Nach dem ersten torlosen Spiel des TSV 1860 in dieser Saison am vergangenen Samstag bei Preußen Münster steht nun das nächste Heimspiel auf dem Programm. Die Löwen spielen am Samstag, 10. November, um 14:00 Uhr im Grünwalder Stadion gegen den Halleschen FC.

Die Geschichte des Vereins

Der heutige Hallesche FC wurde am 26. Januar 1966 unter dem Namen Hallescher FC Chemie gegründet, als die Fußballabteilung des Vereins SC Chemie Halle ausgegliedert wurde. Von der Gründung bis zum Jahr 1973 spielte Chemie in der DDR-Oberliga. Der größte Erfolg war der dritte Platz in der Saison 1970/71, wodurch Halle am UEFA-Cup teilnahm.

1973 stieg Halle in die Zweite Liga der DDR ab, kehrte jedoch schon nach einem Jahr wieder in die Erste Liga zurück. Dort blieb man bis 1984. Nach dem erneuten Abstieg kehrte man 1987 in die DDR-Oberliga zurück und blieb dort bis zu deren Ende im Jahr 1991. In der Saison 1990/91 konnte man sich erneut für den UEFA-Cup qualifizieren.

Ab 1991 trat der Verein als Hallescher FC an. In der Saison 1991/92 spielte man in der Zweiten Liga, doch man stieg bereits im ersten Jahr ab. In den folgenden drei Jahren stieg der HFC bis in die Fünfte Liga ab. Nachdem man 1997/98 in der Vierten Liga gespielt hatte, stieg Halle erneut ab. Erst nach dem Aufstieg im Jahr 2000 konnte man sich in der Vierten Liga dauerhaft halten.

Jüngste Vergangenheit

Nachdem man zuvor zehn Jahre lang auf den vorderen Plätzen lag, gelang in der Saison 2011/12 der Aufstieg in die Dritte Liga.

In der Dritten Liga kam der Hallesche FC in den ersten drei Jahren jeweils auf Platz neun oder zehn. In den letzten drei Spielzeiten erreichte man jeweils den 13. Platz in der Abschlusstabelle.

Der Kader

In dieser Saison trafen bislang acht Spieler für den Halleschen FC. Bester Torschütze ist der ehemalige Löwenspieler Mathias Fetsch mit vier Treffern. Er spielte ab Januar 2009 eineinhalb Jahre lang für Sechzig und kam dabei zu zwei Einsätzen in der Zweiten Liga. Für die zweite Mannschaft der Löwen erzielte er in 46 Spielen 17 Tore.

Drei Tore in dieser Saison erzielte bislang Bentley Baxter Bahn. Der Neuzugang vom Drittliga-Konkurrenten hat in dieser Saison außerdem bereits sechs Tore vorbereitet.

Auch Innenverteidiger Sebastian Mai traf in dieser Saison schon dreimal für den HFC. Bisher jeweils zwei Tore erzielten der Stürmer Pascal Sohm und der Linksaußen Braydon Manu.

Mit Tobias Schilk steht neben Fetsch noch ein weiterer ehemaliger Spieler des TSV 1860 beim Halleschen FC unter Vertrag. Er spielte von 2004 bis 2011 bei Sechzig und verließ die Löwen dann im Alter von 19 Jahren. In dieser Saison kam er für Halle bislang in acht Drittliga-Spielen zum Einsatz.

Die letzten Ergebnisse

Nach dem 14. Spieltag steht der Hallesche FC mit 23 Punkten und einer Tordifferenz von 17:14 auf Platz vier in der Tabelle. So viele Punkte hatte der Hallesche FC in der Dritten Liga nach dem 14. Spieltag noch nie.

Von den letzten fünf Spielen wurde nur eines verloren (am 16. Oktober mit 0:1 gegen Rostock). Am 12. Spieltag holte man zuhause ein 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching, eine Woche später gewann Halle in Würzburg mit 2:1. Ebenfalls mit 2:1 wurde das Heimspiel gegen den SV Meppen am vergangenen Sonntag gewonnen.

Die bisherigen Duelle

Bislang traf 1860 viermal auf den Halleschen FC, alle vier Spiele fanden in der Saison 1991/92 statt. Eines der beiden Heimspiele konnten die Löwen mit 2:0 gewinnen, das andere endete 1:1. Die beiden Spiele in Halle endeten 2:2 und 0:0. Sechzig hat somit bisher noch nicht gegen den Halleschen FC verloren.

Einmalige Umstände in der Saison 1991/92: Vier Pflichtspiele gegen den Halleschen FC

Die Fans

Derzeit hat der Hallesche FC etwa 1.600 Mitglieder. Zu den Heimspielen kommen im Schnitt in dieser Saison etwa 7.700 Fans. Auswärts war Halle durchschnittlich in dieser Saison bisher mit etwa 500 Fans vertreten. Auch in Halle merkt man, dass 1860 die Fans anzieht. Während beim Auswärtsspiel im 360 Kilometer von Halle entfernten Lotte nur rund 250 Halle-Fans dabei waren, wurde für das Auswärtsspiel in München das gesamte Gästekontingent verkauft. Somit machen sich 1.500 Anhänger des Halleschen FC auf den Weg nach München. Kein andererer Verein brachte in dieser Saison bislang so viele Gästefans mit in das Grünwalder Stadion.

Die Ultra-Gruppierung „Saalefront“ organisiert zu diesem Spiel einen Sonderzug, der gegen 11:45 Uhr am Münchner Hauptbahnhof ankommen soll.

Gegner im Blickpunkt: Hallescher FC

 

Übrigens: Michael Schädlich, der Präsident des Halleschen FC, ist Fan des TSV 1860. Dem Löwenmagazin hat er ein paar Fragen beantwortet:

HFC-Präsident Michael Schädlich ist Fan von 1860 München

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