Das Verfahren der Merchandising GmbH gegen die Löwenfans gegen Rechts scheint wohl wenige Stunden vor dem Verhandlungstermin des Berufungsverfahren zu enden. Auf Twitter kündigt Ismaik den Rückzug von der Berufungsklage an.

Am 21. November 2019 hatte die TSV 1860 Merchandising GmbH den Prozess gegen die Löwenfans gegen Rechts in erster Instanz verloren. Im Falle der Bekleidung und der Aufkleber der Faninitiative stehen der Merchandising GmbH keine markenrechtliche Ansprüche zu, so das Urteil. Für viele überraschend: Obwohl die Faninitiative in erster Instanz recht eindeutig gewonnen hatte, ließ Geschäftsführer Anthony Power seine beauftragte Anwaltskanzlei in Berufung gehen.

Am gestrigen Montag bestätigte der Presseprecher des Oberlandesgericht, kurz vor Dienstschluß, noch einmal gegenüber dem Löwenmagazin, dass bislang die Berufungsklage nicht zurückgezogen wurde. Und dass die Verhandlung heute um 11 Uhr im Sitzungssaal 333 stattfinden wird. Für viele recht überraschend, denn eine neue Beweislage gibt es wohl nicht. Das Endurteil in der Berufung war voraussehbar.

Heute Nacht dann der nicht gerade überraschende, aber doch sehr späte Schritt von Hasan Ismaik. Auf Twitter kündigt er an, die Berufungsklage zurückziehen zu wollen. Nachts um kurz nach 1 Uhr. Dieser Schritt ist tatsächlich auch wenige Stunden vor der Verhandlung noch möglich.

Eine Bestätigung seitens des Oberlandesgerichtes steht noch aus. Wie auch in Verhandlungen mit dem Mitgesellschafter reichen Tweets oder sonstige Social Media Nachrichten nicht aus. Das Gericht muss den Berufungsrückzug natürlich schriftlich vorliegen haben. Um dann auch den gegnerischen Anwalt zu informieren. Wenn die Berufung tatsächlich zurückgenommen wurde, wird der Termin aufgehoben.

Wir berichten über den voraussichtlich endenden Prozess nach Bestätigung durch das Oberlandesgericht ausführlich und abschließend. Auch über die Kosten, die für die TSV 1860 Merchandising GmbH anfallen. Hierzu werden wir auch Herrn Ismaik Fragen zu seinen Beweggründen zusenden.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
14 Tage her

Gut, dass dem so ist, sonst wäre mit der Berufungsverhandlung gegen die LFgR die von Ismaik ausgerufene Aufbruchstimmung erheblich beschädigt u. im Geiste widersprochen worden. Gut, dass die Einsicht, wenn auch sehr spät, quasi auf den letzten Drücker, noch gekommen ist, den Unsinn zu beenden. Also, geht doch, wenn man will, Herr Ismaik, weiter so! 👍👏😎

AllgäuLöwe
Gast
AllgäuLöwe (@guest_50516)
14 Tage her

Eine durchaus positive und erfreuliche Nachricht zugleich. Es müssen nicht nur große Schritte sein, auch mehrere kleine Schritte können zum gemeinsamen Ziel führen. Und die ersten kleineren Schritte in den letzten Wochen haben gezeigt, wie schnell eine postive Grundstimmung aufkommen kann.

Man muss HI für die heutige Entscheidung nicht huldigen oder lobpreisen. Es reicht einer zustimmende Zurkenntnisnahme aus verbunden mit der Hoffnung, dass das begonnene Tauwetter beider Gesellschafter im Sinne aller Beteiligten weiterhin anhält. Alles weitere Nachtreten sorgt nur weiterhin für Unruhe. Und glaubt man allen Seiten, dann ist eben die Unruhe, die KEINER will.

Ich für meinen Teil würde mir wünschen, dass nun von allen Seiten gemäßigter agiert und nach vorne geblickt wird. Damit meine ich auch den Verzicht irgendwelcher Anti-HI-Shirts, Scheichlied o.ä.

