Der TSV 1860 München geht wirtschaftlich und sportlich einen neuen Weg. Die Finanzen scheinen wohl auf die kommenden zwei Jahre ausgelegt. Wie kann man dabei den sportlichen Bereich sehen?

Ein Kommentar

Als Daniel Bierofka in der ersten Drittliga-Saison Trainer war, ging es um die maximale Verstärkung. Jede Verpflichtung nahm man dankend an. Es schien für Außenstehende oft zweitrangig, ob sie nun in die aktuelle Taktik und Spielphilosophie passten oder nicht. Kurz vor der Saison schien es vor allem wichtig Manpower für die Löwen zu bekommen. So zum Beispiel bei Aaron Berzel. Ohne ihn als Spieler zu beurteilen, er kam, weil private Gönner sich auf ihn focussierten. Ja, man sprach mit Bierofka. Und man versprach den Spieler möglich zu machen. Und ohne Berzel schlechtreden zu wollen, er wurde eben nicht ausschließlich aufgrund der Spielphilosophie verpflichtet. Sondern weil er möglich gemacht wurde. Wie viel hat sich der Gesellschafter Ismaik mit Daniel Bierofka im Hinblick auf die rasche Verpflichtung von Owusu oder auch Gebhart ausgetauscht? Selbst wenn, Bierofka nahm dankend die Verstärkung an.

In diesem Jahr scheint alles anders. Trainer Michael Köllner hat einen genauen Plan. Eine Spielphilosophie und eine klare Spielidee. Und dort spielte ein Aaron Berzel nun mal keine Rolle. Und auch Felix Weber nicht. Vermutlich erst recht nicht Timo Gebhart. Schwierig für die Fans, weil sie anfänglich das Gefühl hatten, es wäre überhaupt kein Geld mehr da. Manche Medien befeuerten dies. Die Löwen seien handlungsunfähig. Das war grundlegend falsch. Dank Gesellschafter Ismaik gab es frühzeitig Planungssicherheit. Mit immerhin 3 Millionen Euro als Spieler-Etat. Oder umgerechnet 13 Millionen Dirham. Abgesichert durch ein Notfall-Darlehenspaket.

Aber der sportlichen Leitung war natürlich klar: würde man auf Teufel komm raus verpflichten und die 3 Millionen komplett verplanen, würde man sich tatsächlich handlungsunfähig machen. Nämlich dann, wenn mehr Geld in den Kader fliesst, man sich aber längst ausgeplant hat. Dann könnte man mit dem zusätzlichen Geld eben einfach nur Flickschusterei betreiben, mehr nicht. Ob die sportliche Führung gepokert hat? Wohl eher nicht. Vielleicht ein bisschen. Der Hauptsponsor „die Bayerische“ hatte allerdings frühzeitig ein Sponsoring angeboten. Es ging im Endeffekt nur noch darum, dies dem Gesellschafter Ismaik auch schmackhaft zu machen. So oder so: am Ende ging der Plan auf. Und die aktuellen Verpflichtungen sind keine Flickschusterei und auch keine Schnellkäufe.

Die Philosophie von Michael Köllner ist interessant. An jeder Position wurde ein junger und aus seiner Sicht sicherlich talentierter Spieler gesetzt. Fußballer, die er aufbauen und entwickeln möchte. Das wirkte anfänglich wie hilfloses Auffüllen. Eine Sparmaßnahme, weil man sich eben nicht mehr leisten könne. Allerdings kann das nicht der Fall gewesen sein. Vielmehr scheint ein taktischer Plan dahinter zu stecken. Nämlich der, eine junge Mannschaft aus Nachwuchsspielern zu formen und die kommenden beiden Jahre aufzubauen. Im Endeffekt könnte eine blutjunge Truppe jetzt schon eine komplette Mannschaft stellen.

