Leserbrief von Reinhard Friedl

Im Mai letzten Jahres trat Michael Scharold vor die Presse und hatte erstmals ganz offen die Etatplanungen für die Saison 2019/2020 vorgestellt. Für Jedermann war ersichtlich, wohin die Einnahmen flossen. So waren für Spielergehälter 3 Mio €, an Gehälter für das Funktionsteam 1 Mio € und für Reisen und Medizinische Versorgung 1 Mio € vorgesehen. Auch die Stadionkosten (Miete, Sicherheit und MVG) wurden in Höhe von 1,5 Mio € betitelt. Die Kosten für Vermarktung (inkl. Werbeband und VIP-Betreuung) schlugen mit 1,5 Mio € zu Buche. Für die Verwaltung mussten 2,2 Mio € aufgebracht werden. Davon waren für Gehälter der KGaA Mitarbeiter, inkl. Geschäftsführung, 1,3 Mio € vorgesehen und Kosten für die Infrastruktur und Erbpacht 650 T€ und für WP/RA IT und Bürobedarf 250 T€.

Da der e.V. die Hauptkosten für das NLZ trug, waren nur noch Kosten in Höhe von 400 T€ für Personal und 300 T€ für weitere Kosten im NLZ zu tragen.

Eine Aufschlüsselung der Einnahmen wurde nicht genannt, allerdings war vorgegeben, dass die Ausgaben von den Einnahmen gedeckt sein mussten.

Diese Vorgabe, dass nicht mehr ausgegeben wird als eingenommen wird, galt wohl auch für die Etatplanung für die Saison 2020/21. Michael Scharold und Günther Gorenzel stellten demzufolge einen entsprechenden Etatplan für die kommende Saison auf, der letztendlich vom Aufsichtsrat einstimmig auf der letzten Sitzung genehmigt wurde.

Aufgrund der Corona-Pandemie stellten allerdings Wirtschaftsprüfer, im Rahmen ihrer Prüfung aufgrund der notwendigen Fortführungsprognose für die nächsten 2 Jahre, Risiken bei den Einnahmen fest. Sofern die neue Saison mit Geisterspielen beginnen muss und im Extremfall die ganze Saison ohne Zuschauer stattfinden muss, könnten auch Sponsorengelder gekürzt werden. Dies alles summierten die WP auf ein Maximalrisiko von 6 Mio €. Sollten diese Ausfälle tatsächlich kommen, hat Hasan Ismaik hierfür eine Bürgschaft gegeben, dass die fehlenden Gelder über einen in Tranchen abrufbaren Kredit abgedeckt werden. Nach meiner Meinung wäre bei der Hausbank ein Unterkonto vorstellbar, für das Ismaik bis zu 6 Mio € bürgt. Bestehen nun während der Saison Liquiditätsprobleme, da vorgesehene Gelder ausfallen, dann kann über den Kredit auf dem Unterkonto das Minus beim Hauptkonto abgedeckt werden. Kommen dann verspätete Gelder, die bereits eingeplant waren, wird der Kredit auf dem Unterkonto wieder abgedeckt. Der zum Ende der Saison noch offene Kreditbetrag wird dann von Ismaik mit tatsächlichem frischen Geld in Genussscheine umgewandelt.

Da nun jeden Tag eine neue Meldung die Fanlandschaft der Löwen zum wilden Spekulieren veranlasst und dadurch viel Porzellan zerschlagen wird, wäre es an der Zeit, dass seitens des neuen Geschäftsführers, Herrn Marc-Nicolai Pfeifer, Klartext gesprochen wird.

Herr Pfeifer konnte nun seit 1 ½ Wochen die Etatplanungen seines Vorgängers genau untersuchen und wird sich als Finanzprofi mit Sicherheit ein Bild gemacht haben. Es würde ihm gut tun, nun in einer Pressekonferenz, die öffentlich übertragen wird, die Etatplanungen offen zu legen und weitere Planungen vorzustellen, damit die unsägliche Spekulationswelle im Sommerloch beendet werden kann. Zumindest könnte dann über die tatsächlichen Fakten diskutiert werden.

