Ein Kommentar

„Es gibt keinen Frieden für die Furchtsamen und Uneinigen“, meinte einst der Journalist und Schriftsteller Charles Dickens. Mut also benötigten die Gesellschafter des TSV 1860 München. Und sie müssen, wenn es um ihren Herzensverein geht, Einigkeit und Geschlossenheit zeigen. Mit der gemeinsamen Verpflichtung des neuen Geschäftsführers Marc-Nicolai Pfeifer scheint ein neuer Giesinger Frieden begonnen zu haben. Balsam für die Löwenseele?

Friede ist ein aktiver Prozess. Und so bemerkt der Philosoph Immanuel Kant richtigerweise: „Der Friede muss gestiftet werden, er kommt nicht von selber.“ Mit einer einstimmigen Berufung Pfeifers begonnen, ging es mit Vertragsverhandlungen im Hinblick auf die Coronakrise weiter. Hinter verschlossenen Türen fanden Verhandlungen statt. Heraus kam eine „wirtschaftliche Absicherung“. Früher als viele andere Klubs der Dritten Liga hat man für die kommende Saison komplette finanzielle Sicherheit. Das Worst Case Szenario ist mit eingerechnet. Selbst wenn alle Stricke reißen, sind die Löwen auf der sicheren Seite. Dank der Unterschrift von Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik. Aber auch Dank seiner Vertreter und den Vertretern des eingetragenen Vereins.

Friede also in Giesing. Viele Fans scheinen dem wohl nicht ganz zu trauen. Oder aber sie wollen ihn nicht. Die Kommentarbereiche der einschlägigen Foren und Netzwerke sind noch immer voll von tiefer Spaltung. Nicht jeder möchte seines Feindbildes beraubt werden, ob nun gerechtfertigt oder nicht. Aber wer kann es den noch kritischen Fans verübeln? Immerhin haben die Verantwortlichen des TSV 1860 München über eine lange Zeit Misstrauen und Missgunst vorgelebt. Und dabei ist erstmal gar nicht wirklich wichtig, wer mehr mit einem medialen Feuer gespielt hat. Niemand kann den Fans vorwerfen, dass sie kritisch bleiben. Man hat es ihnen nicht nur vorgelebt, sondern ihnen auch die Plattformen dafür gegeben. Nun muss man geduldig sein.

Vor allem aber muss man den Frieden wahren. Und das ist deutlich schwerer, als einen Frieden zu stiften. Pfarrer Volker Hörner bemerkte einst, dass es leicht sei für den Frieden auf die Straße zu gehen, ungleich schwerer sei es jedoch, es ohne Feindbilder zu tun. Bei den Löwen wird genau dies das Problem sein. Das Feindbild, wie auch immer es aussieht, war neben dem Fußball wohl der Mittelpunkt der Fangemeinde.

Es ist eine größere Verantwortung, den Frieden nun zu wahren und damit verantwortlich umzugehen. Das wird schwer, denn längst nimmt man bei den Löwen alles auf die Goldwaage. Und auch jetzt wird, wenn auch versteckt, um die Gunst der Fans geworben. Schönwetter-Predigten beider Seiten können gefährlich werden. Weil sie einem versteckten Aufrüsten ähneln. Ein Friede ist eben kein Friede, wenn jeder stets betont, er wäre der größere Friedens- und Heilbringer. Deshalb birgt die Stellungnahme des Aufsichtsrates auch durchaus Gefahrenpotential. Hasan Ismaik hätte sich „erneut zu einer großen finanziellen Unterstützung“ verpflichtet. Geld geflossen ist noch keines. Und das sollte eigentlich auch nicht nötig sein, wenn die Worst Case Szenarien in der aktuellen Corona-Krise nicht eintreffen. Und Hand aufs Herz: Eine andere Möglichkeit als das aktuelle Finanzpaket hätte es gar nicht gegeben. Abgesehen vom Gang in die Infanteriestraße und das dortige Insolvenzgericht.

„Was wir Frieden nennen, ist meist nur ein Waffenstillstand, in dem der Schwächere so lange auf seine Ansprüche verzichtet, bis er eine Gelegenheit findet, sie mit Waffengewalt von neuem geltend zu machen„, meinte Luc de Clapiers Vaucenargues. Ein französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller. Bleibt also zu hoffen, dass es den Friedensstiftern auch wirklich um nachhaltigen Frieden geht. Und nicht „nur“ um die Verhinderung einer Insolvenz. Denn wir wissen alle, dass man im Grunde weit weg von einer gesunden KGaA ist. Viele Problemfelder bleiben bestehen. Giesinger Friede hin oder her.

Es ist durchaus teilweise unsere Pflicht als Fans den Frieden anzunehmen. Oder eben die Chance. Ja, es ist wichtig, wachsam zu bleiben und kritisch zu hinterfragen. Ein Friede ist nur dann ein Friede, wenn man ihn in Frage stellen darf. Wenn man die Beweggründe hinterfragen darf, ohne dass man gleich als Hetzer oder Dauernörgler beschimpft wird. Wie oft mussten wir als Fanberichterstatter uns anhören, wir sollten nun endlich mal Ruhe geben. Friede benötigt wie auch Demokratie stets Strömungen, die kritisch bleiben.

Wir stellen weiterhin Fragen. Als Fans und für Fans. Und wir bleiben kritisch. Aber vor allem deshalb, weil wir den Frieden mit wahren möchten. Und weil wir hoffen, dass er sich weiter festigt. Nachdem es nun ein nachhaltiges Finanzpaket gibt, bleibt wenig Grund zum Nörgeln und Jammern. Auf taktische Spielchen müssen die Gesellschafter ebenfalls verzichten. Sonst machen sie sich unglaubwürdig. Ohnehin müssen sich alle Verantwortlichen genau an diesem Frieden messen lassen. Daran sollte man sie durchaus erinnern.

