Günther Gorenzel hat der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben. Er spricht von einer sehr, sehr engen Kommunikation von der Geschäftsführung zu den Gesellschaftern und zwischen den Gesellschaftern. Er spricht von seinem Königstransfer Michael Köllner und vom Focus auf Sascha Mölders.

Es läuft an der Grünwalder Straße 114, wenn es nach 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel geht. Nicht nur zwischen der Geschäftsführung und den Gesellschaftern, sondern auch zwischen den Gesellschaftern. Auf der einen Seite HAM International Limited. Auf der anderen Seite der TSV München von 1860 e.V.. Es gäbe einen stetigen Austausch, betont Gorenzel gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Wöchentlich, betont der Geschäftsführer Sport. Mit unverschiedlichen Ansprechpartnern. Das sei von der e.V.-Seite nicht immer der Präsident. Und auf Investorenseite nicht immer Familie Ismaik.

Sein Königstransfer, so meint Günther Gorenzel, sei Michael Köllner. Er habe sofort gemerkt, dass Köllner Sechzig zu 120 Prozent versteht. Gorenzel und Köllner waren sich von Anfang an einig: „Wir müssen das Spiel noch mehr auf Sascha Mölders zuschneiden“. Es hätte auch andere Vorschläge gegeben. Gorenzel sei jedoch in die Gremien gegangen und hätte gesagt: „Das ist unser Mann! Und die Gremien sind mir in der Regel in den letzten Jahren gefolgt und vertrauen mir.“

Sascha Mölders steht im Focus. Auf ihn ist das Spiel zugeschnitten. Es gäbe jedoch auch einen Plan B. In Form des Modell Liverpool. Ohne klassischen Mittelstürmer. Dann, wenn Mölders ausfällt. Liverpool hat über die Seite mit Mané und Salah zwei Pfeile und in der Mitte Firmino. Neudecker sei also wie Firmino, fragen die Journalisten. „So ungefähr“, meint Gorenzel. So war das von Anfang an geplant.

Die Schnitttmenge der Gesellschafter: Der e.V. möchte möglichst wenig Darlehen von Ismaik annehmen und Ismaik möglichst wenig Geld ausgeben. Meinen die beiden Journalisten der Süddeutschen Zeitung. Gorenzel bestätigt die Theorie: „Genau – gut auf den Punkt gebracht!“ Effektivität sei nun das Schlüsselwort für diese Vertrauensbasis.

Es ist ein ausführliches Interview entstanden, bei dem Günther Gorenzel nicht nur über die Löwen spricht, sondern auch über seine Vergangenheit. Als Volleyballer in der österreichischen Bundesliga. Wie er im Fußball den Sprung ins Berufsleben schaffte. Oder darüber, dass er von senem Vater das Gen des Analytischen geerbt habe. Sein Vater war Mathematiker und Physiker.

Das Interview mit SZ Plus – Abonnement: https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-gorenzel-moelders-1.5210946?reduced=true. Das Interview befindet sich heute zudem in der Print-Ausgabe.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
5 2 votes
Article Rating
4 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments

Wolf
Leser
Wolf (@wolf)
16 Tage her

Von Gorenzel bin ich noch nicht so überzeugt.
Insbesondere sein Einkauf Biankadi läßt doch noch sehr zu wünschen übrig.

Loewenrudel
Leser
Loewenrudel (@loewenrudel)
17 Tage her

Habe das Interview in der SZ gelesen. Köllner und Gorenzel passen zu Sechzig.
Man sollte beide unbedingt weiter arbeiten lassen. Im Verein ist es momentan ruhig und die Perspektive passt.

United Sixties
Gast
United Sixties (@guest_53797)
16 Tage her
Reply to  Loewenrudel

Es ist momentan ruhig, weil wir sportlich noch gut stehen und realistische Chancen auf Platz 2-3 haben. Rutschen wir jedoch erneut auf Platz 8-10 ab, wird es medial und intern sicher unruhiger. Der Wiederaufstiegsdruck in der kommenden Saison wird deutlich höher und macht es nicht einfacher…aber so ist der Profifußball , ohne ausreichend Zeit für Entwicklung und vorrangig ergebnisorientiert. Damit muss Gorenzel klar kommen, der Trainer und wir leidgeprüfte Löwenfans ja auch.
Sein beschriebenes Konzept wird dann funktionieren, wenn das Umfeld und MEHRHEITSGESELLSCHAFTER ruhig bleibt UND weitere Verstärkungen funktionieren.
Heute wünsche ich mir wichtige drei Punkte für die weitere nötige Ruhe😉