Am Samstagabend empfing der TSV 1860 München den TV 1861 Ingolstadt. Der Sieger dieses Spiels löst im 1. BFV-Verbandspokal Futsal das zweite Ticket fürs Halbfinale, in dem bereits der FC Penzberg steht.

Umkämpfte erste Halbzeit mit Schlussoffensive der Futsallöwen

Die Löwen fanden gut ins Spiel und kamen nach kurzer Zeit bereits zum ersten Torschuss. Felix Wöllner konnte den Ball am gegnerischen Strafkreis erobern, sein Schuss wurde abgeblockt. Nur einen Spielzyklus später schoss Wöllner von rechts und der Torwart ließ den Schuss vor die Füße von Bernhard Kurz abprallen, der zum frühen 1:0 einschob (2. Minute). Ingolstadt fand nach und nach stärker in das Spiel. Nach drei Minuten schoss Nedim Srebic auf das Tor, Löwentorwart Robert Andreae hielt den Ball problemlos. In der 5. Minute fand der Ball erneut den Weg zu Srebic, der über das halbe Feld rannte und nach links passte. Das Spielgerät wurde sofort vor das Tor gebracht, wo Helder Matos zum 1:1 einschieben konnte. Es folgte die direkte Antwort der Löwen: Nach Zuspiel von Daniel Wolde-Selassie erzielte Bernhard Kurz sehenswert das 2:1 (6. Minute). In der 10. Minute passte Richard Osuala auf den mittig vor dem Tor stehenden Wöllner, der den Ball annahm, sich drehte und zum 3:1 traf. Ingolstadt antwortete postwendend und Nedim Srebic traf nach einem Ballverlust zum 3:2 (10. Minute).

In den nächsten 5 Minuten passierte nichts, bevor die Löwen zu einem Offensivfeuerwerk ansetzten. Nach einem Einkick der Ingolstädter schnappte sich Daniel Wolde-Selasse die Kugel und passte auf den unbedrängten Richard Osuala, der zum 4:2 traf. In den nächsten 3 Minuten scheiterten Khojestah, Kurz, Lujic und Wöllner mit ihren Abschlüssen. Nach einem Ballgewinn im eigenen Strafkreis haute Felix Wöllner den Ball in Richtung gegnerisches Tor, Torwart Nitzpon konnte den Schuss im letzten Moment noch an die Latte lenken. Erneut Wöllner schob nach eigenem Ballgewinn und einem Doppelpass mit Daniel Vinoly schließlich zum 5:2 ein (18. Minute). Karlo Lujic behauptete nach einem Einkick den Ball und setzte zu einem Sprint an. Nach einem Doppelpass mit Wöllner belohnte er sich mit dem Treffer zum 6:2 für sein starkes Spiel (19. Minute). Noch in der selben Minute hielt der Ingolstädter Torwart zunächst einen Schuss von Robert Rother, die Löwen erkämpften sich jedoch den abgeprallten Ball und der freistehende Richard Osuala traf zum 7:2. Die Löwen nutzten einen Ingolstädter Freistoß für einen Konter, doch Robert Rother traf nur den Torwart. Ein Abwehrspieler kam beim Versuch, Rother an diesem Schuss zu hindern, deutlich zu spät, sodass die Löwen einen Freistoß erhielten. Milad Khojestahs Schuss konnte vom Torwart noch zur Ecke abgelenkt werden. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel nach einem Abwehrfehler noch auf der anderen Seite ein Tor, zur Pause stand es damit 7:3.

2. Halbzeit: Ingolstadt kämpfte zu spät

Bei einer solch hohen Führung glaubte in der Halle keiner mehr daran, dass man dieses Spiel noch verlieren könnte. Dies dachten offenbar auch die Spieler, denn die ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte plätscherten ohne nennenswerte Torchancen vor sich hin. Der Ingolstädter Trainer Thomas Mauerer fand in einem Timeout wohl die richtigen Worte, anschließend zeigte sich sein Team deutlich kämpferischer. Große Torchancen entstanden dennoch nur, wenn die Löwen einen Fehler machten. So wurde Drazen Lovric von der Abwehr übersehen, sodass er frei zum 7:4 einschieben konnte. Beim 7:5 stand Ernad Bikic auf der linken Seite völlig allein und konnte ohne Gegenwehr einnetzen (32. Minute). Ingolstadt setzte alles auf eine Karte und tauschte den Torwart durch einen weiteren Feldspieler aus. Die Löwen verteidigten gut dagegen und ließen kaum Torchancen zu. In der 35. Minute kam Milad Khojestah an der Mittellinie an den Ball und schoss sehenswert in den rechten Winkel zum 8:5 für die Löwen. Es blieb beim selben Bild: Ingolstadt im Ballbesitz, konnte aber aufgrund der guten Defensivarbeit der Futsallöwen keine Torchance erarbeiten. Auf der Gegenseite wurde das 6. Foul begangen, sodass es zu einem Strafstoß kam. Selbst dabei wechselte Ingolstadt nicht, anstelle des Torwarts stand also weiterhin ein Feldspieler zwischen den Pfosten. Dieser konnte den Schuss von Lujic noch an den Pfosten abwehren, der Abpraller landete aber dennoch im Tor (40.). „Nur noch eines!“ tönte es von den Rängen, doch die Löwen setzten die Bitte der Fans nicht in die Tat um. Das Spiel endete kurz darauf mit 9:5.

Die Futsallöwen ziehen damit in das Halbfinale des Verbandspokals ein und werden dort auf die Bayernkicker aus Nürnberg treffen. Das Auswärtsspiel ist noch nicht terminiert.

Tore: 1:0 Kurz (2.), 1:1 Matos (5.), 2:1 Kurz (6.), 3:1 Wöllner (10,), 3:2 Srebic (10.), 4:2 Osuala (15.), 5:2 Wöllner (18.), 6:2 Lujic (19.), 7:2 Osuala (19.), 7:3 Lovric (20.), 7:4 Lovric (29.), 7:5 Bikic (32.), 8:5 Khojestah (35.), 9:5 Lujic (40.)
Gelbe Karten: Vinoly, Osuala – Halilovic, Matos, Lovric
Rote Karte: Bikic

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