach Dortmund gegen „wurscht wem“ mitnimmst, bekommt er glänzende Augen!
Ist ja auch kein Wunder, wenn schon der Präsident verkündet, dass er kein Interesse am Profifußball hat.

Letzlich fragte mich mein Nachbar, gegen wen 1860 am kommenden Wochenende spielt und ich war mir nicht mal sicher, ob meine Antwort stimmte!
So weit ist es schon gekommen!
Ich sage nur, an mir liegt es nicht, denn mein Zeitaufwand für Fußball ist nicht geringer geworden!
Aber das Interesse hat sich verlagert und die Priorität 1860 hat sich merklich verringert.
Sechzig im Niemandsland Fußball Deutschlands.

anteater
Leser

Was Sie da beschreiben, dass die Jungen keine Sechzgertrikot mehr tragen, das hat meines Erachtens vor allem mit der veränderten Vermarktung seit z.B. den 1980ern und auch der veränderten Reichweite zu tun. Bis sich das Internet und die Bezahlfernsehabos richtig durchgesetzt haben, da musste man im Teletext schauen, wie in ausländischen Ligen gespielt wurden oder in dieser Toto-Zeitung. Das war vor dem Hochglanzprodukt Fußball. Da waren die Stadien auch bei weitem nicht so voll wie heutzutage. Die gesellschaftliche Wahrnehmung hat sich da vielleicht geändert, vielleicht ist es auch ein Zeichen des gestiegenen mittleren Wohlstands, ich weiß es nicht. Das mal so generell. Dann ist es natürlich so, dass viele sich den erfolgreichsten oder zweiterfolgreichsten Club raussuchen. Da kommen in Deutschland nur zwei in Frage und da wären wir auch nicht darunter, wenn wir jetzt einen Doppelaufstieg hinlegen würden.

Als ich zuletzt beim Jugendfußball war, das war in meiner eigenen Jugend. Da hat eigentlich nie jemand ein Trikot getragen. Die Dinger sind heute verdammt teuer und waren es damals auch schon. Vielleicht ist hier und heute ein anderer Zeitgeist, aber ich musste mir mein erstes Trikot selbst kaufen, da war ich 16 oder 17. Meine Eltern haben nicht eingesehen, warum sie für so etwas 80 bis 100 Mark zahlen sollten. Heute verstehe ich das. Aber heute scheint das Geld lockerer zu sitzen (meine Familie ist bestimmt nicht arm, auch weil halt nicht alles gekauft wurde, was man kaufen konnte).

Grundsätzlich gebe ich Ihnen dahingehend also recht, dass man definitiv mehr Trikots von Fröttmaning, Dortmund, Barcelona, Man U, Real sieht auf den Straßen, bundesweit, und halt üblicherweise noch den lokalen Club, wenn er jetzt nicht gar klein und unbedeutend ist. Kleine Anekdote am Rande: Auf einem Festival traf ich mal eine Gruppe Anhänger des TuS Celle! Vorher nie, nachher nie. DAS sind mal seltene Fans. Noch eine: ein Mitfahrer erzählte mir neulich, dass seine Spezln zur SpVgg Weiden gehen und das für die eigentlich eine sehr coole Freizeitbeschäftigung ist. Mal zu Hause raus und so, Bierchen trinken, man kennt das. Auch durch meine Begeisterung (für Sechzig) angesteckt überlegte er dann, sich das auch mal anzuschauen.

Darüber hinaus würde ich Ihnen gerne meine eigenen Beobachtungen entgegenhalten:
Der Verein, bei dem ich aktiv bin, wenn es die Knochen gerade zulassen, da sieht man ein mal Fröttmaning, ein mal Nürnberg, manchmal zumindest (der Typ hat keinen Bezug zu Nürnberg, weiß nicht, warum er es trägt) und sonst nur Zeug vom lokalen Club.
Als ich bis vor circa 10 Jahren Unisport gemacht habe, da sah ich einen Mongolen (!) im Arsenal-Trikot, einen Stuttgarter/Schwaben im Man U-Trikot, wahlweise VfB und der tatsächlich Begabteste von allen, ein kleiner Messi, der hatte passenderweise ein Argentinien-Trikot an. Sonst alle neutral, obwohl die meisten ja Anhänger von irgendwem waren (von Lautern bis Hansa alles dabei, sag ich mal).

Bei meinem aktuellen Arbeitgeber bin ich an unserem Standort von 70+ Leuten der einzige regelmäßige Stadiongänger. Wir haben einen Anhänger von Fröttmaning, aber über eine Stadiontour ist er noch nie hinausgekommen. Mein Gruppenleiter geht manchmal mit seinem Sohn zum Club, aber er ist ja auch Franke.
Und jetzt kommt es: wenn wir aus anderen Niederlassungen Leute bei uns haben, dann freuen die sich regelrecht, mich zu sehen (man merkt meist schnell, dass ich Sechzger bin). Wissen Sie warum? Die sagen mir dann, dass sie echt sehr, sehr selten Leute auf der Arbeit finden, mit denen man überhaupt über Fußball reden kann. Das ist doch mal eine komplett andere Sicht als die Ihre (die ich voll respektiere!).

Damals in der Bayernliga, da waren wir manchmal nur 3.000 Leute im Sechzgerstadion. Die Highlights meiner Jugend waren mein erstes Auswärtsspiel (in Bayreuth) und 1990 das Spiel im Stadion am Wasserwerk in Weiden. Gut, ich komme nicht aus dem Fichtelgebirge oder dem Bayerwald.

Was will ich damit sagen? Es wird immer mehr Leute geben, die den einfachen Weg suchen und der ist halt, dass man sich dem „Klassenprimus“ anschließt oder dem Verein direkt dahinter (bzw. diese Saison mal wieder davor). Und dann wird es auch immer solche geben, die das Echte (nicht hochglänzende), das Rauhe besser finden. Der Mainstream ist immer im stärksten vertreten, sonst wäre er nicht der Mainstream. Es gehen mehr Leute zu Helene Fischer auf das Konzert als zu den Pixies. Sechzig ist nicht Hochglanz, Sechzig ist echt, rauh, bunt, wild und stellenweise etwas ungehobelt. Fröttmaning, Dortmund, das ist Helene Fischer, das ist Chartmucke, Mainstream. Das spricht eine breitere Masse an, da kann man in der Masse der Anhänger untergehen, da ist man nie in der Unterzahl. Das ist auch eine Charakterfrage. Bin ich besser darin, andere mit Häme zu überschütten oder besser darin, die Armseligkeit derer zu ertragen, die kleinere, schwächere mit Häme überschütten? Insgesamt haben wir heute eine deutlich größere bekennende Anhängerschaft als in den 1980ern.

„Ist ja auch kein Wunder, wenn schon der Präsident verkündet, dass er kein Interesse am Profifußball hat.“

Diese Äußerung ist so niveaulos (und da aus dem Kontext gerissen auch falsch), dass ich, wollte ich auf dem Level bleiben, antworten müsste: „Deine Mudda hat kein Interesse am Profifußball.“ Zum Glück möchte ich nicht auf dem Niveau antworten.

„Letzlich fragte mich mein Nachbar, gegen wen 1860 am kommenden Wochenende spielt und ich war mir nicht mal sicher, ob meine Antwort stimmte!“

Spricht weder für Sie noch für Ihren Nachbarn. Mein Nachbar wusste neulich, dass wir gegen den Club aus seiner Heimatstadt spielen. Und er fragt mich immer, wenn wir uns treffen, gegen wen wir spielen und ich weiß eigentlich immer die richtige Antwort.

„aber heuzutage wenn man das Thema auf 1860 lenkt, hörst nur noch „gibts diesen Kasperlverein überhaupt noch“?“

Sie haben extrem schlechten Umgang!

„Ehrlich gesagt, habe ich mittlerweile auch gar keine Lust mehr, mir den ganzen Schmarrn anzutun.“

Das kann ich sogar etwas verstehen!

„Amateurfußball gibt es beim Heimatverein auch zu sehen und 1860 bietet auch nicht mehr.“

Doch! Unsere Amateurmannschaften sind die 3. und die 4. Mannschaft! Hier entwerten Sie wieder mit einer, Entschuldigung, blödsinnigen Äußerung Ihren eigentlich interessanten Beitrag.

„Sechzig im Niemandsland Fußball Deutschlands.“

Braunschweig und Rostock oder Ampfing und Plattling. Ich weiß, was ich davon eher als Niemandsland sehen würde. Und da waren Sie dabei, wollen es aber bei BS und HRO nicht mehr, weil, äh, ja, warum genau eigentlich. Haben Sie das schon mal ergründet? (könnte verstehen, wenn nicht!)

Chemieloewe
Leser

Cooler Beitrag anteater !!! Scheiß egal welche Liga, 60 FOREVER u. immer wieder!!! Der wahre Fan kennt keine Liga, meine, die Liga ist der Fanschaft u. dem Herzblut zum Verein weit untergeordnet!!!
ELIL!!!

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Ihr Frust ist verständlich. Als Fan der tatsächlichen Roten (The Reds) fand ich es unerträglich, jahrelang keinen Cupgewinn zu verzeichnen. Dafür wurde der Verein aber solide finanziert und gewirtschaftet.