Ein Spiel steht heute noch auf dem Programm. Es ist der Abschluss einer sportlich wirklich tollen Saison. Trotz aller Widrigkeiten und Kämpfe. Trotz Corona. Was ist dann erst in der kommenden Saison möglich, wenn nun wirklich alle an einem Strang ziehen? Wir freuen uns drauf.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
1 Monat her

Klasse Kommentar! Wenn die Schreiber von den bunten Blättern doch nur halb soviel Hirnschmalz in ihre dürftigen Zeilen stecken würden.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her

 nofan , Du kannst gern im „Du“ mit mir als Löwen kommunizieren, auf ein „Sie“ lege ich keinen Wert! Aber, selbstverständlich, wie Du möchtest…Im Übrigen kann ich Dich „beruhigen“, „keine Angst“, ich träume nicht mehr von einer Insolvenz der jetzigen 60-KGaA, der Traum ist seit 2017 bis jetzt u. wie auch das gegenwärtige Geschehen zeigt, bei mir ausgeträumt. Diese jetzige KGaA ist in der Hand von Ismaik, zumindestens zum größten Teil, außer die Entscheidungsgewalten des e.V. per 50+1, sofern man sich über Entscheidungen nicht einig wird.

Ismaik hat in unzähligen Beispielen, in denen er wild, rüde, provozierend, unberechenbar u. herabwürdigend auf den e.V. losgegangen ist…u. auch mit Unzuverlässlichkeiten im finanziellen Bereich geglänzt hat, bewiesen, daß ihm daraus keinerlei negativen Konsequenzen, wie etwa eine Insolvenz, erwachsen sind. Ich bin wahrlich kein Fan von irgendwelchen schnellen Insolvenzen, halte aber im Falle der überschuldeten 60-KGaA, mit Ismaik an Bord, für die richtige Variante, um neu zu starten o. eine Entschuldung durch radikalen Schuldenschnitt zu erzwingen. Das geht aber eben wahrscheinlich nicht, da die Voraussetzungen für eine Insolvenz oft nur um Haaresbreite von Ismaik abgewendet wurden u. sicher auch in Zukunft grenzwertig von ihm abgewendet werden, davon können wir ausgehen, solange er es finanziell kann.

Also nochmal, die jetzige KGaA ist weitestgehend in seiner Hand u. da macht er auch weiterhin, soweit es irgend geht, was er will. Deshalb war u. wäre es die gangbarste Lösung, daß sich der e.V., wenn das Verhalten u. Handeln Ismaiks aus der Vergangenheit weiter anhält, auch wenn jetzt mal zeitweilig der scheinbar „große Frieden“ ausgerufen wurde, aus dem Kooperationsvertrag mit Ismaik/HAM herauslöst, diesen kündigt u. aus der KGaA ausscheidet. Dann kann Ismaik mit seiner KGaA machen, was er will, juckt dann die meisten Löwen eh nicht. Der e.V. kann dann versuchen, wieder selbst mit einer 1. Mannschaft an den Start zu gehen, auch wenn es dazu Streit mit Ismaik geben würde. Gehen würde das schon, auch wenn man vorübergehend mit einem anderen Namen, wie „Münchner Löwen (von 1860?)“ o. so ähnlich starrten müsste. Irgendwann würde Ismaik sehen, daß es mit seiner KGaA keinen Sinn hat, denn Nachwuchs, einen e.V. …, als Voraussetzung für den Spielbetrieb im Profibereich, würden ihm ja fehlen.

Deshalb von mir hier nochmal „nüchtern“ bemerkt, Insolvenz ja, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, die aber sicher längerfristig durch Ismaik nicht eintreten, also auch längerdristig höchstwahrscheinlich nicht praktikabel werden.

Um aber aus dem ganzen lähmenden, blockierenden u. ziemlich perspektivlosen Dilemma herauszukommen, müssten wir aus dem Kooperationsvertrag heraus u. so der KGaA, etwa gemäß dem damaligen Antrag von Ulla Hoppen…Das ist der von mir erachtete mögliche Weg für einen Neustart ohne die jetzige marode KGaA. Aber realistische Erwartungen diesbezüglich, daß sich das so o. so ähnlich abspielt, habe ich leider, ehrlich gesagt, nicht, da kann ich Dich,  nofan , „beruhigen“! Nichts für Ungut! Wir „müssen“ halt weiter ausharren u. abwarten, was passiert, was bleibt uns denn anderes übrig, auch wenn ich u. viele andere Löwen begründet kein gutes Gefühl bei der ganzen Sache mit der jetzigen KGaA u. Ismaik haben, um es mal gelinde auszudrücken.

Danke an das ganze Löwenmagazinteam für Eure tolle, super u. prima Arbeit, schöne Sommerpause, alles Gute u. bleibt mir Alle schön gesund!!!

60 ist der geilste Club der Welt!!!

#ELiL

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

 Chemieloewe

Leider muss ich Ihnen in vielen Punkten vorbehaltlos zustimmen.

Aus der unsinnigen Vereinskultur zu meinen, ein Traditionsverein wie der TSV gehöre in die (1.) Bundesliga, hat man wenigstens zwei entscheidende strategische Fehlentscheidungen getroffen. Sowohl bei der Allianz Arena als auch der HAM-Beteiligung wurden nach meiner Einschätzung jeweils ein Grundsatz von Unternehmensbeteiligungen missachtet: Wer in „seinem Unternehmen“ das Sagen behalten will, sollte sich nicht mit einem erheblich Finanzstärkeren verbandeln.

Das zeigt sich nach meiner Einschätzung jetzt bei dem Insolvenzszenario, wo Ismaik eher in der Lage sein dürfte, als Mehrheitsgläubiger Einfluss auf den Insolvenzablauf zu nehmen als der TSV. Ganz zu schweigen davon, dass es dem TSV schwerlich möglich sein wird, neues Eigenkapital für die TSV KGaA aufzubringen.

Sie setzen Ihre Hoffnung auf die Kündigung des Kooperationsvertrages. Warum sollte dies möglich sein? Nach meiner Kenntnis, hat die HAM die Klausel erhalten, dass im Falle der Insolvenz der KGaA der TSV keine Profi-Fußballer an den Start schicken darf. Und welches Abschiedsszenario ist bei einer Kündigung des Kooperationsvertrages vorgesehen? Könnte es sein, dass vor Wirksamkeit der Kündigung der TSV an HAM alle Forderungen auszugleichen hat?

