Ex-Löwe Gabor Kiraly hängt nach 26 Jahren seine grauen Jogginghosen in den Schrank und beendet seine Karriere. Nach 882 Spielen kehrt der 43-Jährige dem Profi-Fußball zumindest als Spieler den Rücken zu. Von 2009 bis 2014 spielte er bei den Löwen. 10-mal trug er das Trikot der ungarischen Nationalmannschaft. Zuletzt spielte er bei seinem Heimatklub Szombathelyi Haladas.

Seine Abschiedsworte

Ich bedanke mich beim Fußball, der mir alles beigebracht hat und mich zu einem besseren Menschen gemacht hat. Ich habe jeden Tag ehrenvoll gekämpft. Ich wollte immer das Maximum erreichen und ich habe mich jeder Aufgabe angepasst.

Ich bedanke mich bei meiner Familie und bei meinen Freunden, die immer neben mir standen und mich unterstützt haben. Ohne sie hätte ich diese fantastische Reise, die 26 Jahre dauerte, nicht geschafft.

Der Fußball hat mir beigebracht, …

wie man gewinnt und verliert.

dass man hinfällt und wie man wieder aufsteht.

Wie man unter Mannschaftskollegen und Gegnern Freunde findet.

Danke, …

…dass ich 108-Mal das ungarische Nationaltrikot tragen durfte.

…dass ich als Ungar ein Teil der internationalen Fußballwelt sein durfte.

…an meine früheren Vereine, dass ich einen Teil ihrer Geschichte miterleben durfte und dass ich in ihren wundervollen traditionellen Stadien spielen durfte.

…an meine früheren Kollegen, von denen ich beruflich und menschlich sehr viel gelernt habe.

…an meine früheren Trainer, die zu meiner Entwicklung viel beigetragen haben und mir die Möglichkeit gegeben haben, zu spielen.

…an die Fans, die mich emotional unterstützt haben.

…an meine früheren Gegner, die mir meine Aufgaben nicht leichter gemacht haben, wodurch ich viel lernen konnte.

Die fantastische Reise ist nun zu Ende!

Ich war 26 Jahre lang an 882 Spielen im Mittelpunkt auf der Bühne der Fußballwelt, nun möchte ich sehen, wie das Leben hinter den Kulissen ist…

Quelle: http://kiralygabor.eu

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Alexander Schlegel
Leser

Ich mochte den Gabor sehr: als Typ und als Torwart, auch wenn mich seine hin und wieder vorkommenden „Klöpse“ manchmal regelrecht verzweifeln ließen. Aber viel öfter noch hat er uns mit sagenhaften Reflexen (er hatte da oft so einen regelrechten Instinkt, wo die Bälle hinkommen könnten) so manchen Punkt gerettet.

Ich wünsche ihm, dass er einen nahtlosen Übergang ins „normale“ Leben schafft. Geldprobleme sollte er nach diesen vielen Jahren als Fußballprofi eigentlich keine mehr haben.

twchris
Redakteur

„ihren wundervollen traditionellen Stadien spielen durfte.“

Hat bei uns jetzt leider nicht so richtig hingehauen.
Machs gut Gabor, warst auch bei uns ein super Kerl und hast dich immer voll reingehauen!