Groundhoppers 1860 – Interview mit Präsident Robert Reisinger (Teil 1)

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Robert Reisinger, Präsident des TSV München von 1860 e.V., stand den Groundhoppers 1860 für ein Interview zur Verfügung. Ein Interview fernab jeglichen journalistischen Mainstreams. Reisinger stets nüchtern und mit klaren Worten.

Groundhoppers 1860: Hallo Herr Reisinger, zuerst einmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, um uns einige Fragen zu beantworten. Es ist kein Geheimnis, dass wir absolute Befürworter des sogenannten „Sparkurses“ des jetzigen Präsidiums sind. Wir möchten Ihnen aber auf dieser Plattform auch gerne die Möglichkeit bieten, auf immer wieder vorgetragene Kritikpunkte zu reagieren und ggf. einiges klarzustellen. Zu Beginn eine private Frage: Wie geht der Mensch Robert Reisinger, der als Präsident des TSV 1860 München in den sozialen Netzwerken von Gegnern des sogenannten „Sparkurses“ immer wieder verbal massiv angegangen, beleidigt und teilweise sogar bedroht wird, mit diesen Anfeindungen um? Das kann doch nicht spurlos an Ihnen vorbei gehen?

„… das Normalste der Welt, nur soviel auszugeben, wie man auch einnimmt.“

Robert Reisinger: Zunächst kann ich mit dem Begriff „Sparkurs“ wenig anfangen – nach meinem Verständnis ist es das Normalste der Welt, nur soviel auszugeben, wie man auch einnimmt. Angespart im eigentlichen Sinne des Begriffs wird dadurch ohnehin noch nichts. Die angesprochenen Angriffe gehen psychisch weitgehend spurlos an mir vorüber, weil ich anonym im Internet vorgebrachte Beleidigungen nach Möglichkeit ausblende.

Groundhoppers 1860: Lesen Sie diese Beleidigungen eigentlich und sind Sie schon einmal juristisch gegen einen Schreiber, der Sie beleidigt hat, vorgegangen? Ein beispielhafter Leserkommentar auf dem Internetblog „dieblaue24“ sei hier exemplarisch zitiert: „Das (Anmerkung der Redaktion: Robert Reisinger) ist der asozialste Depp, der je bei einem Verein als Präsident tätig war! Und das in ganz Deutschland!!! Der Kohlkopf lässt den TSV 1860 lieber verrecken um seinen Willen durchzusetzen! Wie schon gesagt, der muss weg, egal wie!!!!! Und sein Anhang dazu!!!!!“ (Anmerkung: Wir haben einige eklatante Rechtschreibfehler ausgebessert, die Ausrufezeichen waren aber auch in dieser Anzahl im Original zu sehen). Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie diese Zeilen lesen, die durchaus als Bedrohung gesehen werden können?

Robert Reisinger:Ich selbst lese so ein Zeug nicht, aber es schicken mir immer wieder Mitglieder Screenshots, wenn – wie im von Ihnen genannten Beispiel – Grenzen überschritten werden. Es stimmt, dass ich im letzten Sommer Strafanzeige gegen einzelne Kommentatoren, die mich im Internet übel persönlich diffamierten und beleidigten, gestellt habe. Ich musste ein Zeichen setzen. Danach ging es eine Zeitlang gesitteter zu. Im Moment scheint es wieder schlimmer, wenn ich die Nachrichten, die ich bekomme, als Maßstab nehme. Das Problem sind aber nicht nur die Urheber solcher Kommentare, sondern mehr noch diejenigen, die als Medienschaffende so etwas billigen, oder durch demagogische Berichterstattung befördern. Das wirkt zerstörerisch für unseren Verein und muss überwunden werden. Ein solcher Umgang miteinander ist nicht nur unter Löwen völlig unangebracht. Erfreulicherweise gelten diese Ausfallerscheinungen aber nicht für die Münchner Zeitungen. Dort wird im Allgemeinen fair gearbeitet.

Groundhoppers 1860: Nicht nur Sie, sondern auch Ihre Wähler, die stimmberechtigten Mitglieder auf der Mitgliederversammlung werden besonders in den Kommentarspalten auf „dieblaue24“ immer wieder massiv beleidigt. „Reisinger und seine Giftmischer“, „ein paar hundert besoffene und meist geistig limitierte Ultras“, „erbärmliches Stimmvieh“ und „Lügner und undankbare Bettler“ sind nur einige ausgewählte Beispiele. Müssen sich die Mitglieder des TSV 1860 München e.V., die Ihnen auf der Mitgliederversammlung die Stimme gegeben haben, so bezeichnen lassen?