Im Wissen, dass diese junge Mannschaft anfänglich wohl gnadenlos in der Dritten Liga überfordert wäre, baut man um sie herum erfahrene Spieler ein. Von Vorteil dabei ist, dass einige bereits etablierte Spieler ins System passen und auch Verträge haben. Wo Nachholbedarf ist, hat man sich verstärkt oder wird sich wohl noch verstärken. Aktuell notwendig wäre dabei noch eine Verstärkung im Sturm. Nicht weil dort jemand fehlt, sondern eben um die dort bereits vorhandenen jungen Spieler an die Hand zu nehmen und in der Dritten Liga wachsen zu lassen.

Die anfängliche Angst, man würde einen langsam zerbrechenden Kader durch junge Spieler auffüllen, bestätigt sich zumindest aus meiner Sicht nicht. Köllner scheint eher den Nachwuchs in den Mittelpunkt zu rücken. Und er scheint auf jeder Position erfahrene Spieler als standhafte Säulen zu integrieren. Der große Vorteil: die jungen Spieler wachsen und werden besser. Und wenn der eine oder andere erfahrene Hase in Rente geht, bleibt keine Lücke zurück. So zum Beispiel bei Mölders. Er wird sicherlich tolle Tore schießen und die Löwenfans begeistern. Aber er wird vor allem zum Beispiel einen Fabian Greilinger mitziehen. Und der oder andere Nachwuchsspieler werden an die Position von Mölders rutschen. Gelingt es auch in Zukunft, immer wieder junge Talente von unten hochzuziehen, bekommt man einen nachhaltigen Fußball. So scheint wohl die Idee von Köllner.

Mit Blick auf den aktuellen Kader, die Gewichtung der einzelnen Personen im Hinblick auf Nachwuchsspieler und erfahrene Spieler, sollte es klar sein, dass im Sturm noch eine weitere standfeste Säule kommen wird. Ansonsten ist man jedoch gut besetzt. Die erfahrenen Spieler werden Fans hoffentlich viel Sicherheit geben, die jungen Hasen werden ganz bestimmt für einige Überraschungen und neue Akzente sorgen. Es wird in jedem Fall eine tolle Saison, davon bin ich überzeugt.

Gerne könnt ihr mich korrigieren, wenn ihr es anders seht.


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_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
23 Tage her

Es ist sehr schön, dass jetzt endlich wieder der einzig langfristig sinnvolle Weg eingeschlagen wird. Das war das letzte Mal unter Reuter der Fall. Man erinnere sich an Schäfer und Gebhart, oder an die Vertragsverlängerungen der Benders oder Fabian Johnson.

Ein Bekenntnis zur Jugend, entsprechende länger laufende Verträge, dazu eine Perspektive auf Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft. Das ist wirklich überfällig, dass man sich auf diese Stärke besinnt und sie als Grundstock für eine mittel- langfristige Steigerung der Kaderqualität und auch des Kaderwerts ansieht.

Der einzige Weg zurück in höhere Gefilde des deutschen Profifussballs führt – meiner Meinung nach – über Besinnung auf eigene Stärken und deren Nutzung. Konzentrierte und gute Arbeit, um Schritt für Schritt jede Saison besser zu werden. Die Nachwuchsarbeit ist seit 20 Jahren qualitativ hochwertig. Hier das Potential zu nutzen und das Image vom Ausbildungsverein wiederzubeleben, ist konsequent und sinnvoll. Hoffentlich weicht man nicht wieder sofort davon ab, wenn die Ergebnisse mal schwanken.

Und ganz ehrlich: Ohne so eine Strategie könnte man sich die erheblichen Kosten für das NLZ auch sparen.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
23 Tage her
Reply to  _Flin_