Die 60er können das nicht für sich in Anspruch nehmen. Jahrzehntelang war der Verein ein Kreditjunkie. Selbst so vergötterte Präsidenten wie Karl-Heinz Wildmoser senior konnten nichts anderes als den TSV auf Pump überleben zu lassen. Und dann kam der Privatier Peter Cassalette und verhalf dem Spalter Hasan endlich zur gewünschten Machtfülle. Sie werden es im Jahresabschluss per 30. Juni 2017 gelesen haben: Rückzahlbare Verbindlichkeiten in Höhe von 63 Millionen Euro. Nur leider stand dem kein nennenswertes Vermögen gegenüber. Sowas nennt man Überschuldung und kann ein Insolvenzgrund sein.

Und wie ist das mit Junkies, wenn der Stoff (neue Darlehen) ausbleibt? Sie haben Entzugserscheinungen. Dafür sind immer die anderen verantwortlich. Beispielsweise die, die den Schuldenberg durch Konsolidierung in den Griff zu bekommen versuchen. Andere Junkies träumen von Sponsoren oder Investoren, die zum „Lottogewinn“ verhelfen, nur damit die Entschuldung ganz ganz schnell beendet ist. Manche wenden sich halt vom vorherigen Leben ab, um sich der jahrzehntelang verweigerten Realität nicht stellen zu müssen. Vielleicht verschwinden die Entzugserscheinungen, wenn sich der Spielvereinigung Unterhaching mit ihrer scheinbaren Lichtgestalt Schwabl zu gewandt wird?

Francis Underwood
Leser

Wer genau ist der Schuldige für die ganzen Verbindlichkeiten?
Ich habe es schon mal an anderer Stelle geschrieben, ich bin grds für einen Konsolidierungskurs nur glaube ich, dass er in dieser Form zu nichts führt..

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Und was meinen Sie, in welcher Form der Konsolidierungskurs laufen könnte? Weitere Darlehen, die die KGaA näher an die Insolvenz zu bringen? Wie oben schon ausgeführt, kommt mir das Gerede von einem anderen Kurs so vor, wie wenn Junkies im Entzug sind. Die Realität ist bei einem Konsolidierungskurs nun mal so, dass jeder seine Privilegien abzulegen hat. Heißt bei 1860: Mittel für Verstärkungen für die Abwehr, Mittelfeld und weitere Stoßstürmer sind nicht da.

anteater
Leser

Es gibt nicht den einen Schuldigen! Schon lange vor meiner Zeit hat Sechzig mehr ausgegeben, als Sechzig hatte. Resultat Zwangsabstieg in die damalige Amateurliga! Dann ging es wohl irgendwann einige Zeit, aber halt nur drittklassig. Mit Wildmoser ging es bergauf, aber nur gegen Schulden. Die führten dann nach längerer weiterer Misswirtschaft zum Einstieg des Herrn Ismaik, unter dem die Schuldenstrategie, die schon davor zu nichts geführt hat, einfach weiter. Höhepunkt war dann die Doppelabstiegsaison, als er im Prinzip eigenhändig circa 20 Millionen extra Schulden auf die KGaA geladen und diese damit an den Rand der Insolvenz geführt hat.

Mir ist egal, ob der Präsident Reisinger heißt oder Underwood, Hauptsache die Fehler der Vergangenheit (ständiges Leben auf Pump), die uns wieder und wieder an den Rande der Existenz und mehrfach ins Amateurlager gebracht haben, werden nicht wiederholt.

Die Zeit ist längst überfälllig, dass Sechzig lernt, mit dem zu leben, was Sechzig hat. Wenn Herr Ismaik im Rahmen dessen daran beteiligen will, gerne, aber wie gesagt, Schulden haben wir schon genug.

Der aktuelle Kurs ist unter anderem laut dem selbst bei Herrn Ismaik angesehenen Herrn Bay alternativlos! So oder Insolvenz, um es auf das Wesentliche herunterzubrechen.

Francis Underwood
Leser

Stimme ich absolut zu!! Ich fände es wichtig und zielführend, wenn von offizieller Seite festgestellt und kommuniziert würde, dass die Schulden seit 2011 GEMEINSAM entschieden und angehäuft wurden.
Sicher ist der Kurs alternativlos. Aber momentan lautet der Kurs lediglich Senkung des Budgets für den Spielbetrieb auf 2,5 Mio (hab den Betrag nicht sicher im Kopf). Schulden abbauen werden wir damit auch nicht.. es hilft nichts, man muss mit Ismaik an einen Tisch. So oder so. Und wenn er offensichtlich nicht kommt oder Reisinger wohl nicht mit Stimoniaris reden möchte, dann würde ich eben einfach hinfliegen…

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Eines der Probleme von Fans scheint zu sein, den Betriebswirt Robert Reisinger fachlich zu unterschätzen. Kein erfolgreicher Unternehmer käme auf die Idee mit einem Sachbearbeiter einer Bank über einen Kredit zu verhandeln. Man hat sich auf einer (Verantwortungs-) Ebene zu bewegen. Gespräche werden mit der Person geführt, die maßgeblich an der Entscheidungsfindung beteiligt ist.

In diesem Kontext ist Stimoniaris als Banklehrling einzustufen.

Und warum sollte sich das Präsidium nach Jordanien bewegen? Wer hat das Meiste zu verlieren? Das ist nun mal der Möchtegern-Milliardär Ismaik. Wenn der e.V. die Leine zöge und zur Insolvenz blasen würde, ist das HI-Investment weg und zwar komplett. Solange HI die Herren nach wo auch immer hin zitieren konnte, wurde ihm die Möglichkeit eingeräumt, die Konditionen vorzugeben. Insoweit ist RR sehr gut beraten HI zu verdeutlichen, wir brauchen deine Darlehen nicht. Geschenke nehmen wir gerne nach unseren Bedingungen an.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Ich gehe davon aus, dass das Präsidium das sofort täte, wenn Aussicht auf Erfolg wäre. Sehen wir es realistisch. Hasan hat für ein Sponsoring, das den läppischen Betrag für das Geschenk Gebhart übertrifft, keine Mittel. Um die KGaA zu sanieren, müsste Hasan sein Investment von 70 Mio. Euro abschreiben. Für wie realistisch ist das?

Aus eigener Erfahrung ist mir bekannt, dass alle Betroffenen bei Krisenunternehmen von Einnahmensteigerungen träumen. Das braucht nicht vorhandene Zeit und daher bleibt meistens nur eines: Kosten runter.

anteater
Leser

Meine mich schon dran zu erinnern, dass das aktuelle Präsidium das auch so gesagt hat, dass Herr Ismaik nicht alleine die Schulden angehäuft hat!

Na ja, mit Herrn Ismaik an einen Tisch? Man hat ihm unterschiedliche Angebote unterbreitet, die er allesamt kommentarlos (zumindest nach dem, was an die Öffentlichkeit geriet) abgelehnt. Er scheint nur mehr Schulden und Erpressung zu kennen (mit Erpressung meine ich hier dieses „Ich helfe euch wenn ihr das und das macht“ wobei zumindest ein „das“ immer gegen die Statuten verstößt).

Sitz der Firma ist München. Treffpunkt sollte München sein, nicht Abu Dhabi, nicht Kuweit, nicht Amman, München.
Nach dem, wie sich Herr Stimoniaris öffentlich aufgeplustert hat und mit Dreck auf das Präsidium warf, ist es für mich absolut verständlich, dass man mit ihm nicht verhandeln möchte. Zu sagen hat er ja eh nichts.

Francis Underwood
Leser

Natürlich sollte das Treffen in München stattfinden und natürlich ist es beschämend, dass es Ismaik nicht schafft, selbst auf die Idee zu kommen! Vor allem, er war ja schon paar mal da und hat es nicht für nötig empfunden, sich beim Präsidium zu zeigen. Ich würde als Präsident den EINEN Versuch starten, das Gespräch aktiv zu suchen. Und zwar erstmal nur ein Gespräch zwischen Ismaik und Präsident mit einem NEUTRALEM Dolmetscher. Ohne AR, VR, rechter Hand, und weiß Gott noch wer sich sonst noch alles wichtig macht bei uns… nur die beiden, mehr nicht

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Wer sagt Ihnen, dass das RR nicht schon erfolglos versucht hat. Profi wie er ist, würde er das nur zu einer passenden Gelegenheit verlautbaren.

anteater
Leser

An einem neutralen Ort, in einem EU-Land, okay.

SechzgaFan
Gast
SechzgaFan

Fragt doch mal beim Lieblingssponsor Die Bayerische. Für nen Aufsichtsratplatz machen die bestimmt mit… Aber immer schön gegen den Investor stänkern. Verkauft ihm den Verein und alle Probleme sind gelöst.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Verstehe ich es richtig, dass Sie empfehlen die TSV-KGaA an den Möchtegern-Milliardär Hasan zu verkaufen? Wenn ja, dürften dann tatsächlich alle Probleme beseitigt sein: Statt eines Zoostadions wird es dann die TSV-Insolvenz geben.

Es sollte nicht vergessen werden, dass der Spalter schon immer Schwierigkeiten hatte, seine dem TSV gegebenen Zahlungszusagen einzuhalten. Zuletzt hat er Wochen gebraucht, um den läppischen Betrag für das „Geschenk Gebhart“ aufzubringen. Dafür hat er sich dann laut und anhaltend für seine Großtat feiern lassen. Einfach nur lächerlich.

Francis Underwood
Leser

Du scheinst ja richtig viel Insiderwissen zu haben…!?

anteater
Leser

Wurde in den Medien berichtet. Nix Insiderwissen.

