Das Löwenmagazin wünscht Alexander Strobl, unserem Torhüter mit der Rückennummer 37, alles Gute zu seinem 25. Geburtstag.

Der Österreicher, der in Hallein in der Nähe von Salzburg geboren wurde, spielte in der Jugend beim SV Konkordiahütte-Tenneck, bei RB Salzburg und beim Linzer ASK. Doch der große Traum vom Profifußball ging für ihn zunächst nicht in Erfüllung. Ab 2010 spielte er im Herrenbereich in Österreich bei der zweiten Mannschaft des SV Grödig, beim TSV Neumarkt, der zweiten Mannschaft des Linzer ASK und bei Union St. Florian. Er pendelte zwischen der dritten und vierten Liga, zu mehr reichte es für ihn nicht.

Da er in Österreich nur wenig Erfolg hatte, wechselte er im Januar 2017 nach Deutschland zum TSV Buchbach, der in der Regionalliga Bayern spielt. Er wurde dort direkt zum Stammspieler, verpasste lediglich zwei von 13 Spielen. In der letzten Partie ging es im Fernduell mit dem SV Schalding-Heining noch um den direkten Klassenerhalt. Im Auswärtsspiel in Rosenheim stand es kurz vor Ende 2:2, als Strobl die Nachricht erreichte, dass Schalding gewonnen hatte. Dadurch benötige seine Mannschaft einen Sieg, um nicht in die Relegation zu müssen.
Als sein Verein in der sechsten Minute der Nachspielzeit durch einen Freistoß noch eine letzte Chance auf die Rettung bekam, wollte der Österreicher nicht von hinten tatenlos zusehen und machte sich auf den Weg in den gegnerischen Strafraum. Als der Ball in den Strafraum flog, sprang Strobl am höchsten und köpfte den Ball mit der letzten Aktion der Partie zum Siegtreffer ein. Somit gelang seinem Team doch noch der direkte Klassenerhalt und Strobl wurde zum Held in Buchbach.

Dennoch wurde Strobl nach dem Spiel verabschiedet, da er noch einen letzten Versuch im Profifußball wagen wollte. Als er gerade schon auf dem Weg in die Niederlande zur Unterschrift eines Profivertrages war, bekam er einen Anruf, der ihn zum Probetraining bei Sechzig einlud. Strobl setzte sich dort gegen mehrere Konkurrenten durch und unterschrieb einen Vertrag für ein Jahr bei 1860.

DFB-Pokal - TSV 1860 vs. FC Ingolstadt
DFB-Pokal – 83′ Strobl prallt mit Luzcano zusammen, Elfmeter für Ingolstadt – Diskussion mit Schiri

Da er sich gegen Marco Hiller nicht durchsetzen konnte, blieb ihm in der Regionalliga nur der Platz auf der Ersatzbank. Doch immerhin bekam er in den Pokalwettbewerben Spielpraxis. Während er in drei Partien im Toto-Pokal ohne Gegentor blieb, machte er im DFB-Pokal gegen Ingolstadt eine unglückliche Figur. Obwohl er viele gute Paraden hatte, blieben nur seine beiden Fehler von den Gegentoren in Erinnerung. Beim 0:1 lief er unnötigerweise raus, vor dem 1:2 verursachte er den wohl spielentscheidenden Elfmeter. Nach dem Spiel bewies Strobl Größe und gab zu, dass er in beiden Situationen gepatzt hatte.

Da Hendrik Bonmann mittlerweile einsatzfähig ist wird Strobl, solange Bonmann und Hiller sich nicht verletzen, nicht mal mehr auf der Bank der Profis Platz finden. Es ist gut möglich, dass er ab März dauerhaft das Tor der U21 in der Bayernliga hütet, in der er in dieser Saison bereits fünfmal spielte. Nach derzeitigem Stand der Dinge ist eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages relativ unwahrscheinlich.

 

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei