Wie bereits berichtet ist die B-Junioren-Bundesliga-Saison 2020/21 abgebrochen. Die U17-Löwen des TSV 1860 München werden sich bald in die Sommerpause begeben, doch davor galt es noch zwei Freundschaftsspiele zu absolvieren. Gegen den 1. FC Nürnberg und FC Ingolstadt 04. Für die jungen Nachwuchskicker, die viele Monate zurückstecken mussten, sicherlich eine schöne Aussicht. Grund genug darüber zu berichten.

Unglückliche Niederlage gegen Nürnberg

Nach über sechsmonatiger Spielpause trat die U17 der Junglöwen am Samstag, 15. Mai um 13.00 Uhr zu einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg in Kasing/Kösching an. Bei sommerlichen Temperaturen legten die Junglöwen furios los und kamen durch einen Lattenkracher von Devin Sür nach fünf Spielminuten fast zum 1:0. Den Nachschuss setzte Marosevic an den Außenpfosten. Nach einer überlegen geführten Anfangsphase kamen die Clubberer durch einen Konter im Nachschuss zum überraschenden 1:0. Wenige Minuten später konnte der Nürnberger Torwart einen Elfmeter der Junglöwen mit einer Glanzparade parieren. Die Junglöwen drückten weiter und kamen in der 40. Minute durch einen von Ouro Tagba eiskalt verwandelten Elfmeter zum verdienten Ausgleich. Die Schittenhelm-Elf blieb auch in der zweiten Halbzeit am Drücker, konnte ihre gut vorgetragenen Angriffe aber nicht präzise genug abschließen. In der 55. Spielminute liefen sie wieder in einen Konter, den die Nürnberger eiskalt zum 2:1 ausnutzten. Eine schlecht gestellte Mauer führte durch einen Freistoß aus 17 Metern zum 3:1 der Nürnberger. Trotz des Rückstands gaben die jungen Löwen nicht auf und kamen durch Friedrich zu einem Kopfball, der an den Pfosten knallte und auch im Nachschuss nicht in den Maschen landete. Fast im Gegenzug gelang den schnellen Nürnberger Stürmern das 4:1. Mit einem schön vorgetragenen Angriff konnten die Löwen durch Kloß nochmals auf 2:4 verkürzen, mussten dann aber in der Schlussminute noch das 2:5 hinnehmen. Insgesamt spiegelt die Niederlage nicht den Spielverlauf wieder. Die Junglöwen konnten sich aber durch unnötige Fehler im Spielaufbau und eine schlechte Chancenverwertung nicht für Ihre ordentliche Leistung belohnen.

Stark erkämpfter Sieg gegen die Schanzer

Im letzten Saisonziel kam die U17 am heutigen Freitagabend (21.05.2021) gegen die Jungschanzer vom FC Ingolstadt 04 zu einem verdienten 5:4-Sieg. Die Schittenhelm-Elf legte stark los und kam durch Treffer von Wicht und Ouro Tagba zu einer verdienten 2:0-Führung. Mit dem Halbzeitpfiff verkürzte der FCI auf 2:1. Durch Nachlässigkeiten in der Abwehr kamen die Schanzer Anfang der zweiten Halbzeit zu zwei schnellen Toren und es stand 2:3. Unsere U17 zog das Tempo wieder an und kam nach einem Eckball zum 3:3 durch Kloß und kurz darauf zum 4:3 durch einen Foulelfmeter von Cindric. Morgalla legte kurz darauf das 5:3 mit einem 20-Meter-Schuss nach. In der Schlussminute verkürzte der FCI nochmal auf 5:4. Nach einer sehr starken ersten Halbzeit war dies ein hochverdienter Sieg und Saisonabschluss für den starken 2004er Jahrgang.