Herr Pfeifer, Sie sind am Zug.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her

Für das, dass das Löwen Magazin bis 17. Juli Sommerpause macht, ganz schön was los auf den Seiten des Löwen Magazins. Bisher 80 Kommentare (in alle Richtungen) auf einen Leserbrief.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
30 Tage her

Könnte man sagen: in ein Wespennest gestochen. 🙂

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her

Ich würde sofort Genussscheine bei der KGaA kaufen. Und zwar in der Form, dass ich für die neue Saison 2020/2021 wieder eine Jahreskarte kaufe und im Vorfeld darauf verzichte, dass bei Spielen an denen ich mit meiner Karte nicht ins Stadion darf (Geisterspiele, begrenzte Zuschauerzahl oder so) keinen Anspruch auf Teilrückerstattung stelle. Dafür sind die Jahreskarten der Saison 2020/2021 mit einem Genussschein versehen, der dazu berechtig, nach Umbau des Stadions für die neue Saison unten den Ersten zu sein, die eine neue Jahreskarte erwerben dürfen. Da es die meisten Plätze in der bisherigen Form nicht mehr geben wird, wäre dieser Genussschein für mich viel wert, damit die Jahre im neuen „Schmuckkästchen“ voll genossen werden können.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
30 Tage her

eigentlich eine nette Idee 🙂
Aber es gibt ja auch da keinen Zeitrahmen, wann da mit dem Bauen angefangen wird und ich denke auch noch keine Detailplanung…

Alles ein bissl sehr vage und nicht vorhersagbar.
a) wann wieder Zuschauer zu den Spielen zugelassen sind
b) wann und wie das GWS ausgebaut wird

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her

Genussscheine sind eben auch ein gewisses „Risiko-Papier“, wo man nicht von Anfang an weiß, wie es ausgehen wird. Aber ich bin eben Fan von Genussscheinen, daher finde ich auch die Möglichkeiten Gelder von Ismaik in Form von Genussscheinen aufzunehmen sehr gut.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
30 Tage her

 ArikSteen
 Reinhard Friedl

Könnte es sein, dass bei der Umwandlung der Dauerkarten in Geistertickets ein total falscher Rechenansatz bei der Liquiditätsrechnung berücksichtigt wird?

Wurden die Dauerkarten nicht bereits im letzten Jahr verkauft und von der TSV KGaA die Gelder eingenommen? Diese Mittel wurden doch bereits bis zum Beginn der Spieleinstellungen weitgehend verbraucht. Hätte zu diesem Zeitpunkt von der KGaA die anteiligen Eintrittspreise für die ausgefallenen Spiele erstattet werden müssen, wäre die Fußball-Unternehmung zahlungsunfähig gewesen. Insoweit hat die DK-Umwandlung die KGaA vor der Insolvenz bewahrt.

Vielmehr wartete doch die KGaA dringend auf den Beginn des Verkaufs der Dauerkarten für die Saison 2020/21, um wieder liquide zu werden.

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her
Reply to  nofan

Mein Rechenansatz für die umgewandelten Dauerkarten schaut wie folgt aus.
Eine umgewandelte Dauerkarte hat den Faktor 6 (für 6 Spiele, die ohne Zuschauer stattfanden. Allerdings nehme ich nicht den tatsächlichen Preis für Haupttribüne von 33 €, bzw. Stehhalle von 27,5 €. Ich nehme pauschal 20 € in meiner Rechnung auf, da ein Stehplatz ja nur 16 € kostet und die Geisterspieltickets zu 18,60 € kosteten. Daher glaube ich mit meiner Rechnung mit 20 € pro Ticket nicht ganz falsch zu liegen. Meine letzte Information zu den umgewandelten war: 7.000 Dauerkarten wurden umgewandelt, bei 1.000 fehlt noch eine Meldung. Demzufolge habe bisher nur 1.000 Fan sich das Geld erstatten lassen. Inkl. der 7.000 gewandelten (7000 mal 6 ergibt 42.000) wurde eine Gesamtzahl von 50.000 damals genannt (auf der offiziellen Facebook-Seite von SECHZIG). Für den Vorverkauf im letzten Jahr ist zu sagen, dass die Gelder in das Jahr der Leistung also Geschäftsjahr 2019/2020 gebucht wurden. Die 1.000 bisher nicht gewandelte Dauerkarten mussten daher zum Geschäftsjahresende als Verbindlichkeit in die Bilanz per 30.6.2020 eingestellt werden. Werden jetzt noch Dauerkarten umgewandelt dann fließen die Erträge in die neue Saison (Geschäftsjahr) 2020/2021.

Last edited 30 Tage her by Reinhard Friedl
nofan
Leser
nofan (@nofan)
30 Tage her

 Reinhard Friedl

Wenn die Dauerkarten der Saison 2019/20 vor dem 01. Juli 2019 bezahlt wurden, mussten diese selbstverständlich als Passive Rechnungsabgrenzung in der Bilanz zum 30. Juni 2019 erfasst werden. Damit wurden sie dann Ertrag der Periode 2019/20. Soweit, so gut.