DaBrain1860
Leser
DaBrain1860 (@dabrain1860)
14 Tage her

Das ist wirklich mal ein Zeichen für:
– Vereinen statt spalten
– Gemeinsam für Sechzig
Auch wenn es schon etwas absehbar war aber sicher konnte man nicht sein!
Ich bin deswegen noch immer kein Fan von Ismaik aber es ist schon als kleines Licht am Horizont zu sehen!!
Gerne weiter so 👍👍

Sechzig ist der geilste Club der Welt

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
14 Tage her

… und jetzt muß man den huldigen, dessen Lakai (oder Hofnarr) das Ganze im Prinzip losgetreten hat…
Und seine Jünger werden ihn feiern.
Zum Kotzen!

#ohneHasan

Last edited 14 Tage her by jürgen
swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
14 Tage her

Dass Ismaik zurückgezogen hat ist sehr gut. Er ist damit zwar spät dran, aber lieber spät als gar nicht.

In den letzten drei Monaten hat man durchaus den Eindruck, dass Ismaik ein Stück weit begriffen hat, dass er mit dem vorherigen Weg mit andauerndem Wiederstand und solchen Klagen nicht weiterkommt.
Bei den in letzter Zeit doch relativ positiven Schlagzeilen über die KGaA und die Zusammenarbeit mit Ismaik muss ich immer wieder daran denken, wie ich vor ein bis zwei Jahren im Löwenmagazin ein paar Mal als völlig naiv bezeichnet wurde als ich geschrieben hab, dass ich daran glaube, dass die Zusammenarbeit mit Ismaik besser werden kann. Momentan fühle ich mich dann doch ein Stück weit in meinem damaligen Optimismus bestätigt. Da passt der Spruch „Es geht halt doch“, der sonst im Bezug auf den GWS-Umbau fällt, momentan wohl ganz gut.
Dass die Klage gegen die Löwenfans gegen Rechts nun zurückgezogen werden soll ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Friede länger halten wird. Ich glaube jedenfalls fest daran, dass es noch länger so ruhig bleibt und die Mannschaft diese Saison die Chance bekommt, in Ruhe eine erfolgreiche Saison zu spielen. Wenn das der Fall ist dann wird am Ende viel möglich sein.
Aufgrund der Entwicklungen der letzten drei Monate hab ich sehr stark den Eindruck, dass endlich mal alle an einem Strang ziehen und etwas vorwärts geht. Ich bin sehr optimistisch, dass das länger als nur ein paar Monate hält und uns erfolgreiche Jahre bevorstehen.

Auf jeden Fall muss ich obwohl ich normal kein Fan von Ismaik bin ehrlich sagen, dass es momentan überhaupt nichts zu kritisieren gibt. Ich wäre nicht traurig, wenn er irgendwann seine Anteile zumindest teilweise hergibt, aber wenn er handelt wie jetzt muss man ihn nicht mit Gewalt loswerden. Wenn Ismaik die Verantwortlichen der KGaA in Ruhe arbeiten lässt und es zulässt, dass andere den Etat erhöhen und er selbst für Notfälle absichert ist alles gut.
Ich hab immer daran geglaubt, dass ein Sinneswandel bei Ismaik möglich ist. Und momentan sieht es in der Hinsicht wirklich mal richtig gut aus.

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
14 Tage her

OK, das kommt nach allem was ich gelesen habe, nicht überraschend. Außer der Zeitpunkt der Rücknahme. Wie immer bei Hasan, reichlich spät. Nachts um kurz nach 1? In Abu Dhabi ist es da 3 Uhr morgens? Mal ehrlich, das stammt doch nie und nimmer von Hasan selbst. An seiner Stelle wäre ich stocksauer auf den Geschäftsführer meiner Fanartikelfirma.

3und6zger
Leser
3und6zger (@3und6zger)
14 Tage her

Käme es so, wär das durchaus ein positiver Schritt. Besser spät, als nie! Es drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass da der Bäcker nicht weiß, was die Semmel so treibt.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
14 Tage her

Na endlich. Warum aber erst so spät?

Uraltloewe
Leser
Uraltloewe (@uraltloewe)
14 Tage her

Ist da jetzt Vernunft eingekehrt oder wurde lediglich die Aussichtslosigkeit erkannt?
Es wird interessant sein, zu erfahren, wie viele tausend Euro – auch zum Schaden der KGaA – in den Wind geschossen wurden.