Wäre damit die Option der Kündigung des Kooperationsvertrages nicht undurchführbar?

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

Ja,  nofan , auch das mit der Kooperationsvertragskündigung könnte so sein, daß da erhebliche Hürden bestehen, die man als e.V. schwer überwinden kann, um ohne größere Schäden aus diesem auszusteigen ….keine Ahnung, jedenfalls sind die Gesellschafterverträge, so wie ich erfahren habe, ohne belegbare Details zu kennen, diesbezüglich für den e.V. sehr ungünstig u. eher sogenannte „Knebelverträge“. Ja, man muß bei allen Entscheidungen, die man fällt, die Konsequenzen abwägen, so eben auch jetzt bezüglich der KGaA-Fortführung, einschließlich des Kooperationsvertrages. Schwierig u. kompliziert ist das allemal u. ohne tieferen Einblick in die Details u. Zusammenhänge des Vertragswerkes u. ohne genauere Kenntnis ddarüber, kann man dazu freilich nichts fundiertes sagen u. daher auch nicht begründet darüber urteilen, warum dieses o. jenes durch den e.V. bisher nicht gemacht wurde. So muß auch ich meine Aussagen kritisch hinterfragen.

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

 Chemieloewe

Woraus schließen Sie: „Also nochmal, die jetzige KGaA ist weitestgehend in seiner Hand u. da macht er auch weiterhin, soweit es irgend geht, was er will.“

Wurde nicht unlängst erwiesen, wie ihn das Präsidium auflaufen lässt? Was ist aus seinen Vorschlägen (Schäfer, Froberg) für den kaufmännischen Geschäftsführer geworden. Rohrkrepierer …

Und dass er nunmehr bereit ist Kapital (eventuell) zur Verfügung zu stellen. Immerhin, wenn auch die Umsetzung abzuwarten ist. Immerhin der Not gehorchend. Ist doch was.

Bisher ist das alles nicht sehr schön, für mich aber unbedenklich. Gefahr würde ich wittern, wenn das Präsidium wie seine Vorgänger sich um Audienzen in Dubai bemühen würde. Solange das nicht erfolgt, wart das Präsidium die Balance und Ismaik sieht sich nicht im Vorteil.

An dieser Stelle ein Artikel, der vor einiger Zeit von einem anderen Kommentator veröffentlicht wurde:

„Tragische Figur Ismaik.
Er war auf der Suche nach einem Spielzeug, wie es die Saudis in England vorexerziert haben. Ruhm, Glamour, das war seine Vorstellung, bei den ganz Großen in Europa mit am Tisch zu sitzen.
Ich habe mit dem Vorderen Orient meine Erfahrungen gemacht, war auch in Palestinenserlagern. Ganz höfliche Menschen – wenn da nicht der Stolz, die Ehre wäre. Man will immer alles haben, keinerlei Zugeständnisse machen, um Kleinigkeiten tagelang feilschen, das Gesagte hinausziehen, immer wieder in Frage stellen.
Ismaik ist beleidigt, alle seine selbstherrlichen Entscheidungen sind katastrophal an der Wand gelandet, weil nur er oder unfähige Berater alleine entscheiden. Nach „Forbes“ ist sein Vermögen um 1 Milliarde Dollar (1000 Millionen!!!) geschrumpft.
Unglücklicher, verzweifelter, hilfloser Mann.“

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

Naja, ich meine dabei mehr ständigen peinlichen rhetorischen Esksapaden u. Wutausbrüche, seine unsäglichen Kommunikation in der Öffentlichkeit u. Unzuverlässigkeiten bei Zusagen u. Fristen in Finanzfragen, z.B. bei Darlehensumwandlungen in Genußscheine usw.! Im Prinzip wurde Ismaik seit 2017 schon ordentlich in die Schranken gewiesen, z.B. Fauser+Konsolidierungskurs…Scharold… , was HI nicht gepaßt hat, er aber nicht ändern konnte, genausowenig wie die Wiederwahl von Robert Reisinger zum e.V.-Präsidenten u. seiner Führungsriege mit Schmidt u. Sitzberger sowie des Verwaltungsrates. Freilich, machen muß HI/HAM zumindestens das Notwendigste, um die KGaA nicht in die Insolvenz zu schicken. Allmählich wird ihm wahrscheinlich klar, daß es ihm selbst nichts bringt o. sogar schadet, wenn er sich dauernd dem e.V. querstellt, bzw. die Konsolidierung ohne weitere Überschuldung alternativlos ist, um eine Insolvenz zu vermeiden. Insofern ist es eher umgedreht, nicht Ismaik hat uns in seiner Hand, sondern eher haben die wirtschaftlichen Zwänge u. Risiken bezüglich der Insolvenzgefahr Ismaik in der Hand bzw. in der Bringe-u. Erfüllungspflicht. Um Erfolg zu haben, muß sich also Ismaik wohl o. übel mit dem e.V. engagieren u. nicht mehr auf seinen Alleinherrschaftsanspruch pochen, wie bis 2017 praktiziert. Wahrscheinlich wird er durch seine Vertreter in der KGaA Saki Stimoniaris u. Andrew Livingston besser vertreten u. beraten, als wenn er sich laufend selbst direkt einmischt u. ständig neue Brandsätze zündet, die keinen Fortschritt u. keinen Erfolg bringen, sondern nur Schaden anrichten, was auch daraus resultiert, da Ismaik von vielem einfach keine Ahnung, sprich Fachkompetenz u. keinen realistischen Durchblick im Fußballgeschäft hat, bei den Modalitäten im Profifußball, den DFB/DFL-u. Vereinsregularien…u. vielem mehr.

Man muß halt bis auf Weiteres mit Ismaik bei 60 leben, hilft halt alles nichts, rauskommen aus dieser Nummer ist halt leider nicht in Aussicht, nicht absehbar, so sehr ich u. viele Löwen es auch möchten, „gähd hoid ned“….

