Seit 2011 besitzt Hasan Ismaik 49 Prozent stimmberechtigte und weitere 11 Prozent als stimmlose Aktien an der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA. Der jordanische Geschäftsmann ist damit seit über acht Jahren Gesellschafter in der Löwen-Firma. Deshalb interessieren sich die Fans natürlich immer wieder für Ismaks Geschäfte und Tätigkeiten. Tätig ist er nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch im Bereich der Forschung.

Bereits im September 2018 hatte Hasan Ismaik ein Forschungszentrum in der jordanischen Hauptstadt Amman gegründet. Die amerikanische Plattform Cicion – PR Newswire berichtete vor mehr als einem Jahr vom jordanischen „Forum für strategische Studien und Forschungen“.

Geplant war eine unabhängige Forschungsplattform, mit Focus auf strategische Studien und Forschungen, geopolitisches Risikomanagement sowie Bewertungen und Strategien für den Umgang mit internationalen Risiken in diesen Bereichen. Ismaik kündigte dabei an, jährlich mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern Tagungen zu organisieren um Forschungsergebnisse zu präsentieren und Wissen auszutauschen. Mittlerweile hat das Forschungszentrum einen starken Focus auf militärische Themen. Das Institut nennt sich nun Strategiecs – Think Tank. Auf Facebook, Twitter, Instagram und Linkedin ist man bereits aktiv vertreten. Die Homepage scheint in Arbeit.

Im Kampf um Ressourcen und Einflussnahme prognostizierte das Institut bereits Anfang des Jahres ein hohes Maß an Unsicherheit und Ungewissheit, schreibt Vorstand Hasan Ismaik in einem offiziellen Statement. Dabei sei der Kampf um technologisches Wissen genauso wichtig, wie der Kampf um die Vorherrschaft über eine Region oder eine lebenswichtige Wasserstraße. Als Beispiel nennt er den Handelsstreit zwischen den USA und China im Hinblick auf das 5G-Netz. Ismaik thematisiert dabei vor allem auch militärische Themen. Bislang liege der Schwerpunkt der Länder auf der Weiterentwicklung von Infanterie, Luft- und Seetruppen. Das umfasse auch die Ausbildung und Weiterentwicklung der Soldaten sowie die Verbesserung von Luftstreitkräften und die Erhöhung der Anzahl von Flugzeug- und Raketenabwehrsystemen. Dabei bilde die digitale Infrastruktur einen wesentlichen Teil der nationalen Sicherheitsstrategien. Die Welt würde Zeuge eines ungebremsten Wettrüstens, um moderne Technologien für defensive und offensive Zwecke einzusetzen.

Hasan Ismaiks Tätigkeitsfelder sind vielseitig. Insgesamt fünf größere Investment-Projekte sind auf der Seite seiner Marya Group angegeben. Darunter das deutsche Unternehmen HI2 – Sport Merchandising, zu der die TSV 1860 Merchandising GmbH gehört, dann die Anteile an der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA, das Investment-Unternehmen Masaken Capital in Jordanien, das Bauprojekt NYU Residential Plot in Abu Dhabi und Wohnungseinheiten in Shams 1 in Dubai. Darüber hinaus engagiert er sich nun im Bereich der Forschung.

Titelbild: (c) depositphotos.com

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Brunnenmeier66
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Sollte mal forschen lassen, wie man im Fußball erfolgreich investiert. Bei seinem kurzzeit Clubbossintermezzo hat er ja ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Das kommt davon wenn man sich nur mit Ja Sagern und A……kriechern umgibt.

Kranzberg
Leser

Ehrenforscher. rolling

Aymen1860
Leser

Vielleicht sollte er sich Mal auf den einen oder anderen Bereichen fokussieren….. Die meisten seiner Investitionen und Tätigkeiten scheinen ja nicht sehr erfolgreich zu sein.

Serkan
Leser

Danke für den Hinweis. Ich nehme an, der Artikel ist eine Anregung, sich einmal mit den im „Strategiecs – Think Tank“ veröffentlichten Papieren auseinanderzusetzen? Die Website gibt nichts her. Sieht aus als würde sich HI im militärisch-industriellen Komplex engagieren.

Thrueblue
Leser

Die Frage woher das „Startkapital“ stammte bleibt nebulös. An eine Tellerwäscher Geschichte glaube ich nicht. Schon eher an Überreste von Staatsfonds aus Kriegsgebieten.

anteater
Leser

Mit dem Wettrüsten hat er recht. Um 4,6% sollen die globalen Rüstungsausgaben zuletzt gestiegen sein. Der letzte große Krieg ist jetzt so lange her, dass die Erinnerung verblasst. Dabei ist die Erinnerung an solche Greuel, das Leid und die Not ein wirksames Mittel, keinen Krieg zu unterstützen.

HHeinz
Leser

So ganz nachvollziehen kann ich den Sinn dieses Beitrags nicht.

Blue Power
Leser

Weshalb? Ist doch wichtig zu wissen, was der Hauptgesellschafter alles im Köcher hat, oder ist Dir das unangenehm, mit den Waffen, Infantrie etc.?!

anteater
Leser

Mir ist das unangenehm. Rheinmetall fänd ich als Sponsor auch abscheulich.

Blue Power
Leser

Oder vielleicht Lockheed Martin …. dann doch lieber Aston Martin wink

jürgen (@jr1860)
Leser

… meinst dann sowas wie LEOPARD 2 auf der Brust?
Ach, dass war ja Krupp…

das passt ja garnicht zu Löwen rolling

anteater
Leser

Krauss-Maffei-Wegmann hätte ich gedacht…

HHeinz
Leser

Warum sollte mir das unangenehm sein? Ich bin ja nicht Herr Ismaik. Ich habe ja auch nicht geschrieben dass man solche Artikel nicht verfassen soll sondern ich verstehe eben den Sinn dahinter nicht. Das kann ja durchaus auch ein persönliches Problem sein.

Blue Power
Leser

Weshalb sollte man den Löwenfan nicht zu allem informieren was den Hauptgesellschafter betrifft, ist doch auch interessant, verstehe Dich da jetzt nicht. Auf anderen Plattformen bekommt man oftmals nur gefährliches Halbwissen und das auch noch schlecht recherchiert präsentiert. Da freut man sich dann, wenn zumindest hier richtig recherchiert wird und interessante Neuigkeiten dabei sind.

tsvmarc
Leser

Für mich persönlich ist wichtig, dass er unseren Verein geinsam mit dem anderen Gesellschafter nach vorne bringt. (Natürlich unter Berücksichtigung kaufmännischer Gesichtspunkte)

Hoffe wir mal, dass seine Taschen nie leer werden.

Siggi
Leser

Der andere Gesellschafter ist der e.V., nur so zur Info wink

tsvmarc
Leser

Sorry für die Tippfehler. smile

3und6zger
Leser

Du kannst ein gewisse Zeit auch noch editieren und Tippfehler korrigieren. Das mach ich fast bei jedem Post wink

tsvmarc
Leser

Ok, nicht das irgendjemend denkt, ich wäre nicht in der Schule gewesen……. wink

Blue Power
Leser

Pikant, wenn er bei uns das Fallen der 50+1 Regel nicht auf demokratischem Wege durchsetzen kann, dann hat er ja immer noch militärische Experten in der Hinterhand.