Robert Reisinger: Natürlich müssen sich Mitglieder das nicht gefallen lassen, aber ich möchte an alle appellieren, bei solchen verbalen Angriffen die Ruhe zu bewahren, auch wenn es manchmal schwer fallen mag. Der besondere Schutz der Meinungsfreiheit gilt auch für irrationale Ansichten oder emotionale Ausbrüche. Ich denke, wer Äußerungen wie in Ihren Beispielen tätigt, disqualifiziert sich damit selbst. Mit solchen Menschen macht es wenig Sinn eine Diskussion zu führen, denn daran sind sie ohnehin nicht interessiert. Wer sich nicht an zivilisatorische Mindeststandards hält, kann als Gesprächspartner nicht ernst genommen werden.

Groundhoppers 1860: Sie selbst haben ja auf den letzten beiden Mitgliederversammlungen den Blogbetreiber – ohne ihn direkt zu nennen – deutlich angesprochen und um mehr Fairness in der Berichterstattung gebeten. Nach unserem Eindruck verhallte dieser Appell ungehört, gefühlt mindestens 2x täglich werden Sie dort massiv kritisiert, Ihnen werden die verschiedensten Versäumnisse und Unwahrheiten vorgeworfen. Können Sie sich erklären, woher diese Abneigung gegenüber Ihrer Person kommt?

Robert Reisinger: Nein, und es beschäftigt mich auch nicht.

Groundhoppers 1860: Ein Angriffspunkt von „dieblaue24“ ist z.B. immer wieder die angeblich so desaströse Jugendarbeit und dass sowohl die U19 als auch die U17 nicht mehr in der Bundesliga spielen. Warum machen Sie nicht öffentlich deutlich, dass die sportlichen Abstiege der beiden Mannschaften bereits vor Ihrem Amtsantritt unter der Ägide Cassalette/Ismaik zu verantworten sind?

Robert Reisinger: Nach meiner Einschätzung können differenziert denkende Menschen schon die Zusammenhänge erkennen. Andere argumentieren nur nach ihrer Ideologie und wenn die nicht mit der Realität übereinstimmt, dann ist eben die Realität falsch. Klarstellungen können in solchen Fällen nur schwer etwas bewirken. Unabhängig davon ist unsere Jugendarbeit nicht desaströs. Eine solche Behauptung ist eine Unverschämtheit gegenüber den dort tätigen Mitarbeitern und wird der geleisteten Arbeit in keiner Weise gerecht.

Groundhoppers 1860: Ein weiteres Thema beschäftigt derzeit die Löwenfans. Die vom Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter angekündigte Machbarkeitsstudie über eine mögliche Kapazitätserweiterung des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Sie halten sich mit publikumswirksamen Wasserstandsmeldungen in dieser Frage zurecht sehr zurück. Trotzdem ein Versuch: Wann ist hier mit den ersten Ergebnissen zu rechnen und gibt’s da bei Ihnen ein Bauchgefühl, wohin die Reise geht?

Robert Reisinger: Netter Versuch, aber es hat schon seinen Grund, warum es von Vereinsseite und auch von der KGaA keine Wasserstandsmeldungen oder Bauchgefühle dazu gibt. Wir warten die Ergebnisse ab und dann sehen wir weiter. Ich denke, im Juni könnte es soweit sein.

Groundhoppers 1860: Nochmal zur Thematik Stadion. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Stimmen, die ein großes, neues Löwenstadion forderten. Im Jahr 2016 sprach Hasan Ismaik über einen Neubau mit 52.000 Zuschauern, der damals als Investor im Gespräch befindliche Gerhard Mey von einer Kapazität von 40.000 Zuschauern und Kurzzeit-Verwaltungsrat Athanasios Stimoniaris erst vor kurzem von einem Stadionneubau mit mindestens 35.000 Zuschauern. Wo sehen Sie eine realistische Größenordnung eines Stadions, in dem die erste Mannschaft des TSV 1860 München ihre Heimspiele austragen soll?