Es geht aktuell aber nicht um Erlöse/Erträge bzw. Aufwendungen/Kosten. Viel entscheidender sind Ein- oder Auszahlungen. Die Umwandlung der Dauerkarten hat die KGaA zwar vor Erlösschmälerungen bewahrt, aber leider keine Einzahlungen erbracht. Viel schlimmer wären die Auszahlungen geworden, wenn keine DK-Umwandlung stattgefunden hätte.

Dass derzeit keine DK für die Saison 2020/21 ausgegeben werden können, belastet die Liquidität, da Einzahlungen aus dem DK-Verkauf fehlen.

Insoweit halte ich Ihre Ertragsrechnung zwar für angezeigt, wichtigen wäre aber eine Liquiditätsrechnung, denn die fehlenden Einzahlungen könnten zur Zahlungsunfähigkeit führen. Auch gehe ich davon aus, dass die Einzahlungen/Einnahmen aus dem DK-Verkauf im letzten Jahr bereits mehr oder weniger komplett bis März 2020 für die Begleichung von Verbindlichkeiten abgeflossen waren.

Ich bin der Meinung, dass das Problem der TSV KGaA fehlende Liquidität ist, aber nicht die Ertragssituation. Ich halte daher die meisten der hier vorgelegten Vorschaurechnungen nicht für zielführend, da ertragsorientiert.

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her

Die letzte Info zu den Geister-Spiel-Tickets war vor 5 Tagen.

IMG_5877.PNG
nofan
Leser
nofan (@nofan)
30 Tage her

Die 7.000 gewandelten DK bringen kein Geld in die leere KGaA-Kasse, verhindert nur die Erstattung der anteiligen Zuschauerentgelte.

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her
Reply to  nofan

Kein notwendiger Abfluss von Liquidität, für die Rückerstattung anteiliger Dauerkarten, bedeutet auf alle Fälle eine Verbesserung der Liquiditätslage. Somit blieb Liquidität zum Bezahlen anderer Rechnungen und Verpflichtungen.

BruckbergerLoewe
Leser
BruckbergerLoewe (@bruckbergerloewe)
30 Tage her

Da wird es wie die letzten Jahre leider auch bei der Sorte „Naturtrüb“ anstatt „Rein“ bleiben.
Hoffentlich sind die Strohhalme die wir ergreifen nicht auch schon bei uns aus Pappe,die knicken nämlich ziemlich schnell ein.
Und dann geht’s ganz schnell ganz weit runter.

RheumaKai
Leser
RheumaKai (@rheumakai)
30 Tage her

Wenn das GWS ja angeblich so wenig Gewinn abwerfen würde, dann müssten wir doch jetzt einen erheblichen Gewinn mit Corona gemacht haben. 50.000 Karten zu 18,60 € ergeben doch Einnahmen von 930.000 € denen keine oder kaum Ausgaben gegenüberstehen. Ich hab als DK Besitzer sogar 175€ an die KGaA verschenkt.
Ich verstehe es nicht wie wir jetzt plötzlich noch weniger Geld haben können. Das soll mir mal jemand erklären.
Wo bleibt das Geld?
Ich fühl mich da immer mehr verarscht und werde mir keine DK mehr kaufen.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
30 Tage her
Reply to  RheumaKai

Da rechnest du falsch, es waren einige Heim-Spiele ohne Zuschauer, die alle ausverkauft gewesen wären, dem gegenüber stehen die 40.000 Geistertickets, das heißt, das kompensiert genau 3 Spiele, das heisst auch bei geringeren Kosten (sonst 8% der Einnahmen) bleibt da ein minus.
Das Budget sei in etwa so wie letzte Saison hat GG gesagt, die geringere Zahl die kursiert ist nur eine Pressevermutung…

Last edited 30 Tage her by Bine1860
Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
30 Tage her
Reply to  ArikSteen

nämlich? Auch wenns 50.000 sind ist die Rechnung ähnlich

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
30 Tage her
Reply to  ArikSteen

6 Heimspiele = 90.000 Tickets
und die nächstes Saison startet ja erstmal wahrscheinlich auch ohne Zuschauer… ich bin kein Fan davon, mit Einnahmen zu rechnen, die nur wahrscheinlich kommen

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
30 Tage her
Reply to  Bine1860

