Bei “Inside 1860”, dem Podcast der Süddeutschen Zeitung bei FYEO, geht es mittlerweile um Investor Hasan Ismaik. Ein “reicher Geschäftsmann aus Jordanien” will seine “ganz, ganz großen Pläne” in der Allianz Arena vorstellen. Die fünfte Folge handelt auch von einem Gentleman Agreement, welches die 50+1 aushebeln sollte.

Philipp Schneider und Markus Schäflein sind Journalisten der Süddeutschen Zeitung. Sie waren dabei, als der heutige Gesellschafter und Kreditgeber der Löwen beim TSV 1860 München einstieg. Sie erzählen von der ersten Pressekonferenz. Kryptisch seien die Antworten gewesen im Hinblick auf den neuen Investor. Auf die Frage, wie Ismaik sein Geld verdiene, kam die Antwort: “Erst habe ich studiert, dann wurde ich Kaufmann. Und reich geworden sei er mit irgendwas, mit Immobilien und Öl.” Schließlich kam die Verkündung, man wolle demnächst mit dem FC Barcelona auf Augenhöhe sein. Seine Vorstellungen seien von Anfang an völlig irre gewesen und schon damals nicht ernst zu nehmen, verrät Journalist Schäflein.

Es ist die fünfte Folge des Podcasts “Inside 1860”. Nach dem Thema Allianz Arena geht es um Ismaik. Nur zwei Wochen, meint Philipp Schneider, dauerte es bis zur ersten “Kissenschlacht” zwischen dem neuen Investor und dem Verein. Die Löwen waren schon immer berühmt für Indiskretionen, erklärt Schäflein seine damaligen Beobachtungen, “aber seit dem Einstieg von Ismaik war er plötzlich ein einziges, undichtes U-Boot, aus dem aus allen Löchern Informationen gekommen sind.” Christian Waggershauser, damals Aufsichtsrat beim TSV 1860 München, bestätigt im Pocdast: “Bei Sechzig kommt alles raus […] irgendjemand hat immer irgendwas gesteckt und nach außen gebracht.” Beim ersten Streit ging es um die Vermarktung von 1860. Ismaiks Wunsch war es, den bisherigen Vermarkter abzulösen. Er wollte Geld mit diesem Bereich verdienen. “Ismaik hat seine Investitionen anders verstanden”, erklärt Franz Maget, damals Vize-Präsident bei den Löwen, im Podcast. “Er hat sie nicht als Beteiligung an einem Verein oder an einem Unternehmen, wo ich mich mit einem Verein quasi immer austauschen und einigen muss, verstanden , sondern er hat seine Investition von Anfang an als Kauf eines Vereins verstanden.” Das ist allerdings nicht der Fall. Aufgrund von 50+1. Die Entscheidungsgewalt muss immer bei den gewählten Vertretern des Vereins liegen.

Für die beiden SZ-Journalisten wurde schnell klar: Ismaik und der Verein 1860 passen einfach nicht zusammen. In Inside 1860 sprechen sie auch mit Robert Schäfer. Er wurde kurz vor dem Einstieg Ismaiks Geschäftsführer. Damals ist er 34 und sieht die Aufgabe als Herausforderung. Das war im November 2010. Zusammen mit dem Präsidenten Dieter Schneider versuchte er das Unmögliche: einen Investor finden, der einsteigt “bei einem chronisch defizitären Klub, der auch noch per Knebelvertrag an eine viel zu teure Allianz Arena gefesselt ist.” Im Gespräch war unter anderem ein kasachischer Oligarch, verrät Franz Maget, der damalige Vize-Präsident. “Frech, protzig, herrisch, unsauber, intransparent – kein Mensch, mit dem wir hätten Geschäfte machen wollen.”

