Am vergangenen Wochenende holte der TSV 1860 mit dem 2:0 im Heimspiel gegen den FSV Zwickau den ersten Sieg seit sechs Wochen. Nun sind die Löwen am Samstag, 8. Dezember, um 14:00 Uhr bei Fortuna Köln zu Gast. 

Die Geschichte des Vereins

Der S.C. Fortuna Köln wurde am 21. Februar 1948 durch eine Fusion der SV Victoria 1911, des Sparkassen-Vereins Köln 1927 und des Bayenthaler SV gegründet. Nachdem man zunächst in der Zweiten Liga startete, ging es bis 1960 hinab in die Sechste Liga. In den Sechzigerjahren begann der Aufstieg von Fortuna Köln. Innerhalb von sieben Jahren schaffte man es bis in die Zweite Liga. 1973 gelang der Aufstieg in die Bundesliga, wo man sich jedoch nicht halten konnte und sofort wieder abstieg.

Ab 1974 spielte die Fortuna 26 Jahre lang durchgehend in der Zweiten Liga. Zwar lag man in den folgenden Jahren oft auf den vorderen Plätzen, konnte jedoch die Rückkehr in die Bundesliga nicht schaffen. Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte konnte man 1983 feiern, als man ins Finale des DFB-Pokals einzog. Dort unterlag man allerdings dem 1. FC Köln mit 0:1.

1986 wurde man Dritter in der Zweiten Liga und nahm an der Relegation gegen Borussia Dortmund teil. Nach einem 2:0 in Köln und einem 1:3 in Dortmund gab es ein Entscheidungsspiel. Dort ging die Fortuna allerdings mit 0:8 unter und verpasste den Aufstieg in die Bundesliga. In den folgenden Jahren konnte man nicht mehr im Aufstiegsrennen mitmischen. 2000 stieg Fortuna Köln schließlich in die Dritte Liga ab.

Zwei Jahre später folgte der Abstieg in die Vierte Liga. Im Jahr 2003 stand die Fortuna kurz vor der Insolvenz, die am Ende jedoch abgewendet werden konnte. In der Saison 2004/05 musste man kurzzeitig sogar den Spielbetrieb einstellen, konnte die Insolvenz jedoch verhindern. Ab 2005 spielte man in der Fünften Liga. Erst nach sechs Jahren schaffte man die Rückkehr in die Vierte Liga.

Jüngste Vergangenheit

Ab 2011 spielte Fortuna Köln in der Regionalliga. Im ersten Jahr erreichte man dort einen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Nachdem man 2012/13 den zweiten Platz erreichte, wurde die Fortuna in der folgenden Saison Erster. Nachdem man sich in den Aufstiegsspielen gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern durchgesetzt hatte, spielt Köln seit 2014 in der Dritten Liga. Dort erreichte man in den ersten drei Jahren stets einen Platz in der zweiten Hälfte der Tabelle. In der Saison 2016/17 erreichte man mit Platz acht einen einstelligen Tabellenplatz, letzte Saison wurde Fortuna Köln 16.

Der Kader

Gegen den TSV 1860 München muss Fortuna Köln auf den rechten Mittelfeldspieler Robin Scheu verzichten. Er erzielte in dieser Saison bereits fünf Tore, kassierte allerdings im letzten Spiel die fünfte gelbe Karte und ist nun gesperrt.

Bereits drei Tore und vier Vorlagen hat Moritz Hartmann auf dem Konto. Der 32-jährige Mittelstürmer, der für den FC Ingolstadt 04 44 Spiele in der Bundesliga absolvierte, kam erst in diesem Sommer zu Fortuna Köln.

Jeweils zwei Tore erzielten in dieser Saison der Innenverteidiger Boné Uaffero und der zentrale Mittelfeldspieler Maik Kegel.

Die letzten Ergebnisse

Nach dem 17. Spieltag liegt Fortuna Köln auf Platz 17 mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Mitte Oktober ließ die Fortuna Trainer Uwe Koschinat zum Zweitligisten SV Sandhausen gehen. Er war zuvor über sieben Jahre lang Trainer in Köln und schaffte mit der Fortuna den Aufstieg in die Dritte Liga.

Doch mittlerweile dürfte man es bereuen, dass man Koschinat gehen ließ. Während man unter Interimstrainer Andre Filipovic am 12. Spieltag einen 3:1-Sieg holte und eine Woche später in Rostock mit 1:3 verlor, läuft es unter dem neuen Trainer Tamasz Kaczmarek deutlich schlechter. Bei seinem Debüt verlor man zuhause gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 0:7. Eine Woche später setzte es eine 0:6-Klatsche in Unterhaching. Am 24. November holte man zwar beim 0:0 gegen Würzburg einen Punkt, traf aber erneut nicht. Durch das 0:3 in Meppen am vergangenen Wochenende ist Köln in vier Drittliga-Spielen unter Kaczmarek mit einem Torverhältnis von 0:16 noch torlos. Selbst im Landespokal gegen den Regionalliga-Letzten TV Herkenrath vor einer Woche konnte man erst im Elfmeterschießen treffen.

Die bisherigen Duelle

Bislang spielten die Löwen sechsmal gegen Fortuna Köln. Dreimal konnte Köln gewinnen, zweimal der TSV 1860. Die Tordifferenz der bisherigen Duelle ist mit neun Toren für Köln und acht Treffern für Sechzig relativ ausgeglichen. Allerdings konnte 1860 bei Fortuna Köln noch nicht gewinnen und nur ein Unentschieden holen. In drei Spielen bei Fortuna Köln gelang den Löwen bislang nur ein Tor.

Die Fans

Fortuna Köln hat derzeit etwa 1.200 Mitglieder. Die Heimspiele der Fortuna verfolgten in dieser Saison durchschnittlich nur etwa 2.400 Zuschauer. Bei keinem Heimspiel in dieser Saison waren über 3.400 Zuschauer im Südstadion vor Ort. Beim letzten Heimspiel der Fortuna gegen die Würzburger Kickers am 24. November waren es sogar nur 1.500 Zuschauer.

Das Stadion

1978 wurde das Kölner Südstadion erbaut, seitdem spielt die Fortuna durchgehend dort. Derzeit bietet das städtische Stadion eine Kapazität von 11.748 Zuschauern. Auf der Haupttribüne befinden sich 1.863 überdachte Sitzplätze, die Stehplätze sind nicht überdacht.

Doch möglicherweise könnte das Südstadion bald Geschichte sein. Die Stadt Köln plant derzeit ein neues drittligataugliches Stadion, in dem neben Fortuna Köln auch der Rivale Viktoria Köln spielen soll. Dieser müsste bei einem Aufstieg in die Dritte Liga ins Südstadion umziehen.

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tomandcherry
Leser

60 München die Mannschaft, die sprichwörtlich jeden Toten wieder zu neuem Leben erwecken kann… Da wäre selbst ein Punktgewinn schon eine positive Überraschung. An einen Auswärtssieg glaube ich aufgrund jahrzehntelanger Erfahrungen nicht.

Kranzberg
Leser

Ein 1:0 oder 2:1 für die Löwen wäre schon fein, aber mir fehlt der Glaube an einen Sieg in Köln.

Landshuter Löwe
Leser

Vielen Dank für die immer informativen Vorberichte!

Ich hoffe doch mal, dass sich die unseren trotz der vermeintlich besseren Form das Spiel ausreichend ernst nehmen. Verlieren und man ist schon wieder richtig drin im Abstiegskampf.