Ich bin der Meinung, dass die 6 Geisterspiele zu keinem Minus im Haushalt der letzten Saison geführt haben. Hierzu möchte ich folgende Rechnung aufzeigen:
6 Spiele ohne je 15.000 Zuschauer sind 90.000 Zuschauer bei Durchschnitt-Eintrittspreisen von 20 € = 1.800.000 €
(20 € wegen Ermäßigungen Kinder und Andere).
50.000 umgewandelte DK und Geisterspiel-Tickets zu Durchschnitt 20,00 € ergibt 1.000.000 €.
Kostenersparnis Stadionkosten (1,5 Mio durch 19 mal 6 Spiele) ergibt: 470.000 €
Kostenersparnis Kurzarbeit bei Gehältern (Spieler, Funktionsteam, Verwaltung und GF) (5,3 Mio durch 12 mal 1 bei 4 Wochen wären 441 T€). Da jedoch zum Kurzarbeitergeld Aufschläge bezahlt wurden, aber speziell in der Verwaltung länger als 4 Wochen Kurzarbeit anstand, schätze ich 400.000 €.
Zuschuss der Vereine FCB, BVB, LEV und Leipzig: 180.000 €.
Ergebnis: 1.000.000 (Geister-Tickets und Umwandlung) plus 470.000 (Kostenersparnis Stadion) plus 400.000 (Kurzarbeit) plus 180.000 (Zuschuss) ergibt zusammen 2.050.000 €. Zu den 1.800.000 € Ausfall sind also noch 250.000 € Luft, die ich bei den Einsparungen abziehe, damit ich auf ein ausgeglichenes Ergebnis komme. Ich möchte ja nicht behaupten, dass Gewinn gemacht wurde.

Last edited 30 Tage her by Reinhard Friedl
anteater
Leser
anteater (@anteater)
30 Tage her
Reply to  Bine1860

Hieß es nicht, dass 60.000 Tickets verkauft wurden?

Tsvmarc
Gast
Tsvmarc (@guest_46932)
30 Tage her

Wir produzieren trotz des angeblichen Konsolidierungskurses Jahr für Jahr ein strukturelles Defizit. Einer der Ursachen liegt sicher darin, dass das Mietstadion zwar von vielen vergöttert wird, aber solbst bei ausverkauften Spielen kaum etwas abwirft. Was sich auch durch eine mickrige Erweiterung um 3000 T nicht essentiell ändern würde.
Dann kam auch noch Corona dazu. Dazu folgende Frage: wie hoch sind die faktischen Netto-Einnahmeeinbußen, nach Einberechnung der Verzichtserklärungen und dem Kauf der Geistertickets?

Soweit so schlecht. Dem stehen folgende Erträge gegenüber:
Transfereinnahmen für JW, MP und FU. Die exakte Größenordnung kenne ich nicht, schätze sie aber auf mehr als 3 Mio.
Verleinerung des Kaders, damit Einsparung von Gehältern
Durch die verschärfte Finanzsituation vieler Vereine werden sicher einige, auch gute Spieler froh sein, unterzukommen und dabei zu Gehaltsreduzierungen bereit sein. Folge: gezielte, punktuelle und überschaubare Investitionen in die Qualität des Kaders, würden heuer weitaus preiswerter ausfallen, als beim überhitzten Irrsinns-Markt der letzten Jahre.
Die Wahrscheinlichkeit, zumindest in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals zu kommen, ist durchaus hoch. Auch hierfür gibt es m.W. bereits einen sechsstelligen Betrag,
Die Bundesregierung legt ein Rettungspacket für Vereine verschiedener Sportarten auf, darunter auch für die 3. Fußball-Liga. Daran würden wir ebenfalls partizipieren, in welcher Höhe ist mir und evtl auch dem Verein noch nicht bekannt
Hinzu kommt die Absicherung von zwei Spielzeiten durch das Darlehen mit Rangrücktritt durch den Investor

Ich glaube nicht, dass das Defizit durch die fehlenden Zuschauereinnahmen der vergangenen Saison höher ist, als die Sondertransfererlöse der drei Spieler, sondern ich gehe sogar davon aus, dass diese die Ticket-Ausfälle sogar überkompensieren.