Francis Underwood
Leser

Dass er Wochen gebraucht hat, den Betrag aufzubringen? Ging wohl an mir vorbei..
Aber um dies festzustellen muss auch bekannt gewesen sein, was für ein Zahlungsziel vereinbart gewesen war.. und in die volle Summe (Jahresgehalt) oder weniger als erste Rate vereinbart wurde..

anteater
Leser

Okay, an dem einen Satz hängst Du Dich auf, gut. Ja, das könnte man als Interpretation werten. Allerdings kann man es wahrlich so sehen, denn die Vorbereitung, die hat Timo Gebhart in Berlin gemacht, nicht in München. Es ist also wahrlich nicht so, dass Herr Ismaik da schnell entschlossen unter die Arme gegriffen hat.

3und6zger
Leser

Na ja, da war ja erstmal die Mitgliederversammlung. Da konnte man ja nix machen außer dagegen schiessen. Danach musste man das Ergebnis der Präse-Wahl niedermachen und dann durfte 2 Wochen ja auch nichts passieren, weil dass dann ja nicht glaubwürdig gewesen wäre. Aber dann kam Gebhart! Obwohl, die Darlehenmillionen waren, wie am MV-Sonntag bekanntgebebe wurde, ja klammheimlich vorm Stichtag umgewandelt worden. Anscheined hat Herr Ismaik begriffen, daß seine Drohungen eine stumpfes Schwert sind. Soll er halt das Licht ausknipsen, dann haben wir’s hinter uns und brauchen darüber nicht mehr diskutieren. Dann geht’s halt von vorne bzw. von unten wieder weiter.

Francis Underwood
Leser

Meintest du, ich meine die „Möchtegern-Milliardär“ Aussage ?
Nur soviel dazu: Das ist so sinnbildlich für vieles, was in letzter Zeit bei uns abläuft.. ein Miteinander, VEREINen, ein gemeinsam ist bei uns leider leider sehr weit weg.. es geht schon lange nur noch über die persönliche Ebene..
Zum Gebhart Wechsel müsste man, wenn überhaupt wichtig, was im Detail vereinbart war.. vlt hat Bierofka lange gebraucht, vielleicht konnte Gebhart nicht früher, vielleicht konnte Ismaik tatsächlich nicht früher zahlen… wie auch immer, aber im Grunde doch unwichtig… aber sowas diskutieren wir (wir Alle, nicht wir beide)… und gefühlsmäßig würde ich sagen, wir tun es nur, um Fehler des Gegenüber aufzuzeigen…
Deswegen, ein Club, ein Ziel und alle an einen Tisch

anteater
Leser

„Deswegen, ein Club, ein Ziel und alle an einen Tisch“

Schönes Ziel, nur kann ich es mir nicht vorstellen, dass das in absehbarer Zeit passiert. Und so diskutieren wir weiter und weiter, ändern können wir doch nichts.

anteater
Leser

Muss ich das jetzt doch lesen…?

Wie Kommentator/in Schokoflocke sehr gut beobachtet hat, sind die Bücher im Hintergrund des Schreibtischbildes auffallend weiß und ohne Aufschrift eingebunden. Und alle noch gleich groß. Wer selber Bücher hat wird wissen, dass das eigentlich nicht sein kann (es sei denn jemand liest frisches Druckerpapier).

Chemieloewe
Leser

Man kann es drehen u. wenden wie man will, mit dieser KGaA u. dem Investor ist eine positive, erfolgreiche, zukunfts-u. tragfähige Entwicklung im Profifußball auf längere Sicht unmöglich, erst recht in Richtung 2. BL…! Mit dieser Schuldenlast u. den ganzen gigantischen Gesellschafterproblemen u. allen Problemen, die die KGaA hat, sind Erwartungen u. Hoffnungen auf höherklassigen Profifußball ziemlich aussichtslos! Die jetzige KGaA ist auf Dauer nicht lebensfähig! Das ist meine Meinung. Das jetzt ist ein unheimlich kräftezehrendes, zähes u. nervenaufreibendes Wursteln, Hangeln, Ziehen u. Schieben von einer Saison zur nächsten, immer am Rande der Insolvenz. Das kann es doch auf Dauer nicht sein, so geht es nicht vorwärts! Schade um die ganze Kraft, Zeit u. Geld in so einer Pleitefirma! Ich sehe da keinen anderen Ausweg, als diese KGaA zu beenden u. im Profifußball neu zu starten. Dazu kommt auch noch das ganze Theater unserer sportlichen Leitung. Biero hat sich an HI verkauft, hält sich an seinen Gönner u. vermeintlichen Geldgeber(???), wie auch GG u. versteckt sich hinter ihm u. hinter Ausreden, die er aus dem Konsolidierungskurs u. den knappen Mitteln entschuldigend zusammenstrick. Annehmen von Kritik u. üben von Selbstkritik an seinen eigenen Kompetenzen u. Fähigkeiten, auch um diese zu verbessern, verweigert Biero scheinbar. Biero hat den falschen Kurs gewählt. Ich glaube nicht, daß das mit ihm noch lange so weitergeht, unsere Mannschaft steckt so in einem Dilemma, in einer Sackgasse u. leidet dank Biero an Stagnation. Nach 2…3…4 schlechten bis mäßigen Spielen kommt mal 1 besseres gutes bis sehr gutes Spiel, daß ist aus meiner Sicht so Bieros Ergebnisbilanz, zu schlecht für den Klassenerhalt!? An unserem Kader liegt es m.M.nach nicht, sondern hauptsächlich an Biero selbst!

bobby_new
Leser

Ich sehe das etwas anders, denn aktuell gilt die Flucht nach vorn. Ich kann versuchen, weniger Geld auszugeben und komme so bei gleich bleibenden Einnahmen irgendwann ans Ziel – nach sehr laaaanger Zeit. Von den Risiken einer normalen Fussballsaison mal ganz zu schweigen.

Oder ich gebe Gas und versuche alles um an den Fleischtopf „Fernsehgelder in der 2. Liga“ zu kommen. Das man dabei keinen finanziellen Freitod begeht, ist die Aufgabe der Geschäftsführung.

Die bemängelte Weiterentwicklung der Spieler sehe ich ebenfalls nicht so. Wir haben nicht mehr das Supertalentiert in den eigenen Reihen, unsere Spieler kommen häufig über das Kollektiv und wenn mal einer raussticht, ruft in der nächsten Saison sein Heimatverein. Wenn aus 4. Ligaspielern dann Drittligaspieler werden, ist das für mich sehr wohl eine Weiterentwicklung. Wir haben eine sehr gute letzte Saison gespielt, auch wenn die Auswärtsniederlagen nicht so toll aussehen. Doch in der 3. Liga stehen wir damit nicht alleine da. Die zwei Talente, die wir gerade einsetzen bzw. heranführen werden mindestens noch ein Jahr brauchen, doch jedes Spiel von ihnen ist als Erfolg zu verzeichnen.

Banana Joe
Leser

„Oder ich gebe Gas und versuche alles um an den Fleischtopf „Fernsehgelder in der 2. Liga“ zu kommen.“

Du meinst, so Gas geben, wie um an die den Fleischtopf Champions League zu kommen? lol

Ist es denn so schwer zu verstehen? Keine Neuverschuldung, sonst Ende positive Fortführungsprognose! Mann mann mann….

Glaub mir, auch ich hätte gerne ein erfolgreiches 60 München in der 1. Bundesliga, eine starke Einheit der Fans in einem modernisierten (und sollte es nicht anders gehen halt in einem neuen, eigenen Löwenkäfig) GWS, ich hätte auch nix gegen einen Investor oder Mäzen, einen der mit Herzblut an der Sache ist und nicht alle paar Wochen die Fans verarscht und an der Nase durch die Manege zu ziehen versucht, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, für mich nicht und für Hasi erst recht nicht!

Der Kader ist stark genug für die 3. Liga, das hat man letzte Saison eindrucksvoll gezeigt, als man kurzzeitig auf Platz 5 stand, bis einer das rumgorenzeln angefangen hat. Auch diese Saison wäre er es, nur es ist halt tatsächlich so, eine Weiterentwicklung der Spieler ist nicht zu erkennen. Weber, Paul, Steinhart… die meisten stagnieren oder machen sogar einen Schritt zurück. Sorry aber da muss mehr kommen und das liegt in der Verantwortung des Trainerteams.

anteater
Leser

Die KGaA ist derart überschuldet, dass eine weitere Überschuldung zur Insolvenz führt. Und dass ein hoher Etat nicht gleichbedeutend mit Aufstieg ist, das dürften die Herren Ismaik und Cassalette längst kapiert haben. Ist jetzt auch nicht gerade Raketenwissenschaft. Schau mal nach Krefeld, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

anteater
Leser

Die Ironie an der ganzen Sache ist zudem, dass es eher der e.V. ist, der die KGaA von der Insolvenz fern hält. Ginge es nach den Freunden der weiteren Überschuldung, hätten wir die Insolvenz aber so was von schnell am Hals, so schnell kann man gar nicht das Scheichlied singen.

Für den Klassenerhalt dürfte es schon reichen, aber das weiß man in der Liga nie. Vielleicht steigen die Krefeld Millionarios ab, ausschließen kann man es nicht. Geld bzw. ein hoher Etat heißt in dieser 3. Liga erstmal noch gar nichts. Das vergessen die Freunde der Überschuldung auch ständig. Die können sich wahrscheinlich auch nicht daran erinnern, dass das schon in der 2. BL genau zum Gegenteil des angestrebten Ziels geführt hat. Wie kann man nur so dement sein.

