Es gäbe einen neuen Dreijahresplan und der sei zudem noch geheim, vermeldete die Münchner Presse. „Geheime Löwen-Pläne vor dem Auswärtsspiel“ schrieb die tz München. Der Grund für diese Schlagzeile: Reisinger hatte gegenüber der Abendzeitung verlauten lassen, dass man die Mitglieder zu den Plänen des Präsidiums für die kommenden drei Jahre informiere. Nun stellt das Präsidium klar: An der bereits geschilderten aktuellen Situation habe sich nichts geändert. Man sei als Präsidium für den e.V. nominiert, nicht als Funktionäre für die ausgegliederte Profifußball-Gesellschaft. Entsprechend seien die Pläne für den e.V. gemeint gewesen. Richtig ist tatsächlich, dass die Abendzeitung nach der Nominierung durch den Verwaltungsrat und die Folgen und nicht nach Plänen für die KGaA gefragt hatte.

Die Stellungnahme des Präsidiums im Wortlaut:

UNTERSTÜTZUNG DER FACHLICH VERANTWORTLICHEN

Verehrte Mitglieder, liebe Löwinnen und Löwen,

in Teilen der Münchner Sportpresse stand unter der Überschrift “TSV 1860: Es gibt einen neuen Dreijahresplan“ zu lesen, das Präsidium verfolge angeblich einen nicht näher benannten Plan, der noch dazu geheim sei. Dazu stellen wir fest: Entsprechende Berichte sind reine Phantasie. Es gibt keinen Geheimplan.

An der Situation, wie wir sie als Präsidium am 20. März 2019 unseren Mitgliedern geschildert haben (Perspektive der Profifußball-Tochter für die kommenden drei Jahre), hat sich auch drei Wochen später noch nichts verändert. Sollte das der Fall sein, informieren wir unsere Mitglieder neu.

Im übrigen verweisen wir auf das jüngste Interview von Präsident Robert Reisinger mit der Abendzeitung (AZ) in dem ebenfalls eine Reihe von Punkten angesprochen werden.

Die dort im Interview erwähnten „Pläne für die kommenden drei Jahre“, die wir den Mitgliedern auf der kommenden Versammlung vorstellen, betreffen den gemeinnützigen Verein. Wir sind für das Präsidium im e.V. nominiert, nicht als Geschäftsführer, Sportdirektoren, Trainer oder Marketingmanager der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft.

In unserer Stellung als Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA werden wir die Vereinsmitglieder über die aus unserer Sicht relevanten Entwicklungen auf der Versammlung selbstverständlich ebenfalls informieren. Der Profifußball bei den Löwen wird jedoch immer ein Projekt bleiben, das sich außerhalb der unmittelbaren Zuständigkeit des e.V. abspielt, von Fachleuten gesteuert wird und seinen eigenen wirtschaftlichen Regeln folgt. Das ist auch richtig so.

Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat mit Michael Scharold einen kaufmännischen und mit Günther Gorenzel einen sportlichen Geschäftsführer. Die Vermarktung des Unternehmens erfolgt durch die Agentur Infront Sports & Media. Sie erstellen betriebswirtschaftliche, sportliche und vermarktungstechnische Planungen. Wir unterstützen als Verein die fachlich Verantwortlichen nach Kräften, entwickeln aber keinesfalls an ihnen vorbei als ehrenamtliches Präsidium irgendwelche „Geheimpläne“.

München, den 9. April 2019,

Robert Reisinger, Heinz Schmidt, Hans Sitzberger

Quelle: tsv1860.org

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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blau91
Redakteur

Ja die liebe Presse hat sicherlich ihren Anteil an solchen Verwirrungen. So hatte man nichts blöderes zu tun, als die Geschäftsführer und den Trainer mit der ein oder anderen Aussage des Präsidenten zu konfrontieren.

Ginge es um eine seriöse und qualitativ hochwertige Pressearbeit, hätte der Reporter in dem aktuellen Fall gewusst, dass Herr Reisinger aufgrund der klar geregelten Verteilung der Kompetenzen, gar nicht den Profifußball gemeint haben konnte. Und wenn man es nicht weiß, dann sollte man halt denjenigen fragen, der die Ausssge getätigt hat.