Vielleicht bin ich einfach zu doof, um zu verstehen, warum man sich angesichts dieser Gegebenheiten gezwungen sieht, den Spieleretat zu kürzen, anstatt durch überschaubare Investitionen die sportliche Qualität zu verbessern und damit die Chancen zu erhöhen, in absehbarer Zeit aufzusteigen. Das Gerüst durch die Vertragsverlängerung von Schlüsselspielern zu erhalten und an der einen oder anderen Stelle nachzubesser, wäre eigentlich das Gebot der Stunde. So wie es jetzt aussieht, gefährdet man im Gegenteil sogar die Basis.
Ich fordere diejenigen „Ökonomieexperten“, die hier stets den Konsolidierungskurs der e.V.-Seite verteidigen und und den Unfug verbreiten, man könne nur so viel Geld ausgeben, das man einnimmt (dann gäbe es angesichts dieses Credos kaum Innovationen, Investitionen und damit Zukunftsperspektiven von Unternehmen in Deutschland und der Welt; und keine Finanzwirtschaft) auf, mir zu erklären, wie sich die oben beschriebenen Faktoren zusammenreimen.
Mein Verdacht: es werden zwar halbgare Lippenbekenntnisse der Vereinsoberen abgesondert, dass das Ziel der Aufstieg wäre, andererseits aber das sportliche Vorankommen durch ständige Budgetkürzungen systematisch torpediert. Und kommt mir jetzt blos nicht mit dem Bockmist ums Eck, man wolle nur verhindern, dass wieder mit Gewalt und irrsinnigen Schuldenbeträgen versucht wird, den Aufstieg zu erzwingen. Keiner will das heute mehr, aber wenn man sonst schon keine stichhaltigen Argumente hat, führt man halt solche Phantomdiskussionen.

Sechzig besitzt in der 114 offensichtlich ein riesiges Loch, eher fast schon einen Krater, in den beträchtliche Geldbeträge einfach verschwinden. Und zwar dorthin wohin sich der Verstand einiger Vereinsmeier und ihrer blinden Gefolgsleute schon vor geraumer Zeit verabschiedet hat.
Übrigens: sollten nicht zusätzliche Sponsorenerträge generiert werden…War da nicht was? Ach so, die potentiellen Kandidaten werden ja alle durch den bösen Onkel aus dem Morgenland abgeschreckt und niemals durch einen peinlichen, inkompetenten „Sch…FCB“-Gröhler, der insbesondere im TV „perfekte“ Imagearbeit für den Verein leistet…

nofan
Leser
nofan (@nofan)
30 Tage her
Reply to  Tsvmarc

Tsvmarc

Für Sie sind die Bemühungen der Geschäftsführer der TSV KGaA den alternativlosen Konsolidierungskurs umzusetzen, eine „angebliche“ Veranstaltung. Und nach welchen Kriterien beurteilen Sie das? Haben Sie dafür handfeste Fakten?

Bevor Sie nun wieder hoffen, bei Wegfall der 50+1-Regelung würde alles besser, sollten wir festhalten:

Seit 2017 hat jedes Jahr der von einigen mit Heiligenschein versehene Hasan Abdullah Mohamed Ismaik den alternativlosen Konsolidierungsplan mit unterschrieben. Ja, Hasani hat den Konsolidierungsplan mit unterschrieben. Hätte er das nicht vollzogen, hätten die Wirtschaftsprüfer keine positive Fortführungsprognose testiert. Ohne dieses Testat hätte die TSV KGaA Insolvenz anmelden müssen und keine DFB-Lizenz erhalten.

Und können Sie definieren, was ein Konsolidierungskurs ist? Wenn Sie sich die veröffentlichten Jahresabschlüsse der TSV KGaA zu Gemüte geführt hätten, dann wüssten Sie, dass die Profi-Fußballer im Zeitraum 2011 bis 2016 jedes Jahr im Durchschnitt einen Jahresverlust von 5,2 Millionen € verursacht haben: 5,2 Millionen €. Unter Präsident Robert Reiniger sind die Verluste auf ca. 2 Millionen € gesunken. Das ist keine angebliche, sondern eine faktische Konsolidierung. Und diese Konsolidierung war auch so geplant. Nun mag es zwar einige Träumer gegeben haben, die hofften, binnen drei Jahren könnte die TSV KGaA als Regionalligist bzw. in der 3. Liga die von Hasan Ismaik hinterlassenen Schulden von mehr als 60 Millionen € so mir nichts dir nichts verschwinden lassen. Bei Träumern mag das gehen, Betriebswirte wie Robert Reisinger, Markus Fauser oder Michael Scharold und die Wirtschaftsprüfer stufen das als Ding der Unmöglichkeit ein.

Und Sie meinen, es gäbe ein strukturelles Defizit, weil die Profi-Fußballer nicht mehr in der Allianz Arena spielen. Können Sie mir bitte benennen, welche Gründe den jordanischen Geschäftsmann bewogen haben, die Kündigung des Nutzungsvertrages mit dem FC Bayern für die Allianz Arena mit zu unterschreiben. Hat dieser die Kündigung unterschrieben, weil das in der Allianz Arena so ein tolles Geschäft war?