Finde ich auch, eigene Stärken nutzen, dazu der ein o. andere Qualitätszuwachs von außen…was man sich gemäß Einnahmen eben leisten kann u. nicht: „einkaufen ohne Rücksicht auf Verluste, koste es was es wolle, Geld schießt Tore u. bringt garantiert bald den Aufstieg u. sportlichen Erfolg“…u. weitere solcher Parolen. Dieser Irrsinn hat uns ruiniert u. geht durch die Verschuldung sowieso nicht mehr. Klar mit viel Geld kann man auch viel erreichen, wenn es hochprofessionell wirtschaftlich+sportlich sehr gut gemanagt wird. Bei uns war aber das Gegenteil der Fall. Jetzt haben wir einen soliden neuen Weg beschritten, der u.a. mit GG u. MK eine gute bis sehr gute Qualität im Sportmanagement u. in der sportlichen Leitung/Trainerteam aufweist, mit denen eine nachhaltige, systematische, kontinuierliche, erfolgreiche sportliche Entwicklung als möglich u. sehr wahrscheinlich erscheinen lässt. Darauf liegt auch meine große Hoffnung, dass dieser (einzig) sinnvolle Entwicklungsweg konsequent weiter fortgeführt wird u. auch alle Partner, die Gesellschafter, insbesondere Hasan Ismaik mit HAM, in Zukunft voll an einem Strang ziehen u. bestmöglich konstruktiv zusammenarbeiten! Sinnfreies, unprofessionelles Geldverbrennen war gestern.

Mit Geduld auf in eine vernünftige, solide u. nachhaltige Zukunft, ohne Geldverschwendung, Hauruckaktionen u. Gesellschafterkrieg der Vergangenheit!!!

So kann es was werden u. so wird es auch was werden, vorausgesetzt es gelingt, neben der Gesellschaftereinigkeit eine hohe Professionalität u. Qualität des Managements, der Sportführung, des Trainerteams beizubehalten, einschließlich der Nachwuchsarbeit….das gesamte System unseres Fußballs bis zu den Profis muss hervorragend funktionieren bzw. sich erfolgreich in diese Richtung entwickeln. Wir haben schon einen guten Weg in diese Richtung beschritten, müssen diesen nur konsequent weitergehen u. nicht locker lassen, stehen bleiben o. umkehren. Dazu brauchen wir eben auch etwas Geduld, denn auch Misserfolge gehören dazu, die man gemeinsam überwinden muss u. wird, wenn alle Seiten solide u. nachhaltig konstruktiv, realistisch u. professionell zusammenarbeiten u. nicht von der Realität abheben, wie seit KHW-AA-Zeiten bis 2017.

60 ist der geilste Club der Welt!!!
Auf die SechzgavLöwen!!!
💙🦁💙✌👍😎

Last edited 23 Tage her by Chemieloewe
Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
23 Tage her
Reply to  Chemieloewe

Anfügen möchte ich noch, dass dazu natürlich bei allem sehr effektiv, sinnvoll u. rationell mit unseren vorhandenen finanziellen Mitteln umgegangen werden muss, d.h. dass Kosten im Gesamtetat eingespart werden müssen, wo es sinnvoll u. möglich ist, denn unsere Kosten über dem Spieleretat sind offensichtlich noch viel zu hoch. Da kann Hasan Ismaik sicher auch kräftig mithelfen…

Last edited 23 Tage her by Chemieloewe
_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
23 Tage her
Reply to  Chemieloewe

Ja, absolut. Da ist sicherlich Spielraum. Die klassischen schwarzen 60er-Löcher in GuV und Bilanz sind leider immer noch nicht weg.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
23 Tage her
Reply to  Chemieloewe

Ja, volle Zustimmung. Und ich denke auch, dass Ismaik mitziehen wird, wenn Fortschritte erkennbar sind. Wichtig ist, dass neben der Spielerentwicklung auch ein Mindestmaß an sportlichem Erfolg sichtbar ist. Wenn wir das Ergebnis von letzter Saison (oben mitspielen bis kurz vor Schluß) wiederholen könnten, wäre ich schon froh. Sollte das nicht der Fall sein, kann die Stimmung auch schnell wieder kippen bei uns.

