Achtzehn Mal standen sich der TSV 1860 und die Mainzer in der U17-Bundesliga S/SW gegenüber – zum letzten Mal im Jahr 2017. Mit einem Sieg im Rücken (4:3 gegen Wehen Wiesbaden) sind die Mainzer in die Landeshauptstadt München zu den Junglöwen gereist. Dass die Löwen in ihrem ersten Bundesliga-Spiel gegen den KSC „nur“ ein 2:2-Unentschieden erspielt haben, ist einer gewissen Zurückhaltung in der ersten Viertelstunde zu verdanken. Nun haben sie die Bundesliga-Luft geschnuppert, können den Respekt davor ablegen und zu Hause aufspielen. Und das taten sie auch.

Kämpferische Löwen treffen zweifach

Bereits vor dem Anpfiff deutete die Körpersprache der Schittenhelm-Löwen den Siegeswillen an. Die Gäste aus Mainz wollten jedoch auch gewinnen und machten in den ersten Minuten Druck. Die Löwen hatten aber Schritt für Schritt das Spiel und den Gegner unter Kontrolle bekommen und angefangen, sich Torchancen zu erarbeiten. Auf beiden Seiten entwickelte sich ein starker Kampf. Die Löwen standen hinten sicher und kämpften um jeden Ball. Ein munteres Spiel, bei dem es hin und her ging und zuerst ziemlich ausgeglichen und sehr lauffreudig war. Bis zu der 24. Spielminute: Mainz befand sich in der eigenen Hälfte beim Spielaufbau, als Ours-Tagba den Ball eroberte und die Kugel an Cindric weiter gab, der sich in Richtung Tor durchkämpfte und ins lange linke Eck einnetzen wollte. Nathan Wicht kam mit Affenzahn angeschossen und sicherte mit seinem Einschub den Treffer zur 1:0-Führung ab.

Kurz darauf hatte sogar Marinovic eine gute Möglichkeit für den nächsten Treffer, der leider nicht den Weg ins Netz fand. Dafür nutzte Devin Sür in der 27. Spielminute seine Chance. Er schnappte sich den Ball und setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, so dass er ins linke lange Eck in die Maschen treffen konnte. Mainz wirkte etwas geschockt und schaffte es nicht, die Löwen in der Folgezeit in den Griff zu bekommen, die unermüdlich den Druck aufrecht erhielten. Die Gäste erlaubten sich nun den einen oder anderen Fehler, versuchten noch durch die Konter etwas zu reißen und scheiterten an der guten defensiven Arbeit der Junglöwen. Sechzig störte früh und versuchte das Spiel der Gäste bereits beim Spielaufbau im Keim zu ersticken. Mainz kam also kaum noch zu Torchancen und die Löwen verpassten es, das Ergebnis durch zwei gute Gelegenheiten vor dem Pausenpfiff zu erhöhen.

Löwen hielten dem Druck stand

Die Mainzer kamen, mit dem Vorhaben das Spiel zu drehen, aus der Kabine. Die erste Chance hatten sie gleich nach dem Wiederanpfiff, doch mit dem schwachen Schuss hatte Löwen-Keeper Riedmüller keine Probleme. Auch die anschließende Ecke brachte für die Gäste kein zählbares Ergebnis. Die Roten versuchten die Kontrolle zu übernehmen und kamen öfter in den Strafraum der Löwen durch, doch Riedmüller machte einen guten Job und hielt seinen Kasten sauber. Auch die Hintermänner der Löwen hielten jedem Angriff stand. Die Gäste konnten trotz des Drucks keine Chancen verwerten und die Junglöwen dachten nicht im Traum daran, einen Gegentreffer zu kassieren. So wurde die Schlussphase noch spannend und die Angriffe von Sechzig vor des Gegners Tors nicht ungefährlich. Die eingewechselten Spieler beider Mannschaften brachten neue Kraft und Spitzigkeit ins Spiel, das bis zum Schluss sehr kräftezehrend war. Wenn man sich statistisch die Chancen in der zweiten Halbzeit anschaut, war Mainz besser unterwegs, doch die Durchschlagskraft war am Ende nicht gegeben. Das Rezept gegen diese Löwen hatten sie einfach nicht gefunden. Das Spiel wurde in der letzten Phase etwas aggressiver von Seiten der Gäste und dennoch mussten sie am Ende mit einer Niederlage nach Hause fahren.

Den Sieg haben sich die U17-Löwen erkämpft und redlich verdient. Ein Team, das auf dem Spielfeld füreinander kämpft und bei dem sich jeder auf den anderen verlassen kann, wenn mal jemandem ein Fehler unterläuft. Mit diesem Start in die Bundesliga-Saison (vier Punkte aus zwei Spielen) können die Junglöwen zufrieden sein und darauf weiter aufbauen.

Zum nächsten Gegner Wehen-Wiesbaden reisen die U17-Löwen am 4. Oktober. Um 11 Uhr wird die Partie angepfiffen.

Aufstellung TSV 1860: Riedmüller, Marosevic, Rem, Morgalla, Bierling, Bangerter, Cindric (55. Häckl), Martinovic, Ouro-Tagba (55. Abou-El-Ela), Wicht (68. Wörl), Sür (79. Christiaens)

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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blau91
blau91 (@blau91)
21 Tage her

„Bereits vor dem Anpfiff deutete die Körpersprache der Schittenhelm-Löwen den Siegeswillen an.“

Wenn man den Bericht so liest, scheinen die Jungs viel richtig gemacht zu haben. Neben dem Spielergebnis scheinen auch die notwendigen Tugenden vorhanden zu sein.
Wäre ich Trainer, würde ich den Bericht meinen Spielern laut vorlesen.😉

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
22 Tage her

Stark! Das ist psychologisch wichtig, gleich mal gut reinzustarten. Das Rennen gegen den Abstieg ist bei der Konstellation in dieser Saison brutal.

anteater
Gast
anteater (@guest_50904)
22 Tage her

Sehr gut, weiter so. Auf dem letzten Bild, ist das Herr Köllner im Hintergrund?