Am letzten Spieltag der Futsal Regionalliga Süd ging es für die bereits abgestiegenen Futsallöwen zwar sportlich nur noch um die goldene Ananas, dennoch hatte die Mannschaft die Gelegenheit, sich positiv aus der Regionalliga zu verabschieden. Mit einem 1:1 beim TSV Neuried gelang dies zumindest teilweise. Neuried hingegen konnte mit dem Punkt den Klassenerhalt – sehr spät in der Saison – doch noch sichern.

Mihael Ivanek belohnt Löwen für konzentrierte erste Hälfte

Das Spiel begann äußerst verhalten, so dauerte es bis zur 5. Spielminute, ehe es das erste Mal gefährlich vor einem der Tore wurde. Julian Briones im Neurieder Dress setzte den Ball aus zentraler Schussposition aber knapp neben den rechten Pfosten. Zwei Minuten später hatten auch die Löwen ihre erste Gelegenheit, aber Robert Rother schoss die Kugel ähnlich knapp am linken Pfosten vorbei. Insgesamt war es eine ausgeglichene Anfangsphase, in der die Löwen zusehens stärker wurden und sich in der 12. Minute dafür belohnten. Nach einem präzisen Zuspiel aus der Defensive kam Mihael Ivanek an den Ball, dieser lief in Richtung Tor und traf zur Freude der etwa 25 Löwenfans in der Halle sehenswert ins rechte Eck – 0:1. Die Löwen hätten die Führung im Anschluss sogar ausbauen können. Aber erst wurde Karlo Lujic’ Hereingabe in der Mitte verpasst (12.), dann scheiterte dieser aus leicht spitzem Winkel selbst (18.). In der Schlussminute kam Andy Kört vorm herauseilenden Torhüter an den Ball, spitzelte diesen technisch ansprechend über den Torhüter hinweg, scheiterte aber am rechten Lattenkreuz (20.). Pech für die Löwen! Eine 2:0-Halbzeitführung hätte das Unterfangen für Neuried noch schwerer gemacht. Auf der Gegenseite kam die Heim-Mannschaft zwar zu ein paar Halbchancen, unter anderem zu einem Schuss aus spitzem Winkel am Tor vorbei (17.) und zu einem abgeblockten Freistoß (19.), wirklich gefährlich wurde es aber kaum.

Insgesamt war es eine gute und konzentrierte Leistung der Futsallöwen in der ersten Halbzeit und eine völlig verdiente Pausen-Führung. Hinten ließen die Münchner kaum nennenswerte Aktionen zu, vorne konnten sie von Zeit zu Zeit gefährliche Nadelstiche setzen.

Zweite Halbzeit: Ineffektive Futsallöwen verpassen den Sieg

Die zweite Hälfte begann mit hohem Tempo und mit vielen guten Gelegenheiten auf beiden Seiten. In der 22. Minute tankte sich Daniel Viñoly auf der rechten Seite durch, scheiterte mit seinem Abschluss aber am stark reagierenden Neurieder Torhüter. Im direkten Gegenzug konnte dann auch Löwen-Keeper Martin Maier seine Klasse zeigen, indem er einen gefährlichen Flachschuss bravourös aus dem rechten Eck kratzte. In der 25. Minute war es erneut Lujic, der aus halbrechter Position aus etwa acht Metern zum Abschluss kam. Wieder ging die Pille knapp vorbei. Im Anschluss wurden die Neurieder stärker. Kein Wunder, brauchte es aus ihrer Sicht doch nun unbedingt einen Treffer. Erst war Maier allerdings bei einem Distanzschuss hellwach (30.), dann konnte er den Ball nach einer unübersichtlichen Situation im Löwen-Strafraum an den Pfosten lenken (31.).

Eine spielentscheidende Situation, wie sie sinnbildlicher für die gesamte Löwen-Saison kaum hätte sein können, ereignete sich in der 35. Minute: Nachdem sich Rother in der eigenen Defensive den Ball erkämpfte, rannte er mit diesem mutterseelenalleine auf das Neurieder Tor zu. Doch anstatt freistehend vorm Tor einzuschieben, agierte er überhastet und schoss nur den Torhüter an. Und es kam, wie es kommen musste. Neuried schaltete schnell um, Erik Martori machte es vorm Tor besser und traf nur wenige Sekunden nach dem verpassten 2:0 zum 1:1-Ausgleich.

Und weil ein Übel selten allein kommt, hatten die Futsallöwen in der 36. Minute viel Pech: Den Löwen wurde ein Freistoß aus halb-linker Position zugesprochen. Lopez trat an und der Ball bahnte sich seinen Weg, an Freund und Feind vorbei, direkt in die Maschen. Doch der Schiedsrichter hatte bei dieser Situation ein Offensiv-Foul von Kört im Strafraum erkannt – eine strittige Entscheidung. In der 38. Minute stand Kört erneut im Fokus, als dieser im Strafraum vom Neurieder Torhüter zu Fall gebracht wurde, die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm. In der Schlussminute hätten die Löwen das Spiel beinahe noch komplett aus der Hand gegeben. Nach einer Nachlässigkeit der Löwen im eigenen Strafraum kam die Heim-Mannschaft zu einer hervorragenden Doppel-Chance, scheiterten allerdings zunächst an Maier, der Nachschuss landete neben dem Kasten (40.). Dann war Feierabend. Aufgrund des Chancenplus wäre ein Löwen-Sieg gestern nicht unverdient gewesen.

Mit dem Unentschieden haben es die Futsallöwen nicht geschafft, zumindest noch an Neuried vorbeizuziehen und die Saison somit auf Rang 8 abzuschließen. Stattdessen beendete unser Team das Jahr auf Platz 9. Neuried hingegen konnte den Klassenerhalt in letzter Minute doch noch schaffen. Durch den Punkt verdrängte man Croatia Stuttgart von Rang 7 und darf somit auch nächstes Jahr in Deutschlands höchster Futsal-Liga spielen. Die Löwen sind ab nächster Saison dann in der Futsal Bayernliga aktiv. Zuvor wartet allerdings ab voraussichtlich Mitte April der Kampf um den Futsal-Pokal 2019 auf die Löwen.

(FL)

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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