Verena Dietl, Sport-Bürgermeisterin der Stadt München, brachte in einem Interview gegenüber der Abendzeitung das Stadionthema erneut in die öffentliche Diskussion. Der TSV 1860 reagiert nüchtern. Man hält es für zielführender, “wenn sich die jeweiligen Entscheider” der Landeshauptstadt mit der Geschäftsführung des TSV 1860 Müchen “direkt miteinander unterhalten”.

Die Sport-Bürgermeisterin der Stadt München hat sich und dem Oberbürgermeister wahrlich keinen Gefallen in der Stadiondiskussion getan. Während Oberbürgermeister Dieter Reiter noch vor einigen Wochen behauptete, alle Unterlagen lägen längst zur Verhandlung auf dem Tisch des TSV 1860 München und man könne sich nur nicht auf eine Miete einigen, behauptet Dietl nun, man könne die Miete gar nicht berechnen. Weil man noch auf Unterlagen seitens der Löwen wartet. Ein wirklich gutes Bild gibt die regierende SPD nicht ab (siehe auch Kommentar: Die Stadion-Harlekinade und das Kommunikationsproblem der Stadt München).

Auf Anfrage der Abendzeitung antwortet nun Marc-Nicolai Pfeifer, Geschäftsführer des TSV 1860, zu den Aussagen von Verena Dietl kurz und knapp:

“Zum in letzter Zeit sehr rege öffentlich diskutierten, womöglichen Ausbau des Grünwalder Stadions haben wir sehr viele Anfragen erhalten. Wir sehen es im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit als zielführend an, wenn sich die jeweiligen Entscheider der LHM1 mit der Geschäftsführung von 1860 München direkt miteinander unterhalten.”

Der TSV 1860 München hofft also auf direkte Verhandlungen und keine weitere offene Kommunikation über die Zeitung oder Talkshows.


1 LHM = Landeshauptstadt München

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maximus Löwe
maximus Löwe (@guest_62417)
Gast
7 Tage her

Ohne das Go von HI geht gar nix!
Das wurde von den Investoren Bashern immer verdrängt.

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62373)
Gast
7 Tage her

Für mich ist ein Interview keine Talkshow aber der Rest passt.

andi
andi(@andi)
Leser
7 Tage her

Mit Sicherheit der richtige Weg, dennoch möchte ich als Fan auch mal abgeholt werden wie sechzig nun zum GWS steht. Außerdem könnte man den unsäglichen Gerüchten entgegen treten dass es ja nur um 3000 Plätze mehr geht.

nofan
nofan (@guest_62374)
Gast
Reply to  Andi
7 Tage her

(  Andi )
Das Argument, der Umbau würde wegen 3.000 Plätze erfolgen, kann nicht aus der Welt geschafft werden. Es dient wider besseren Wissens lediglich den AA- und/oder Oly-Anbetern als Killerphrase, um den Umbau des GWS zu einem insgesamt zeitgemäßen Stadion zu diskreditieren.

Genau so wenig ist es möglich, das Märchen aus der Welt zu schaffen, 1860 hätten die Spiele in der AA einen Überschuss ein gebracht.

Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
Redakteur
8 Tage her

Von Seiten des TSV her ist es in dieser Sache relativ ruhig, da wird nicht ständig über die Medien versucht, einen gewissen Druck auf das Rathaus zu machen. Aber es ist auch verständlich, dass die Fangemeinde informiert werden möchte. Vor allem aber auch nach der Vorgeschichte und der “Hinhaltetaktik”, wenn man sich die letzten 12 Monate so ansieht. Wenn dann von der politischen Seite auch noch unterschiedliche Meinungen öffentlich an den Tag gelegt werden, wie es jetzt der Fall ist, dann muss man sich schon fragen: was passiert hier?

Es wäre sinnvoll, wenn sich beide Seiten zeitnah zu einem Treffen verabreden könnten, ohne Öffentlichkeit und sozusagen auch Nägel mit Köpfen machen. Konkret und Zielgenau. Was man in letzter Zeit lesen konnte, der TSV wäre dazu bereit, aber da steht er wohl allen auf weitem Flur. Und er tut gut daran, sich nicht öffentlich an einer Schlammschlacht und Schuldzuweisungen, warum es nicht weiter geht, aktiv zu beteiligen. Die Stadtverwaltung schafft es auch so, unglaubwürdig zu wirken. Sie sollte auch – gegenüber dem TSV – reinen Wein einschenken, damit man weiß, wo man steht.

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
8 Tage her

Off topic :Meppen spielt echt stark💪