Aber ich bin froh, dass anscheinend endlich mal wieder eine sinnvolle Saisonvorbereitung erfolgt, mit Ruhe und sachlicher Auseinandersetzung hinter verschlossenen Türen statt allgemeinem aufeinander Einprügeln.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
23 Tage her

Für mich bleibt das immer eine schwierige Gradwanderung. Auf der einen Seite soll man natürlich die eigenen Talente fördern, aber nicht als Selbstzweck, sondern nur wenn diese auch wirklich das Zeug mitbringen gestandene Profis zu werden. Aber auf der anderen Seite muss man schauen, dass man doch zumindest mittelfristig aufsteigt, weil die dritte Liga ein finanzielles „Loch Ness“ ist und von DFB/DFL viel zu schlecht mit Finanzmitteln ausgestattet wird.

Denn die Gefahr besteht nämlich sehr schnell, dass man zwar junge Spieler attraktiv für den Verkauf an Vereine aus höheren Ligen macht, man selber aber mit dem eingenommenen Geld nur immer die finanziellen Löcher stopft, die aus dem laufenden Ligabetrieb entstehen. Dann macht nämlich die ganze Ausbilderei nur bedingt Sinn, wenn die Junglöwen nur immer woanders zu den großen Stars werden, während wir als Verein auf der Stelle treten.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
23 Tage her

Da ist mMn die Vertragsgestaltung mit länger laufenden Verträgen und entsprechend hinterlegten Ablösesummen gefragt. Man wird sehr talentierte und sich stark entwickelnde Spieler nicht halten können, wenn sie in höheren Klassen spielen wollen. Aber man muss – wie damals bei Gebhart – die richtige Balance zwischen spielerischem Wert, Vertragslaufzeit und vertraglich hinterlegter Ablösesumme finden.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
23 Tage her
Reply to  _Flin_

Aber das scheint anscheinend ein Problem darzustellen. Denn leider verschwinden immer wieder gute Spieler ohne einen Euro in die Löwenkasse zu spülen. Leider hat man wohl nicht das Geld um junge Spieler mit langfristigen Verträgen auszustatten. Das wäre wohl zu teuer, denn wenn der Spieler nicht einschlägt, trifft das empfindlich den Spieler-Etat und man kann dann nicht mehr reagieren. Das, was Du beschreibst, funktioniert nur in den oberen Ligen, wo sich die Vereine es leisten können Talente mit langfristigen Verträgen auszustatten. In der 3. Liga funktioniert das nicht. In der 3. Liga werden generell kaum langfristige Verträge abgeschlossen. Da ist eine ganz andere Fluktuation als in den den beiden darüber liegenden Ligen. Es ist sicher kein Zufall, dass die wirklich lohnenden Geschäfte mit großen Jungtalenten nahezu allesamt in der zweiten Liga getätigt wurden.

I gibs auf
Gast
I gibs auf (@guest_50280)
23 Tage her

Machen wir es kurz, man sieht, was bei entsprechender Planumg alles schon möglich gewesen wäre. Klasse, macht weiter so. Ich gebe es zu, ich habe Euch unterschätzt. SORRY

Johnny
Gast
Johnny (@guest_50277)
24 Tage her

Dieses Konzept hätte ich mir schon zu Zweitliga Zeiten gewünscht, als alle schrien: Die Benders taugen nix, der Baier taugt nix, der Johnson taugt nix, der Holebas ist ein Landesligaspieler, etc.

Wenn da die richtigen alten Haudegen zwischen den Jungen eingesetzt werden kann das nur zum Erfolg führen.

Kassenwart
Gast
Kassenwart (@guest_50274)
24 Tage her

Ich hoffe, es kommt NUR NOCH ein entwicklungsfähiger Stürmer, der bei einem anderen Drittligisten sogar schon das Zeug auf einen Stammplatz hätte.

Warum NUR NOCH einen? Weil ansonsten das Mannschaftsgefüge komplett wieder aufgebrochen wird, wenn plötzlich 5-6 Stammspieler neu sind. Zum einen können sich da keine jungen weiterentwickeln, zum anderen muss sich dann das Team wieder komplett neu einspielen und die ersten 3-4 Spieltage verlierst Du wichtige Punkte, die dir hinten heraus fehlen.