Wie bereits oben ausgeführt, hat die TSV KGaA im Zeitraum 2011 bis 2016 im Durchschnitt jedes Jahr einen Verlust von 5,2 Millionen € verursacht, obwohl zu derzeit die TSV-Profi-Fußballer in der 2. Bundesliga spielten und zwar in der Allianz Arena. Gerne wird vergessen, dass die Kosten für die Allianz Arena jedes Jahr ca. 4,5 Millionen € betragen haben. Dazu kamen noch weitere Ausgaben wie der ÖPNV. Dagegen sind die Gesamt-Ausgaben für die Nutzung des Grünwalder Stadions einschließlich ÖPNV mit 1,5 Millionen € doch überschaubar. Der Krater war seit 2004 immer die Allianz Arena. Karl-Heinz Wildmoser sei Dank, er hat mit der Entscheidung der Beteiligung an der Allianz Arena mehrfach die KGaA an den Rand des Ruins gebracht.

Ihre Aussage will ich nicht widersprechen: „Vielleicht bin ich einfach zu doof, um zu verstehen, warum man sich angesichts dieser Gegebenheiten gezwungen sieht, den Spieleretat zu kürzen, anstatt durch überschaubare Investitionen die sportliche Qualität zu verbessern und damit die Chancen zu erhöhen, in absehbarer Zeit aufzusteigen.“

Haben Sie die Berichte über das aktuell aufgestellte Budget ganz genau gelesen? Dann werden Sie sicherlich registriert haben, dass der Aufsichtsrat dieses einvernehmlich verabschiedet hat. Kennen Sie die Mitglieder des Aufsichtsrates? Da ist dann beispielsweise von Hasan Ismaik der Betriebsrat Saki Stimoniaris als Aufsichtsratsvorsitzender bestimmt worden. Des weiteren sind für Ismaik sein Bruder Yahya Ismaik und der Jurist Andrew Livingston im AR vertreten. Diese Herren sollten Sie befragen, warum das von ihnen genehmigte Budget keine Mittel für punktuelle, gezielte und überschaubare Investitionen in den Kader enthält. Zudem müssten Ihnen diese Herren erklären, warum das Kaderbudget gekürzt wird. Das sind die Verantwortlichen und nicht der Verein als Minderheitsaktionär.

Was spricht dagegen, dass es nicht der böse Onkel aus dem Morgenland war, wie Sie ihn nennen, der das gekürzte Budget zu verantworten hat?

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
30 Tage her
Reply to  Tsvmarc

Im Team mit unserem Trainer und Spielerentwickler Michael Köllner wollen wir über die nächsten Jahre 1860 wieder dahin zurückbringen, wo es dieser Verein verdient hat zu sein.

Gorenzel im Kicker (https://www.kicker.de/779544/artikel/gorenzel_ich_bin_dankbar_teil_der_loewenfamilie_zu_bleiben_#twfeed)

Das Wort „Spielerentwickler“ sagt – zumindest für mich – einiges aus. Auch in Zusammenhat mit „Ausbildungsverein“. Für mich ist daher gar nicht geplant, auf dem Transfermarkt sonderlich aktiv zu werden, sondern eher die eigene Jugend – oder Jugendspieler von anderen Vereinen – mit Köllner zusammen zu entwickeln, sie zu formen und sie dann zum gegebenen Zeitpunkt zu verkaufen.

Das dieses Art der Finanzierung nicht von heute auf morgen gleich zig Millionen in die sterbenskranke KGaA spült dürfte klar sein, auch, dass nicht jeder dieser Spieler diese entsprechende Entwicklung machen wird.

Auch ist es ein Trugschluss, dass man bei einem Aufstieg gleich in die Gewinnzone kommt. War man ja über Jahre auch nicht, trotz 2. Liga, trotz einem überdimmensonierten Stadion mit teuren Miet- und Nebenkosten. In der zweiten Liga wird auch der Gehaltsetat steigen so dass am Ende auch hier, zumindest momenten, nicht davon ausgegangen werden kann, dass dieses Defizit gleich ausgeglichen wird. Und wenn man das ganze auch noch auf Pump finanzieren würde, würde das, was übrig bleibt, für diesen Pump herhalten müssen.Da hiflt dir dann auch ein größeren Stadion oder ein eigenes Stadion nicht viel, denn das muss erst mal vorhanden sein, abbezahlt und unterhalten werden, oder die Mietkosten aufgebracht werden.