Robert Reisinger: Wenn man die Zuschauerstatistik der vergangenen zehn Jahre als Basis nimmt, denke ich, sollten es zwischen 20.000 und 25.000 sein – plant man einen kompletten Neubau, wären aus wirtschaftlicher Sicht 28.500 Plätze sinnvoll. Das Wichtigste aber ist: Die KGaA braucht eine Spielstätte, die, egal in welcher Liga, wirtschaftlich zu betreiben ist! Wir und andere Klubs in Deutschland haben sich schon mit Stadionprojekten gewaltig verhoben. Das darf uns nicht nicht nochmal passieren.

Groundhoppers 1860: Immer wieder ist von ca. 10.000 ausgesperrten Fans pro Heimspiel die Rede, die angeblich keine Karten für die Löwen bekommen haben sollen. Die Realität sieht anders aus, gegen Spitzenreiter Osnabrück gab es am Tag vor dem Spiel noch Tickets, das Heimspiel gegen den VfR Aalen war mit 14.100 Zuschauern nicht ausverkauft. Wir sehen zwar die Problematik, dass Fanclubs jetzt kaum noch 40 bis 50 zusammenhängende Karten für ein Spiel bekommen können, von einer großen Anzahl an ausgesperrten Fans zu sprechen, halten wir aber für übertrieben. Wie ist hier Ihr Meinungsbild bzw. wenden sich Fans mit dieser Beschwerde auch an Sie?

„Die angeblich ausgesperrten 10.000 Fans sind ein Märchen und entbehren jeder Realität.“

Robert Reisinger: Sicher ist es nicht mehr so einfach wie noch in der Allianz Arena an Karten für ein Spiel der Löwen zu kommen. Die Auslastung ist eine ganz andere. In der Regionalliga-Saison haben sich sehr viele Fans und Mitglieder bei mir gemeldet und ich habe versucht diesen zu helfen. Seit der Aufstockung auf 15.000 Zuschauer sind entsprechende Anfragen nahezu auf Null gefallen. Nach meiner Erfahrung bekommt jeder, der sich zeitig um eine Karte kümmert, auch ein Ticket für das gewünschte Spiel. Die angeblich ausgesperrten 10.000 Fans sind ein Märchen und entbehren jeder Realität.

Groundhoppers 1860: Wir sehen bei den Löwen einen treuen Zuschauerstamm, der auch an einem Dienstagabend gegen einen unattraktiven Gegner in das Stadion kommt bei ca. 15.000. Dieser Kern zählt zu den treuesten Fans in ganz Deutschland, die Löwen sind aber – wie auch ein Blick auf den Zuschauerschnitt der letzten Jahrzehnte zeigt – kein Verein, der die ganz großen Fanmassen anzieht. Uns würde Ihre Meinung dazu interessieren, wie schätzen Sie das Potential der Löwen ein?

„… halte 25.000 Zuschauer für eine realistische Größenordnung“

Robert Reisinger: Wie gesagt, ich halte 25.000 Zuschauer für eine realistische Größenordnung, wobei ich auch dann nicht an eine dauerhaft hundertprozentige Auslastung des Stadions glaube. Aber es wäre ein Kompromiss, um auch für sogenannte Spitzenspiele ausreichend Tickets vorrätig zu haben. Ich möchte auf keinen Fall mehr die Situation wie in der Arena haben, dass gegnerische Fans und Eventpublikum das Gros der Zuschauer stellen.

Groundhoppers 1860: Herr Reisinger, vielen Dank für den ersten Teil des Gespräches, Teil zwei folgt morgen hier auf Groundhoppers 1860.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Hubertus Holzinger
Leser

Respekt RR! Endlich klare Kante gegen diesen Hetzer von OG. Aber bitte ziehen Sie such die Reißleine im Stadion und entziehen Sie ihm die Akkreditierung nebst Berichterstatterplatz. Der Mann berichtet nicht, sondern hetzt. Also:
Hausverbot für Hetzer!
Andernfalls werde ich die Haupttribüne verlassen müssen. Ich teile das Nest nicht mit einem pathologischen Nestbeschmutzer.

Serkan
Leser

Eine Antwort auf deine Forderung hat Reisinger bei den groundhoppers1860 o.s. gegeben: „Der besondere Schutz der Meinungsfreiheit gilt auch für irrationale Ansichten oder emotionale Ausbrüche.“ Die Meinung teile ich. Anstatt die Haupttribüne zu verlassen, geh doch zu ihm hin und sag ihm höflich, was dich stört. Wird natürlich nichts ändern und in Gebrüll enden. Schon klar. Aber, du hast es dann immerhin persönlich getan. Begriffe wie „pathologischer Nestbeschmutzer“ sollte man als Kritiker übrigens niemals in den Mund nehmen. Eine reale Person anonym in einem Forum für geisteskrank zu erklären, entspricht sicher auch nicht den von Reisinger angesprochenen „zivilisatorischen Mindeststandards“.