In allen Medien hätte der TSV 1860 München damals klargemacht, man benötige Hilfe, erklärt Robert Schäfer. Gemeldet habe sich dann Hamada Iraki. Er rief bei Präsident Schneider an, am selben Tag hätte man sich dann mit ihm getroffen. Es wurde dann schnell konkret. Am 18. März 2011 kam der Hilferuf. Man brauche 8 Millionen in zehn Tagen, sonst wäre man Pleite. Genau zehn Tage später verkündete man den Einstieg des reichen arabischen Geschäftsmannes Ismaik. “Hasan haben wir dann erst zum Schluss getroffen”, meint Schäfer. Ansonsten lief alles über Mittelsmänner und Berater, erläutert der damalige Geschäftsführer. Man ist damals jedoch in Zugzwang, weitere Interessenten gibt es nicht.

Im Podcast erklärt Robert Schäfer, er habe als damaliger Geschäftsführer Ismaik stets klar gemacht, wie die 50+1-Regel funktioniere. Verstanden habe Ismaik das nicht, behauptet der damalige Vize-Präsident Maget: “Der Vertrag wurde beim Notar Satz für Satz vorgelesen, auf deutsch. Ein Übersetzer hat Herrn Ismaik auf arabisch übersetzt und der Notar hat nach jedem Satz gefragt: Haben Sie das verstanden?” Ismaik ging irgendwann raus, habe telefoniert und ließ Hamada Iraki alleine sitzen. “Da hatte ich das Gefühl, ihm sei der Text gar nicht so wichtig”, meint Maget. Kurze Zeit nach den Vertragsverhandlungen habe der damalige Vize-Präsident ein Stück Papier bekommen. Ein Gentleman Agreement. Dort stand drin, dass die Vereinsseite auf ihre Rechte verzichtet. “Ismaik hatte die Vorstellung, Notarvertrag ist das Eine, aber wie wir die Dinge regeln, unter Gentleman, ist das Andere.” Unterschrieben wurde es seitens des e.V. nicht.

Die Parteien seien nicht zum Notar gegangen, um dort “hochoffiziell eine Urkunde zu zeichnen, auf die sie sich alle geeingt haben, nur um dann im Anschluss daran ebenfalls schriftlich ein minderwertiges, rechtliches Dokument zu zeichnen, in dem man zurücktritt von den Rechten, die der Notar zuvor beglaubigt hat”, erkennen die Journalisten der Süddeutschen Zeitung.

Den Podcast findet Ihr hier: https://www.fyeo.de/originals/inside-1860

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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chemieloewe

Ich hoffe nicht, aber befürchte schon, dass sich meine vor langer Zeit vorgebrachten Vermutungen bewahrheiten, dass, wenn der ganze Verein mit riesengroßen Anstrengungen unter dem notwendigen Konsolidierungskurs seit dem Doppelabstieg 2017 Ismaik den Arsch, sprich sein bislang wertloses Investment vor dem Totalverlust gerettet u. die Profi-KGaA vor der Insolvenz bewahrt hat, Herr Ismaik spätestens in Liga 2 wieder wie gewohnt den bekannten ganz großen Hammer mit seinen früheren Forderungen herausholt u. uns auf den Kopf haut, wenn er wieder investieren, bzw. Kredite in Genussscheine umwandeln soll o. müsste…usw.. Dann kann es passieren, dass wieder ein Riesendruck von HAM-Ismaik aufgebaut wird u. sich frühere Machtkämpfe in all ihrer Schrecklichkeit wiederholen. Wenn dieser Krieg wieder losbricht, haben wie als Verein seit 2017 absolut nichts gewonnen, sondern wieder alles verloren u. Herr Ismaik scheinbar gewonnen, damit aber in Wahrheit ebenfalls nichts, denn so kann es nicht erfolgreich funktionieren, wie wir das alle, auch Ismaik, schmerzlich erlebt haben.