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
EensZweeDrii
Gast
EensZweeDrii (@guest_46701)
1 Monat her

Sorry, aber es wird nie einen Frieden geben. Es MUSS eine Partei gewinnen, denn die Situation ist zu festgefahren. Hinzu verstehe ich einfach nicht, warum man nicht die Gunst der Stunde eines Insolvenzverfahrens nutzt? Jeder meint (einschl. mir) dass die Verantwortlichen dies bestimmt geprüft haben und es wohl nicht ginge…aber haben die das wirklich alles geprüft, bzw. würden die, wenn es möglich wäre, die Insolvenz ziehen? Ich bin mir nicht sicher…aufgrund der Entscheidungsträger die den Verein von Anfang begleiteten und evtl. begleiten, ist das Stadion an der Grünwalder seit den 1930er Jahren ein städtische Stadion und der Verein eben dort, wo er ist…
Noch dazu mit jemanden Frieden schließen, der seit Tag 1 auf alles und jeden unter der Gürtellinie gefeuert hat und feuert, der den Verein -der sich selbst alle Mühe gibt, sich selbst ein Bein zu stellen- in der breiten Öffentlichkeit unheimlich lächerlich macht (Löwenzoo), der den Verein finanziell aussaugt und nun die Mitglieder und Sponsoren für sein Investment bezahlen lässt (zugegebenermaßen eine schlaue Sache von ihm…ist so, wie wenn ich mir ein Haus kaufe und andere dürfen es auf eigene Kosten instandhalten)…der kostspieliges Harakiri betrieb und betreibt, teuer die Familie dort eingestellt hat und auch sonst für bekannte Verwandte ein großzügiges Gehalt abdrückt (Personalerin mit 6-stelligem Gehalt), diese ganzen Kosten aber auf den Verein abwälzt und daraus mit Krediten noch mehr Geld schlägt…sorry, aber jeder der noch zu dem Verein hält, der dermaßen von einem Typen kaputt gemacht wird, hat es auch nicht mehr anders verdient…solange er und seine Gestalten dorten weiterhin Unruhe verbreiten, lege ich eine Pause ein….es ist einfach zu enttäuschend…

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  EensZweeDrii

Na ja, wenn man wüsste, dass Herr Ismaik keine Mittel aufbringen kann, dann wäre eine Insolvenz ein gangbarer Weg. Aber eben nur dann. Anderenfalls ist es doch so, dass er durch das Bereitstellen von Mitteln eine Insolvenz abwenden kann.

Übel, dass man sich als Fußballfan mit so einem Mist auseinandersetzen muss.

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
1 Monat her
Reply to  anteater

Nein, muss man nicht. Das machen wir „freiwillig“. Wir bräuchten uns als Fans ja nur ausschließlich auf die Spiele konzentrieren und den ganzen Hickhack in der Oberetage ignorieren.
Ich denke, der Sechzger-Fan ist von Natur aus ein Masochist, weshalb sie und er gerne politisieren. Aber müssen tun wir das nicht 😉

Last edited 1 Monat her by Siggi
anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Siggi

Ich halte es für beinahe unmöglich, nicht an der ein oder anderen Stelle von diesem Mist tangiert zu werden. Es hängt ja immer wieder das Überleben des gesamten Konstrukts an „so einem Mist“…

Na ja, vielleicht liegt es an mir, vielleicht an der permanenten Verfügbarkeit neuester Nachrichten, immer und überall…

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  EensZweeDrii

Ja, das meine ich auch, es ist seit 2017 bis jetzt oft möglich gewesen, in Insolvenz zu gehen, gerade durch die nächste Steilvorlage Corona in den letzten Wochen wieder, dazu ohne Punktabzug. Wird alles nicht genutzt, die Mitglieder werden dazu vorsichtshalber erst garnicht befragt u. einen auf großen Frieden gemacht, weil bei unseren e.V.-Verantwortlichen wie Bay, Reisinger, Schmidt, Sitzberger&Co. höchstwahrscheinlich die Angst regiert u. lähmt u. die Sicherung des eigenen Posten wichtiger erscheint, als konsequent wie Kaiserslautern die Entschuldung durch Schuldenschnitt o. Insolvenz durchzusetzen. Auch der mit Ismaik unterschriebene Fortführungsvertrag von 2017, der für mich auch ein Fehler war, hindert sie wahrscheinlich erheblich, die längst notwendigen Schritte in die Insolvenz zu gehen. Deshalb wurde ja auch der Hoppenantrag auf Kooperationsvertragskündigung mit Ismaik abgewürgt. Es wird versucht, uns einzureden, daß Insolvenz nicht geht, daß der Schaden für den e.V. zu groß wäre…usw.. Alles Quatsch, Angstmache, Einschüchterung. Die Herren Verantwortlichen wollen sich als die großen Sanierer u. Konsolidierer einer KGaA feiern lassen, die so, mit diesem Schuldenberg, ohne Schuldenschnitt durch Ismaik, der das so nicht tun wird, nicht zu retten ist. Also wird dem heillosen Treiben von Ismaik weiter tatenlos zugesehen u. der große Frieden verkündet. Ismaik macht gewieft u. schlau natürlich jetzt bzw. seit einiger Zeit kein Theater, weil er weiß, daß die Gefahr einer Insolvenz durch Corona zusätlich besonders hoch ist, hält erstmal still u. macht wieder einen als großen Gönner, Heilsbringer u. Friedensapostel. Alles Schein, nur Mittel zum Zweck, um die e.V.-Seite zu besänftigen, damit der e.V. nicht als Mitgesellschafter, über die Geschäftsführungs-GmbH die Insolvenz einleitet. Also, Hoffnung, positive Zukunftsperspektive u. Neuanfang sieht anders aus, es wird halt bei 60 immer so weitergewurschtelt mit Ismaik, ein Finanzloch stopfend, indem man das nächste aufreißt, all das auf einem riesigen untilgbaren Schuldenberg. Warum schafft das Kaiserslautern u. Andere, den beschriebenen Weg zu gehen u. 60 nicht??? Das möchte ich mal bitteschön von Bay, Reisinger, Schmidt, Sitzberger&Co. ….gern erfahren!