Wer jetzt glaubt, dass bei einem von Wirtschaftsprüfern vorgegebenen Kurs zur Erhalt der KGaA, sofort und auf der Stelle die roten Zahlen in der Bilanz verschwinden, hat mit der Realität schon so seine Probleme. Von heute auf Morgen geht das nicht, dafür sind die Altlasten doch zu groß, gerade dann, wenn Dinge passieren, mit denen nicht gerechnet werden kann, wie z.B. das Verbot der Zuschauer. Auch, dass diese Pandemie mit diesem Virus die gesamte wirtschaftliche Leistung nicht nur in diesem Land nach unten drücken wird, dürfte mittlerweile bekannt sein. Der eine oder andere Sponsor ist dann halt eventuell auch nicht mehr in der Lage in dem Umfang seine Unterstützung anzubieten. Manche können das vielleicht, der eine oder andere nur zu einem Teilbetrag oder gar nicht mehr. Siehe unseren Ex-Gegner im Totopokal Memmingen.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
30 Tage her
Reply to  Tsvmarc

 tsvmarc du schreibst „dass das Mietstadion zwar von vielen vergöttert wird, aber solbst bei ausverkauften Spielen kaum etwas abwirft. Was sich auch durch eine mickrige Erweiterung um 3000 T nicht essentiell ändern würde“
immerhin wirft es was ab im Gegensatz zur Arena, und die Erweiterung ist ja weit mehr als nur 3000 Plätze, das sollte schon bis zu dir durchgerungen sein.
Des weiteren weiss keiner, wann wieder Zuschauer zugelassen werden, also kann man für die kommende Saison auch nicht mit vollem Haus rechen. Genausowenig kann man mit etwaigen vielleicht Einnahmen aus dem DFB Pokal fix zu rechnen. Genau solche Fahrlässigkeiten führen zu Insolvenz, Einnahmen ausgeben bevor man sie tatsächlich hat.
Allgemein sind die Gesamt-Kosten für die KGaA sehr hoch, da müsste man eventuell ansetzen..

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
30 Tage her
Reply to  ArikSteen

finde ich falsch, mit Einnahmen zu rechnen die noch nicht da sind und ich würde lieber kleiner rechnen, damit man keinen Kredit braucht und wenns dann mehr wird, kann man ja nachlegen…

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
1 Monat her

@swaitl : https://tsv1860.org/2019/09/09/haeufig-gestellte-fragen-zum-profifussball/ #01 und #10 sind deine Themen.

Ich vermute mal stark, du hast in deinem Berufsleben mit Verhandlungen nie oder nur in sehr geringem Umfang zu tun. Deine Vorstellungen wirken ehrenwert und voller guter Absichten, aber ohne dir zu nahe treten zu wollen, auch ziemlich blauäugig.

https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/tsv-1860-muenchen-interview-mit-praesident-robert-reisinger-ueber-kapitalerhoehung-13234700.html

Last edited 1 Monat her by Serkan
swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
1 Monat her
Reply to  Serkan

Ja, du hast Recht, ich hab mit Verhandlungen im Berufsleben tatsächlich nicht viel zu tun. Vielleicht sind meine Vorstellungen tatsächlich teilweise etwas naiv und ich mache mir falsche Hoffnungen.
Aber sollen wir 10 Jahre warten, bis eine Kapitalerhöhung endlich doch noch klappt? Ich würde zumindest gerne mal wissen, warum nicht erkennbar etwas vorwärts geht. Und da ist Reisinger als Präsident des e.V. durchaus in der Verantwortung. Vor allem deshalb, weil er das Thema Kapitalerhöhung mit dem Antrag des Präsidium bei der letzten MV erst richtig aufgebracht hat.

Reisinger sollte meiner Meinung nach hauptsächlich deshalb reinen Wein einschänken weil er mit dem anscheinend ziemlich schlecht durchdachten Antrag zur Kapitalerhöhung bei der letzten MV die Latte selbst bei dem Thema sehr hoch gelegt hat. Der Antrag, der bei der MV dann zurückgezogen wurde und daher ein richtiges Eigentor war, hat wohl nicht nur bei mir Hoffnungen geweckt, dass eine Kapitalerhöhung irgendwann klappen könnte. Wenn Reisinger selbst solche möglicherweise auch falschen Hoffnungen weckt dann muss er sich nach einem Jahr auch die Nachfrage gefallen lassen, ob bei dem Thema überhaupt etwas vorwärts geht bzw. warum sich nicht erkennbar etwas tut.

Da hat Reisinger sich selbst die Latte sehr hoch gelegt. Nun muss er auch zeigen, ob er drüber springen kann oder es zumindest ernsthaft versucht, über die Latte drüber springen zu können.
Klar ist hauptsächlich Pfeifer gefordert für Klarheit zu sorgen und bei den Verhandlungen zur Kapitalerhöhung sind andere Leute anwesend. Aber nach dem Antrag auf der letztjährigen MV kann Reisinger sich beim Thema Kapitalerhöhung auch nicht komplett wegducken.

