Nur vier Tage nach dem deutlichen Heimsieg gegen die Sportfreunde Lotte geht es für die Löwen bereits auswärts weiter. Dabei müssen die Löwen eine etwa 650 Kilometer-Reise nach Osnabrück, das übrigens nur etwa 15 Kilometer von Lotte entfernt ist, auf sich nehmen. In Osnabrück wird die Elf von Daniel Bierofka am Mittwoch, 8. August 2018 um 19:00 Uhr im Stadion an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück antreten.

Die Geschichte des Vereins

Der Verein für Leibesübungen von 1899 e. V. Osnabrück wurde am 17. April 1899 gegründet. Lange spielte der Verein in der Ersten Liga und nahm 1939, 1940 und 1950 sogar an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft teil. Mit der Einführung der Bundesliga stieg Osnabrück allerdings in die Zweite Liga ab. Obwohl der VfL von 1969 bis 1973 fünfmal hintereinander an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teilnahm, schaffte er nie den Aufstieg.

1984 kam es erstmals zum Abstieg in die Dritte Liga, auf den der sofortige Wiederaufstieg folgte. Der nächste Abstieg erfolgte im Jahr 1993. Danach dauerte es sieben Jahre bis zur Rückkehr in die Zweite Liga. Von da an pendelte man immer wieder zwischen Zweiter und Dritter Liga hin und her. Nach der Saison 2010/11 stieg der VfL zum letzten Mal in die Dritte Liga ab, wo er seitdem durchgehend spielt.

Der Kader

Insgesamt sieben Stammspieler verließen den VfL Osnabrück in diesem Sommer. Als Ersatz wurden einige gestande Drittliga-Spieler verpflichtet. Maurice Trapp spielte zuvor in Wiesbaden, Manuel Farrona Pulido bei Fortuna Köln und Felix Schiller beim FC Magdeburg. Außerdem wurde mit Ulrich Taffertshofer ein ehemaliger Löwenspieler von der SpVgg Unterhaching geholt. Er stand von 2008 bis 2012 beim TSV 1860 unter Vertrag, brachte es dabei aber lediglich auf sieben Spiele für die zweite Mannschaft.

Außerdem wurden auch einige Spieler aus der Regionalliga geholt. Dabei wurden hauptsächlich junge Spieler verpflichtet. Jeweils ein Spieler kam von den zweiten Mannschaften von Borussia Dortmund, Hertha BSC und dem 1. FC Köln.

Die letzten Ergebnisse

Bereits die Vorbereitung auf die neue Saison lief für den VfL Osnabrück relativ erfolgreich. Von acht Testspielen, unter anderem drei gegen Regionalligisten, konnten sechs Spiele gewonnen werden. Lediglich im Spiel gegen den belgischen Erstligisten Royal Antwerpen gab es eine Niederlage.

In der Liga liegt der VfL nach zwei Siegen derzeit nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem Spitzenreiter Energie Cottbus auf Platz zwei der Tabelle. Allerdings kamen die beiden Siege durch viel Glück zustande. Am ersten Spieltag erzielte Farrona Pulido erst in der vierten Minute der Nachspielzeit den Treffer zum 2:1 für Osnabrück. Am gestrigen Sonntag im Spiel beim SV Meppen vergab der Gastgeber beim Stand von 0:0 einen Elfmeter, außerdem wurde der Ausgleichstreffer von Meppen fälschlicherweise nicht anerkannt. Dadurch gewann der VfL Osnabrück am zweiten Spieltag mit 2:0.

Die bisherigen Duelle

Bislang spielten die Löwen neunmal gegen den VfL Osnabrück. Die einzige Niederlage für die Löwen gab es im Dezember 2009. In den anderen acht Duellen gab es vier Siege für den TSV 1860 und vier Unentschieden. Von den fünf Heimspielen gegen Sechzig verlor der VfL drei Stück. Das letzte Duell beider Vereine gab es im Juli 2011. Damals gewannen die Löwen in der ersten Runde des DFB-Pokals in Osnabrück durch ein Tor von Kevin Volland in der Verlängerung mit 3:2. Das 2:1 für den VfL erzielte in diesem Spiel Jan Mauersberger, der in der Saison 2011/12 in Osnabrück spielte.

Die Fans

Derzeit hat der VfL Osnabrück etwa 3.600 Mitglieder. In der letzten Saison waren im Schnitt 8.066 Zuschauer bei den Spielen des VfL im Stadion. Dabei war das Stadion kein einziges Mal ausverkauft. Das erste Heimspiel in dieser Saison besuchten am ersten Spieltag 7.649 Zuschauer, darunter ledliglich etwa 50 Fans des Gastvereins Würzburger Kickers.

Das Stadion

Das Stadion an der Bremer Brücke wurde im Jahr 1931 erbaut und gehört seitdem dem VfL Osnabrück. Der Zuschauerrekord liegt bei etwa 35.000 Zuschauern beim Spiel des VfL gegen den VfB Stuttgart im Jahr 1952. Derzeit bietet das Stadion Platz für 16.667 Zuschauer. Es liegt mitten in einem Wohngebiet, was dem VfL lange Probleme bereitete. Erst im Jahr 2010 konnte nach ewig langem Streit die Lücke im Nordwesten des Stadions komplett geschlossen werden.

Bereits 1952 sollte das Stadion komplett ausgebaut werden, doch einer der Anwohner verweigerte den Verkauf seines Grundstückes, das fast bis an den Rand des Spielfeldes ging. Obwohl das Grundstück seit den Achtzigerjahren leer stand und komplett verwildert war, konnten die Erben des Anwohners erst vor acht Jahren zum Verkauf des Grundstücks überredet werden, wodurch die 80 Jahre lang bestehende Lücke mittlerweile geschlossen werden konnte.

Wie seht Ihr die Chancen unserer Löwen beim VfL Osnabrück?

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Leo
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Am ersten Spieltag erzielte Farrona Pulido erst in der vierten Minute den Treffer zum 2:1 für Osnabrück.

😉