Ich glaube, wenn wir einen Ersatz für den Pricen finden, der im Laufe der Rückrunde vielleicht sogar schön Mölders signifikant entlasten kann, dann hätten wir eine sehr ordentliche Truppe zusammen, die dann auch in der nächsten Saison nicht gleich wieder auseinanderbricht/runderneuert werden muss.

Dennis Müller
Gast
Dennis Müller (@guest_50267)
24 Tage her

Wir brauchen im Sturm schon neue Leute arik.. haben da nur Mölders, einen jungen djayo und sonst nix .. lex ist mittelfeldspieler… beim Rest stimme ich dir zu, außer bei rieder zB, ob da schon vorzeitig Geld da war glaube ich nicht
Wir brauchen auf jedenfall noch 2-3 richtig gute Spieler
Dann passt die Sache
Auf die Löwen

Dennis Müller
Gast
Dennis Müller (@guest_50271)
24 Tage her
Reply to  ArikSteen

Stimmt 🙂 ich hab mich weiter oben auf den Text bezogen als du geschrieben hast, dass man Verstärkung im Sturm benötige, aber nicht weil jemand fehlt .. 🙂

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
24 Tage her
Reply to  Dennis Müller

2-3 richtig gute Spieler. Für was genau?

Einen noch vorn rein, dann mal sehen, wie es sich entwickelt und im Notfall noch mal im Winter nachlegen. Die Jungen hochzuholen um ihnen dann Spieler vor die Nase zu setzten halte ich für nicht ganz optimal. Man sollte ihnen dann schon auch das Vertrauen schenken, im Wettbewerb zu bestehen. Wenn man nur zuschaut, lernt man nicht viel, auch wenn das bedeutet, dass man Fehler macht und auch machen darf.

Dennis Müller
Gast
Dennis Müller (@guest_50272)
24 Tage her
Reply to  Snoopy.

Sehe ich anders als du.. wir wollen ja um den Aufstieg spielen und da brauchst schon Qualitätsspieler… die Jungen kommen so oder so zum Einsatz … brauchst eine Mischung aus jung und alt

Da wir viele aussortiert haben bzw Verträge nicht verlängert haben ist neben den Qualitätsspielern ja viel Platz für die jungen .. Mitläufer wie gebhart weber Paul kindsvater owusu ziereis seferings Weeger usw sind ja von der Gehaltsliste
Sprich unser Kader besteht zu 90 Prozent dann aus jenen Qualitätsspielern und jungen Leuten … finde das so optimal

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
24 Tage her
Reply to  Dennis Müller

Ich hab noch nicht gehört, dass das Saisonziel der Aufstieg sein soll, zumindest nicht von offizieller Seite. Und um ehrlich zu sein: nach so einem Umbruch von Aufstieg zu reden ist mir zu hoch gegriffen.

Mit dem zusätzlichen 1,5 Mio. nach der dargestellten Etat-Erhöhung, hast du auch nicht den Spielraum, so einfach 2-3 Spieler zu holen. Wobei du mir die Frage für was also für welche Position du noch die Spieler gerne hättest.

Dennis Müller
Gast
Dennis Müller (@guest_50279)
24 Tage her
Reply to  Snoopy.

Wir spielen jetzt in der 3. Saison in Liga 3… willst da ewig vergammeln oder was? Ich nicht viele Löwenfans nicht und auch Köllner/Gorenzel zum Glück nicht . Dass man offiziell nicht von Aufstieg spricht ist doch top? Man muss ohnehin vom Spiel zu spiel schauen und wie Köllner gesagt hat.. ob am Ende Platz 1 oder 8 rauskommt wird man sehen, aber es muss ein Fundament geschaffen werden um da oben mitzuspielen. Und das wird zum Glück auch umgesetzt

Klar hast das.. du kannst viel per Ausleihe machen

1-2 Stürmer einen sechser und evtl noch einen Zehner … Köllner und Gorenzel werden aber mehr Expertise haben als wir und was gutes aus dem Hut zaubern

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
23 Tage her
Reply to  Dennis Müller

Von einem Fundament rede ich seit Jahren. Ich hab auch vor ein paar Tagen geschrieben, dass der TSV zu dem Favoritenkreis für den Aufstieg gilt. Und in der 3. Liga auf immer und ewig bleiben will ich auch nicht, aber wenn man aufsteigt, dann sollte man einen Kader haben, der auch in der 2. Liga bestehen kann, ohne dass man gleich wieder Bettelbriefe nach Abu Dhabi schicken muss.

