TSV 1860 Futsal vs. Atlético Erlangen: 9:2

Am vergangenen Samstag empfing der TSV 1860 München Futsal Atlético Erlangen. Aufgrund der Niederlage in Nürnberg zwei Wochen zuvor standen die Futsallöwen bereits früh in der Saison unter Druck, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit konnten sich die Münchner in der zweiten Halbzeit steigern und das Spiel am Ende klar mit 9:2 für sich entscheiden. Der negative Höhepunkt der Partie ereignete sich in den Schlusssekunden, als gleich drei (!) Erlanger Spieler vom Platz flogen.

Erste Halbzeit: Futsallöwen drehen das Spiel nach frühem Rückstand

Das Spiel startete allerdings denkbar ungünstig für die Futsallöwen: Nach nicht einmal zwei gespielten Minuten eroberte Johannes Heidel den Ball nach einem ungenauen Zuspiel im Angriffsdrittel der Futsallöwen, konterte im Alleingang die gesamte Löwendefensive aus und markierte mit einem trockenen Flachschuss ins rechte Eck das 1:0 für die Gäste. Die Münchner waren um eine schnelle Antwort bemüht, taten sich aber schwer. Mehr als ein paar Halbchancen sprangen zunächst nicht heraus (4./6.). Ein Fehler im Aufbauspiel der Gäste ermöglichte dennoch den Ausgleich. Kört eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte quer auf den zentral positionierten Miguez Seijas. Dessen Abschluss landete mit Hilfe des rechten Innenpfostens im Kasten (8.). Bis auf einen Distanzschuss der Erlanger, den der Löwentorhüter souverän entschärfen konnte, passierte lange nichts mehr. In der 14. Minute wurde den Löwen auf dem rechten Flügel ein Freistoß zugesprochen. Nach einem flachen Zuspiel musste Dulabic im Strafraum nur noch den Fuß hinhalten – 2:1! Durch die schnelle Ausführung konnte man die Gegner augenscheinlich überraschen. Mit Ausnahme von ein paar kleineren Gelegenheiten auf beiden Seiten passierte nichts mehr, sodass es mit diesem Zwischenstand auch in die Halbzeitpause ging.

Zweite Halbzeit: Futsallöwen drehen auf

In der zweiten Hälfte gelang den Löwen ein Blitzstart. Binnen knapp 120 Sekunden zappelte der Ball zwei Mal im Gästetor. Beide Male war der Torschütze Igor Dulabic. Damit war der Widerstand von Erlangen gebrochen und es entwickelte sich in der Folge eine äußerst einseitige Partie. In der 25. Minute wurde den Löwen ein Strafstoß zugesprochen, Vinoly verwandelte souverän zum 5:1. Weitere Torschützen waren Karlo Lujic (27.) Andy Kört (33.), Daniel Vinoly (34.) und noch einmal Dulabic (40.), der damit zum vierfachen Torschützen und zum Spieler des Spiels mutierte. Zwischenzeitlich markierte Heidel das 2:8 aus Sicht von Erlangen. Turbulent wurde es in den Schlussminuten. Nach einem Defensiv-Zweikampf wurde Wolde-Selassie frühzeitig zum Duschen geschickt. Der Schiedsrichter wertete sein Einsteigen offenbar als Notbremse. Da nur ein minimaler Kontakt vorlag, eine sehr harte Entscheidung. Am klaren Ausgang des Spiels änderte dies freilich nichts. Kurios: In der Schlussminute flogen gleich drei Erlanger Kicker vom Platz. Zunächst kassierte Hüseyin nach einem Foulspiel die gelb-rote Karte. Nachdem die Erlanger mit diversen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns an diesem Tag offensichtlich nicht einverstanden waren, wurden auch Torhüter Piero (glatt rot) und Jhon Dexter (gelb-rot) des Feldes verwiesen. Die Schiedsrichter agierten über das gesamte Spiel gesehen dabei nicht immer souverän.

Fazit

Keine Glanzleistung aber schlussendlich ein ungefährdeter Pflichtsieg.

Ausblick

Im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Futsal Regionalliga Süd spielen die Futsallöwen bereits nächste Woche wieder. Am Samstag geht es in der Sporthalle an der Knorrstraße 171 zuhause gegen den Futsal Club Regensburg. Spielbeginn ist 19:00 Uhr. Wer also die Futsallöwen unterstützen möchte, darf dies gerne auch tun! 😉

(FL)

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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anteater
Leser

Nur mal so, für die Futsallöwen. Bericht habe ich gelesen, Eure Ergebnisse und Tabellenstände schau ich mir auch jede Woche an, aber sinnvoll kommentieren kann ich hier nicht. Nicht dass Ihr denkt, Eurer Artikel oder Euer Erfolg interessiert keinen!