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

Dann träumen Sie mal schön weiter von der Insolvenz.

Das Leben ist nicht so schwarz weiß, wie Sie es gerne hinstellen. Zu Kaiserslautern gibt es einen entscheidenden Unterschied. Kaiserslautern hatte keinen Mehrheitsgesellschafter sondern nur Kreditgläubiger!

Die TSV KGaA hat leider einen Mehrheits-Gesellschafter, der keine Insolvenz wünscht und gar nicht daran denkt, seine Forderungen abzuschreiben. Auch wenn ich einen Forderungsverzicht als wünschenswert einstufe, wäre ich TSV-Gläubiger, würde ich auch nicht auf Forderungen verzichten.

Auf db24 wird gegen Robert Reisinger gestänkert. Wenn aber hier es zur Unsitte würde, zu meinen, es würde vom Präsidium auf die Insolvenz verzichtet, um sich zu beweihräuchern, dann sind die nächsten Wahlen schon verloren.

Corona ist ein leider gutes Beispiel. Es gibt leider immer Verschwörungsgläubige, die meinen alles ginge immer ganz schnell. Wenn Ismaik keine Insolvenz anmeldet, würde es zu einem jahrelangen Hickhack kommen. Dafür sorgt schon der unseelige Kooperationsvertrag aus 2011.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

….Wollen wir nun mal friedlich dem ausgerufenen Frieden Zeit u. Raum geben u. hoffen, daß in diesem Frieden eine konstruktive Zukunftsperspektive wächst. Wäre wie ein Wunder, schier unglaublich, aber hoffen kann man ja erst mal. Bin gespannt was daraus wird…

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

Sorry,   nofan  , meine Antwort ist weiter vorn als einzelner Kommenter gelandet…ist aber auch ok so.

Wollte Dich nebenbei mal fragen, ob Dein Synonym „nofan“ nur so eine Art Ironieerfindung von Dir ist o. Du tatsächlich kein 60-Fan bist, was Deinen Beiträgen aber widersprechen würde.?

Im Übrigen möchte ich etwas „nüchterner“ meine Kritik zum e.V.-Präsidium etwas relativieren. Mich hat der Ärger über den anhaltenden, bisher heillosen Zustand der KGaA zu der Kritik an unseren e.V.-Verantwortlichen Bay, Reisinger, Sitzberger, Schmidt&Co. veranlasst u. ich habe ihnen dabei einige Vorwürfe u. Unterstellungen gemacht, die auf Vermutungen basieren, von denen ich hoffe, daß diese nicht zutreffen u. ich damit falsch liege, was mich freuen würde. Wenn dem so ist, möchte ich mich gern bei ihnen entschuldigen. Denn, grundsätzlich vertraue ich, auch wenn es jetzt komisch klingt, Bay, Reisinger, Schmidt, Sitzberger&Co. u. bin eigentlich froh, daß sie in dem ganzen Chaos 2017 die schwere Verantwortung für unseren Verein übernommen, bisher so besonnen u. souverän agiert u. befriedend u. beruhigend gehandelt haben, trotz der zahlreichen u. vielfältigen Störfeuer, Provokationen, Beleidigungen, Herabwürdigungen, Drohungen, Respektlosigkeiten…. u. Angriffe von gewissen Seiten u. Medien. Ich gestehe, daß ich aus meinem Ärger heraus mit meiner Kritik etwas überreagiert habe, was mir leid tut, wenn ich mit meinen Annahmen, hoffentlich, falsch liege!

Ja, ansonsten ist halt zu der Frage einer Insolvenz der KGaA nochmal wiederholend zu sagen, solange Ismaik die minimalsten Forderungen erfüllt, die keine Insolvenz zulassen, ist es genau so, wie es @Baum vollkommen richtig ausdrückt, „gähd hoid ned“, aus, fertig.

…Wollen wir nun mal friedlich dem ausgerufenen Frieden Zeit u. Raum geben u. hoffen, daß in diesem Frieden eine konstruktive, fundierte u. nachhaltige Zukunftsperspektive wächst. Wäre wie ein Wunder, schier unglaublich, aber hoffen kann man ja erst mal. Bin gespannt was daraus wird…

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

 Chemieloewe

nofan ist schon zutreffend. Bin zum Thema 1860 eher durch Zufall gekommen, weil der ganze Schlamassel um den Investor mein Interesse geweckt hatte. Sehe meine Vorbehalte gegenüber diesem Modell als bestätigt an. Vor allem wie hier bei dem TSV. Da sind doch zwei nicht zu vereinbarende Kulturen verknüpft worden.

Einmal die seit Jahrzehnten vorherrschende Meinung, der TSV gehöre als Traditionsverein in die (1.) Bundesliga, koste es was es wolle. Für mich Größenwahn. Und dann die (betriebswirtschaftlich) unsinnige Meinung, man könne auf Dauer sportlichen Erfolg mit Darlehen oder Eigenkapital (als Darlehensjunkies) erkaufen, ohne die wirtschaftlichen Folgen zu berücksichtigen. Es führt wie bei Schalke auf Dauer an den Rand des Ruins, wenn Kapital durch Verluste aufgezehrt wird.

Als Beispiel dazu Aussagen vom Ex-Präsidenten Dr. Albrecht von Linde:

„Was war Ihr Kernkonflikt mit Ziffzer?

von Linde: Ich habe immer darauf gedrängt, das Minus im KGaA-Budget von der Kostenseite her anzugehen, er wollte nur die Erlösseite betrachten. Daran hat sich alles immer wieder entzündet.“

Ohne die Person Dr. von Linde beurteilen zu können, wenn die Gremien des TSV und die KGaA-Geschäftsführer dem gefolgt wären, hätte es 2011 nicht zur HAM-Beteiligung kommen müssen.

Dem gegenüber will Ismaik den wirtschaftlichen Erfolg. Er erhoffte sich mit der Kapitalzufuhr den Aufstieg in die Bundesliga, um so den Wert seiner TSV-Beteiligung zu erhöhen. Da geht es nur scheinbar um sportlichen Erfolg.

