Pressemitteilung der FDP-Landtagsfraktion

Die Vereine der Fußball-Bundesliga bereiten sich auf eine Teil-Öffnung der Stadien zum Saisonstart im September vor. Das letzte Wort hat die Politik. 

Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag und Mitglied des TSV 1860 München, regt an, bereits bei den anstehenden Relegationsspielen zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Tabellenvierten der 3. Liga Zuschauer in die Stadien zu lassen: „Die Relegation wäre eine gute Möglichkeit, Abstands- und Hygienekonzepte in der Praxis zu testen, bevor im September der Spielbetrieb in der Bundesliga beginnt. Die Staatsregierung sollte darüber nachdenken, schließlich findet mindestens eins der Spiele in Bayern statt.“

Hintergedanken spielen beim Vorschlag von Sechzig-Fan Hagen natürlich durchaus eine Rolle: „Falls morgen das erhoffte Wunder eintritt, würde Sechzig von dieser Regelung profitieren. Ich bin mir sicher: Mit dem zwölften Mann im Rücken wären die ‚Löwen‘ im Relegationsspiel auf Giesings Höhen unschlagbar.“

Hagen schlägt vor, die Stadien wenigstens zu einem Drittel zu füllen: „Im Grünwalder Stadion fänden so rund 5.000 Fans Platz, im Nürnberger Max-Morlock-Stadion 15.000. Das wäre doch deutlich besser als Spiele vor leeren Rängen.“

Unter Gesichtspunkten des Infektionsschutzes wäre eine solche Teil-Öffnung vertretbar: „Abstände wären gewährleistet und an der frischen Luft ist das Infektionsrisiko ohnehin geringer. Wir haben ja in den vergangenen Wochen auch schon Demonstrationen mit mehreren Tausend Teilnehmern erlebt. Auch Gottesdienste sind wieder erlaubt – und Fußball ist ja irgendwie auch Religion…“

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Brunnenmeier66
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Brunnenmeier66 (@brunnenmeier66)
1 Monat her

Lieber Herr Hagen sollte es wirklich zur Religation kommen, brauchen wir volle Unterstützung für unsere Löwen.
Also Stadion für alle Löwen öffnen die rein wollen.
Alle anderen die Angst vor Corona haben zu Hause bleiben.

anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Brunnenmeier66

Aber bitte auch so fair sein, alle, die unbedingt hin mussten, hernach für mindestens zwei Wochen von der normalen Bevölkerung trennen. Wäre ja echt doof, wenn z.B. Krankenhauspersonal, das mit den Öffis zur Arbeit fährt, dann angesteckt würde.

Ach ja, es geht nicht um Angst oder keine Angst, es geht um Solidarität oder egoistische Rücksichtslosigkeit.

Last edited 1 Monat her by anteater
United Sixties
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United Sixties (@richard-ostermeiergmail-com)
1 Monat her

Hat der Martin mein Posteingang von gestern zum Thema gelesen? Finde es auf jeden Fall eine Überlegung wert, sollte das Wunder vom Samstag 4. Juli eintreten und unsere Löwen in die Relegation senden. Besser 5000 mit Weiß-blauen Masken verteilt auf West , Haupt und Stehhalle als weiter nur Geisterspiele .

swaltl
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swaltl (@swaltl)
1 Monat her

Sollen wir die Zuschauer am Boden festkleben oder an die Sitzschalen binden oder wie will Hagen sicherstellen, dass die Abstände auch bei einem Torjubel oder gar wenn Sechzig gewinnt eingehalten werden?

Aymen1860
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Aymen1860 (@aymen1860)
1 Monat her
Reply to  swaltl

In vielen Bereichen muss/darf inzwischen kein Abstand mehr gehalten werden. Bus, Flugzeug, öffentlicher Nahverkehr, Kindergarten, Kindergrippe usw. mussen/dürfen ohne Abstand auskommen. Da wird man es schon hinbekommen ein halbwegs vernünftiges Konzept für Stadien zu entwickeln.
Und während Erzieher/Erzieherinnen inkl. Risikogruppen in ihre Einrichtung MÜSSEN, währe der Stadionbesuch freiwillig.
Also ich fände das positiv.

Loewenaufsteiger
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Loewenaufsteiger (@loewenaufsteiger)
1 Monat her

Ach, der ist doch nur auf Wählerfang. Unsinn hoch 60!

rod.skyhook
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rod.skyhook (@rod-skyhook)
1 Monat her

Mich würde das Konzept schon mal interessieren. Wie will man den Mindestabstand und das ständige Tragen der Maske überprüfen, bzw. durchsetzten? Bei den Sitzplätzen mag das noch machbar sein, aber in der Kurve scheint mir das unmöglich

BruckbergerLoewe
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BruckbergerLoewe (@bruckbergerloewe)
1 Monat her

Nicht erst seit diesem „Beitrag“ der FDP ist mir klar, warum diese Partei nur noch eine Splittergruppe ist.Schwachsinn hoch zehn.

anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her

Die Relegation wäre eine gute Möglichkeit, Abstands- und Hygienekonzepte in der Praxis zu testen, bevor im September der Spielbetrieb in der Bundesliga beginnt.

Ich übersetzte das mal schnell von Politikersprech ins Deutsche: Wie wäre es, wenn wir die Verlierer aus der 2. Liga gegen die Typen aus der Loserliga mal als Versuchskaninchen hernehmen für den echten, großen, monetär relevanten Fußball.

Also, ich möchte sehen (per Kamera!), wie am Einlass zur Westkurve Abstandsregeln eingehalten werden können. Und wie sie eingehalten werden, wenn unsere Jungs den Club in die 3. Liga schicken.

Hagen schlägt vor, die Stadien wenigstens zu einem Drittel zu füllen

Na immerhin ist er da maßvoll. Dennoch finde ich, dass wir solche Versuche besser dort durchführen sollten, wo ein Menschenleben weniger zählt, also in den USA. Die Wissenschaft wird das dann schon beobachten und kann eben die wissenschaftliche Meinung dazu abgeben. Wäre für mich interessanter, als politische Entscheidungen.

Auch Gottesdienste sind wieder erlaubt

Habe nicht mitgezählt, aber circa die Hälfte der Infektionsherde in Deutschland in der letzten Zeit sind auf Gottesdienste zurückzuführen, und zwar genau auf jene, bei welchen viel gesungen wird, wie beim Fußball.

nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her

Erinnern Sie sich noch an die Koalitionsverhandlungen für die aktuelle Bundesregierung. Da die dilettantischen Vorschläge der FDP nicht angenommen wurden, meinte sie nicht mitregieren zu können.

Seit dem beweist sie jedes Mal aufs Neue, dass sie nicht über Regierungskompetenz verfügt. Abgesehen von dem Dauerthema Steuersenkungen für Reiche kommt sie nur noch mit Vorschläge um die Ecke, die die Sicherheit der Bürger gefährden.