Nach einem Umbruch von Aufstieg zu sprechen hat uns schon zwei Mal innerhalb von drei Jahren in absolute Probleme gebracht. Einmal konnte man es dank Bülow noch verhindern, das zweite Mal nicht mehr. Von daher ist es mal aus meiner Sichtweise besser, die Mannschaft nicht gleich noch vor Ligabeginn unter Druck zu setzen und von Aufstieg zu schreien. Dazu kommt noch, dass ich lieber positiv überascht bin als negativ enttäuscht. Wenn’s passiert, passiert es. Wenn nicht, auch nicht so schlimm. Ein Haus stellst du ja nicht gleich auf ein nicht fertiges Fundament oder eines, das noch nicht trocken ist.

Geduld ist in meinen Augen gefragt. Wir haben jetzt einen Stand, auf dem man aufbauen kann. Ein Konzept, ein Plan und einen Trainer, der auch dazu passt. Aber etwas aufzubauen geht halt nicht von heute auf morgen, das dauert. Und egal wen du noch dazuholen willst, es wird Rückschläge geben und dauern, bis die Reife eintritt. Gerade nach so einem Umbruch.

Dennis Müller
Gast
Dennis Müller (@guest_50282)
23 Tage her
Reply to  Snoopy.

Bin gespannt 🙂 bin auf jedenfall schon voller Vorfreude und auch gespannt wer noch bei uns aufschlagen wird

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
24 Tage her

Dem Kommentar kann man nicht viel hinzufügen.

Ich sehe das in etwa genauso. Die Quote für den Nachwuchs in den Profibereich war meiner Meinung nach die letzten Jahre zu niedrig, vielmehr hatte man sich darauf fokussiert, irgendwas von irgendwoher zu holen. Ob das Zusammengepasst hat oder nicht war da eher zweitranging, und dass vieles nicht gepasst hat, hat man auch gesehen.

Den Nachwuchs an die Profis heranzuführen hat nicht nur sportliche Vorteile, auch finanzielle. Mittel- und langfristig wird sich das bezahlt machen, wenn die Jungs es schaffen, auch für andere Vereine – vor allem höherklassige Vereine – interessant zu werden. Und da haben wir doch den einen oder anderen in den Reihen, der recht bald auf den Wunschzetteln stehen wird. Somit ist das nicht nur sportlich sondern auch finanziell ein nachhaltiges Konzept. Zumindest nachhaltiger als sich gegen Schuldschein irgendwas zusammenzukaufen. Auch wenn dieses Konzept beinhaltet, dass man doch auf ein finanzielles Grundgerüst angewiesen ist.

Ich persönlich gehe mit einer Vorfreude in die kommende Saison, wie ich sie seit Jahren nicht mehr hatte, zuletzt vor Poschner. Das hat nichts mit der 2. Liga zu tun, sondern mehr mit dem „Hand und Fuß“, was die Kaderzusammenstellung betrifft, was das Konzept und die Spielidee betrifft.

DaBrain1860
Leser
DaBrain1860 (@dabrain1860)
24 Tage her

Super Kommentar, in dem es nichts zu korrigieren gibt und der es auch aus meiner Sicht ziemlich genau auf den Punkt bringt!
Nachhaltige Kaderplanung, genau das richtige was wir brauchen!
Wir werden diese Saison wieder sehr viel Freude an unseren Jungs haben!

Sechzig ist der geilste Club der Welt
Ohne Hasan