Nachdem das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. bereits einen Weihnachtsbrief veröffentlicht hat, äußert sich nun auch HAM International im Namen von Hasan Ismaik zum “Fest der Familie”.

Besonders hervorgehoben wird Trainer Michael Köllner. Er habe aus Sicht von Ismaik mit den Rückschlägen der letzten Monate umgehen können und seine Schlüsse gezogen. Das könnten nur starke Persönlichkeiten, so der Jordanier. Ismaik sieht beim Trainer des TSV 1860 München eine Weiterentwicklung.

Die Grußworte von Ismaik zum christlichen Weihnachtsfest

Liebe Löwen,

das Jahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu – Weihnachten, das Fest der Familie, steht vor der Tür. Wir sind eine große Familie. Es ist ist ein guter Zeitpunkt, um über die vergangenen Monate nachzudenken.

Leider haben wir uns im Sommer nicht belohnt für einen großen Kraftaufwand, für eine Geschlossenheit, die ich in meiner Zeit bei 1860 noch nie so erlebt habe. Das war sehr viel positive Energie. Und gerade deswegen hätten wir uns diesen Aufstieg in die Zweite Liga verdient gehabt. Dass uns am Ende der undankbare vierte Platz geblieben ist, lag auch daran, dass in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Gesetze in der Corona-Pandemie angewandt wurden: Leider zum Nachteil von 1860. Denn anders als Klubs wie Rostock oder Dresden konnten wir nicht auf unsere Fan-Power zurückgreifen. Das war ein Wettbewerbsnachteil. Das waren möglicherweise die paar Prozente, die uns gefehlt haben, um wieder in die Zweite Liga zurückzukehren. Leider ist uns im Zieleinlauf die Puste ausgegangen.

Dass wir in die aktuelle Saison mittelprächtig gestartet sind, führe ich darauf zurück, dass wir nach den vielen emotionalen Gefühlen erst einmal in ein mentales Loch gefallen sind. Prinzipiell bin ich davon überzeugt, dass unsere Mannschaft eine überdurchschnittliche Qualität besitzt. Das hat man in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause gegen Dortmund und Würzburg gesehen. Das kommt nicht von ungefähr. Ich denke, andere Vereine haben uns noch auf dem Zettel. Und wir brauchen uns nicht klein zu machen.

Jetzt heißt es aber für die Rückrunde, die Augen offen zu halten und mit verstärktem Einsatz die nächsten Herausforderungen in der Liga zu meistern, um die Chance zu nutzen, nochmal oben anzugreifen.

Mich freut es ganz besonders für Michael Köllner, dass er mit den Rückschlägen der letzte Monate umgehen konnte und seine Schlüsse daraus gezogen hat. Das können nur starke Persönlichkeiten. Köllner hat sich aus meiner Sicht weiterentwickelt.

Explizit herausheben will ich unsere Fans, die trotz dieser beschwerlichen Zeit über 11.500 Dauerkarten gekauft haben und damit gezeigt haben, dass der Spruch “Einmal Löwe, immer Löwe” keine leere Floskel ist. Das ist für mich die größte Leistung in diesem zweiten Corona-Jahr gewesen. Ich weiß diese Begeisterung für unsere Mannschaft richtig einzuschätzen.

An dieser Stelle will ich mich bei allen Funktionären, Angestellten, Spielern, ehrenamtlichen Mitarbeitern, Sponsoren und Gönnern für ihr Engagement bedanken.

Ich wünsche Euch allen schöne und besinnliche Weihnachten.

Einmal Löwe, immer Löwe

Hasan Ismaik


Auch interessant: Präsidium des TSV München von 1860 e.V. mit Weihnachtsbrief an die Löwen

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
24 Tage her

Ja, da kann man jetzt nicht meckern bei dem, was er schreibt bzw. schreiben lässt. Ich denke auch, dass Michael Köllner ein paar wichtige Weichenstellungen vorgenommen hat, die auch für die Rückrunde fruchten könnten:

  • Die Causa Mölders gelöst (wenn auch für meinen Geschmack etwas zu spät)
  • Umstellung in der Mannschaft: weg von dem Versuch nur durch Ballbesitz und Kombinationsfußball zum Erfolg zu kommen, sondern eine defensivere Ausrichtung mit dem Einbau von mehr kämpferischen Elementen (siehe Willsch und Greillinger, die unserem Spiel gut tun).
  • Stärkung von Bär und Lex. Das Duo könnte in der Rückrunde noch richtig die Liga rocken.

Ansonsten sehe ich persönlich jetzt keinen großen Bedarf an Neuverpflichtungen. Da würde ich nur zuschlagen, wenn sich da ein wirklich interessanter Spieler anböte. Die größten Baustellen sehe ich momentan im Mittelfeld. Neudecker und Wein sind eigentlich für mich gesetzt. Bei Deichmann sehe ich noch Abstimmungsprobleme in der neuen Position und bei Dressel könnte ruhig noch etwas mehr Schwung dazu kommen. Der Junge hat einen Mordsschuss z. B., schießt aber kaum Tore. Da sollte, gerade auch in Hinblick auf seine Ambitionen, doch noch mehr kommen.