Also, Vorsicht, was da dieses, nächstes Jahr u. danach bezüglich guter, konstruktiver Partnerschaft mit HAM-Ismaik kommt, ich bin da aus meinen schlechten, schlimmen Erfahrungen mit Ismaik in der Vergangenheit auch ein gebranntes Kind u. äußerst skeptisch, ob der friedliche, hoffnungsvolle, ruhige, konstruktive, partnerschaftliche Entspannungskurs zwischen den Gesellschaftern, in dem Verlässlichkeit u. Vertrauen weiter wachsen, auf lange Zeit stabil fortgeführt wird u. die Gesellschafter dauerhaft erfolgreich zusammenarbeiten. Ich wünsche mir das zwar sehr, aber glauben kann ich daran noch nicht, dafür ist in der Vergangenheit zuviel Schlimmes passiert. Es wäre sehr schön, wenn es weiter so gut, wie in den vergangenen Monaten weiterläuft. Wir werden sehen…😉

nofan

Ob Sheik Ismaik Erfolg mit Riesendruck hätte, hängt doch entscheidend davon ab, wie sich die Vereinsvertreter verhalten. Wenn der Verein meint, den Forderungen nach teuren Neuverpflichtungen nachkommen zu müssen und somit Finanzierungsbedarf begründete, der von Ismaik ausgeglichen werden müsste, kann Ismaik Ansprüche anmelden.

Es gibt gegenüber der Zeit von 2017 einen entscheidenden Unterschied: Erst mit Präsident Reisinger hat der Verein den Mut gefunden, die 50+1-Regelung zu nutzen. Insoweit kann der e.V. die Konsolidierung auch bei Widerstand grundsätzlich beibehalten.

Aber warum sollte Sheik Ismaik wieder zum Konfrontativen zurück kommen? Die KGaA verliert doch als Chaosverein erheblich an Wert.

nofan

Für mich ist Metzgermeister ein ehrenwerter Beruf. Anscheinend nur nicht für KHW, denn dieser ließ sich nur zu gerne als Großgastronom titulieren. Größenwahn eben …

baum

Wäre Entenmörder nicht passender?

blue planet

Zum damaligen Zeitpunkt habe ich mich über die Geschehnisse beim TSV nur über die Zeitung informiert.

Aber mit dem Doppelabstieg und dem Gang in die Regionalliga habe ich als “normaler” Fan die Handlungsweise von Herrn Ismaik auch ganz persönlich kennengelernt. Die damalige Vorgehensweise war für mich ungeheuerlich!

nofan

Wenn Sheik Ismaik das Gentleman Agreement zwecks Aushebelung der 50+1-Regelung vorgeschlagen hat, sollte jedem klar geworden sein, dass dieser nicht unbedarft in die Verhandlungen eingestiegen ist. Und wer von Seiten des e.V. nicht damit gerechnet hat, dass Ismaik weitere Rechte einfordert, dürfte mit einer gehörigen Portion Unbedarftheit ausgestattet gewesen sein. Spätestens mit Abschluss des Überlassungsvertrages für die Allianz Arena hätten doch die Herren wissen müssen, dass der finanziell stärkere Partner die Spielregeln bestimmen will.

Blauäugig scheinen die e.V.-Verantwortlichen auch in einem anderen Punkt gewesen sein, die Hasan Ismaik mehr als Mäzen denn als Geschäftsmann angesehen haben, der ohne Widerspruch alle Defizite ausgleicht. Spätestens nach den Verhandlungen um die K-Frage sollten alle erkennen, dass auch hier Interessen knallhart vorgebracht werden. Das ist unschön aber leider geschäftliche Realität.

Dass es dem Präsidium gelungen ist, seit einigen Monaten alle Verhandlungen ohne Durchstechereien abzuhalten, kann nicht hoch genug gewertet werden. Anders als noch beim Abgang von Bierofka hat diesmal Ismaik wohl keine Kommentare zur erzwungenen Demission des ARGE-Vorsitzenden veröffentlicht. Hoffentlich hält das auch bei den anstehenden Verwaltungsrat-Wahlen an.

loewenaufsteiger

Warum muss man denn zwingend alte Kamellen aufwärmen? Es läuft gerade so gut. Auch die Harmonie innerhalb des Vereins stimmt, also…warum?

loewenaufsteiger

O.K., da kann ich mitgehen – bei Deinem unteren, zweiten Punkt nicht so. Aber o.k.!
Ich denke, Ismaik hat viel dazu gelernt. Nochmal wird er eine solche “Show” wie damals sicher nicht abziehen!

nofan

Problematisch dürfte das dann werden, wenn der Aufstieg in die 2. BL gelingen sollte. Dann müssen 2,X Mio. € an den FCB für die ausstehenden Mietzahlungen gezahlt werden.

tomandcherry

 arik

Bin Deiner Meinung.

