Vier Tage nach dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück steht für die Löwen das nächste Heimspiel auf Giesings Höhen auf dem Programm. Gegner ist am Sonntag, 12. August, um 13:00 Uhr der KFC Uerdingen, der genau wie der TSV 1860 seit dieser Saison als Aufsteiger neu ist in der Dritten Liga.

Die Geschichte des Vereins

Ursprünglich wurde der Verein im Jahr 1905 gegründet unter dem Namen FC Uerdingen 05. Im Jahr 1953 schloss er sich mit der Betriebssportgruppe der Firma Bayer zusammen und hieß von da an FC Bayer 05 Uerdingen. Nachdem man zuvor lange in Amateurligen gespielt hatte, gelang 1971 erstmals der Aufstieg in die Zweite Liga. 1975/76 spielte Uerdingen erstmals in der Bundesliga. Bis 1996 spielte man insgesamt 13 Jahre in der Bundesliga. Im Jahr 1985 gewann man außerdem überraschend den DFB-Pokal.

Nach dem Ausstieg von Bayer im Jahr 1995 erhielt der Verein den heutigen Namen KFC Uerdingen. Im Anschluss daran ging es sowohl sportlich als auch finanziell bergab. In den Jahren 2003, 2005 und 2007 musste jeweils Insolvenz angemeldet werden. Im Jahr 2008 stieg der KFC sogar in die Sechste Liga ab, aus der man erst nach drei Jahren wieder aufstieg.

Seit dem Einstieg des russischen Investors Mikhail Ponomarev hat der KFC seine finanziellen Probleme mittlerweile überwunden. Auch sportlich geht es seitdem bergauf. In den letzten beiden Jahren gelang der Durchmarsch von der Fünften in die Dritte Liga.

Der Kader

Nur vier Spieler verließen den KFC in diesem Sommer, allerdings war darunter kein Stammspieler der letzten Saison. Als Neuzugänge wurden einige erfahrene Spieler geholt. Mit dem Innenverteidiger Robert Müller kam vom VfR Aalen ein Spieler, der bereits fast 300 Spiele in der Dritten Liga absolvierte. Außerdem wurde mit Kevin Großkreutz ein Spieler geholt, der bei der Weltmeisterschaft 2014 im deutschen Kader stand. Er absolvierte letzte Saison 27 Spiele für Darmstadt 98 in der Zweiten Liga.

Neben einigen Ergänzungsspielern aus der Zweiten Liga holte Uerdingen auch den ehemaligen Löwenspieler Stefan Aigner, der letzte Saison bei den Colorado Rapids in den USA spielte. Weitere Akteure mit Vergangenheit beim TSV 1860 sind Stürmer Maximilian Beister (in der Rückrunde 2015/16 bei Sechzig) und Co-Trainer Stefan Reisinger (spielte in der Saison 2005/06 bei den Löwen. Er und Chefcoach Stefan Krämer trainieren beim KFC den ältesten Kader der Dritten Liga. Im Schnitt sind die Uerdinger Spieler mehr als zwei Jahre älter als die Spieler im Kader der Löwen. Die Startelf des TSV 1860 in Osnabrück war im Schnitt etwa zweieinhalb Jahre jünger als die Anfangsformation des KFC am Dritten Spieltag.

Die letzten Ergebnisse

In der Vorbereitung verlor Uerdingen nur ein einziges Spiel. Die einzige Niederlage war ein 1:2 beim Bundesligisten FSV Mainz 05. Während es im letzten Testspiel noch ein 1:0 gegen den niederländischen Erstligisten FC Groningen gab, lief es im ersten Spiel der Dritten Liga deutlich schlechter. Im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching gab es eine 1:3-Niederlage. Am zweiten Spieltag gab es mit dem 2:0 bei den Würzburger Kickers den ersten Sieg der Saison. Nach dem 3:2 zuhause gegen den SV Meppen liegt der KFC nach drei Spielen auf Platz vier der Tabelle.

Die bisherigen Duelle

Insgesamt traf der TSV 1860 bislang zwölfmal auf den KFC Uerdingen. Dabei konnten die Löwen fünf Spiele gewinnen, viermal gewann der KFC. Die letzten Duelle zwischen beiden Vereinen gab es in der Saison 1995/96 in der Bundesliga. In den Heimspielen sieht die Bilanz für Sechzig bislang sehr gut aus. In sechs Spielen gab es vier Siege und zwei Unentschieden. Dabei gelangen den Löwen 17 Tore. Lediglich drei Gegentreffer kassierte der TSV 1860 bislang zuhause gegen Uerdingen.

Die Fans

Der KFC Uerdingen hat mit 750 relativ wenig Mitglieder. Dabei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass der KFC ein reiner Fußballverein ist. Alle anderen Abteilungen des ehemaligen Vereins Bayer Uerdingen sind seit dem Rückzug der Bayer AG im Jahr 1995 im eigenständigen Verein SC Bayer 05 Uerdingen organisiert, der derzeit fast 6.000 Mitglieder hat.

Während der KFC zu Bundesliga-Zeiten einen Zuschauerschnitt von bis zu 17.300 Zuschauer hatte, kamen in den letzten Jahren meistens im Schnitt nur etwa 1.000 bis 2.000 Fans zu den Spielen. Erst letzte Saison waren es mit 2.800 Zuschauern wieder etwas mehr. In dieser Saison muss Uerdingen seine Heimspiele im etwa 20 Kilometer entfernten Duisburg austragen, da das eigene Stadion derzeit nicht drittligatauglich ist. Dennoch kamen im ersten Heimspiel etwa 5.500 Zuschauer und im zweiten etwa 4.300 Zuschauer. Zur Auswärtsfahrt ins 630 Kilometer entfernte München werden den KFC vorraussichtlich etwa 700 Fans begleiten.

Wer möchte, kann im Tippspiel des Löwenmagazins auf das Ergebnis dieses Spiels und aller anderen Spiele der Dritten Liga tippen.

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ArikSteen

Herzlichen Dank für diese Zusammenfassung.