Hubertus Holzinger
Leser

Serkan:
Erstens habe ich OG auf der Haupttribüne mehrfach meine Meinung gesagt. Er genoss dabei den besonderen Schutz der Familie Bierofka, weswegen es völlig sinnlos war, ihn dazu zu bewegen, seine Hetze einzustellen.
Zweitens: Ich wiederhole, dass OG ein „pathologischer Nestbeschmutzer“ ist. Da ich aus der psychotherapeutischen Branche komme, darf ich sehr wohl das Wort „pathologisch“ verwenden, was übrigens ganz und gar nicht „geisteskrank“, sondern „krankhaft“ bedeutet. Und OG ist definitiv ein krankhafter Hetzer. Wenn Du meinst, dass es kein „zivilisatorischer Mindeststandard sei, eine krankhaft agierende Person als krankhaft zu bezeichnen, haben wir unterschiedliche Auffassungen.
Drittens: Wiederhole ich meine Aufforderung an das Präsidium, einem privaten Blogger die Presseakkreditierung zu entziehen und ihm Hausverbot zu geben. Wer Lügen als journalistische Wahrheiten verbreitet, gehört des Hauses verwiesen.

Redaktionsleitung
Redakteur

Wir verstehen diese Argumentation und sie verstößt auch nicht gegen unsere Nettiquette. Aus deiner fachlichen Sicht ist das gut dargestellt. Für den durchschnittlichen Fan kann dies aber auch falsch herüberkommen. Das bitte immer auch berücksichtigen.

Hubertus Holzinger
Leser

Im Gegensatz zu OG würde ich nie einen Menschen diskreditieren, nur weil mir seine Nase nicht passt, geschweige denn ihn mit Ausdrücken bewerfen, die unanständig und unehrenhaft sind. Wer derart mit Hass und Schmutz agitiert wie OG und viele seiner Robots oder instrumentalisierten Mithetzer, zugleich aber alles löscht, was ihm nicht in den ideologischen Kram passt, muss sich gefallen lassen, dass sein Tun als gleichermaßen hochgradig pathologisch eingestuft wird wie etwa das eines amtierenden amerikanischen Präsidenten. Wer seine selbstkreierten Fakenews am Ende auch noch glaubt und darauf ganze Argumentationsketten aufbaut, ist ein pathologischer Mensch.

anteater
Leser

Ja, krankhaft erscheint mir das bei OG auch.

Bluemuckl
Leser

Der erste Teil des Interviews ist aus meiner Sicht seitens der Fragestellung bisserl arg Mordor-lastig, aber Robert Reisinger geht damit scheinbar sehr souverän um, Respekt.

Mich persönlich interessiert es natürlich schon, wie der Präsident über die Machenschaften von Schlangenzunge denkt, trotzdem wird diesem „Medium“ damit wieder Aufmerksamkeit zu Teil, die es einfach nicht verdient hat, ist es doch ein Destillat der niedersten und abgründigsten Aspekte der Bild, TZ und AZ mit einem kräftigen Schuß Lobbyismus abgeschmeckt.

Ich bin auf die Fragen im zweiten Teil gespannt, gäbe es doch durchaus noch weitere, interessante Themen…

ArikSteen
Redakteur

Mir ist das persönlich auch zu sehr in diese Richtung gefragt. Aber es sind eben Fragen von reinen Fans und das ist durchaus interessant, was sie beschäftigt und ihnen im Kopf rumgeht. Wären sie Teil des Löwenmagazin-Teams hätte ich wahrscheinlich das etwas umformuliert und die Fragen geändert. Ich bin ganz froh drum, dass das nicht so ist. das Löwenmagazin ist dann doch häufig zu sehr bedacht so etwas zu verhindern. Deshalb finde ich es ganz erfrischend. Wir haben übrigens selbst auch erst Einblick in das Interview wenn es tatsächlich zur Veröffentlichung kommt.

tomandcherry
Leser

Das wirklich Gefährliche an dem „unaussprechlichen Internetmedium, das sich ausschließlich mit dem TSV 1860 München beschäftigt“, ist die Lenkung von Meinungen durch bewusste Fehl-/Falschinformationen.

