Timo Gebhart #10 feiert heute seinen 29. Geburtstag. Das Löwenmagazin wünscht ihm baldige Rückkehr aufs Spielfeld, damit die Löwenfans mit ihm die Meisterschaft feiern können.

An seinem Ehrentag blicken wir auf seine bisherige Karriere zurück.

Anfänge der Karriere bei Sechzig

Bis zu seinem 12. Lebensjahr spielte er in seiner Geburtsstadt beim BSC Memmingen, ehe er zum FC Memmingen wechselte. Im Jahr 2004 wechselte er zu den Löwen, wo er in der Saison 2005/06 mit der B-Jugend Deutscher Meister wurde. In der folgenden Saison war er nicht nur Stammspieler in der A-Jugend, sondern debütierte einen Tag nach seinem 18. Geburtstag auch in der U21.
Nur vier Monate später kam es bereits zum Debüt bei den Profis. Bereits kurze Zeit später wurde er zum Stammspieler. Deshalb dauerte es nicht lange, bis andere Vereine auf ihn aufmerksam wurden. Schon in seiner zweiten Saison war die halbe Bundesliga an ihm interessiert. Deshalb wechselte er Ende Januar 2009 nach lediglich 37 Zweitligaspielen für 3,2 Millionen Euro Ablöse zum VfB Stuttgart.

Erfolge in der Bundesliga

Schnell wurde er in der Bundesliga zum Stammspieler. In seiner zweiten Saison spielte er mit dem VfB sogar in der Champions League, wo er sechsmal zum Einsatz kam. Zwar fiel er aufgrund diverser Verletzungen immer wieder aus, aber dennoch war er, wenn er fit war, meistens gesetzt. In dreieinhalb Jahren wurde er dort 76-mal in der Bundesliga eingesetzt.
Nachdem es in der Saison 2011/12 aufgrund der Verletzungen lediglich zu zwölf Einsätzen kam, wechselte er im Sommer 2012 zum 1. FC Nürnberg. Während er in der Hinrunde seiner ersten Saison dort noch gesetzt war, fiel er in den nächsten Jahren die meiste Zeit wegen Verletzungen aus.

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Vom Musterprofi zum Bad Boy

Timo Gebhart 1. FC Nürnberg
Timo Gebhart 2013 im Trikot des 1. FC Nürnberg

Während seinen diversen Verletzungen fiel er immer wieder durch Ausflüge in das Nürnberger Nachtleben negativ auf. Im Oktober 2013 wurde er in einer Diskothek von der Polizei festgenommen, nachdem er zuvor einen am Boden liegenden Mann gegen den Kopf getreten hatte. Bereits vier Monate später wurde er erneut festgenommen. Er hatte in einem Nachtklub eine Frau bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, weshalb er im Januar 2015 zu elf Monaten Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt wurde.

Nach seiner Verurteilung bekam er zunächst noch eine Chance bei den Nürnbergern, doch im Januar 2016 wurde der Vertrag von Gebhart aufgelöst. Bereits im Sommer war er nach einer neunmonatigen Verletzung zur zweiten Mannschaft degradiert worden. In dreieinhalb Jahren absolvierte er lediglich 33 Partien für den 1. FC Nürnberg.

Kurze Zeit später unterschrieb er einen Vertrag bei Steaua Bukarest. Doch auch dort fiel er mehr durch nächtliche Ausflüge auf als auf dem Platz. Bereits Mitte März 2016 verkündete der Präsident von Steaua deshalb, dass Gebhart in Bukarest keine Zukunft habe. Im Sommer 2016 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich Hansa Rostock an. Auch dort verfolgte ihn das Verletzungspech weiter. In der Saison 2016/17 absolvierte er lediglich 17 Spiele in der dritten Liga.

Rückkehr zu Sechzig

DFB-Pokal - TSV 1860 vs. FC IngolstadtNachdem Gebhart seinen Vertrag in Rostock nicht verlängern wollte, kehrte er im letzten Sommer zu Sechzig zurück. Dort wurde er schnell wieder zum Liebling der Fans. Von Beginn an konnte er die Anhänger durch seine Kunststücke begeistern. Gebhart war zu Beginn der Saison eindeutig der beste Spieler der Regionalliga. In den ersten acht Spielen der Saison erzielte er fünf Tore und bereitete vier Tore vor. Meistens konnten ihn die Gegner nur durch Fouls stoppen.