Ich kann mir aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht vorstellen, dass es vollkommen geräuschlos ablaufen wird, wenn der Zeitpunkt für die Einreichung der Lizenzierungsunterlagen gekommen ist und man Herrn Ismaik das kalkulierte Budget für die kommende Saison vorstellt.

M.M. nach wird es u.a. davon abhängen, in welcher Liga wir die nächste Saison in Angriff nehmen.

Als Zweitligist werden die Drittliga-Budgets kaum zum sportlichen Erhalt der Klasse ausreichen.

Oder man fährt knallhart weiter auf knappem Einsatz finanzieller Mittel und erhofft sich einen “Jetzt erst recht”-Effekt, bei dem alle Spieler beweisen wollen, dass man den Klassenerhalt in Liga 2 auch ohne “teure Spieler, die uns sofort weiterhelfen” schaffen will?

Spannend bleibt’s also auch abseits des grünen Rasens.

dennis312

Ich persönlich sehe Ismaik mittlerweile auch deutlich positiver … ich denke schon, dass mit ihm ein guter Konsens gelingen wird

eisloewe

Erschreckend, einfach nur erschreckend. Von 2 Seiten betrachtet.

Zum einen der herrsch- und prestigesüchtige Investor, der sich denkt einen Fußballclub zu kaufen über den er bestimmen kann. Auf der anderen Seite, diejenigen mit genauso verwerflichen Ambitionen die die Löwen verkauft haben. Oligarchen werden abgelehnt, aber man “kauft sich die Katze im Sack!”.

Sollte dieses “Gentleman Agreement” tatsächlich gezeichnet worden sein, macht es alles noch schlimmer. Denn in der arabischen Welt zählt das durchaus mehr als Verträge. Da braucht man sich über manches Verhalten des Investors im Nachhinein nicht wundern. Das entschuldigt natürlich nicht die Vorgehensweise des Investors, im Gegenteil. Aber den Schuh müssen sich die damals Verantwortlichen und Wissenden defintiv anziehen, dass sie Ismaik als “Goldesel” gesehen haben und er sich dann auch so vorkommt.

eisloewe

Ist auch fast nicht relevant. Wenn die rechtliche “Unsicherheit” der einzige Grund war das nicht zu unterschreiben (so wie sich das anhört), lässt das tief blicken bzgl. der Motivation. Prinzipiell gilt in Deutschland in den meisten Fällen auch ein Vertrag per Handschlag, auch als Zusatz zu notariellen Verträgen.

Und wer da nachher wem die Hand geschüttelt hat, ich will gar nicht dran denken. Ist aber auch egal, es wahr ein Fehler sich so einen Investor reinzuholen. Jetzt ist er halt da und irgendwie muss man mit ihm klar kommen. Den Weg dahin zu finden, beneiden tue ich die heutigen Verantwortlichen dafür nicht!

Last edited 1 Jahr her by Eisloewe
tomandcherry

 Eisloewe

Meinst Du das wirklich so oder hab’ ich es komplett falsch verstanden?

“Prinzipiell gilt in Deutschland in den meisten Fällen auch ein Vertrag per Handschlag, auch als Zusatz zu notariellen Verträgen.”

Den Notar würde ich gerne mal kennenlernen, bei dem ein Zusatz zu einem von ihm ausgefertigten Vertrag “als Handschlag-Vereinbarung” gültig sein soll?

Wenn dem so wäre, müsste man das gesamte notarielle Vertragswesen infragestellen.

