1860-Gesellschafter Hasan Ismaik befand sich zumindest am Neujahrestag in Florida. Wie hoch ist die Chance, dass er auf seinem Heimweg in Deutschland vorbei schaut? Ein direktes Treffen mit dem Präsidium wäre längst überfällig. Auch Trainer Michael Köllner möchte Ismaik persönlich kennenlernen.

In Trumps selbsternannten „Winter White House“ fand in der Silvester-Nacht eine große Feier statt. Zahlreiche Gäste feierten zum Beat von „Ice Ice Baby“. Gesungen von Vanilla Ice. Gäste feierten ohne Maske. In den sozialen Medien wird 1860-Gesellschafter Ismaik kritisiert. Es wäre unvernünftig, während Corona-Zeiten eine derartige Party zu besuchen. Zudem würde die pompöse Zurschaustellung in der „goldenen Empfangshalle“ von Trumps Ressort nicht dem dargestellten Kurs „der Vernunft“ bei 1860 gerecht. Die zweite Kritik muss jeder für sich selbst bewerten. Gerade auch im Hinblich auf Trumps letzte Tage als Präsident und deren Begleiterscheinungen.

Ismaik höchstwahrscheinlich bereits geimpft

Die Kritik an einer möglichen Teilnahme bei Trumps Party sollte man sich genauer anschauen. Zum einen konnte bislang niemand bestätigen, dass Ismaik an einer solchen Party teilgenommen hat. Ismaik veröffentlichte ein Bild aus der Lobby und kein Foto einer „innigen Umarmung“ mit Vanilla Ice oder einem der beiden Söhne Trumps, die bei der Party anwesend waren. Die Kritik basiert also auf Vermutungen. Zum Anderen ist, zumindest aus meiner Sicht, Ismaik stets sehr vorsichtig mit dem Thema „Corona“ umgegangen. Zumal die Chance hoch ist, dass sich Ismaik bereits impfen lassen hat. In Abu Dhabi wurde frühzeitig mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm geimpft. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wohnen etwas über 9,6 Millionen Menschen. Über 826.000 sollen bereits geimpft sein. Schwerpunkt war anfänglich die Hauptstadt Abu Dhabi, in der wohl auch Ismaik zu wohnen scheint. Seit dreieinhalb Wochen wird dort bereits geimpft. Die Chance ist also hoch, dass Ismaik bereits geimpft in die Staaten eingereist ist. Zum Vergleich: in Deutschland scheinen wohl (Stand gestern) etwas über 316.000 Menschen geimpft worden zu sein. Bei immerhin über 83 Millionen Einwohnern.

Mindestens fünf Tage Quarantäne in Deutschland

Doch die wichtigere Frage: Wann wäre eine Einreise in Deutschland möglich bzw. sinnvoll? Aktuell scheint Ismaik, trotz möglicher Impfung, wohl in Deutschland in Quarantäne zu müssen. Nach frühestens fünf Tagen Quarantäne können sich Einreisende dann auf Corona testen lassen. Ein negatives Ergebnis beendet dann die Quarantäne. Eine Regelung im Hinblick auf eine vorhandene Impfung gibt es noch nicht. Würde bedeuten: mindestens 5 und maximal 10 Tage Quarantäne in einem Hotel. Übernachtungen werden ohnehin nur in Ausnahmefällen und im Rahmen unabdingbarer Dienstreisen angeboten.

Die Rückreise nach Abu Dhabi von Deutschland aus wäre hingegen wieder recht einfach. Für Deutschland gilt eine Ausnahmeregelung. Es reicht eine Testung beim Check-In.

Vermutlich wird der 1860-Gesellschafter deshalb warten, bis Deutschland eine klare Regelung für geimpfte Personen hat oder die Regeln allgemein gelockert werden. Vor dem 31. Januar ist nicht davon auszugehen. Aber vielleicht wird es ja dann etwas mit dem Besuch zum Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching. Das Spiel findet am letzten Februar-Wochenende statt. Genügend Karten auf der Haupttribüne hat HAM International Limited für jeden Spieltag reserviert. Mit Fans wird es dann sicherlich noch nichts. Denn bis die Inzidenz in München drastisch sinkt und eine Zulassung von Zuschauern wieder möglichst ist, dauert es sicherlich bis zum Sommer diesen Jahres.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Snoopy.
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Snoopy. (@snoopy)
8 Tage her

Dass Ismaik eher einem Trump zugeneigt ist hat er ja auf Twitter schon bewiesen, auch mit diesem Foto von sich, an der gleichen Stelle wie diese Trump-Sippschaft. Ob das nach dem 6. Jänner immer noch so ist?

Ismaik hatte vor Corona etliche Jahre Zeit, sich in München sehen zu lassen. Und damit meine ich eine entsprechende Interaktion mit dem TSV1860, nicht nur ein Bild von sich mit Klopp 2.0 Bierofka auf einem Hausdach oder ein „Meet and Greet“ mit der ARGE. Was beides dann entsprechend instrumentalisiert wurde. Streng genommen könnte man jetzt sagen, sein Interesse war in dieser Zeit nicht viel größer als in den ersten Jahren. Wobei er sich da immerhin noch mit der anderen Gesellschafterseite getroffen hat. Medial sehr wirksam zu dieser Zeit.

Dafür war er ja in der Zeit, in der er mehr oder weniger das alleinige Sagen hatte bei so relativ jedem Spiel in München. Mal so lange bis feststand, dass seine Millionen das Gegenteil von dem bewirkt haben, was geplant war. Ob es sinnvoll ist, ein Spiel zu besuchen, in dem Zuschauer (so wie vor Corona) zugelassen sind, ist schwer zu sagen. Ich denke eher, die Begeistung unter den Fans wäre dafür eher gering. Dass es mal sinnvoll wäre, wenn sich die Gesellschafter mal an eine Tisch setzen dürfte klar sein, auch wenn man bisher das auch auf andere Art und Weise regeln konnte, was zu regeln war. Und das in letzter Zeit relativ geräuscharm ohne negativ aufzufallen.

Kranzberg
Leser
Kranzberg (@kranzberg)
8 Tage her

Es ist ja jetzt nicht gerade so, als wäre er vor Corona wöchentlich in Giesing aufgeschlagen.

Brunnenmeier66
Leser
Brunnenmeier66 (@brunnenmeier66)
8 Tage her

Für ihn persönlich wäre ein Besuch eines Spiels ohne Zuschauer sowieso angnehmer. Vielleicht gibts da ein paar Plakate oder Sprechchöre die er nicht hören mag. Darum wenn nicht jetzt wann dann.
Aber da hat er ja noch mimdestens ein halbes Jahr Zeit.

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
8 Tage her

Grins
Halte ich im Moment wegen corona und Quarantäne für sinnbefreit…

… die Vorstellung von HI auf der Haupttribüne als VIP bereich und Brezn von deiner Tochter find ich aber sehr amüsant

#ohne…