Der TSV 1860 München benötigt in den kommenden Wochen einen neuen Geschäftsführer. Denn Michael Scharold wird auf eigenen Wunsch hin die Löwen verlassen. Die beiden Gesellschafter beschäftigten sich nun mit seiner Nachfolge.

Es ist nicht mehr lange hin – in nicht einmal mehr zwei Wochen sollte der TSV 1860 München einen Nachfolger für den scheidenden Michael Scharold präsentieren. Während die Vertreter des e.V. wohl mit einem günstigeren Kandidaten liebäugeln, möchte die Investorenseite jemanden aus der Bundesliga. Laut der Süddeutschen Zeitung heißt der Kandidat Sven Froberg. Er war bis April Leiter der Marketing- und Unternehmenskommunikation beim VfL Wolfsburg. Zuvor war er Managing Director beim Sportinformationsdienst und Sportchef bei Pro7/Sat1. Aktuell scheint er noch als externer Berater für den Bundesligisten Wolfsburg tätig zu sein. Sein ursprünglicher Vertrag lief am 1. April 2020 aus. Der Kandidat des e.V. kommt aus der Regionalliga und ist das Ergebnis einer Auswahl von insgesamt 6 potentiellen Geschäftsführern.

Die Entscheidung über den neuen Geschäftsführer trifft der Beirat des TSV 1860 München. Dort sitzen mit Präsident Robert Reisinger und Verwaltungsrat Robert von Bennigsen zwei Vertreter des e.V.. Von HAM International ist aktuell Saki Stimoniaris gesetzt. Für Peter Cassalette müsste 2018 Andrew Livingston nachgerückt sein. Offiziell wurde dies allerdings nie bekannt gegeben und auch auf der Homepage der Löwen gibt es seit zwei Jahren keine Angaben zum Beirat mehr. Livingston, der Anwalt von Hasan Ismaik, ersetzte Cassalette allerdings damals auch im Aufsichtsrat.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Serkan
4 Tage her

Das Einstellungskriterium wird hoffentlich nicht lauten günstig oder nichtgünstig? Die suchen einen kaufmännischen Geschäftsführer? Wenn ich mir die Vita des Kandidaten der Investorenseite anschaue, kann ich im ersten Moment nicht erkennen, was ihn auch nur annähernd für das Amt qualifiziert? Sicher ein erfahrener PR- und Medienmensch, aber eben kein Finanzer. Genau den braucht es aber. Nachdem die SZ den Namen des Investorenlandidaten kennt, den des Vereins aber nicht, liegt auf der Hand, wer geplaudert hat und Personalfragen in der Öffentlichkeit diskutiert.

nofan
4 Tage her
Reply to  Serkan

Ihre Frage ist berechtigt: Was will die TSV KGaA mit einem ehemaligen Medienchef und Chefredakteur? Aber was noch bedenklicher ist: Erst vor zwei Jahren ist er in seine Heimat Wolfsburg zurück gekehrt. Vor einigen Monaten bereits wurde er dort entlassen. Zuvor war er Chefredakteur. Aus der veröffentlichten Vita kann die Hypothese aufgestellt werden, dass er nie lange (erfolgreich?) gearbeitet hat und wäre ein Geschäftsführerjob beim TSV nicht als Abstieg zu bewerten? Und zudem dürfte es eine große Schnittmenge zu den Themen geben, die aktuell von Geschäftsführer Gorenzel bearbeitet werden. Warum sollte das Präsidium einen Geschäftsführer akzeptieren, der Unruhe verspricht? Die… Read more »

Snoopy.
4 Tage her
Reply to  Serkan

Als ich den Artikel gestern Abend in der SZ gelesen habe, war mein erster Gedanke für die Qualifikation des Investorenkanditen: er kommt aus einem Verein in der 1. Bundesliga und dürfte vermutlich etwas mehr auf dem Gehaltszettel stehen haben wollen. Mehr aber auch nicht.

Streng genommen braucht die KGaA in meinen Augen einen dipl. Betriebswirt