Erneutes Verletzungspech

Am neunten Spieltag verletzte er sich, als er bei einem Lauf im Rasen hängen blieb. Dabei zog sich Gebhart einen Muskelbündelriss zu, wegen dem er den Rest des Jahres ausfiel. Als er im Januar kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining stand, reagierte seine Achillessehne auf die erhöhte Belastung und verursachte Schmerzen. Deshalb fällt er mittlerweile immer noch aus. Seit einigen Tagen ist er immerhin zurück auf dem Trainingsplatz. Immer wieder wurde Gebhart in seiner Karriere von Verletzungen zurückgeworfen. Lediglich in zwei Saisons (2007/08 und 2015/16) blieb er von Verletzungen verschont. Es wäre ihm und den Löwen zu wünschen, dass er bald wieder auf das Spielfeld zurückkehren kann.

Gebhart meinte schon mehrfach, dass es ihm bei den Löwen sehr gut gefällt. Außerdem meinte er, dass er, unabhängig davon, ob der Aufstieg in diesem Sommer gelingt, an einer langfristigen Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages interessiert ist. Es besteht also Hoffnung, dass er den Löwen noch länger erhalten bleibt.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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tomandcherry
tomandcherry(@tomandcherry)
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3 Jahre her

Wenn man sich vollkommen unabhängig von Vereinszugehörigkeit und unvoreingenommen gegenüber der Person Timo Gebhart seinen sportlichen Werdegang durchliest, kann man durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass sein aktuelles Engagement bei 60 München so etwas wie die “allerletzte Chance im höherklassigen Fußball” (als solche würde ich die Regionalliga bezeichnen) ist.

Und abgesehen von der Handvoll Spiele, die er in der Hinrunde für 60 absolvierte, wird mir persönlich ein bisschen arg viel Hoffnung auf die restlichen Ligaspiele bzw. die beiden Relegationspartien gehegt, dass bis dahin mit einem Einsatz von TG zu rechnen ist.

Bei allem Respekt, aber wenn er nicht mehr so fit wird, dass er in dieser Saison nochmal für uns auflaufen kann, muss es trotzdem weitergehen und sollte der Aufstieg in Liga 3 dringend realisiert werden.

Auch wenn ich dem Menschen Timo Gebhart von Herzen alles Gute und baldige vollständige Genesung von seiner Verletzung wünsche, so dürfen wir nicht in den Fehler verfallen, den Erfolg des Saisonendspurts bzw. der Relegation an seinem (Nicht-)Mitwirken auf dem Platz festzumachen.

serkan
serkan(@serkan)
Leser
3 Jahre her

Guter Artikel! Endlich mal Zeilen, die Gebhart richtig einordnen. Ein zumeist verletzter Hochtalentierter, dessen Wert in der Öffentlichkeit gern überschätzt wird, weil er bei genauer Betrachtung kaum zum Einsatz kam und kommt. Sollten die Zeitungen auch mal in ihre Berichte einfließen lassen. Einzige Frage von mir: “reagierte seine Achillessehne auf die erhöhte Belastung nach dem Einstieg ins Mannschaftstraining.” Ist das sachlich richtig? Meines Wissens war Gebhart nach seiner Verletzung nie im Mannschaftstraining? Er hat individuelles Aufbautraining betrieben und ist dazu mit seinem persönlichen Physio im Winter nach Abu Dhabi. Als er zurück kam, war die Archillessehne überreizt.

buergermeister
buergermeister(@buergermeister)
Leser
Reply to  Serkan
3 Jahre her

Nein die war nicht direkt nach Rückkehr überreizt, das Ganze muss im Training in München passiert sein.

serkan
serkan(@serkan)
Leser
Reply to  Buergermeister
3 Jahre her

Nein die war nicht direkt nach Rückkehr überreizt, das Ganze muss im Training in München passiert sein.

Woher weißt du das? In der Presse stand es anders zu lesen. Siehe: https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/timo-gebhart-schuftet-in-wueste-fuer-comeback-treffen-mit-hasan-ismaik-9407739.html

“Die letzten Untersuchungen an seinem lädierten Muskel zeigen eine deutliche Verbesserung, sein Trainingspensum kann Gebhart stetig steigern. Sein Ziel: Er will im Januar und Februar die komplette Vorbereitung des TSV 1860 mitmachen.” Als er dann aus Abu Dhabi zurückkam war es Essig mit Vorbereitung.