Last edited 24 Tage her by Alexander Schlegel
andi
andi(@andi)
Leser
24 Tage her

Finde das Statement ehrlich gesagt zum fremdschämen. Ismaik wird nicht beurteilen können wie sich Köllner entwickelt. Genausowenig warum es zu Beginn der Saison nicht funktioniert hat.
Der einzige von ismaiks Leuten der noch nah an der Mannschaft ist, ist herr power (wie ist eigentlich sein richtiger Name?), warum auch immer gerade er…

Last edited 24 Tage her by Andi
Widto
Widto (@guest_64821)
Gast
Reply to  Andi
24 Tage her

Wünsche dir frohe Weihnachten, weiß nicht was da zum fremd schämen ist, kann sich doch jeder denken, dass er das nicht geschrieben hat, aber er hat es unterzeichnet und somit paßt es
Hoffen wir, dass wir uns nie mehr für die Scheichliedsänger fremd schämen müssen
Frohes Fest

andi
andi(@andi)
Leser
Reply to  Widto
23 Tage her

Das scheichlied wurde zuletzt gesungen als ismaik uns als DDR Bürger verglichen hat.
Fremdschämen ist für mich dass er Köllner beurteilt obwohl er ihn überhaupt nicht kennt und vor Lichtjahren das letzte mal persönlich an der grünwalder Straße war. Das wäre wie wenn ich mich über die persönliche Entwicklung unseres VVS äußern würde. Ich arbeite zwar im gleichen Unternehmen, kenne aber mein obersten Boss 0,0.

Widto
Widto (@guest_64829)
Gast
Reply to  Andi
22 Tage her

Ohne ihn gebs uns gar nicht mehr, aber sing nur weiter undankbare Person
Ich kann auch über dich beurteilen, obwohl ich dich noch nie gesehen habe, da reichen mir deine Kommentare

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Widto
22 Tage her

Das stimmt so nicht. Höchstwahrscheinlich wäre Sechzig ohne ihn in die Regionalliga abgestürzt und einige Gläubiger leer ausgegangen…

andi
andi(@andi)
Leser
Reply to  anteater
22 Tage her

Vielleicht Bayernliga. Tiefer wäre der dfb nicht gegangen.
Ich bin schon für den konsolidierungskurs, aber frage mich schon wie man jemals diese Schulden loswerden will ohne Insolvenz.

Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
Reply to  Andi
22 Tage her

Der DFB hätte in diesem Fall bzw. hat in so einem Fall nicht mehr viel zum mitreden. Das wäre der Bayerische Fußball Verband, BFV.
Und Koch war es ja auch damals, der den TSV in der 4. Liga mitspielen lies.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Snoopy.
22 Tage her

Ja, schon allein aus organisatorischen Gründen wäre es den Bayernligisten nicht zuzumuten, dass da plötzlich abertausende Zuschauer kommen. Dafür sind die nicht ausgelegt. In der RL Bayern hat es wenigstens ein paar Klubs, da das bewältigen können.

andi
andi(@andi)
Leser
Reply to  Widto
22 Tage her

Eben das passt ja. Leute anhand 2er Kommentare beurteilen ist einfach nicht Ok.
Dass es sechzig ohne ihn nicht mehr gäbe? Wieso? Wir sind in die Regionalliga abgerutscht, da wären wir mit oder ohne ihn auch gewesen. Auch wenn 60 insolvent gewesen wäre, würde es uns auch weiterhin geben. Warum sollte es 60 nur mit Ismaik geben? Mit ihm haben wir unsere Schulden in 10 Jahren, ich meine verachtfacht.

Widto
Widto (@guest_64836)
Gast
Reply to  Andi
22 Tage her

OK, vielleicht wäre wirklich der totale Neuanfang das richtige gewesen, sollte irgendwann der Aufstieg klappen, geht es wahrscheinlich schnell wieder runter, ausserdem wir hätten eine Bomben 3 Liga Truppe, wo wir mit ein zwei Neuen in Liga 2 bestehen können

Last edited 22 Tage her by Widto
Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Widto
21 Tage her

.. geht es warscheinlich schnell wieder runter.. vielleicht aber auch nicht – alles reine Vermutung. Wichtig wird bei einem Aufstieg ob man vernünftig bleibt oder nicht..

arik
arik(@ariksteen)
Reply to  Bine1860
21 Tage her

Wobei jetzt einige hoch und dann wieder runterkamen. Die Gefahr sollte man also nicht unterschätzen und zumindest im Hinterkopf behalten.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  arik
21 Tage her

Natürlich nicht, ich sage ja vernünftig bleiben – in jeder Hinsicht!

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  arik
21 Tage her

Und Würzburg zeigt, dass nach so einem “runter” auch ein deutlicher Zusammenbruch eintreten kann. Magdeburg hatte meiner Erinnerung nach auch ganz schön zu kämpfen nach deren Abstieg. Bei Braunschweig war es ähnlich, oder?

Man steigt mit einer weitgehend geschlossenen Mannschaft auf, kann in der 2. BL nicht wirklich mithalten, Trainer werden ausgetauscht, es geht wieder runter und dann zerbricht die ganze Mannschaft. So ungefähr nehme ich die Negativbeispiele wahr.

Man muss also schon arg aufpassen, dass man da nicht in eine Abwärtsspirale gerät.

uraltloewe
uraltloewe(@uraltloewe)
Leser
24 Tage her

Ein gutes Statement, das zum jetzt herrschende Miteinander passt. Da fehlt nur noch, dass er seine warmen Worte auch monetär unterfüttert, z. B. durch eine Spende zur Kaderergänzung😉.
Frohe Weihnachten allen Löwen.