Dann lasse ich gleich einen notariellen Kaufvertrag über mein Haus aufsetzen, in dem als Kaufpreis 100.000 € stehen und mit dem Käufer vereinbare ich später per Handschlag, dass es 1.000.000 € sein sollen.

Durch die offiziellen 100.000 € spart der Käufer sich jede Menge Notar- und Grundbuchgebühren, noch mehr an Grunderwerbsteuer und ich kassiere trotzdem meine eigentliche Preisvorstellung.

Nur wenn’s an’s Bezahlen geht, wird der Käufer sich sehr wahrscheinlich nicht an unseren “Handschlag-Zusatzvertrag” erinnern können und das im notariellen Kaufvertrag als einzig verbindliche Vertragsgrundlage anerkennen.

Pech für mich… 😉

Sorry, Arik, für den OT-Kommentar meinerseits.

eisloewe

Es gibt Dinge, die sind festgeschrieben dass sie über einen Notar zu regeln sind. Dazu gehören, oh Wunder, Verträge über ein Hauskauf oder Grundstückskauf. Ansonsten kannst Du Dir sogar ein Auto per Handschlag kaufen. Und wenn Du einen Anwalt fragst, wird er Dir bestätigen dass prinzipiell jeder Vertrag per Handschlag abgeschlossen werden kann und damit gültig und rechtlich binden ist (bis auf die definierten Aussnahmen) und damit sogar einklagbar. Zusätzliche Dinge, wie “Vorabverträge zu notariellen Verträgen” oder zusätzliche Absprachen die nicht notariell festgehalten werden müssen sind zulässig und rechtlich bindend.

Kommt es zum Rechtsstreit, steht Aussage gegen Aussage bzw. ist es gut Zeugen zu haben die die eigene Sicht der Dinge bestätigen.

Bei Deinem Beispiel stehst Du allerdings noch mit ganz anderen Dingen in Konflikt. Mit dem Steuergesetz beispielsweise. Grundstücksverkäufe sind mitnichten Steuerfrei, wie viele denken. Aufzählung nicht abschliessend, aber da wir hier keine Rechtsberatung machen. 🙂

C. T.

Mittlerweile voll üdem Niveau des “Bloggers” angepasst.
Traurig, traurig wie auch hier immer wieder unnötig gestichelt wird.

tomandcherry

Hä?

Tatsachen sind nun mal Tatsachen. Dass der Herr Ismaik dabei nicht ganz so “professionell” rüberkommt, wie es seine späteren Entscheidungen/Handlungen bewiesen haben (Vorsicht: Ironie!) hat doch nichts mit “unnötig sticheln” zu tun?

Es erstaunt mich sowieso, dass seit einigen Monaten eine erstaunliche Ruhe zwischen den beiden Parteien Investor/KGaA und e.V. eingekehrt ist?

Normalerweise hätte ich als jahrzehntelanger 60er-Fan schon wieder eine “Schlammschlacht” erwartet bzw. ein “Hauen und Stechen” um den “richtigen Kurs”.

Jetzt bleibt erstmal jeder (!) ruhig und besonnen und bringt keine unnötige Hektik rein.

Wann hat’s so eine entspannte und sportlich angenehmen Situation zuletzt bei 60 München gegeben?

Müsste in der Regionalliga-Saison nach dem Doppel-Abstieg gewesen sein?

eisloewe

Es kommt nicht nur Ismaik nicht ganz so “professionell” rüber – die Löwenseite strotz bei den Vorzeichen auch eher vor Di­let­tan­tis­mus. Problem ist nur, dass sich dieser Di­let­tan­tis­mus auf das letzte Jahrzehnt massiv auswirkt während die “Verursacher” sofern noch unter den Lebenden schön auf “Tauchstation” gegangen sind…

Last edited 1 Jahr her by Eisloewe
tomandcherry

 Eisloewe

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dann war die Situation damals so, dass 60 aufgrund seiner schon existenzbedrohenden finanziellen Situation keine andere Wahl mehr hatte.

