Bis zu 750 Fans dürfen immerhin beim Spiel des SC Verl gegen die Würzburger Kickers ins Stadion. Am kommenden Sonntag. Der Grund: Nordrhein-Westfalen macht eine Kehrtwende und will keine Geisterspiele.

Bund und Länder verständigen sich immer wieder auf gemeinsame Regelungen im Hinblick auf Corona. Vor allem der Freistaat Bayern forderte zwar immer wieder eine einheitliche bundeweite Regelung, allerdings wohl eher aus politischen Machtspielchen heraus. Bayern hielt sich selten an derartige Abmachungen und ging häufig einen Sonderweg.

An die bundesweite Geisterspielregelung hält sich der Freistaat hingegen. Die wurden im Dezember beschlossen. Allerdings vor allem deshalb, weil der Freistaat bereits vorher schon keine Zuschauer mehr zugelassen hatte. Einen Sonderweg im Hinblick auf Geisterspiele geht nach Hessen, Sachsen, Baden-Württemberg, Sachsen Anhalt und Berlin nun auch Nordrhein-Westfalen. Und lässt zumindest 750 Zuschauer zu. Die Neuregelung gilt ab Donnerstag. Diese Regelung gilt demzufolge für den SC Verl, Dortmund II, Viktoria Köln und den MSV Duisburg.

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
10 Tage her

So ganz verstehe ich das mit dem “Leute im Stadion” Verbot nicht. Erst recht nicht, wenn ich mir die letzten zwei Wochen in den Skigebieten in Erinnerung rufe. Da standen die Skifahrer auch erst mal bis zu zwei Stunden am Lift an um a) diesen Corona-Status (2G) zu bescheinigen, b) sich eine Karte zu besorgen und c) überhaupt mit der Seilbahn ins Skigebiet zu kommen. Und auf dem Weg nach Haus eim Stau zu stehen.

Natürlich ist das Gästeaufkommen in einem Skigebiet lange nicht so hoch wie in einem Stadion. Dennoch könnte man das in Bayern doch auch etwas “lockerer” sehen, zumal ja die beschlossene 2G+ Regelung für die Gastronomie in Bayern (zumindest im Moment) keine Anwendung findet.

Es fehlt einem doch (langsam?) das Verständnis, warum in dem einen Bundesland keine Zuschauer ins Stadion dürfen, dafür ohne 2G+ zum Fressen fassen ins Restaurant während in anderen Bundesländern Zuschauer im Stadion zugelassen sind, aber man in sonst einen 2G+ Nachweis zum Teil für alles andere braucht. Was sich die Politik in Deutschland so alles aus den Finger zieht, ist nur noch schwer vermittelbar. Jedes Bundesland macht was es will. Bleibt die Frage, warum sich diese Ministerpräsidenten dann überhaupt noch zusammensetzten um etwas “einheitliches” zu beschließen, wenn sie es danach eh nicht anwenden. Kunterbunt und vogelwild.

brunnenmeier66
brunnenmeier66(@brunnenmeier66)
Leser
10 Tage her

Da lob ich mir die Schweizer und die Skandinavier die setzen auf durchseuchung und zerstören nicht ihren Mittelstand und Sport wegen einer mittelschweren Grippewelle.
Auch andere Nationen sehen in der Omnicronwelle eine Chance statt eine Gefahr.
Die haben auch erkannt das Impfen auch nichts hilft nur in Deutschland scheint das noch nicht angekommen zu sein.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Brunnenmeier66
10 Tage her

Die Finnen haben übrigens schon erkannt, dass Long Covid ein massives Problem werden wird. Die Briten, ja auch auf Durchseuchung setzen, werden sich vermutlich in einigen Jahren auch ganz schön umschauen.

Aymen1860
Aymen1860(@aymen1860)
Leser
Reply to  Brunnenmeier66
10 Tage her

Jetzt noch 4 Wochen Hysterie wegen Omikron und dann ist der Spuk hoffentlich vorbei. Dann wird auch der letzte Paniker hoffentlich begriffen haben, dass uns Ayme Virus erhalten bleibt und wir unser Leben nicht endlos einschränken können.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Aymen1860
10 Tage her

Wenn der/die Letzte kapiert hat, dass er oder sie sich lieber mal sachlich und wissenschaftlich mit der Thematik auseinandersetzen sollte, anstatt mit Verharmloservokabular wie “Hysterie” und “Panik” sinnlos um sich zu werfen, dann könnten wir gesellschaftlich einen klugen Umgang mit der Situation hinbekommen. Vorher wohl eher nicht.

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  anteater
9 Tage her

Corona bleibt uns noch sehr lange erhalten…vor 2025 ist denke ich nicht an normaleres Leben zu denken, leider

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Dennis312
9 Tage her

Das ist im Rahmen des Möglichen. Die russische Grippe ab 1889 war auch erst nach fünf Jahren durch. Allerdings verbreitete sie sich damals entlang (v.a.) der Bahnlinie.

Heute haben wir ganz andere Verbreitungsgeschwindigkeiten und zudem hochklassige Impfstoffe Dank Biotechnologie und andere Möglichkeiten der Prävention, zumindest in den reichen Industrieländern.

Deshalb bin ich da verhalten optimistisch, dass wir spätestens nach dem nächsten Winter durch sind, außer in Regionen mit besonders niedriger Impfquote. Dann ziehe ich hier halt weg. Und Spende noch mehr für die internationalen Impfkampagnen.

Aber insgesamt weiß man es nicht. Auch führende Wissenschaftler weltweit können die nächste Mutation nicht voraussagen.

maximus Löwe
maximus Löwe(@mm1860)
Leser
10 Tage her

Die Nachteile des Föderalismus….
Das hat die Pandemie gnadenlos offen gelegt.

Löwenpfote
Löwenpfote (@guest_65186)
Gast
10 Tage her

Es ist und bleibt ein Witz.
Vor allem auch das Wort „einheitlich“.

Bund und Länder brauchen überhaupt nicht mehr zusammenkommen und/oder etwas beschließen.
Macht doch jedes Bundesland ohnehin das, was es möchte.

Für die angedachte Impfpflicht, die seit Monaten im Raum steht, wird vor Ende März (!) nicht entschieden, damit jeder nochmals in sich gehen und abwägen kann.
Ja gehts noch?
Wenn ich das nach 2 Jahren Corona und 1 Jahr Impfstoff immer noch nicht weiß…

bruckbergerloewe
bruckbergerloewe(@bruckbergerloewe)
Leser
10 Tage her

Am bestens zusperren bis das Virus vorbei ist und dann neu anfangen.