Snoopy.
Leser

Mit der Meinung, dass die KGaA so nicht überlebt, stehst du nicht allein da. Streng genommen gehört ein radikaler Schuldenschnitt her oder ein bereinigendes Gewitter in Form von einem Insolvenzverfahren. Letzteres hätte auch Vorteile. In dieser Konstellation wird es langfristig nicht weitergehen – wobei ich ja schon lange der Meinung bin, dass der TSV nur eine Zukunft ohne Ismaik hat.

Zu Bierofka: Welcher andere Trainer würde versuchen, das Geld für zwei Spieler anderweitig aufzutreiben, während der Sportdirektor was auch immer macht und der andere einen Excelkurs für Budgetplanungen besucht? Keiner vermutlich. Das er dabei auch auf den Geldbeutel eines Ismaik zurückgreift – grade in Bezug auf den nächsten Liebling – ist eine Win-Win-Win Situation. Der eine ist nur noch 100 km von zu Hause weg, der nächste hat einen Spieler, der uns helfen kann und der andere hat wieder ein „Geschenk an die Fans“. Und das Volk jubelt. Das er sich somit an HI verkauft – maybe.

Auf einem anderen Blatt steht, was Bierofka daraus macht. Im Moment stehen auf dem Blatt 4 Punkte und eine Achterbahnfahrt, was die Spiele betrifft. Das wir keine Konstanz haben, ist das eine. Wobei eine Konstanz ist ja da, das wir keine haben. Was die Entwicklung von Einzelspieler, Kollektiv und schlussendlich wieder Bierofka selbst betrifft, auf einem anderen. Am Ende wird er aber auch er an der Tabelle gemessen und da reicht ein Punkt mehr als der auf Platz 17 stehende. Tief genug gestapelt hat man ja schon, auch mit Hilfe alternder Experten. Das ich Bierofka sehr kritisch sehe, dürfte kein Geheimnis sein, gerade in Hinblick auf die Entwicklung der Mannschaft.

bobby_new
Leser

Der zweite Absatz spricht mir aus der Seele! Schön, dass du das so siehst, auch wenn wir in den anderen Punkten vielleicht nicht einer Meinung sind.

anteater
Leser

„und der andere einen Excelkurs für Budgetplanungen besucht?“ lol

„Und das Volk jubelt.“
Und ich rechne stattdessen vor, dass eine Umwandlung von Darlehen seitens des Herrn Ismaik uns mehr Geld für den Kader gebracht hätte (Auflösung der Rückstellungen für Strafen). Bin ich jetzt Volker, Völker oder Dissident? wink

Snoopy.
Leser

Mit „das Volk“ war eher die ismaiksche Anhängerschaft gemeint.

Die Rückstellungen aufzulösen da bin ich bei dir, Dissident. wink

ICFPFALZ
Leser

DB lenkt sicherlich mit der Kritik an der GF von seinen Problemen als Trainer dieser Mannschaft ab. Eine sportlich erfolgreiche Arbeit würde maßgeblich dem Finanzteam helfen. Schade das die sicherlich vorhandene Problematik über die Medien ausgetragen werden muss. Da nun der e. V stabil und konsequent agiert ist der Arbeitsnachweise in der KgaA eher als erfolglos zu bewerten.
Auch sportlich ist die Stagnation des Teams für mich ein Rückschritt. Lorenz fehlt brutal, auf dem Platz fehlt noch der Leader obs TG wird? Glaub es eher nicht.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Folgt man einigen Kommentatoren, so soll der Geschäftsführer Scharold überfordert sein. Wer von diesen Personen hat schon ein Unternehmen geführt, das nicht nur im Umfang wegen des Abstiegs erheblich verkleinert werden muss, sondern von der finanziellen Situation bzw. der Überschuldung und Verschuldung ein Insolvenzkandidat erster Güte ist. Das zu bereinigen braucht Jahre, auf jedem Fall wesentlich mehr als zwei. Zudem ist nichts einer geordneten Geschäftsführung abträglicher, als sich streitende Gesellschafter. Hinzu kommt das mediale Dauerfeuer. In welch einem Unternehmen wäre es ein öffentliches Thema über die (Nicht-) Vermietung einer Kneipe zu sprechen, wenn sie 1.200 € Monatsmiete erbringen kann, aber vorher Zigtausende für die Sanierung und Instandsetzung anstehen? Diese Aufgabe gehört auf der to-do-Liste nach ganz unten.

Qualifiziertere als der Dipl.-Ökonom Michael Scharold werden sich für diese Aufgabe nicht zur Verfügung stellen, und schon gar nicht für das ausgelobte Gehalt und schon gar nicht bei der Gewissheit, regelmäßig von einem Investor mit diktatorischen Gepflogenheit der Lächerlichkeit preis gegeben zu werden. Was wäre aus dem TSV geworden, wenn das Präsidium sich nicht gegen Hasan durchgesetzt hätte und Franz Gerber (Schlangenfranz) Geschäftsführer geworden wäre? Dieser ist als Geldausgeber bekannt. Ach ja, und dann der Unterhaching-Schwabl, der macht ja alles besser. Er hat auch solche eine Situation zu meistern gehabt. Bitte bei Wikipedia nachlesen: „Nach der erfolglosen Sanierung eines von ihm erworbenen Bauunternehmens musste er Insolvenz anmelden. Am 7. Oktober 2008 wurde er nach einem Geständnis wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe von 4800 Euro verurteilt.“

Und dann gibt es noch den vom Investor gesteuerten Trainernovizen. Bitte lesen Sie den Artikel vom Präsidenten vom 03.01.2019. Mit seiner Aktion haben Investor und Trainer sowie GG die KGaA aufgrund der nicht pünktlichen Zahlung an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Das zu verhindern war dann Aufgabe vom Präsidium und dem Finanzgeschäftsführer. Nein, sie tun nun wirklich nichts. Sie sollten dem Jungtrainer eine Abmahnung für die despektierlichen Äußerungen in die Personalakte heften.

Siggi
Leser

„Bitte lesen Sie den Artikel vom Präsidenten vom 03.01.2019.“
Ist da der Artikel bzw. das Interview im Wochenanzeiger gemeint? https://www.wochenanzeiger.de/article/213856.html

Den letzten Absatz finde ich übrigens etwas verwirrend. „Mit seiner Aktion haben Investor und Trainer sowie GG die KGaA aufgrund der nicht pünktlichen Zahlung an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht.“ Wessen Aktion? Welche Aktion?
Und „Nein, sie tun nun wirklich nichts.“ Wer ist „sie“? Und falls GG und MS gemeint sind, ist das dann ironisch gemeint?

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Genau der Artikel ist gemeint.
Wie der Präsident ausführt, hat HI unter tatkräftiger Mithilfe von DB und GG zu Beginn der letzten Saison ein zusätzliches Budget über 2 Mio. € durchgedrückt. Nur hat HI die Mittel nicht fristgerecht bezahlt. Haben Sie eine Vorstellung was es für die Finanzen der TSV bedeutet, wenn ein Betrag dieser Größenordnung nicht fristgerecht ausgeglichen wird? Ist Ihnen bekannt, dass Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzgrund ist?
Natürlich steckt hinter der Aussage „Nein, sie tun wirklich nichts“ eine Portion Ironie. Ich halte es für äußerst dümmlich, wenn DB seinen Vorgesetzten unterstellt, sie würden nichts tun. Das Problem von DB ist, dass er ein Jahrzehnte langes Geschäftsgebaren weiterführen will. Immer schön auf Pump weiterleben. Er zählt zu den Kreditjunkies. Er will einfach nicht akzeptieren, dass das Präsidium eine Konsolidierungsstrategie ausgegeben hat. Das versucht DB durch fragwürdige Transfers wie die von Berzel und Gebhart zu unterlaufen. Wenn MS diese Geschäfte nicht abgewickelt hätte, wäre DB seinen Job los.

Siggi
Leser

Danke für die Ausführungen, wenngleich ich immer ein bisschen skeptisch bin, wenn es um (angebliche) Aussagen der Presse, im aktuellen Fall gar die Bildzeitung, geht. Wenn das alles so stimmt, würde das auch Rückschlüsse auf Bierofkas Befähigung zu lösungsorientiertem Arbeiten gehen. Als Vorbild wäre er in diesem Fall verbrannt.

Francis Underwood
Leser

Der erste Teil (deine Erklärung dass es schwierig ist usw..) ist schon richtig, aber gerade dann brauchst du ja jemanden, der so wenig Fehler wie nötig macht und entsprechendes mediales Auftreten draufhat. Und sorry, ein Gehalt zwischen 100.000 und 150.000 ist durchaus i. O. Natürlich verdienen andere in entsprechender Position mehr, nur, um da hin zu kommen, sollten erstmal entsprechende Erfolge erzielt werden.
Und der Vergleich mit der Schwabl-Insolvenz hinkt m.M.n, da das Äpfel (Baufirma) mit Birnen (Fußball-Club) vergleichen ist. Genauso unsinnig wie Reisingers Erfolge oder Nichterfolge als Unternehmensberater für die Eignung des Präsidentenamtes herangezogen werden…

bobby_new
Leser

Ich finde den Vergleich auch nicht wackelig. Die Grundlagen für den Job lernst im Studium und den Rest mitunter schmerzhaft in der Schule des Lebens.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Welche Fehler unterstellen Sie MS? Doch wohl nicht die Geschichte, wo er sich verrechnet haben soll?