Weiterentwicklung der Junglöwen trotz Spielverbot

Keine Spiele – nichts zu berichten? Nicht ganz. Auch wenn in der Bundesliga nichts ging, konnten die U17-Löwen mit einer Sondergenehmigung und unter strengen Hygiene-Maßnahmen zusammen mit sechs bis sieben U16-Kicker Anfang Januar wieder ins Training einsteigen. Es wurde viermal wöchentlich trainiert und meistens am Samstag gespielt. So wurden z.B. im Januar drei Spiele innerhalb der U17 mit einer Spielzeit von 2 x 30 Minuten absolviert. Im Februar gab es drei Freundschaftsspiele (2 x 45 Minuten) gegen die U19-Löwen, mit Ergebnissen von 0:2/1:2/0:2. U17-Cheftrainer Jonas Schittenhelm hat nicht nur alle Spiele vorbereitet, sondern auch nachbereitet, als wäre es ein Bundesligaspiel. Die Spiele fanden unter Beobachtung von Michael Köllner, Manfred Paula und Marco Haber statt. Die U17 konnte ihren älteren Kollegen mit hohem Tempo und starken Einsatz oft einiges entgegen bringen. Alle Spieler, inklusive der U16-Jungs, kamen auch zum Einsatz. Dem Trainer-Team ging es dabei nicht um Siege, sondern um die Weiterentwicklung der jungen Talente.

Ob bei den Trainingseinheiten oder den Testspielen, die Junglöwen haben sich stets strikt an die Hygieneregeln gehalten: erst 20 Minuten vor dem Training das Gelände betreten, in den Kabinen die Trennung auf Vierer-Gruppen einhalten, Mundschutz tragen und Ähnliches. Das Trainerteam hat den Jungs genau erklärt, dass es sich um ein Privileg handelt, welche keiner der Junglöwen in Gefahr bringen wollte.

Lob für das NLZ- und Trainer-Team aller Junglöwen

Wenn man sich bei den Eltern der Nachwuchsspieler umhört, gibt es über die Arbeit der Junglöwen-Trainer sowie der NLZ-Mitarbeiter nur Lobeshymnen zu hören. Die Spieler werden hervorragend betreut, es werden regelmäßig Gespräche mit ihnen geführt, bei denen es nicht nur um die sportliche Zukunft und Perspektive geht. Denn auf die schulische (Aus-)Bildung wird ebenfalls stark geachtet. Dies betrifft übrigens nicht nur die U17-Löwen, sondern alle Jahrgänge. Die Motivation und Hingabe aller Beteiligten ist groß. Neben den Videoschulungen für die einzelnen Mannschaftsteile wurde noch eine Studie im Bezug auf Verletzungsprävention mit der DHGS Ismaning durchgeführt.

Apropos Perspektive: Der U17-Kapitän Nathan Wicht sowie Mansour Ouru Tagba durften im Januar eine Woche bei den Profis mittrainieren und einige weitere Spieler nahmen am Fördertraining mit Oliver Beer teil. Sehr starke Auftritte in der U17-Bundesliga und eine gute Entwicklungskurve hatten neben den beiden vorgenannten auch Ivan Martinovic, Lukas Friedrich, Moritz Bangerter und Leo Morgalla, die man gewiss im Auge behalten wird. Insgesamt kann man sagen, dass Jonas Schittenhelm und sein Trainerteam eine hervorragende Arbeit geleistet haben und diesen Jahrgang, trotz dieser schwierigen Zeit, nochmals auf ein höheres Niveau gehievt haben.

Ab der kommenden Saison wird Jonas Schittenhelm U19-Cheftrainer. Die U17 übernimmt Felix Hirschnagl, der zuvor die U15 trainierte.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Chemieloewe
Chemieloewe (@chemieloewe)
Bekannter Leser
5 Monate her

Danke für den schönen u. sehr interessanten Bericht, liebe Tami. Das macht Mut, Freude u. Hoffnung auf unseren Nachwuchs. Hervorragende, ausgezeichnete Arbeit vom NLZ-Team!!! Danke, macht weiter so!!! Damit wird ein unschätzbarer Beitrag geleistet, werden die Grundlagen u. das tragfähige, nachhaltige Fundament für zukünftige Erfolge von Sechzig geschaffen. Eine super Erfolgsgeschichte, die sich stetig auszahlt. Löwenstark!!! 👏👍
Und heute gilt das alte Sprichwort (halt diesmal umgedreht): „Wie die Jungen, so die Alten“ – Ingolstadt besiiiiegen!!! 🙏👍👟⚽️🎯✌💙🦁💙✌💪😜

Last edited 5 Monate her by Chemieloewe