Daran hatte Herr Ismaik – sowie andere, an einem finanziellen Engagement beim einst so ruhmreichen TSV 1860 München interessierte Geldgeber – nicht die geringste Schuld.

Wieso man allerdings das – vorsichtig formuliert – “eigenartige” Verhalten des Herrn Ismaik während eines Notartermins bzw. der Zeit danach nicht veröffentlichen soll, erschließt sich mir nicht?

In anderen Internet-Medien werden doch auch “Verfehlungen” seitens der “Nicht-Ismaik-Seite” veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um Berichterstattungen, die die weniger schöne Vergangenheit unseres Herzens-Vereins und seiner Profi-Fußball-Abteilung betreffen.

Wieso das alles nicht mehr konkret genannt werden soll, kann ich nicht verstehen.

Durch Arik’s fundierte und auf Quellenangaben beruhende Tatsachen-Recherchen wird halt einer Legendenbildung der Boden entzogen.

Sonst heißt’s in nicht allzu ferner Zukunft wieder, dass “alleine die e.V.-Seite mit ihren zahlreich wechselnden Verantwortlichen sämtliche Fehler gemacht hat”.

Oder etwas plakativer ausgedrückt:

“Der Letzte vom e.V. macht dann das Licht aus.”

Wenn, dann macht Herr Ismaik “das Licht aus”.

Er ist ganz ohne Häme meinerseits derjenige, der über die finanziellen Mittel dazu verfügt.

eisloewe

Ich verstehe gerade das Problem nicht. Dem werten Investor sein Verhalten akzeptiere ich keinesfalls. Ich hab auch kein Problem damit, das transparent zu diskutieren.

Das sich die EV-Seite damals nicht mit Ruhm bekleckert hat und eher mit operativer Hektik als mit gut durchdachter Vorgehensweise tätig geworden ist, steht ebenso außer Frage.

Ismaik ist neben dem desolaten finanziellen Zustands der Löwen in dem Spiel die einzige Konstante. Auf EV bzw. KGaA Seite haben sich aber unterschiedliche Aggregatzustände bezüglich des Umgangs mit dem Investor leider die Türklinke in die Hand gegeben, auch auf Betreiben des Investors. Das in Summe hat die Situation in den letzten Jahren nicht zum besseren gewandelt hat.

Und das ist das was ich meine, wenn ich davon schreibe das sich dieser anfängliche Di­let­tan­tis­mus auf das letzte Jahrzehnt massiv ausgewirkt hat. Und das man seitens EV lange, aber wirklich lange gebraucht hat um ein Level zu kommen wo man gefühlt auf Augenhöhe diskutieren kann.

Bine1860

Das liegt in der Natur der Sache, Ismaik ist immer ein und und die selbe handelnde Person, beim EV waren es über die Jahre hinweg viele verschiedene Personen, die jetzt nicht mehr “da” sind…

chemieloewe

Eben, wenn das damals 2017 nicht eine einmalige Gelegenheit für eine Insolvenz war, für einen Neuanfang ohne Schulden u. ohne Ismaik??? Wenn der ganze Krampf u. Krieg mit ihm wieder losgehen sollte, was ich nicht hoffe, werden wir das immer u. immer wieder schwer bereuen… das Trauerspiel, sollte es wieder losgehen, hätten wir uns sparen können, sollen, ja, vielleicht müssen!

nofan

Was wäre denn geschehen, wenn 2017 das Präsidium die Insolvent angemeldet hätte? Vermutlich hätten Viele das dem Verein sehr übel genommen und sie vom Hof gejagt, vor allem wenn Ismaik die Pleite verhindert hätte, was er konnte.

Bei der Diskussion wurde gerne vergessen, dass der Metzgermeister Wildmoser bei Gründung der KGaA eine Struktur gewählt hatte, die drohte den Verein 2017 ebenfalls in die Insolvenz zu treiben wegen Verlust der Gemeinnützigkeit.

eisloewe

Sicherlich lässt sich ein paar Jahre später besser darüber urteilen, dass dies die bessere Wahl gewesen wäre. In die Köpfe der damals Verantwortlichen kann man nicht reinschauen und über deren Beweggründe nur Vermutungen anstellen. Aber Angesichts der Vorzeichen, die sich da abspielten muss die Frage schon berechtigt sein warum das damals nicht ernsthaft in Betracht gezogen wurde und man sich dermaßen “ausgeliefert” hat.