Wieso soll der Vergleich mit der Schwabl-Insolvenz hinken? Scharold hat die undankbare Aufgabe übernommen, eine KGaA mit einem Schuldenberg von 63 Mio. Euro zu sanieren. Und das ohne nennenswertes Vermögen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gesellschafter hoffnungslos zerstritten sind und der Investor ein äußerst unzuverlässlicher Geschäftspartner ist. Dagegen war der Sanierungsfall des von Schwabl übernommenen Pleiteunternehmens geradezu lächerlich.

Auch im Vergleich zur TSV-KGaA sind die Aufgaben, die Schwabl in Unterhaching zu erledigen hat, Kinderkram. Leider haben Cassalette und Ismaik einen Schuldenberg über 63 Mio. € hinterlassen. Um liquide Mittel zu generieren, kann Schwabl mithilfe des Gesellschafters mal eben so eine Kapitalerhöhung durchziehen. Bei der TSV-Überschuldung ist das nahezu unmöglich.

United Sixties
Gast
United Sixties

Es braucht einen sympathischen, medienfähigen und nachgewiesen erfolgreichen Geschäftsführer für diese kgaA, um sowohl sportliche wie wirtschaftliche Ziele so zu formulieren dass Sponsoren wie Partner gerne den schwierigen Weg der dritten Liga begleiten. Mit dem anstehenden Stadionausbau öffnen sich viele Chancen und die müssen rechtzeitig genutzt werden (B-Seats, Logenvermarktung, Namensrechte Tribünen usw.). Aber auch für unseren Profiklub bleibt es essentiell vernünftig und kluge Talente-Transfers und die U17 und U19 zurück in die Bundesliga zu bekommen. Der Scoutingbereich wird bedeutend sein und hier erwarte ich mir diese Saison Ergebnisse, die dann für den künftigen Kader der Profis ebenso wichtig sein werden. Mit oder ohne Gorenzeln. Und Biero hat endlich eine defensiv verbessernde Aussenverteidigung zu trainieren (Schwachpunkte Paul und Steinhart ) , dann werden wir im Sechzger-Stadion genügend Punkte für den Klassenerhalt rechtzeitig erreichen.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Wieso bedarf es eines sympathischen Geschäftsführers? Ist Ihnen eine Sanierung bekannt, die Partner gerne mitgehen, wenn sie dafür zahlen sollen? Der medienfähige Präsident Cassalette hat den Investor nicht von der Umsetzung eines tragfähigen Konzeptes überzeugen können.

Wieso ist Paul ein Schwachpunkt? Er ist der Abwehrspieler, der die beste Kickerbewertung aufweist.

anteater
Leser

Paul halte ich auch eher für unterschätzt. Oder überkritisiert.

Rüdiger Netter
Gast
Rüdiger Netter

“Auch wenn man das Ziel nicht erreicht, der Weg dorthin lohnt sich immer“.
Spätestens wenn wir in der RL angekommen sind, werden die “Oberkonsodilierer feststellen, das ihr Weg der falsche war.
ELIL

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Schon vergessen, dass der von HI geschätzte Wirtschaftsprüfer den Konsolidierungskurs während der Mitgliederversammlung als alternativlos bezeichnet hat?

Es gibt nur einen Weg, die Konsolidierung anders zu gestalten. Der verehrte Verlustproduzent und Spalter Hasan Ismaik verzichtet auf die Rückzahlung des Genussrechtskapitals und der Darlehen. Dann lassen sich potente Investoren finden, die es nicht nötig haben sich als grandiose Wohltäter zu bezeichnen, wenn sie einen so lächerlich Betrag wie für den Transfer von Gebhart bereit stellen.

Chemieloewe
Leser

Toll, es gibt ja sogar „Rote“, die ganz vernünftig über 60 mitdiskutieren, wie Du Kein1860Fan . Na dann weiterhin mal herzlich willkommen bei 60 u. beim Löwenmagazin….u. im GWS, auch wenn’s bei Dir beim Derby mit der Roten2 auf der Gegenseite ist.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Chemieloewe
Nicht die Roten, sondern The Reds

anteater
Leser

Chemieloewe, für einen nicht-Sechzger kennt er sich zu gut aus bei uns. Vielleicht ist der Nutzername eine Anspielung auf Herrn Ismaik, vielleicht darauf, dass er kein Fanatiker ist, wer weiß, wer weiß.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

anteater
Wenn schon Rote, dann die Echten (The Reds)

HHeinz
Leser

Wire haben ja nie konsolidiert. Letzte Saison haben wir voll auf die Kacke gehauen und diese Saison geben wir alles aus was da ist, haben uns 2 Mio. Kreditlinie bei der Bayerischen gesichert und der e.V. schiebt Millionen in die KGaA rüber.

Bine1860
Leser

wieder der Käse mit dem Darlehen der Bayerischen, das steht seit 2017 in den Büchern! Eventuell auch mal Konsolidierung googeln, ich glaube du weißt gar nicht was das bedeutet.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Unter Konsolidierung versteht man verschiedenes. Ziele können allgemein eine Entzerrung der Rückzahlungsbelastungen zwecks Liquiditätsentlastung (erfolgte durch Stundung der HI-Darlehen), die Verbesserung des Bilanzbildes (Kapitalstruktur) (dem widersetzt sich der Spalter HI, indem er die Umwandlung seiner Darlehen in Genussrechtskapital nicht zustimmt) oder der Haushaltsausgleich (das will der TSV erreichen, indem er keine weiteren Darlehen aufnimmt, mit denen laufende Ausgaben veranlasst werden sollen) sein. [Wikipedia]

HHeinz
Leser

Es mag seit 2017 in den Büchern stehen aber bisher wurde es ja nicht ausgegeben. Das könnte sich diese Saison ändern.

Ich verstehe unter Konsolidierung jedenfalls nicht neue Monsterverträge für den Trainerstab und einen Sportdirektor zum Geschäftsführer zu befördern.

Das kann man im übrigen alles machen aber für mich ist das keine echte Konsolidierung, dafür muss ich auch nicht googlen. Für mich bewegt sich die KGaA nach wie vor nahe im Maximum was man überhaupt verantworten kann. Das muss auch nicht falsch sein schließlich hatte der Herr Scharold ja Anfang 2018 noch einen 5-Jahres Plan welcher in der 2. Bundesliga endet.

anteater
Leser

Stimmt schon, die KGaA handelt am finanziellen Limit. Dennoch hantieren manche Leute mit dem Begriff „Sparkurs“, was natürlich absoluter Quark ist. Keine weitere (kurzfristige) Verschuldung, vor allem bei dem unsicheren Kantonisten Ismaik, das ist was gemacht wird, vollkommen zu Recht (Eigenkapitalquote etc., pp.).

Wenn die KGaA unsere Profifußballabteilung in die 2. BL katapultieren will, dann muss sie selbst (anders als manche Kommentatoren bei der AZ behaupten übrigens) Mittel beschaffen, z.B. durch Sponsoring. Hält das irgendwer für realistisch?

anteater
Leser

Die Alternative ist, weitere Verschuldung, keine positive Fortführungsprognose, Insolvenz.

Finden Sie, dass das eine vernünftige oder gar bessere Alternative ist?

HHeinz
Leser

Die (von mir unterstellte) Strategie von Herrn Ismaik die KGaA möglichst schwach zu halten geht auf. Der e.V. wirkt mit der Situation teilweise komplett überfordert oder er verfolgt eine Strategie welche ich einfach nicht verstehe. In dieser Konstellation wird es schwer werden die gesteckten Ziele zu erreichen (aber nicht unmöglich).

Was die Abmahnung betrifft so spielen da für mich auch taktische Überlegungen eine Rolle. Trainerteam und Geschäftsführung sind für einen 3. Liga Verein einfach zu teuer. Wir müssen da mit den Kosten runter.

Bei Berzel hat Gorenzel meiner Meinung nach übrigens recht. Ob man das öffentlich so sagen muss lasse ich mal offen. Er bringt ja eigentlich seine Leistung, aber Bierofka lässt ihn meistens auf der Bank versauern. Dadurch wird er eben zum Ergänzungsspieler.

Timo Gebhart hat man damals weggeschickt. Dafür wird man Gründe gehabt haben und diese Gründe waren entweder falsch oder die Umstände haben sich geändert. Konsequent ist jedenfalls anders, aber ich gebe zu als Fan gefällt mir das jetzt trotzdem.

Der Weggang von Lorenz wiegt für mich schwer. Was der letzte Saison hinten weggehauen hat war für mich phänomenal, aber leider auch kein Standard für die 3. Liga.

Ansonsten mangelt es ja nicht an Analysen sondern an Konsequenzen. Vom Herrn Ismaik wird da nichts kommen denn dem ist das ja nur recht.

Verträge kann man im übrigen auch schon jetzt verlängern, zumindest für die 3. Liga. Der Etat sinkt ja nicht auf Null, wie man manchmal den Eindruck gewinnen könnte, sondern wird höchstens empfindlich reduziert.
In diesem Rahmen, genannt wurden mal 2.5 Mio., kann man handeln und die 6 Spieler unter Vertrag verursachen ganz sicher nicht 2.5 Mio. Fixkosten. Wenn man denn wollte könnte man also locker 10 Verträge verlängern und sich 5 lose offen halten. Vermutlich möchte man aber die Situation vermeiden dass Spieler ohne neues Vertragsangebot in ein Leistungsloch fallen.

Außerdem könnte sich im sportlichen Umfeld ja tatsächlich noch etwas bewegen, eine gewisse Flexibilität ist daher durchaus wünschenswert.

Der Kommentar ist im übrigen gelungen, nur bei dem Part mit Herrn Scharold würde dieser vermutlich „Foulspiel“ rufen. Aber der Daniel Bierofka hat ja zuerst zugetreten.

