Obwohl die Mannschaft vom TSV 1860 München erst gegen zwei Uhr früh im Teamhotel in La Manga angekommen war, hieß es am ersten Trainingslager-Tag: Ausschlafen ist nicht. Die erste Trainingseinheit wurde bereits für 11 Uhr angesetzt und um 14.30 Uhr folgte noch die Zweite. Gut für die ca. 70 mitgereisten Löwenfans, die natürlich so viel wie möglich von ihren Löwen mitbekommen wollen. Apropos mitbekommen. Bereits im Laufe des Vormittags haben die Fans über ein mögliches Testspiel am Samstag Informationen aufgeschnappt. Der Gegner ist noch unbekannt, aber im Moment auch nicht wichtig. Denn im Vorfeld vom Trainingslager war die Enttäuschung doch groß, als es noch hieß, dass (zum ersten Mal) kein Testspiel im Trainingslager stattfinden wird. So freut es die Anhängerschaft umso mehr, wenn sie die Löwen in „echter Aktion“ sehen darf.

Was im Detail in La Manga los war, berichten die Fans vor Ort selbst… und es war wohl einiges los.

Leibesübungen, Testpiel der Schweizer und Party

Das Frühstück stand im Zeichen des großen Hallo-Sagens. Der Speisesaal war nämlich zu 90% mit Löwen besetzt, shake hands auch mit Vizepräsident Hans Sitzberger, der jeden Blauen persönlich begrüßte. Wahnsinn. Das ist Zusammenhalt und Gemeinschaft.
Nach ausgiebigem Frühstück – auch im old english style – stand der Fußmarsch zum Trainingsplatz mit kurzem Halt an der Tanke an, denn unter Spaniens Sonne muss man ja was gegen dehydrieren machen. Flüssigkeit-Zunahme ja ist ganz wichtig. Drei Liter pro Tag, oder wie war das?

Foto: D.H.

Beim Training waren knapp über 70 Fans anwesend. Und während die Löwen fleißig in zwei 12er Gruppen ihre Übungen absolvierten, wurde die Einheit von vielen Fans total verquatscht – Klassiker eben. Markus Ziereis trainierte übrigens individuell und unsere Torhüter Hiller, Bonmann und Kretzschmar wurden vom Trainer Huber extra trainiert. Nach anderthalb Stunden wurde die Mittagspause am Pool in der Sonne verbracht und hinterher ging es zur Nachmittagseinheit. Die einen per Shuttlebus, die anderen per pedes. Ja Shuttlebus – es ist ja ein weitläufiges Gelände. Auch diesmal wurde in 2 Gruppen trainiert. Doch da an einem der anderen Plätze das Testspiel zwischen St. Gallen und Oostende FC stattfand, waren wir abgelenkt. Ein neuer Ground – kann bzw. muss man dann mitnehmen. Deswegen können wir „Hopper“ zum Training wenig sagen, dafür aber zum Spiel, das an sich so interessant war, wie eine Schachpartie. Aber immerhin fielen ein paar Tore. Endergebnis 3:2.

Foto: D.H.

Der Abend stand uns allen zur freien Verfügung. Keine Termine mehr. Also gingen wir erst reichhaltig essen und hinterher einen Irish Pub erobern. Ohne die zahlreichen Löwen wäre hier wahrscheinlich nichts los. Es gingen mehrere Getränke (und Scherben) über die Theke, aber man gönnt sich ja sonst nix. Feiern, Spaß und Party – das können die Sechzger eben.

Morgen müssen wir dann alle früher raus, Michael Köllner hat kurz nach dem Frühstück schon eine Trainigseinheit geplant. Na bravo.

DH & TH

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
5 Monate her

Danke Tanja, für den schönen Bericht.
Um die Stimmung gleich noch etwas zu verbessern (falls überhaupt noch möglich):

Pongracic soll für eine satte Ablöse von 10 Millionen nach Wolfsburg verkauft worden sein. Viel Holz für einen, der in Salzburg zuletzt vielfach nur mehr auf der Bank Platz nehmen musste. Und wenn, wie der zeitweilige Geschäftsführer Fauser ja sagte, man im Verein seine Hausaufgaben gemacht habe bei seinem Verkauf nach dem Abstieg, dann müsste doch in Kürze ungefähr ein weiteres Milliönchen auf dem Konto der KGaA landen. 🙂

https://www.kicker.de/767153/artikel/fuer_rund_zehn_millionen_euro_wolfsburg_verpflichtet_pongracic

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
5 Monate her
Reply to  Tami Tes

Diese Ausbildungsentschädigung würde bei Pongracic sowieso nicht greifen, weil der nur beim ersten Profivertrag verpflichtend ist und das auch nur, wenn der Profivertrag nicht im Ausbildungsverein unterschrieben wird. In jedem anderen Fall stellt er sowieso eine freiwillige Übereinkunft der Vereine dar.