Und unter dem Aspekt “Wir wollen auf jeden Fall den Klassenerhalt und das nötige Geld dazu” gehe ich sogar soweit, dass ich nicht ausschließen will dass dem Investor da ggf. nicht sogar Honig um und in seinen Bart geschmiert wurde…

dennis312

Hauptsache wir haben eine bessere Zukunft als die letzten Jahre! Dass weder Ismaik noch die Vereinsseite in der Vergangenheit ein gutes Händchen bewiesen haben wissen wir ja

tomandcherry

 arik

Wahrscheinlich meint “C.T.” die bewährte Berichterstattung eines “exklusiven” Blogbetreibers?

Vielleicht fühlt er/sie sich dort wohler?

Warum er/sie dann ausgerechnet hier so einen fachlich fundierten Zweizeiler veröffentlicht, wird wohl ihr/sein Geheimnis bleiben…

eisloewe

Prinzipiell hätte Ariks Antwort an der Stelle ausgereicht. Jeder weitere Zusatz der den Thread-Ersteller in ein bestimmtest Licht rückt, oder mit diversen Vermutungen oder anderweitigen Zuweisungen beglückt, hebt dann prinzipiell das Niveau dieses Kommentarbereichs auf das Level der Kommentierenden im “exklusiven” Blog. Zwar nicht wie in der extremen Ausprägung dort drüben, aber prinzipiell ist das Vorgehen identisch…

blueberry

Daran würde ich mich an deiner Stelle halten.

Ansonsten ist anzumerken, dass das alles auf den recherchen der SZ redakteure beruht. Und denen muß man einen tollen Job attestieren.

@Arik- dir danke dafür, dass du uns das auch ohne Podcast (FYEO) Abo zugänglich machst.

eisloewe

Weisst Du, hab ich grundsätzlich auch kein Problem mit. Wenn man sich aber so gerne, wie hier im Kommentarbereich, auf ein höheres moralische Level hebt “als die da drüben”, dann finde ich Kritik oder eine Anmerkung dazu durchaus angebracht wenn in einem ähnlichen “Beißreflex” wie da drüben auf einmal unsachliche Kommentare rausgehauen werden wenn einem der Ton nicht passt.

Gegen Ariks Beitrag habe ich nichts, auch nichts gegen seine fundierte objektiv sachliche Antwort auf den Kommentar. Das danach war unnötig und wird bei einem entsprechenden Charakter nur eine unnötige Reaktion provozieren – da ist es mit der moralischen Überlegenheit nicht mehr weit her. Von daher schon lustig mir den Rat zu geben mich selbst dran zu halten. Was hat Dich denn befleissigt Dich auf einmal an der Diskussion zu beteiligen?

Last edited 1 Jahr her by Eisloewe
tomandcherry

 Eisloewe

Prinzipiell müsste man überhaupt keinen Kommentar zu Irgendwas posten.

Und prinzipiell kann man auf mehr oder weniger “geistreiche Ergüsse” so oder anders reagieren.

Bei Arik und dem “Löwenmagazin” wird sogar noch auf solche Kommentare freundlich und sachbezogen geantwortet, die m.M. nach weder zu einer sachlichen Diskussion, noch zu einer Verbesserung des jeweiligen Artikels beitragen.

Wo Du “prinzipiell identisches Vorgehen” mit einem “exklusiven Blog” erkannt haben willst, müsstest Du mir anhand konkreter Beispiele erläutern.

Last edited 1 Jahr her by tomandcherry
eisloewe

Was an Deinem Post so rein sachlich war, kannst Du mir sicherlich erklären. Ansonsten siehe meine Antwort an Blueberry…