Bereits vier Tage nach dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden steht für die Löwen das nächste Spiel auf dem Programm. Gerade jetzt, wo Sechzig etwas wieder gut zu machen hat, geht es zum Angstgegner nach Unterhaching. Auf dem Papier ist das Spiel bei der SpVgg Unterhaching am Mittwoch, 26. September, um 19:00 Uhr zwar ein Auswärtsspiel, doch sowohl von der Entfernung her als auch von der Verteilung der Fans her dürfte eher es sich eher nach einem Heimspiel für Sechzig anfühlen.

Die Geschichte des Vereins

Am 1. Januar 1925 wurde die Spielvereinigung Unterhaching e. V. gegründet, als sich die Fußballabteilung des TSV Hachinger Tal vom restlichen Verein abspaltete und einen eigenen Verein gründete. Doch bereits 1933 wurde die SpVgg aufgrund „politischer Unzuverlässigkeit einiger Mitglieder“ wieder aufgelöst. Erst im Jahre 1945 wurde der Verein wieder neu gegründet.

Bis 1976 pendelte man immer wieder zwischen Sechster und Siebter Liga hin und her. Erst 1977 gelang erstmals der Aufstieg in die Fünfte Liga. Bereits zwei Jahre später schaffte man es in die Vierte Liga und weitere zwei Jahre später gelang sogar der Aufstieg in die Bayernliga. Während fünf Jahre zuvor noch vier Ligen zwischen beiden Vereinen lagen, traf die SpVgg ab 1982 regelmäßig auf den einst deutlich erfolgreicheren TSV 1860.

In der Bayernliga wurde man nicht nur zum Angstgegner der Löwen, sondern war auch stets auf den oberen Plätzen der Tabelle zu finden. Nachdem man 1982/83 und 1987/88 jeweils in der Aufstiegsrunde scheiterte, gelang 1989 erstmals der Aufstieg in die Zweite Liga. Doch genau wie nach dem zweiten Aufstieg im Jahr 1992 folgte direkt wieder der Abstieg in die Bayernliga.

1995 schaffte man zum dritten Mal den Aufstieg in die Zweite Liga. Dieses Mal blieb man dort vier Jahre lang. Im Sommer 1999 gelang der SpVgg Unterhaching dann die große Sensation, als man in die Bundesliga aufstieg. In der Saison 1999/2000 schaffte man den Klassenerhalt. Doch nach der zweiten Saison in der Bundesliga stieg man erst in die Zweite Liga ab und direkt danach sogar in die Dritte Liga.

Doch bereits 2003 kehrte die SpVgg wieder in die Zweite Liga zurück und blieb dort bis einschließlich der Saison 2006/07, in der man aus der Zweiten Liga abstieg. Anschließend spielte Unterhaching bis 2015 in der Dritten Liga.

Jüngste Vergangenheit

Am Ende der Saison 2014/15 war die Enttäuschung groß in Unterhaching. 35 Jahre lang war die SpVgg zuvor durchgehend in den obersten drei Ligen vertreten, doch im Sommer 2015 stieg man in die Regionalliga ab. In der Saison 2015/16 belegte man dort den vierten Platz.

Eine Saison später wurde Haching souverän Meister der Regionalliga Bayern mit nur einer Niederlage. In den Aufstiegsspielen setzte man sich gegen den SV Elversberg durch und schaffte die Rückkehr in die Dritte Liga. In der letzten Saison belegte man dort den neunten Platz.

Der Kader

Bei Unterhaching gab es im vergangenen Sommer keinen großen Umbruch. Mit Torwart Korbinian Müller und Ex-Löwe Ulrich Taffertshofer verließen lediglich zwei Stammspieler den Verein. Mit Mittelfeldspieler Lucas Hufnagel wurde ein Spieler verpflichtet, der bereits 35 Spiele in der Zweiten Liga absolvierte. Innenverteidiger Marc Endres absolvierte zuvor bereits 113 Drittliga-Spiele für den Chemnitzer FC. Außerdem kehrte Markus Schwabl, Sohn von Präsident Manfred Schwabl, zur SpVgg zurück. Der Rechtsverteidiger, der in der Saison 2013/14 beim TSV 1860 spielte, fällt derzeit allerdings aufgrund von muskulären Problemen aus. Auch Mittelfeldspieler Jim-Patrick Müller, der in den ersten beiden Spielen zwei Tore erzielte, fällt gegen die Löwen aus.

Für die beiden ehemaligen 1860-Spieler Dominik Stahl und Stephan Hain wird es am Mittwoch ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein geben. Stahl, der von 2004 bis 2016 bei Sechzig war und dabei 131 Spiele absolvierte, ist seit zwei Jahren Stammspieler bei der SpVgg und mittlerweile auch oft Kapitän. Hain, der bei den Löwen vor allem durch Verletzungen auffiel und von 2013 bis 2016 in 29 Spielen nur ein Tor erzielte, war bereits in den beiden vergangenen Jahren jeweils bester Torschütze der SpVgg. In dieser Saison führt er die Unterhachinger Torschützenliste mit vier Treffern gemeinsam mit dem rechten Mittelfeldspieler Luca Marseiller an.