Wenn es um Unternehmensbeteiligungen geht empfehle ich gerne den uralten Film „Der Rosenkrieg.“ Um Frau Dr. Merkel zu folgen: „Man sollte vom Ende her denken und entscheiden.“

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  EensZweeDrii

EensZweeDrii
 Chemieloewe

Zu Ihrer Frage Guest: „dass die Verantwortlichen dies bestimmt geprüft haben und es wohl nicht ginge…aber haben die das wirklich alles geprüft“

Müsste nicht eher die Frage lauten: Warum sollten die Verantwortlichen davon absehen, wenn eine Insolvenz eine Lösung bieten würde?

Nach dem Ende der Alleinherrschaft von Hasani hat der Verein als Geschäftsführer einen Sanierungsexperten, den Diplom-Ökonom Markus Fauser LL.M,. benannt. Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist der Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Karl-Christian Bay LL.M. benannt. Im Beirat der TSV Geschäftsführungs-GmbH vertritt der Volljurist und Unternehmer Robert von Bennigsen den Verein. Bei solch einer geballten Kompetenz dürfte eine KGaA-Insolvenz wohl nur einen Pyrrhussieg versprechen und daher abwegig sein.

Und woraus nährt sich Ihre Aussage:  „der den Verein finanziell aussaugt und nun die Mitglieder und Sponsoren für sein Investment bezahlen lässt“

Statt die von Ihnen vorgeschlagene Insolvenz zu beantragen, haben die seinerzeit Verantwortlichen des TSV e.V. die HAM International Limited, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, eingeladen, sich an der TSV 1860 KGaA zu beteiligen. Wenn sich HAM an der KGaA schadlos hält, dann müssen Sie das den Vereinsvertretern vorwerfen.

Aber saugt das Unternehmen, von welchen Hasan Ismaik behauptet, es gehöre ihm, tatsächlich die TSV KGaA aus? Soweit zu überblicken, hat HAM bzw. Ismaik bisher wenigstens 60 Millionen € in die KGaA gesteckt. Nach derzeitigem Stand ist unwahrscheinlich, dass er davon viel zurück erhält. Die Darlehen werden zwar verzinst aber die Zinsen nur den Darlehenskonten gutgeschrieben und nicht ausgezahlt. Für heutige Verhältnisse werden die Darlehen mit ca. 4 % p.a. zwar hoch verzinst, bei Vertragsabschluss waren das aber angemessenen Konditionen. Der Zinsaufwand für die Darlehen wird aber durch die Verlustzuweisungen zulasten des HAM-Genussrechtskapital wieder ausgeglichen. Vergessen sollten Sie nicht, dass Ismaik zuletzt für Spielerverpflichtungen (Sponsoren-) Leistungen erbracht hat.

Warum die TSV KGaA vor 2017 eine angeblich überteuerte Personalerin eingestellt hat, erschließt sich mir auch nicht. Das hätte aber seinerzeit das Präsidium mit der 50+1-Regelung verhindern können. Warum erfolgte das nicht? Wenn es keine Kompensation gab, so liegt hier eindeutig ein Fehlverhalten von Präsidenten vor.

Bei aller Ablehnung von Investorenbeteiligungen muss man gerechter Weise zugestehen, dass die TSV 1860 KGaA die HAM bzw. Ismaik kräftig gemolken hat.

Das Verhalten von Hasani Ismaik ist unverständlich, wenig diplomatisch und teilweise herabwürdigend, siehe zuletzt die Verabschiedung von Michael Scharold. Mit seinen FB-Kommentaren schädigt Ismaik sich doch selbst am Meisten. Er beweist doch in kurzen Abständen, dass er ein beratungs- und erfahrungsresistenter Dilettant ist.

Von Seiten des TSV sollte man sich das Sprichwort zu eigen machen: Stein bricht Bein, Worte bereiten niemals Pein.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her

Ein Friede ist eben kein Friede, wenn jeder stets betont er wäre der größere Friedens- und Heilbringer.

Das beschreibt, glaube ich, ganz gut, was die älteren von uns noch kennen: kalten Krieg

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her

OK, hoffen wir auf Frieden von allen Seiten, der freiwillig ist u. auf grundsolider Einhaltung u. Verlässlichkeit der Absprachen, Verträge u. Vereinbarungen sowie auf Achtung, Respekt, Wertschätzung, Partnerschaftswillen u. Zusammenarbeit unter Anerkennung einer gewissen Gleichberechtigung basiert. Erzwungener Frieden, egal von welcher Seite, ist kein stabiler, gesunder Frieden. Schauen wir, ob die Absprachen zum Finanzpaket auch wirklich Vertragscharakter mit Unterschriften hat, die klar sind u. eingehaltenen werden (müssen?) u. nicht wieder bloß Absichtserklärungen u. Absprachen, die dann schnell wieder Schall u. Rauch sind.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her

Für mich ein großartiger Kommentar, der die aktuelle Situation unvergleichlich beleuchtet.

Gerne hätte ich „Friede also in Giesing“ geglaubt. Nur hat mich eine Mitteilung von Ismaik bestärkt, bei denen zu bleiben „Viele Fans scheinen dem wohl nicht ganz zu trauen“

Das Motiv für den (Schein-?) Frieden sollte bei Ismaik begründet sein in: „eine andere Möglichkeit als das aktuelle Finanzpaket hätte es gar nicht gegeben. Abgesehen vom Gang in die Infanteriestraße und das dortige Insolvenzgericht.“

Wer hat die Verabschiedung von Michael Scharold durch Ismaik gelesen? Scheinbar ein paar freundliche Worte, wobei die Kritik durch Weglassen erfolgt. Hintergründig ein ganz übles Foul. Versteckt eine massive Kritik an der 50+1-Entscheidung Richtung Präsidium und zudem eine Herabwürdigung eines Geschäftsführers. Nach meinem Verständnis ist das eine tiefrote Karte wegen üblen Nachtretens. Wer Frieden will, sollte darauf verzichten: „Und auch jetzt wird, wenn auch versteckt, um die Gunst der Fans (Kriegsheere) geworben.“