Francis Underwood
Leser

Meine Gedanken hierzu: Bierofka weiß, dass er derzeit im Grunde unkündbar ist (wir könnten uns eine evtl Kündigung finanziell nicht leisten, da das Budget mehr als auf Kante genäht ist), also tut er sich mit solchen Aussagen auch leicht(er) um aus seiner Sicht die Leute aufzuwecken.
Zum GF: Scharold ist ganz offensichtlich überfordert. Und dies meiner Meinung nach nicht nur aufgrund der Menge an Arbeit sonder vor allem inhaltlich. Das bereits viel diskutierte Thema Fehlkalkulation spielt hier natürlich eine große Rolle, aber auch Themen wie die von Arik genannte unzureichende Sponsorenbetreuung- und gewinnung sowie die VÖLLIG unzureichende mediale Darstellung! Und wenn es stimmt, dass dies für Scharold „derzeit keine Priorität“ hat, dann unterstreicht das meine Vermutung der Überforderung nur noch mehr. Wobei man hier aber auch ehrlicherweise sagen muss, dass eine gute/bessere mediale Darstellung auch einfach Geld kostet (für eine vernünftige Presseabteilung)! Und dieses haben wir derzeit bekanntlich nicht.
Gerade bei einem Verein wie 60, brauchst du in der Geschäftsführung Menschen, die sich mit dem Club zu 1000% identifizieren und diesen Club entsprechend Leben! Jemanden, der mit 60 verwandt ist. Der die Leute (Münchner Firmen und Gönner) von diesem seinen Club, überzeugen kann. So wie es z.B. ein Schwabl macht oder ein Reuter! Jemanden, der erst gar nicht seine Visitenkarte hinterlassen muss, weil er ohnehin bekannt ist!
Zum Kader: Ich persönlich finde, dass der Kader eben nicht gut genug ist. Aber auch nicht erst seit dieser Saison. Und ich glaube auch, dass das Bierofka ähnlich sieht, nur: das kann er natürlich nicht laut aussprechen.
Natürlich sollte er, das ist auch seine Aufgabe, Spieler weiterentwickeln usw, nur einigen ist einfach nicht mehr vorhanden. Das reicht halt gerade mal für oberes Drittel Regionalliga. Wir konnten ja im Grunde nicht einmal in der Regionalliga spielerisch überzeugen, wie sollen wir es dann in einer höheren Liga? Einige Spieler machen jetzt die 3. Saison die gleichen Fehler, ob das immer nur am Trainer liegt? Ich behaupte, dass bei einigen einfach nicht mehr geht. Im Grunde brauchen neue Außenverteidiger, Flügelspieler und Stürmer.
Was ich hier nicht verstehe ist, dass man nicht versucht hat den vermeintlichen Groß- bzw Mehrverdiener zu verkaufen und dieses Geld anders zu investieren. Und damit meine ich nicht Mölders.
Spielerisch bin ich schon länger enttäuscht, würde jedoch gerne abwarten, wir Bierofka mit besserem Spielermaterial zurecht käme. Momentan finde ich, sollte man „gnädig“ sein, da der Kader einfach nicht mehr hergibt.

Zur Struktur und zur Aussage, dass das ein oder andere Gehalt hinterfragt werden sollte: Dieser Meinung bin ich schon seit Jahren und ich frage mich, warum in dieser Richtung einfach nichts passiert! Unsere gesamte Struktur muss KOMPLETT hinterfragt 7nd geprüft werden. Verwaltungsstruktur, Ticketing(!!!),… haben wir eigentlich den Stadionmanager noch??? Da bringt es auch nichts, dass Scharold auf seiner letzten PK zu den Finanzen, den Durchschnitt der Gehälter pro MA aufgezählt hat. So ein Schwachsinn. Wichtig und interessant ist doch, wie viele MA für was mit wieviel Stunden usw..
Ismaik wollte ja einen externen Wirtschaftsprüfer beauftragen, vlt. macht er das ja tatsächlich.. dann sollte man den Auftrag gleich entsprechend um die Personalanalyse erweitern.

Solange wir personell und strukturell keine Veränderungen herbeiführen, kannst du noch soviel konsolidieren, es wird nichts bringen!!

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Das mit der Beauftragung eines externen Wirtschaftsprüfers durch den Spalter Hasan Ismaik hat in der Wertigkeit in etwa die Dimension wie seine Prahlerei, dass der TSV demnächst in der Champions League spielen werde. Einfach nur lächerlich.

Die KGaA hat einen Aufsichtsrat, dem als Vorsitzender Saki Stimoniaris (Spezl von HI) vorsteht. Als Mitglied ist der von HI sehr geschätzte Wirtschaftsprüfer Karl-Christian Bay gewählt.

Der Aufsichtsrat einer KGaA hat weitreichende Informationsrechte. Es scheint so, dass die Herren des Aufsichtsrates ihren Aufgaben nicht nachgekommen sein sollen. Vermutlich war es aber nur eine weitere Fake News von HI!

Snoopy.
Leser

„Im Grunde brauchen neue Außenverteidiger, Flügelspieler und Stürmer.“
Also eine halbe neue Mannschaft?

Ich bin nicht der Meinung, dass man das benötigt, vor allem deshalb, weil ich glaube, dass es deshalb nicht besser wird. Mal abgesehen davon, dass man das finanziell eh nur schwer stemmen kann. Ich bin nach wie vor der Meinung, der Kader kann mehr hergeben, als das in dieser bzw. letzter Saison gezeigtem.

In dem unten aufgeführten Interview von Gorenzel steht so ein Spruch: Wir spielen ein komplexes 4-3-3 System und etwas von Feinabstimmung. Von dieser Feinabstimmung sind wir weit entfernt, nicht nur in dieser Saison. Wenn der Trainer es in zwei Saisonen (ich nehm dir RL mit rein) das Feintuning nicht hinbekommt, liegt es nicht nur an den Spielern. Ich hab früher davon gesprochen, dass die Basics fehlen. Tun sie immer noch.

„Was ich hier nicht verstehe ist, dass man nicht versucht hat den vermeintlichen Groß- bzw Mehrverdiener zu verkaufen und dieses Geld anders zu investieren.“
In was? Neue Spieler mit mehr Qualität?
Die sind natürlich billiger als das, was jetzt auf dem Grün rumtrampelt. Dazu sollte man nicht den Fehler erneut machen, den Kader unnötig zu zerrupfen. Mir fehlt da ehrlich gesagt das Vertrauen, dass Bierofka 5-7 neue Spieler in einer gewissen Zeit integrieren kann.

Das die Situation nicht einfach ist, dürfte klar sein. Der Weg ist aber auch klar vorgezeichnet, vermehrt auf die eigene Jugend setzen, diese Formen und nach Möglichkeit damit dann auch Geld machen, direkt oder indirekt. Das funktioniert aber nur, wenn der Trainer das junge Gemüse auch bis zu einem gewissen Grad reifen kann. Das sehe ich leider bis heute nicht, wenn ich zurückblicke auf 2. Mannschaft in RL, 1. Mannschaft in RL und 1. Mannschaft in 3. Liga mit diesem Trainer und einem großteil der Spieler.

Francis Underwood
Leser

Größte Baustelle meiner Meinung nach sind die Außenverteidiger. Wenn man Lex von der Gehaltsliste bekäme,, könnte man ganz ordentlich nachrüsten.
Vor allem bin ich bei deinem letzten Absatz völlig bei dir. Allerdings glaube ich eben, dass bei einigen nicht mehr rauszuholen ist. Leider..

anteater
Leser

Gerade Lex sollte mehr drauf haben, als er bislang gezeigt hat. Wenn er es weiterhin nicht zeigt, dann ist es Zeit für ihn zu gehen.
Andere Clubs holen sich Talente aus den Regionalligen, die dann nicht selten höherklassig wechseln. Streik Mamba zum Beispiel oder Kyere, der aufgestiegen ist mit Wehen. Ein für Drittligisten gangbarer Weg. Wir hingegen holen hauptsächlich ausgemusterte Spieler höherklassigen Vereine. Die wollen wahrscheinlich mehr Geld. Seltsame Strategie!

Francis Underwood
Leser

Richtig!!
Ich möchte ihm ja wirklich nichts böses, aber wie man einen Lex holen kann, als (angeblicher) Topverdiener, und heute immer noch von Leistungsträger sprechen kann, erschließt sich mir wirklich nicht…

Siggi
Leser

Der Kommentar von Arik und die Leserkommentare lassen mich vermuten, dass das Interview mit Herrn Gorenzel vom 07.08.2019 in der tz (noch) nicht zur Kenntnis genommen wurde: https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/tsv-1860-sportchef-guenther-gorenzel-ueber-mannheim-klatsche-pyro-fans-und-transfers-12895288.html

Peter Maier
Leser

Sehr schön, da hat euch der Steen mal wieder schön a Meinung vorgefertigt!
Bravo!

Bine1860
Leser

Nein @Peter Maier, er hat seine Meinung geschrieben und wir sind durchaus in der Lage uns unsere eigene Meinung zu bilden. Lässt du dir durch Artikel deine Meinung vorfertigen? Nein? Warum unterstellst du uns das dann? Sind Aussagen von Arik nicht deine Meinung, dann diskutier mit aber erspar uns bitte solchen Schmarrn wie deinen post.

anteater
Leser

Zumal der Artikel mehrfach darauf verweist, dass es ein Kommentar ist. Und wer schon mal eine richtige Zeitung gelesen hat weiß, dass ein Kommentar die Meinung des Autors widerspiegelt. Vielleicht liest Herr Maier keine Zeitung.