Gerade weil dort relativ häufig andere Meinungen, die sich kritisch mit „seiner“ Berichterstattung auseinandersetzen, entweder ins vermeintlich Lächerliche gezogen oder komplett zensiert werden, wirkt so mancher „Skandal“ wie ein Brandbeschleuniger.

Gegendarstellungen bzw. Richtigstellungen kann man m.W. nicht von „ihm“ verlangen, weil es je nach Definition ein „privater Blog mit privater Meinungsäußerung“ ist und somit keinerlei journalistischen Qualitätsstandards unterliegt?

Ich vermeide seit Längerem dort mitzulesen geschweige denn mitzukommentieren. Das Niveau wurde immer armseliger und die immer gleichen Phrasen, die gerne mit „Ruinenanbeter“, „Oettinger“, „Pyro-Deppen“ usw. daherkommen, langweilen irgendwann nur noch.

R. Reisinger hat jedenfalls meinen Respekt für seine – jedenfalls nach Außen dargestellte – ruhige und besonnene Art. Dass man sich bei solchen „Meinungsäußerungen“, wie den im Interview beschriebenen, noch so gut im Griff haben kann ist wirklich bewundernswert.

Banana Joe
Leser

Seitdem ich da nicht mehr lese, geht’s mir in Bezug auf 60 auch wesentlich besser! Der Griss ist eigentlich eine arme Sau (darf ich das hier umgangssprachlich so sagen?). Er wird halt jetzt von Ismaik auf irgendeine Weise unterstützt, ich erinnere mich noch an vor ein paar Jahren, als auf DB24 jeden Tag kritisches über Ismaik zu lesen war, und da war ich eher einer von denjenigen, die gesagt haben „Jetzt lasst den guten Mann doch endlich mal machen und investieren“. Irgendwann wird diese wie auch immer geartete Unterstützung aus Abu Dhabi wegbrechen, was dann? Dann dreht sich Griss wieder wie ein Fähnchen im Wind, nur wird es da zu spät sein, seine „Credibility“ hat er dann schon lange verspielt.

Ihm ist es aber ganz recht, was auf seinem Blog in den Comments so abgeht. Kontroverse Diskussionen und Beleidigungen sorgen für Klicks und Klicks bringen Geld. Und in dem Punkt ist er sich selbst der nächste. Ihm geht es doch schon lange nicht mehr um den TSV, ihm geht es darum, schöne Instagram Bildchen aus Ibiza posten zu können oder Bilder mit teueren Autos oder Klamotten. Ein Selbstdarsteller vor dem Herrn. Da passt der Spruch wirklich: „Viele leben für den Verein, einige leben vom Verein“.

Und der Großteil der Kommentatoren sind auch erbärmliche Würstchen. Wer den ganzen Tag von früh bis spät im Blog rumhängt und alles kommentiert, jeden Tag, ja was soll man von so einem halten? Sind die alle arbeitslos oder Rentner? Und zuhause hat die Frau die Hosen an, die Kinder tanzen ihnen auf der Nase rum, also muss man seinen Frust in irgendwelchen Blogs abladen. Das muss einem da echt zu doof werden. Auf der MV zeigt sich dann eh niemand und wenn doch geht’s früh nach Hause, um sich am nächsten Tag über unsinnige Anträge aufzuregen.

Ach was soll’s.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es für Reisinger und einige andere schwer ist, den Griss vom Gelände zu verbannen, sein Hausrecht auszuüben und ihm die Akkreditierung zu entziehen. Er wird sich als Märtyrer hinstellen… aber kann’s medial noch schlimmer werden? Ich weiß es nicht! Aber meiner Meinung nach gehört sich dieser Typ weg!

Baum
Leser

Da hat aber ein gewisser Blogger lange überlegen müssen bis er seine „Gegendarstellung“ veröffentlicht hat. Er distanziert sich darin deutlich von „demagogischer Berichterstattung“ um im gleichen Statement genau so weiter zu machen wie gehabt. Kannst dir nicht ausdenken…

Serkan
Leser

Auf Wikipedia findet sich als heutige Definition für Demagogie u.a.: „Demagogen suchen nicht das Beste für alle, nicht Wahrheit, nicht Gerechtigkeit, sondern nur geeignete Mittel, ihr persönliches Interesse (bzw. die Interessen derer, welche sie vertreten) als das Allgemeine und ihre Entscheidungen als die einzig Richtigen darzustellen. Ihre Diskussionstaktik: skandalöse Ausfälle, Gegenangriffe, unbeweisbare Behauptungen über das Wesentliche. Ihre Methode: alles zum eigenen Nutzen und zum Schaden des Opponenten interpretieren, bis hin zur offensichtlichen, unverfrorenen Lüge.“ Anhand der Kriterien kann jeder selbst überlegen, wie weit das auf die kritisierte Plattform zutrifft.