United Sixties
Leser
United Sixties (@richard-ostermeiergmail-com)
1 Monat her

Löwe bleibe wachsam und so lobenswert dieser „Friedensschluss“ aktuell auch sein mag, es wird in den kommenden Jahren nicht einfacher. Sportlich wie wirtschaftlich muss es aber voran gehen und wir Fans und Mitglieder wünschen uns dies ja , können das begleiten oder sein lassen. Mit oder ohne Dauerkarte und Mitgliedsbeiträgen. Für unser aller liebstes Hobby und Leidenschaft 1 8 6 0 aus München-Giesing . In der neuen Saison mit einer noch stärkeren Löwenmannschaft und hoffentlich ohne pure Geisterspiele . Sechzig bleibt ein „Familienmitglied“ mit all seinen Schwächen und Stärken. In diesem Sinne weiß-blaues Danke an Arik , Tami, Bine und das ganze Löwenmagazin Team sowie erholsame Sommerpause. Auf bald wieder auf Giesings Höhen

Baum
Leser
Baum (@ewald)
1 Monat her

Der Weg in die Infanteriestraße wäre jetzt und schon vor 9 Jahren das einzig richtige gewesen. Aber es gähd hoid ned. Ich weiß. Mimimi.

Last edited 1 Monat her by Baum
Chemieloewe
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Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  Baum

Ja, @Baum, eine planmäßige Insolvenz wäre mir u. vielen Löwen, gerade ab 2017 das Beste gewesen! Ich wollte es hier nicht schon wieder „unfriedlich“ bemerken, aber Du sagst es u. dem möchte ich mich anschließen, gähd hoid ned, glaube ich nicht so recht, aber die nächste Saison geht nun eben mit dieser Ismaik-KGaA weiter….dann werden wir halt schauen, was daraus u. bis in die übernächste Saison 2021/22 daraus wird!? Gewarnt, geredet u. gefordert, die KGaA so mit Ismaik nicht weiter fortzuführen haben wir unendlich, geändert hat sich nix u. wenn 50+1 (hoffentlich nie!!!) fällt….dann Gnade uns Gott, dann kann uns Keiner mehr helfen!

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

 Chemieloewe

Werter Löwe,

eine Befreiung vom jordanischen Geschäftsmann wäre traumhaft. Aber Träume enthalten häufig irrationales und sind deshalb nicht realisierbar.

Der Verwaltungsrat, dem Sie vermutlich angehören, hat Robert Reisinger als Präsident vorgeschlagen. Warum versuchen Sie ihn zu demontieren?

Das Präsidium hat 2017 die Existenz des TSV 1860 e.V. dadurch gerettet, indem sie den Sanierungsexperten Diplom-Ökonom Markus Fauser LL.M. engagiert haben. Sie dürfen Gewiss sein, dass bereits damals die Möglichkeit einer Insolvenz bis ins Detail geprüft und verworfen wurde, da dies den Verein mit in den Abgrund gerissen hätte.

Und wie ist die Meinung von Wirtschaftsprüfer und Rechtanwalt Karl-Christian Bay LL.M. als stellvertretender Aufsichtsrats-Vorsitzender zu diesem Thema?

Und woher haben Sie die Gewissheit, dass eine Insolvenz jetzt zum Ausschluss von Hasan Ismaik führen würde? Ismaik ist mit seinen Darlehen und dem Genussrechtskapital Mehrheits-Gläubiger der TSV KGaA und hat somit durchaus Gestaltungsmöglichkeiten bei einer Insolvenz. Da er, wie ja jetzt bewiesen wird, durch aus noch Millionenbeträge aktivieren kann, könnte zum Schluss der TSV e.V. aus der TSV KGaA geworfen worden sein.

Und noch eins: Woher nehmen Sie die Zuversicht, dass mit einer vom Verein betriebenen Insolvenz nicht das Präsidium und der Verwaltungsrat von den Fans in die Wüste geschickt werden?

Wollen Sie das wirklich?

Chemieloewe
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Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

 nofan , sicher gibt es immer Ängste, bezgl. Insolvenzergebnis. Deshalb auch dieses Weiterwurschteln seit 2017, immer am Abgrund, egal was HI alles losgelassen hat. Ohne das Thema jetzt weiter auszuwalzen, ich glaube nicht, daß das weitere Durchhangeln von Saison zu Saison mit der greradezu hoffnungslos gigantisch überschuldeten KGaA u. Ismaik ohne großen Schuldenschnitt eine Zukunftsperspektive hat, gerade auch Richtung 2. BL. Naja, wir werden sehen, wie es die kommende Saison weitergeht, wie die weiteren Aussichten der KGaA sind u. inwieweit Verpflichtungen, Absprachen, Vereinbarungen u. Verträge eingehalten werden….ob sich da was bei Ismaik gegenüber der Vergangenheit positiv ändert u. verbessert??? Ich glaube es nicht wirklich! Aber, lassen wir uns überraschen, warten wir es ab, ändern könnten wir es jetzt eh nicht.

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

 Chemieloewe

Werter Löwe,

meine Vermutung ist, dass sich zukünftig an der Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaftern wenig ändern wird. Wenn Ismaik das anstreben würde, hätte er nicht die üble Verabschiedung von Michael Scharold verfasst.

Ebenso vermute ich, dass die Trennung der Gesellschafter nicht zu dem Ergebnis führt, dass Sie sich wünschen. Auch eine Insolvenz oder Gesellschaftertrennung dauert häufig Jahre voller Ärger etc. Bevor man eine Scheidung einreicht, sollte man geprüft haben, ob auch nur die Spur einer Chance besteht, die Zukunft angenehmer zu gestalten. Nicht selten enden Gesellschafter-Trennungen in einem fürchterlichen Rosenkrieg und das Unternehmen kann nur noch aufgelöst werden.