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Die letzten Ergebnisse

Nach acht Spielen liegt Unterhaching mit 15 Punkten auf Platz zwei der Tabelle. Bislang erzielte die SpVgg bereits 15 Tore, was hinter 1860 der zweithöchste Wert der Dritten Liga ist. Nachdem man zuvor drei Spiele in Folge gewonnen hatte, gab es am vorletzten Spieltag die erste Niederlage in dieser Saison. Das 0:1 gegen die Würzburger Kickers war eines von bisher erst zwei Spielen, in denen Haching in dieser Saison kein Tor erzielte. Am achten Spieltag schoss man zwar drei Tore in Meppen, holte dort allerdings nur ein Unentschieden.

Die bisherigen Duelle

Die Unterhachinger sind ein echter Angstgegner für 1860. In den bisherigen Spielen gegen die SpVgg Unterhaching waren die Löwen nur selten erfolgreich. Von 28 Spielen konnten lediglich fünf gewonnen werden. Dabei erzielte 1860 bislang 38 Tore. Haching erzielte bislang mit 60 Treffern mehr als zwei Tore im Schnitt. Noch schlechter sieht die Bilanz für Sechzig bei den Heimspielen der SpVgg aus. Von 14 Spielen konnten die Löwen nur ein einziges gewinnen (am 1. November 2000), zehn Spiele gewann Unterhaching.

Doch immerhin konnten die Löwen das letzte Pflichtspiel gegen die SpVgg Unterhaching für sich entscheiden. Am 6. Mai 2007 gewann man durch ein Eigentor der Hachinger zuhause gegen die SpVgg mit 1:0.

Eine der höchsten Niederlagen gegen Unterhaching gab es im Dezember 2006. Einen Rückblick auf das Spiel findet Ihr hier.

Die Fans

Die SpVgg Unterhaching hat derzeit ca. 1.000 Mitglieder. Auch die Zuschauerzahlen des Vereins aus dem Südosten von München sind deutlich geringer als beim TSV 1860. In den beiden Jahren in der Bundesliga lag der Zuschauerschnitt der SpVgg noch bei rund 10.000 Zuschauern. Schon durch den Abstieg in die Zweite Liga sank er auf nur noch rund 4.000. In der Saison 2015/16 kamen im Schnitt sogar nur knapp 1.300 Zuschauer zu den Heimspielen der SpVgg Unterhaching. Seitdem steigt der Schnitt wieder. Die ersten vier Heimspiele in dieser Saison sahen im Schnitt etwa 3.400 Zuschauer.

Bei den Heimspielen gegen die Löwen war das Stadion der SpVgg Unterhaching in der Vergangenheit oft ausverkauft. Das lag allerdings zu großen Teilen an den vielen Gästefans. Auch am Mittwoch werden wieder viele Fans des TSV 1860 vor Ort sein. Die SpVgg stellte Sechzig insgesamt 5.700 Karten zur Verfügung, die innerhalb von wenigen Minuten vergriffen waren. Auch in den Heimblöcken werden sicherlich einige Löwen zu finden sein. Es wäre nicht erstaunlich, wenn am Ende mehr Anhänger von 1860 als Fans von Unterhaching im Stadion sind.

Das Stadion

Der Alpenbauer Sportpark, wie das Stadion der SpVgg Unterhaching seit 2013 offiziell heißt, wurde im Jahr 1992 eröffnet. Nach dem Aufstieg der Hachinger in die Bundesliga wurde er deutlich ausgebaut und bietet seitdem Platz für 15.053 Zuschauer. Zuletzt waren allerdings nur noch rund 10.500 Plätze davon nutzbar, da die Osttribühne gesperrt war. Doch die SpVgg renovierte die Tribüne, die rechtzeitig zum Gastspiel von Sechzig in Unterhaching wieder eröffnet wird.

Wie schätzt Ihr die Chancen des TSV 1860 bei der SpVgg Unterhaching ein? 

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Wird ein richtig schweres Spiel. Wenn die Mannschaft es gebacken bekommt auch 90. Minuten die Konzentration hoch zu halten, dann dürften wir gute Chancen haben.

Haching darfst du halt nicht 1. Minute in Ruhe lassen, ansonsten fängst dir direkt ein Tor.

ArikSteen

Ich denke, dass 1860 jede Mannschaft in der 3. Liga besiegen kann. Nach dem Spiel gegen Wehen bedarf es jedoch mehr als ein Wachrütteln. Die Leistung war katastrophal. In jedem Spiel gilt es hoch konzentriert zu bleiben. Mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Kampfgeist, holen wir 3 Punkte. Ich wünsche den Hachingern ein Tor. Deshalb tippe ich auf ein 1:3.