Tami Tes
Redakteur

Ich lese dort nicht, aber ich kann mir vorstellen, was nun abgeht. Solche Fragen an Reisinger in einem Interview sind eher ungut und diese störten mich bereits beim Lesen (insbesondere, da es gleich mehrere sind). Ich verstehe was Groundhopper damit erreichen wollte, aber das kann eben nach hinten los gehen (oder ist es schon?), da sie dort nun wieder genug Futter haben, um erneut auf RR zu schießen. Das haben sie sicher auch vor wenigen Tagen gemacht, als die Vereinszeitung rauskam und heute geht es sicher weiter.

Ich weiß – im Grunde braucht man da nicht wirklich starke Gründe, um gegen unser Präsidium zu schießen, aber mit dem Interview hat man halt weitere Munition geliefert.

Baum
Leser

Es ist vollkommen egal was Reisinger macht oder nicht macht. Jeder dort wird mit Schimpf und Schmutz beworfen wenn er nicht die Meinung dieses Bloggers vertritt. Sagt er nix ist er der „Depp“, sagt er was genauso. Der Mann ist so dermaßen von Hass auf Reisinger zerfressen das ihm gelinde gesagt jedes Mittel recht ist. Aber eigentlich ist er ja nur an Profifussball und nicht an Vereinspolitik interessiert. rolling

Tami Tes
Redakteur

tomandcherry anteater Baum
Ich bin ja bei euch und sehe es ja auch so. Was ich aber in der Zwischenzeit gelernt habe, ist, dass solche Leute unbelehrbar sind und ein Umdenken nicht stattfinden wird. Seit Jahren probieren es dort genügende sachlich und kompetent zu argumentieren und zu erklären. Nichts hat sich geändert. Auch hier ist es ähnlich, wenn sie hier schreiben.
Die Anonymität erleichtert es enorm, sich so zu äußern, wie man sich ggf. im wahren Leben nicht trauen würde.
Natürlich muss man dennoch dranbleiben und dagegenwirken. Deshalb versucht das Löwenmagazin ja auch immer wieder Sachverhalte klar zu stellen, wenn Fehlinformationen lanciert oder wichtige Infos unterschlagen werden.

Auch der OG wird sich nicht ändern, da er sonst seine Einnahmen verliert oder eben schmälert. Dickes Fell hat er, das muss man ihm lassen.

Vielleicht ist es der weibliche Schutzimpuls, aber ich würde eben auf dem Thema nicht so oft rumreiten und es bei einer gezielten Frage belassen. Im Grunde hat Reisinger auch in der Vereinszeitschrift genau dieses Thema deutlich angesprochen und seine Bootschaft gesandt.

anteater
Leser

Dickes Fell? Hm, ja, ich glaube, dass ich den Typen mal gesehen habe an der Geschäftsstelle. Fährt der einen Range Rover? Fell hab ich jetzt keines, aber besser in Form als der Typ bin sogar ich.

Bei ihm ist es, glaube ich, komplette Ignoranz, möglicherweise gepaart mit einer ordentlichen Portion Hybris und/oder Selbstüberschätzung. Wirkt alles nicht wirklich gesund, aber was weiß ich schon.

Na ja, eigentlich ist es der Typ für mich nicht wert, dass man sich mit ihm beschäftigt. Lass uns über was wichtigeres schreiben. Ganz schön dunkel draussen, oder wink

Tami Tes
Redakteur

Ja – irgendwie ist die Nacht schon eingebrochen und wo hat sich bloß der Mond versteckt? … nur noch 1,5 Mal schlafen und dann geht es nach Cottbus. Freue mich, wenn wir uns dann auch live kennenlernen.

anteater
Leser

Du wirst schockiert sein! Ein Sechzger ohne Dialekt… wink

anteater
Leser

Ich verstehe, was Du meinst, aber jene, die jetzt gegen Herrn Reisinger wettern, das sind doch sowieso verlorene Gestalten insofern, dass die so von ihrem Hass erfüllt sind, dass sie für eine sachliche Diskussion nicht zugänglich sind. Das Interview ändert also nichts für sie, aber der offen lesende Sechzger (m/w), der könnte dann doch ins Grübeln kommen und vielleicht mal erkennen, dass das mit diesem bestimmten Blog nix is.