Zudem gehe ich davon aus, dass die Auseinandersetzungen mit Ismaik, OG und einem Teil der Fans in der unseligen Kultur des TSV begründet ist, immer sofort Erfolg haben zu wollen und dafür regelmäßig die Finanzen aus den Augen zu verlieren. Wie viele Mitglieder wollen Ihren Kurswechsel wirklich mitgehen?

Chemieloewe
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Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

Eine Antwort zu dieser Frage könnte man über eine Abfrage von Zustimmung o. Ablehnung der Trennung von Ismaik etc. durch eine Abstimmung unter den Mitgliefern erfahren u. feststellen. Damit würde geklärt werden, wofür sich die Mehrheit der Mitglieder entscheidet, bis 50/50…Aber das wird eben nicht gemacht. Aus Angst über das zu erwartende Ergebnis??? Vielleicht wird es ja noch!?

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

 Chemieloewe

Sie vergessen, dass die TSV 1860 KGaA ein Unternehmen ist, und kein Karnickelzuchtverein. Was nutzt da eine Mitgliederbefragung, bei der es darum geht, was gewünscht und geglaubt wird. Viele Glauben, würde man in der 2. Bundesliga spielen, könnte die KGaA umgehend saniert werden. Die Verschuldung der KGaA wird jetzt auf 70 Millionen € hinaus laufen. Nur wenn ein Unternehmen Gewinne erzielt, könnte aus dem Cashflow die Verschuldung reduziert werden. Sollte die KGaA, was nicht zu erwarten ist, in der 2. BL Gewinne von 2 Mio. € erzielen, bräuchte es 35 Jahre bis zur Entschuldung.

Sie erinnern sich an das unglückseelige Interview im BR3. Da fiel eine Zahl von 80 Jahren, über die alle gelächelt haben. Ich nicht.

Bei einer Insolvenz geht es nicht um Wünsche, Hoffnungen, Glaube, sondern nur um realisierbar und sinnvoll.

Als erstes wäre die Frage, woher bekommt der Verein wenigstens 10 Millionen €, um die KGaA mit ausreichendem Eigenkapital auszustatten? Oder wollen Sie direkt wieder mit einem Investor starten?

Sie sollten sich mit dem Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Bay ins benehmen setzen und seine Einschätzung einholen.

Chemieloewe
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Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  nofan

Sorry,  nofan , meine Antwort ist weiter vorn als einzelner Kommenter gelandet…

Serkan
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Serkan (@serkan)
1 Monat her
Reply to  nofan

 nofan – Verwaltungsrat? Das ist ganz sicher ein Missverständnis. „Chemieloewe“ heißt so, weil er neben dem TSV 1860 als weitere Liebe ein Fan der BSG Chemie Leipzig ist: https://de.wikipedia.org/wiki/BSG_Chemie_Leipzig_(1997) so wie ich ein Fan von Beşiktaş bin. Das Verwaltungsratsmitglied, das „nofan“ gedanklich in Verbindung bringt, ist von Beruf Chemiker. Ganz andere Baustelle. Deshalb die Fehlassoziation.  Chemieloewe : Denke, das solltest du klarstellen!

Chemieloewe
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Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  Serkan

Jo, danke  Serkan , genauso ist es, wie Du schreibst. Ich bin neben 60-Fan auch BSG Chemie Leipzig-Fan. Daher auch meine daran angelehnte Namenassoziation „Chemieloewe“.

Ich nehme eher an,  nofan hat mit der Vermutung, ich sei im Verwaltungsrat, mir einen ironischen, nicht ernst zu nehmenden Seitenhieb verpassen wollen u. nicht wirklich den Diplomchemiker im Verwaltungsrat, wie heißt er doch gleich(?), gemeint!? Vielleicht deshalb, weil ich nun so viel über vermeintlich versäumte Insolvenzmöglichkeiten gewettert habe…? Jedenfalls bin ich mir, nachdem ich aus tiefer Verärgerung u. Enttäuschung über den anhaltenden, deprimierenden KGaA-Zustand heraus, mit meiner Kritik erheblich überreagiert habe u. mit der ich hoffentlich falsch liege, doch eher der Meinung u. der Hoffnung daß unser Präsidium u. e.V.-Verantwortlichen das Richtige tun, eben im Hinblick auf die KGaA u. habe da schon größeres Vertrauen in ihr Handeln.

nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Serkan

 Serkan
 Chemieloewe

Danke für den Hinweis. War mir nicht ganz klar, ob Chemielöwe nicht das Verwaltungsrats-Mitglied Dipl.-Chem. Dr. Markus Drees sein könnte. Von der Aussagekraft der Kommentare hielte ich das für denkbar.

Sorry

Aus einem anderen Grund bin ich ganz dankbar dafür, mich getäuscht zu haben. Wenn man die Historie des TSV e.V. bemüht, haben sich die verschiedenen Gremien nur Grabenkämpfe geliefert. Beispielsweise Schneider, Schäfer, Steiner oder von Linde und Ziffger.

Da finde ich es rühmlich, dass die Medien nicht mehr über Unstimmigkeiten zwischen Präsidium und Verwaltungsrat berichten können. Auch das Verhältnis zu den Geschäftsführern scheint konstruktiv abzulaufen. Das sollte die Basis für eine gute Vereins- und KGaA-Entwicklung sein. Bei dieser Konstellation wird Ismaik sich aus Aussätziger fühlen.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  nofan

Dr. Markus Drees hat hier im Löwenmagazin tatsächlich auch schon kommentiert, allerdings unter seinem Klarnamen Markus Drees.

anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

wenn 50+1 fällt….dann Gnade uns Gott

Dann sehen wir uns bei Chemie gegen Nulldrei, in unterschiedlichen Blöcken 😉 Oder auf ein Bier bei Roter Stern.

Chemieloewe
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Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  anteater

Bingo!!!

Landshuter Löwe
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Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
1 Monat her

Dann wollen wir mal hoffen, dass der Boulevard keine Nebenkriegsschauplätze eröffnet.

Landshuter Löwe
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Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
1 Monat her

Mein Dank an die Süddeutsche Zeitung für ihr Juli-Blatt im Zefix-Kalender 🙂

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Last edited 1 Monat her by Landshuter Löwe
anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her

😂