Aber egal, der Presse ist das Renomee von Sechzig völlig wurscht. Viel schlimmer ist es, wenn Geschäftsführung und Trainer, beide ausschließlich für die Profimannschaft zuständig, auf solche Fangfragen hereinfallen und sich in einer derart unsouveränen Weise gegenüber der Presse äußern. Das ist oft leider sehr unprofessionell, was hier Woche für Woche abgeliefert wird.

Schade dabei ist nur, dass es mittlerweile so eine Art öffentlichen Reflex auf die Unzulänglichkeiten in der öffentlichen Eigendarstellung der KGaA zu geben scheint. Denn Schuld hat immer der Präsident. Darüber sollten die in der bei der KGaA verantwortlichen Personen aus meiner Sicht einmal nachdenken.

Serkan
Leser

Finde das gar nicht sooo schlimm. Eine Zeitung hat eine Falschmeldung verbreitet. Das Präsidium widerspricht. Sowas passiert. Die Korrektur hat die Zeitung immerhin auch gebracht. Insofern war sie fair. Wenn man sich ihren Onlineauftritt anschaut, dann geht es um Nackerte, Sexskandale, Promis, Mord- und Totschlag und irgendwo dazwischen auch um Sport. Wer glaubt, das wäre bei einer Boulevardzeitung alles sauber recherchiert, der schaut nicht richtig hin. Ich glaube, die meisten Leser wissen das schon einzuordnen.

anteater
Leser

Na ja, wenn man sich bei TZ und AZ so die Kommentare anschaut, dann hat man schon den Eindruck, dass da manche eben nicht wissen, wie das einzuordnen ist.

peter69
Leser

Da brauchen wir gar nicht lang rumlamentieren .Schauts mal wie das bei anderen Vereinen gehandhabt wird ,wenn die Presse ständig irgendwelche Halbwahrheiten erfindet .Da werden die Herren rausgeschmissen und ein Presseverbot verhängt .Nur bei uns sieht man jeden 2.Tag einen Herrn Gorenzel in der Zeitung . Vom Blogger no gar ned zum reden . Da muss auch mal a Machtwort vom Verein kommen und ned ständig dann wieder eine Gegendarstellung veröffentlicht werden

anteater
Leser

Hat das vielleicht auch mit den teils unklaren Aussagen von Herrn Gorenzel zu tun? Der Mann wird mir immer unsympathischer. Auf mich wirkt er wie ein Großmaul und Gernegroß mit ausgeprägter Profilneurose.

Konterhoibe
Leser

Ab einem bestimmten Punkt sollten solche Falschmeldungen durch Zeitungen auch mal Konsequenzen für den betreffenden Journalisten haben. Im schlimmsten Fall können solche Meldungen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft haben wenn, nur als Beispiel, ein möglicher Partner/Spieler/etc. so etwas dann liest und für voll nimmt.

Gerade ein Herr Kellner von der TZ lässt sich alle paar Wochen mal zu so einem Artikel hinreissen indem er völlig verdrehte Fakten bzw. Aussagen zusammen stückelt, genau wie beim Blog, es ist nur noch eine Schande.

jürgen (jr1860)
Leser

Unser Vereinspräsidium gefällt mir immer besser.
Das sind mal klare Aussagen, auch wenn’s manch einer nicht wahrhaben will…

Tami Tes
Redakteur

Es ist aber traurig, dass das Präsidium immer wieder über Pressemitteilungen Sachen klarstellen muss. Wenn schon die Medien anscheinen ihre Probleme mit dem Unterschied e.V. und KGaA haben. Es dreht sich beim Präsidium eben nicht alles um Profifußball.

anteater
Leser

Beim Verdrehen von Tatsachen tut sich meines Erachtens der Herr Eicher von der AZ besonders hervor. Vielleicht ein Spezl von Herrn Griss?

jürgen (jr1860)
Leser

auf jeden Fall ist OG ja aus dem Stall…

Bine1860
Leser

Ich denke die AZ hat gemerkt, wenn man denselben Schmarrn schreibt wie der OG, dann erhöht das die clicks. Ist direkt auffällig, wie schlecht die Artiel in den letzten Wochen/Monaten geworden sind.

anteater
Leser

Eigentlich kann man nur die SZ und den Wochenanzeiger lesen. Der Rest hat Bildniveau also keines.

blau91
Redakteur

anteater
…und das LöMa natürlich😉

anteater
Leser

Selbstverständlich. Aber das gibt es nicht als Printausgabe.

Bine1860
Leser

noch nicht lol wink