Sportfan
Gast
Sportfan

besser als schwachsinnigste Umfragen in einem anderen Blog

anteater
Leser

Na, da kann ich ja froh sein, dass ich auf alle Punkte einzeln eingegangen bin.

Überdies zeichnen sich die Leserinnen und Leser hier durch kritischeres Denken aus, als Sie es von bestimmten anderen Plattformen kennen. Sie könnten ja Ihren Horizont erweitern, um das zu akzeptieren.

DaBrain1860
Leser

Naja, jeder hat seine Meinung, ist ja auch gut so!
Doch wie wie sehen deine Argumente gegen diesen Artikel aus, wäre zumindest interessant.

Peter Maier
Leser

Schön, die Hälfte von dem Kommentar is schon durch das Interview vom Gorenzel widerlegt oder ad absurdum geführt!
Weiter oben hat der Siggi netterweise einen Link gepostet!

Bine1860
Leser

Was genau widerlegt denn das Interview bzw. welche der offenen Fragen beantwortet es denn? Meines Erachtens nix bzw. keine

anteater
Leser

Das lese ich aus dem Interview jetzt nicht so heraus.

Siggi
Leser

anteater : Bine1860 : In Ariks Kommentar heißt es: „Günther Gorenzel haute in der vergangenen Saison alle paar Tage kräftig Interviews raus. Um ihn ist es ruhig geworden.“ Gut möglich, dass sich Peter Maier darauf bezieht, wobei das jetzt nicht unbedingt die Hälfte des Kommentars widerlegt. Dennoch muss ich zugeben, dass mich diese Passage veranlasst hatte, den genannten Link zu posten.

anteater
Leser

Okay Siggi, das stimmt natürlich.

Aber findest Du nicht auch, dass Stefan Lex zu wenig zeigt?

Siggi
Leser

anteater : Jetzt vermute ich mal, dass das mit dem Stefan Lex rhetorisch oder ironisch gemeint ist und mich auf eine bestimmte Zusammenhanglosigkeit hinweisen soll? (Sorry, ich steh‘ des Öfterteren auf der Leitung.)

anteater
Leser

Na ja Siggi, Du hast den Beitrag, in dem ich schrieb, dass von ihm jetzt endlich mehr kommen muss, runtergevotet. Deshalb an hier unpassender Stelle die Nachfrage…

Siggi
Leser

anteater Habe ich das? Ich kann keinen Kommentar mehr finden, der von Dir ist und sich auf Stefan Lex bezieht. Gibt’s da eine Funktion zum Auffinden von sowas?
Egal, zu Deiner Frage: Von Stefan Lex haben wir wohl alle mehr erwartet. Als er so langsam besser wurde, kam ja die Verletzung am Sprunggelenk, dann bis jetzt die Aufbauphase. Was will man da sagen. Er müsste halt länger mal verletzungsfrei bleiben, dann wird man sehen. Insgesamt bin schon eher froh, dass wir in haben.

anteater
Leser

31477
Ja Siggi, hast Du und das ist auch vollkommen okay so. Mich interessiert eben das warum. Ich kann ja nie meine Meinungen überdenken oder gar ändern, wenn ich die Gegenargumente nicht höre.

Im Prinzip bin ich auch noch froh, dass Lex bei uns ist, weil er ja eigentlich mehr drauf haben müsste. Nur möchte ich das jetzt endlich mal sehen. Gut, besser als Marius Willsch ist er schon, aber der ist, glaube ich, leider auf Dauer kein Drittligaspieler.

Siggi
Leser

anteater Der Willsch hat mir gegen Borussia Möchengladbach sehr gut gefallen, aber das war wohl blos ein Strohfeuer.
Jetzt aber eine Bitte von mir zum Verständnis der Funktionen auf dieser Site. Es stimmt, der Kommentar zeigt einen rot eingefärbten Pfeil nach unten, also war ich der „Übeltäter“. Nur, wie kommt’s, dass Du das weißt? (Und warum funktionieren bei mir die Icons unterhalb des Editierfensters nicht?)

Siggi
Leser

ArikSteen Vielen Dank für den Hinweis! Jetzt habe ich das ausprobiert, aber es ging nicht. Dann habe ich statt dem Firefox den Internet Explorer ausprobiert, da ging es zuerst, dann Seite neu aufgerufen, ging nicht mehr. Wieder zurück zum Firefox: ging! Seite neu geladen: ging nicht…
Auch das mit den Aktivitäten auf der Profilseite geht meist nicht, manchmal aber doch. Gerade klappte es mal wieder nach einer Neuanmeldung (Abmelden, Strg + F5, Neuanmelden), gleich darauf wieder nicht. Das geht mir schon seit Wochen so. Smiley und so geht gerade auch wieder nicht..
Davon abgesehen, gibt es so was, wie eine Bedienungsanleitung? Zum Beispiel, wie lange ich meine Kommentare noch nachbearbeiten kann usw.
Und so ganz nebei noch: Vielen Dank für das Löwenmagazin.de!

anteater
Leser

Siggi, bei mir geht es auf dem Rechner mit Firefox und auf dem Smartphone mit dem Samsung-Browser.
Glaube nicht, dass das mit Browserneustart oder F5 da einen Unterschied machen sollte. Wenn Du da eine Skript blocken würdest, dann ginge es nie und nicht mal schon und dann wieder nicht. Hm, so wirklich kann ich Dir da auch nicht weiterhelfen, leider.

Wie lange man die Kommentare editieren kann, weiß ich auch nicht. Ich stellte mal die These auf, dass das bis zur ersten Bewertung geht, musste diese These aber verwerfen.

Siggi
Leser

Danke für die Mühe, anteater
lion (benutze gerade Windows 10 auf einem Tablet)

anteater
Leser

Windows 10 hab ich nur auf Arbeit. Lief so lange einwandfrei, bis man von normalem auf Office 365 umgestiegen ist. Kannste nichts machen.

Bine1860
Leser

Da wird nix kommen, ich denke der will nur stänkern.

Snoopy.
Leser

Guter Kommentar.

Aber was nützt das alles, wenn die Lösungen zur Entlastung der KGaA durch den Mehrheitseigentümer blockiert werden? Rein gar nichts.

Scharold zu beurteilen fällt schwer, wenn nicht unmöglich aus der Ferne. So aus dem Bauch raus würde ich mal in die Welt stellen, dass er mit der Gesamtsituation überfordert ist. Natürlich ist es nicht einfach, einen Konsolidierungskurs durchzudrücken, der als alternativlos bezeichnet wurde, schon gar nicht, wenn man zwischen den Fronten sitzt. Ich weiß auch nicht, wie weit sein Erfahrungsschatz als Geschäftsführer reicht, der eine Firma zusammenflicken muss.

Allerdings macht man es ihm auch nicht einfach. Das weihnachtliche Machtgeplänkel zum 31.12. steht erst noch an und keiner weiß, was da passieren wird, gerade in Hinblick auf Ismaik. Hatte man bisher ja jedes Jahr und somit ist eine Planung vermutlich auch schwer möglich. Auch in Hinblick auf das nächste Geschäftsjahr.

Gorenzel ist als Geschäftsführer für mich auch ein „nice to have“ – but not necessary. Als Angestellter könnte er vermutlich genauso gut oder schlecht seinen Job machen. Ich bin zwar grundsätzlich für das Vieraugenprinzip, dennoch muss man sich fragen, ob sich das trägt.

anteater
Leser

„Weder Michael Scharold als Geschäftsführer Finanzen, noch Günther Gorenzel als Geschäftsführer Sport möchten sich äußern. Man nutzt also nicht die Chance, ein mögliches Mißverständnis aus dem Weg zu räumen oder die Kritik abzumildern. Ob das gut ist?“

Schmutzige Wäsche sollte man nicht öffentlich waschen, finde ich. So gesehen machen die beiden es besser, als Herr Bierofka.

„Um ihn (Gorenzel) ist es ruhig geworden.“

Da er bisher ein eher schlechtes Händchen bei seiner Selbstdarstellung gezeigt hat, finde ich das durchaus positiv. Meist fand ich seine Äußerungen zum Fremdschämen.

„Oder ist tatsächlich in den vergangenen Wochen nur ein Wasser-Lieferant als Sponsor hinzugekommen?“

Noch eine Immobilienfirma, laut offizieller Webseite.

Sind die von Dir erwähnten Sponsoren von Infront gebracht worden? Wie läuft das ab? Hier haben wir, glaube ich, zu wenig Einblick in die Abläufe.
Leider gut vorstellbar, dass Herr Scharold da viel liegen lässt. Gepaart mit seiner (berichteten) eher schroffen Art zu reagieren, würde ich hobbypsychologisch darauf tippen, dass er von der Arbeitslast überfordert ist (zu viel Arbeit für einen meine ich hier, zu kleines Team – seine Fähigkeiten kann man von außen schwer beurteilen).

„Im Hinblick auf zum Beispiel Liveübertragungen von Pressekonferenzen zum Beispiel, könnte der TSV sich durchaus ein Vorbild bei anderen Drittligisten nehmen.“

Die richtig gut vermarkteten (und in höheren Sphären schwebenden) Clubs haben hauseigene „Fernseh“-Sender, oft als Abo. Weiß nicht, ob sich das bei uns schon lohnen würde. Mich persönlich spricht das eh nicht so sehr an. So eine Pressekonferenz live zu übertragen, das sollte für einen Drittligisten allerdings wirklich nicht zu viel verlangt sein. Sogenannte Influenzer (früher nannten wir sie Schnorrer) schaffen das mit oft einfachen Mitteln. Warum ein Wirtschaftsunternehmen mit einem Millionenetat nicht?