tomandcherry
Leser

@ Tami Tes

„im Grunde braucht man da nicht wirklich starke Gründe, um gegen unser Präsidium zu schießen, aber mit dem Interview hat man halt weitere Munition geliefert.“

Naja, also wenn man sich jetzt aufgrund einer sehr wahrscheinlichen Reaktion seitens des „Investoren-freundlichen Internet-Blog“ wortwörtlich den Mund verbieten lassen würde bzw. keine „unangenehmen Fragen“ mehr stellen bzw. diese beantworten würde, dann wäre der Anfang vom Ende demokratischer und freier Pressearbeit gekommen.

Gerade weil dort auch mit „scharfer Munition geschossen“ wird und man seitens der KGaA-Versteher nicht gerade die feine englische Art der Kommunikation wählt, ist es doch nur recht und billig, einmal (!) überdeutlich auf diese teilweise unterirdische meinungsbildende Art und Weise hinzuweisen.

Es wird doch niemand ernsthaft bestreiten, dass man R. Reisinger und andere Verantwortliche in Kommentaren größtenteils beleidigt und der Blogbetreiber seiner Pflicht, solche unzweifelhaften Beleidigungen zu entfernen, teilweise nur sehr widerwillig nachkommt?

Andererseits werden e.V.-freundliche Kommentare oder Kritik an der überwiegend einseitigen Berichterstattung sehr schnell „mit dem Bannstrahl“ belegt.

Ich sehe das Interview der Groundhoppers deshalb als legitime Art der Richtigstellung von Falschbehauptungen durch die andere Website und deren Anhänger.

anteater
Leser

Eigentlich schwer vorstellbar, dass jemand den Mist liest und zugleich ernst nimmt. Wobei, die Leute kaufen auch die Bild und wählen AfD.

jürgen (jr1860)
Leser

Da hast du leider recht

Bin nur überrascht wie penetrant und lange das ganze geht.
Und der Löwenkosmos ist doch so klein, dass das Ganze leider nicht wie bei BLÖD und AfD zu ignorieren ist… 😲
Leider 💩

anteater
Leser

Na ja, dort wo ich derzeit wohne, da ist das mit den AfDern auch nicht zu ignorieren.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

OMG sein Blog ist nicht nur höchst manipulativ sondern auch sehr demokratiefeindlich, da die Kommentare/Kommentatoren selektiert werden.

Lawie
Gast
Lawie

Top Mann unser Präsi. bin froh das wir Ihn haben !!!!

anteater
Leser

„Nach meiner Erfahrung bekommt jeder, der sich zeitig um eine Karte kümmert, auch ein Ticket für das gewünschte Spiel.“

Genau so ist es!

Banana Joe
Leser

Hab immer eine Karte bekommen, wenn ich eine wollte, war nie ein Prob auch mehrere zusammenhängende zu beschaffen. Sind immer 5-7 Leute, die zum Spiel fahren. Und waren sie mal nicht zusammenhängend, hat man sich halt im Block „arrangiert“. Geht ois! smile

jürgen (jr1860)
Leser

stimmt smile

hoffe aber trotzdem für 2 Dauerkarten für die Stehhalle nächste Saison. Hab aber für diese Saison für alle Spiele die ich konnte (2 ausgelassen wegen Urlaub) immer ne Karte bekommen

anteater
Leser

Für die nächste Saison, egal in welcher Liga, werde ich mich auch um eine Dauerkarte bemühen. So lange ich noch stehen kann aber in der Westkurve. Da ist einfach mehr los, bei allem Respekt.

jürgen (jr1860)
Leser

Westkurve hab ich 1 Dauerkarte, da geht der Bua hin 😎
War früher nur auf den Stehplätzen und hab G letzte Saison mal ausprobiert. ..
Da ist schon mehr Stimmung, kann mich aber nicht mit dem Vortänzer anfreunden, das gab’s (ganz) früher nicht, aber geht wohl nicht anders …
Zumindest bin ich langsam zu alt für das, da reicht mir die Stehhalle vollkommen 😀

anteater
Leser

Das mit den Vortänzern, na ja. Gegen Uerdingen hing ja die Platte, da hat der die ganze Zeit das gleiche Lied angestimmt.

