Fußball und Investoren: Hull City

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Hull City Association Football Club ist ein englischer Fußballverein aus Kingston upon Hull. Gegründet wurde er im Jahr 1904.

Zu Beginn seiner „Regentschaft“ agierte der gebürtige Ägypter Assem Allam als Besitzer noch recht unauffällig, doch dann verfiel er 2013 der Idee, seinen Klub in Hull City Tigers Ltd bzw. Hull Tigers umzubenennen. Der Grund ist recht einfach: Er wollte den Club auf diese Weise für ausländische Sponsoren attraktiver machen. Bei den Fans kam das nicht wirklich gut an. Aus Protest gegen die Umbenennung Citys schworen sie im Stadion lauthals Treue bis in den Tod (»City till we die«), was Allam wenig empathisch folgendermaßen kommentierte: „Sie können sterben so schnell sie wollen, solange sie Platz für die Mehrheit machen, die einfach nur guten Fußball sehen will“.

Als der englische Fußballverband die Umbenennung verbot, verlor Allam das Interesse an dem Klub und ist seitdem auf der Suche nach einem Käufer. Da seine Preisvorstellungen jedoch utopisch sind, dürfte dies ein schwieriges Unterfangen werden. Weitere unmittelbare Konsequenz nach der Ablehnung: Allam investierte kein Geld mehr in Transfers, weswegen Trainer Steve Bruce den Klub frustriert verließ, obwohl er gerade erst in die Premier League zurückgekehrt war. Selbstredend folgte mit einem Rumpfkader der direkte Wiederabstieg, aktuell kickt man in der Championship (2. Liga).

Text: Stefan Kranzberg

Interview mit Assem Allam

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Kranzberg
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Ein sympathisches Bürscherl, der Herr Allam. Nicht.

chkk3r
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Parallelen sind rein zufällig 😎

anteater
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Eine große Parallele sehe ich zu Leeds United. Die haben sich hoch verschuldet, um die Teilnahme an der Champions League zu erzwingen. Dann sind sie an der Qualifikation gescheitert, waren total überschuldet und spielen 15 Jahre nicht mehr in der höchsten Spielklasse.

tomandcherry
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chkk3r

Scheint möglicherweise am Kulturkreis zu liegen, dem dieser Herr und ein uns wohlbekannter „größter Löwen-Fan aller Zeiten“ entstammen?

Jedenfalls kommt es mir so vor, als ob beiden Geldgebern der jeweilige Verein und die Fans, die diesen Verein teilweise jahrzehntelang unterstützen, ziemlich egal sind.

anteater
Leser

Bei Cardiff wollte der malaysische Besitzer die Vereinsfarben ändern, von blau nach rot. Idiotische Investoren, die nicht verstehen, was das ganze für die Anhänger bedeutet, gibt es wohl ungeachtet des Kulturkreises.

munichblade
Gast
munichblade

Er hat sie geändert und so wurden die bluebirds nach 150 Jahren zu den red dragons(ist ja immerhin auch in der walisischen Fahne…)….mittlerweile hat er aber wieder zurückgerudert und die alten Vereinsfarben + Wappen wiedereingeführt….

Spaetzlefresser
Gast
Spaetzlefresser

Nein das mit dem Kulturkreis ist Nonsense. Dafür gibt es viele Vereine mit Investoren aus dem Arabischen Raum die hervorragend funktionieren