„Geschäftsführer Günther Gorenzel arbeitete fast schon dagegen.“

Was macht der jetzt eigentlich. Es ist ja kein Geld für Neuverpflichtungen da, Verträge werden offenbar auch gerade keine verlängert. Dreht er jetzt den ganzen Tag Däumchen?

„Das er ihn als „nice to have“ bezeichnete, war nicht wirklich die feine Art und taktisch wenig klug.“

Gorenzel ist dafür „not nice to have“!

„Allgemein schwingt bei Gorenzel immer eine gewisse Negativität mit.“

Und, wie ich finde, ein „Ich kann/könnte eh alles besser.“. Hybris, damit scheint Herr Gorenzel sehr gut ausgestattet zu sein.

„bei 1860 ist man sich nicht in allen Punkten einig“

Das hat man aber fast überall so, oder? Klar, und überall, wo das so blöd wie bei uns öffentlich ausgetragen wird, wird eben genau das auch öffentlich kritisiert. Wer hat da eigentlich den ersten Stein geworfen? Meine Erinnerung würde da schon „Gorenzel“ sagen.

„Auch seine Beförderung hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. War die notwendig? Was hat sich im positiven Sinne denn getan seitdem?“

Ja, stimmt. Man kann schon den Eindruck bekommen, dass sich einzig der Kontostand des Herrn Gorenzel positiv entwickelt hat. Na ja, vielleicht nimmt er das nächste Angebot aus Russland an…

„Der Kader ist gut.“

Bin ich dabei!

„Manch einer sieht sogar einen besseren Kader als in der vergangenen Saison. Ich gehöre dazu.“

Okay, da nicht.

„Mich schmerzt der Verlust von Simon Lorenz. Ich behaupte, dass Dennis Erdmann ihn nicht ersetzen kann.“

Spielerisch liegen Welten zwischen den beiden! Zu Gunsten von Lorenz. Und was das Steigerungspotential angeht, ist der jüngere Lorenz eh weit vorne, während Erdmann eben circa auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Karriere ist.
Lorenz hat übrigens bei Bochum bisher alle Spiele über die volle Zeit gemacht.

„Nur 6 Spieler sind bis 2021 verpflichtet.“

Leider ist es jetzt schon zu spät für meine Recherche, wie es da bei der Konkurrenz aussieht. Letzte Saison fand ich ja schnell heraus, dass das gar nicht so unüblich ist in Liga 3.
Dennoch verstehe ich, dass Dich das irgendwie unruhig macht.

„Es kann zudem nicht sein, dass man immer mehr Kosten auf den e.V. überträgt. Der gemeinnützige Verein entlastet die KGaA schon maßgeblich beim Nachwuchsleistungszentrum.“

Was manche Spezialisten in diversen Kommentarspalten allerdings nicht davon abhält zu behaupten, Herr Reisinger täte nie irgendwas. Selbst wenn man es ihnen erklärt, dann raffen sie es nicht. Schlimm!

„Weil die Geschäftsführung den Investor nicht brüskieren möchte?“

Mimimi! Der e.V. schreibt ab/würde abschreiben: € 600.000, die ihm zustehen (also auch uns Mitgliedern, sozusagen). Der e.V. zahlt jetzt was, 1,2 Mio für das NLZ und die KGaA € 400 T? Blamabel, für die KGaA. Dürfen wir als Mitglieder des e.V. uns da bitte auch mal brüskiert fühlen? Insbesondere von den gesammelten Gegnern des e.V.? Ohne den e.V. wäre jetzt kein Geld für die Verpflichtung von Erdmann dagewesen und man hätte einen Spieler abgeben müssen (einen der besseren, denn für die schlechteren gibt es sicher keine Abnehmer).

„Eines ist sicher – hätte der e.V. das Löwenstüberl übernehmen dürfen, dann wäre es längst offen.“

Aber dann treffen sich dort doch die ganzen Revoluzzer von der Fußballabteilung oder von den Freunden des Sechzgerstadions und so (die LFgR treffen sich eh wo anders).

„Das heißt aber nicht, dass man sich in sein Schneckenhaus zurückziehen sollte. Es bedarf einen strategischen Plan.“

Würdest Du als z.B. Vorstand eines DAX-Unternehmens in dieses Wirrwarr reinbuttern wollen? Da bleibt doch immer was kleben von der ganz sicher auftretenden Schlammschlacht bei uns. Meine einzige (sehr weit hergeholte!) Hoffnung ist, dass die in München ansässigen Bayerischen-Motoren-Werke sich erbarmen, erkennen, dass wir die gleichen Farben haben, Herrn Ismaik rauskaufen und dann „We go to the top“… wink

„Es bedarf attraktiver Sponsoring-Verträge.“

Siehe oben! Wer „in his right mind“ würde da sozusagen einsteigen? Respekt übrigens an Die Bayerische, dass sie die Eier haben, sich von all den Umständen bei uns nicht abschrecken zu lassen! Da brauchste halt die sprichwörtlichen Eier aus Stahl, um sowas zu machen. Und vielleicht auch ein bisschen „Wahnsinn“, den man halt als Löwen-Anhänger/in eh mitbringt.

„Und man muss vielleicht auch das eine oder andere Gehalt hinterfragen.“

Scharold? Gorenzel? Haften die eigentlich beide jeweils auch privat? Vielleicht agiert Herr Gorenzel nach der Prämisse „Wenn ich nix mache, dann mach ich auch nix falsch -> kann nicht für Handlungen haftbar gemacht werden“…?

„ob sich Daniel Bierofka nicht zu weit aus dem Fenster lehnt.“

Wahrscheinlich schon. Vielleicht aber auch nicht. Bei ihm sehen wir die tägliche Arbeit, ohne das Ergebnis jetzt bewerten zu wollen (haben wir ja in den letzten Tagen schon breitgetreten).
Auf jeden Fall war er es, der einen „Geschäftsführer Sport“ bzw. jemanden für diese Seite des Geschäfts gefordert hat, da kann ich mich noch gut dran erinnern. Und es klang für mich damals so, als sei Gorenzel (mehr oder weniger) seine Wahl gewesen. Ja, ja, subjektiv, ich weiß. Wessen Wahl war Gorenzel denn? Mangels Vollzeitpresseabteilung müssen wir ja mit den Interview mit z.B. dem Trainer leben, um uns irgendwie ein Bild zu machen.

westerncancan
Leser

Ich denke, dass da auch bei Infront einiges im Argen liegt. Seit Anfang April habe ich immer wieder den Versuch unternommen ein Marketing Sponsoring anzubieten. Reaktion Infront gleich 0,0

anteater
Leser

Okay, krass. Bei, ich glaube, Hansa Rostock hätten sie zuletzt in den höchsten Tönen von In Front gesprochen

westerncancan
Leser

Ist vielleicht von der angesetzten Kohle abhängig. Keine Ahnung.

Snoopy.
Leser

Wenn man die Aussagen von Bierofka genau nimmt, hat er sich gegen seinen Chef aufgelehnt, vor allem mit Berzel. Stellt sich die Frage, was Gorenzel bei den beiden Transfers Berzel und Gebhart für eine Rolle gespielt hat. Falls er eine gespielt hat. Wenn nicht, stellen sich weitere Fragen.

Florian Paulus
Gast
Florian Paulus

Wirklich super geschrieben!
Das mit Scharold und Gorenzel sehe ich genauso! Es ist wirklich Wahnsinn was diese zwei Personen sich überhaupt trauen und leisten.
Zu Bierofka: das einzige was ich wirklich an seinem Interview ihm anlaste, ist das mit dem Fitnesszustand der Mannschaft, denn genau das ist sein Job!!

Sportfan
Gast
Sportfan

nicht nur die Fitness. Vielen Spielern fehlt es an den Grundlagen und die kann man schulen und immer wieder trainieren. Auch die taktische Einstellung der Mannschaft lässt sehr häufig zu wünschen übrig. Nein auch die Ikone muss sich hinterfragen.

DaBrain1860
Leser

Da hast du schon Recht, doch das größere Problem sehe ich bei den beiden (evtl. Tatenlosen) Geschäftsführern und unserem Investor.
Klar kann man bei Biero viel kritisieren (auch zurecht) bloß bringen die anderen 3 so viel Stress und Stunk in den Verein das es sich durchaus auf die Mannschaft ausbreiten kann. Und Biero sollte mit dem Kader den Klassenerhalt schaffen, mehr ist auch nicht machbar bei den Kalibern in dieser Liga und in diesem Jahr.
Er sollte nur endlich zum pflennen aufhören und sich wie ein Löwe benehmen!

Reinhard Friedl
Leser

Der Kommentar zeigt die Baustellen der KGaA auf. Ob die beiden Geschäftsführer geeignet sind diese zu bewältigen, lässt auch mich zweifeln. In meinen Augen muss Scharold als Hauptverantwortlicher sein Schneckenhaus verlassen und Gorenzel endlich etwas vorweisen, was im Nachhinein die Beförderung zum Geschäftsführer rechtfertigt.

Manne60
Leser

Zwei sind in Liga 3 einer zuviel. Da könnte man einen Haufen Geld sparen, der in den Kader investiert werden könnte. Aber HI zahlt ja den Aufpreis von GG. Irgendwie so hat das Saki glaub ich dargestellt letztes Jahr lol