Ja, wie haben wir das nur früher gemacht, so ganz ohne Vorturner und Megaphon…

In der Stehhalle hab ich immer den Eindruck, dass nur wenige so ausrasten wie ich bisweilen. Das ist mir dann schon fast peinlich…

Tami Tes
Redakteur

anteater ja dann musst du zu uns in die West… wir rasten auch gerne aus, da passt du dann hin wink

anteater
Leser

F2 gefällt mir ganz gut, G und H sind ziemlich voll und J ist irgendwie doch sehr lockeres Stehen. Wo steht Ihr denn? Eh mal sehen, ob und was für Dauerkarten es geben wird.

Tami Tes
Redakteur

F2 … da scheint Bluemuckl unweit von uns zu sein. wink

Bluemuckl
Leser

Scheint fast so 😬

Da sollte ich mich direkt mal nach euch umschauen, wenn ich im echten Leben nur nicht so schüchtern wär…

anteater
Leser

Gegen Rostock habe ich auch wieder F2 und gegen Haching.

Bluemuckl
Leser

F2 ist TOP 😬

anteater
Leser

„Mit solchen Menschen macht es wenig Sinn eine Diskussion zu führen“

Da hatte ich letzte Saison nach dem Schweinfurt-Spiel ein ganz interessantes Erlebnis, das mich nur noch mit dem Kopf schütteln ließ. Ein „Fan“, der, na ja, ziemlich Asi aussah, plärrte in Richtung Loge irgendwas von „fettes Schwein“ und alles mögliche an Obszönitäten. Ich schaute dann, wen er wohl meinen könnte und da stand eigentlich nur noch Herr Reisinger, sehr stoisch übrigens, mit seinem Sohn (?). In meinen Augen ist Herr Reisinger ja eher schlank. Gut vorstellbar, dass dieser „Fan“ auch hasserfüllte Kommentare schreibt.

KGTONI
Gast
KGTONI

Hier wird zu viel über den Camper und sein Paralelluniversum gesprochen, sonst passts. No Clicks for dieblauedieungenaue

Baum
Leser

Naja, es hat wohl die Interviewer interessiert, und mich persönlich gesagt auch. Von daher finde ich es nicht schlecht Reisingers Meinung dazu zu erfahren. Und Respekt das ihm das scheinbar so am Allerwertesten vorbei geht. Ich könnte da nicht so ruhig bleiben. Wir hatten schon Präsidenten, die Jemanden für weniger verklagt haben als das, was auf des Bloggers Seite tagein und tagaus so vom Stapel gelassen wird.

jürgen (jr1860)
Leser

sehr gut, Herr Reisinger

Finde Ihre unaufgeregte und bodenständige Art genau das Richtige smile , auch wenn jetzt nicht wirklich was Neues dabei war!

Weiter so smile

Freu mich schon auf Teil 2 lion

Baum
Leser

„Nach meiner Einschätzung können differenziert denkende Menschen schon die Zusammenhänge erkennen. Andere argumentieren nur nach Ihrer Ideologie und wenn die nicht mit der Realität übereinstimmt, dann ist eben die Realität falsch.“

Ob der Griss den Satz versteht? wink Sehr gelungener erster Teil dieses Interviews und sehr gute und unaufgeregte Antworten von Herrn Reisinger. Top!

Uraltloewe
Leser

Griss versteht nur seine Wahrheit. Beispiel: ich habe in den drei vergangenen Wochen zu seinen Beiträgen einige Male geschrieben (ohne Anmeldung auf der Seite), keine Beleidigungen aber eine andere Meinung vertretend als er. Ein einziger Beitrag wurde veröffentlicht!!!
Ich kann jedenfalls jetzt sehr gut nachvollziehen, wie die Meinungsbildung auf diesem Blog funktioniert

Landshuter Löwe
Leser

„Griss versteht nur seine Wahrheit…“
Ich glaube, dem ist es komplett sch… egal,

– was wahr oder unwahr ist,
– was vernünftig oder unvernünftig ist,
– ob es 1860 hilft oder nicht,
– ob es seine Meinung ist oder nicht,
– …

Hauptsache es spült Geld in seine Taschen … scheiß egal, welche Kollateralschäden dabei entstehen.

Wie ich den Mann inzwischen verachte!

Baum
Leser

„– ob es seine Meinung ist oder nicht“
bei den anderen Punkten hast du sicherlich recht, aber dieser eine ist ihm sehr sehr wichtig, da schließlich nur er weiß wie „der Löwe“ tickt.
„Wie ich den Mann inzwischen verachte!“
Dito.