Mehr wollte ich auch gar nicht sagen. War vielleicht zu negativ gegen Reisinger ausgedrückt (Entschuldigung dafür😉) aber es ist mir halt manchmal zu einfach zu sagen, dass nur Ismaik Schuld ist. Zu einer Verhandlung gehören immer zwei Seiten dazu und wenn die Verhandlungen nicht vorwärts gehen darf man denke ich schon mal beide Seiten hinterfragen, warum nichts vorwärts geht.

Natürlich dauert eine Kapitalerhöhung sehr lange, aber nach einem Jahr wäre zumindest eine Wasserstandsmeldung nach den Hoffnungen, die Reisinger gemacht hat, durchaus angebracht.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  swaltl

 swaltl

Auch wenn es für Sie schwer zu begreifen ist, dass die Verhandlungen nicht weitergehen, das liegt ausschließlich an dem jordanischen Geschäftsmann. Das hat was mit der gänzlich anders gearteten Kultur dort zu tun. In der Region ist es nicht üblich, selbst über Details immer wieder aufs Neue zu verhandeln. Das vereinbarte wieder in Zweifel zu ziehen. Kompromisse werden eher verächtlich gesehen, es stellt ein Gesichtsverlust dar.

Oder nehmen Sie die Brexit-Verhandlungen. Die Briten wollen jetzt noch keine Lösung, denn sie setzen darauf, dass die EU vor einem No-Deal Angst hat und Brüssel deshalb kurz vor dem Jahresende ihre Forderungen drastisch reduziert.

Das ist auch die Strategie von Ismaik. Druck auf die TSV-Verhandler auszuüben, da er darauf setzt, dass dann der Verein zu weiteren Zugeständnissen bereit ist, bevor die KGaA Insolvenz anmelden muss.

Dass es nichts bringt, frühzeitig in die Verhandlungen einzusteigen, belegt das aktuelle Budget. Im Januar 2020 haben die Geschäftsführer einen Budgetentwurf den Gesellschaftern zugestellt. Dieser sollte auf der Aufsichtsratssitzung im Februar beraten und verabschiedet werden. Was war das Ergebnis? Die von Ismaik-Bevollmächtigten haben die Aufsichtsratssitzung abgesagt. Die nächste hat dann vor ein paar Tagen stattgefunden.

Sie werden sich damit abfinden müssen, dass Ismaik nicht an frühzeitigen Lösungen interessiert ist.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  nofan

Berichtigung:

  1. Zeile: statt üblich bitte unüblich setzen
swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
1 Monat her

Ich frage mich in letzter Zeit immer mehr, ob wirklich das Problem nur auf der Seite des jordanischen Gesellschafters sitzt. Bei manchen Themen wie vor allem der Kapitalerhöhung wäre man vermutlich deutlich weiter, wenn Reisinger nicht so ein Sturrschädel wäre.
Ich versteh nicht, warum er sich mindestens mal am Anfang geweigert hat, mit Stimoniaris über das Thema zu reden. Klar kann am Ende nur Ismaik etwas entscheiden bzw. unterschreiben, aber mit Stimoniaris zu verhandeln hätte vielleicht mehr gebracht als auf sturr zu schalten. Vielleicht hätte man die Chance gehabt, Ismaik einen Vorschlag zu machen, mit dem er einverstanden ist. Auf jeden Fall wäre Ismaik nicht gleich wieder eingeschnappt gewesen.

Reisinger betont immer wieder, dass er gemeinsam mit Ismaik Erfolg haben will und reicht Ismaik die Hand. Manche Reaktion von Reisinger macht allerdings eher den Eindruck, dass er Ismaik die Hand nur reicht um sie dann wenn die Hand von Ismaik kommt schnell weg zu ziehen.
Wenn Reisinger wirklich mit Ismaik zusammenarbeiten will (ob das sinnvoll ist oder nicht sei dahingestellt), dann sollte er bedenken, dass es zu einer Zusammenarbeit gehört, dass nicht nur einer alles vorgibt und alle Regeln bestimmt.

Der Kurs, den Reisinger durchsetzt, halte ich für absolut richtig. Aber die Art wie Reisinger agiert gefällt mir mittlerweile nicht mehr immer. Entweder man grenzt sich klar von Ismaik ab und lässt ihn soweit wie es geht außen vor oder man geht ein bisschen auf ihn zu und lässt sich auf ihn ein.

Ich hab großen Respekt vor Reisinger, dass er sich den Job schon drei Jahre lang antut und er hat auch durchaus etwas erreicht. Aber manchmal frage ich mich, ob es nicht bessere Präsidenten gäbe. Letztes Jahr hab auch ich Reisinger gewählt, aber das lag auch teilweise an der Kandidatur von Stimoniaris. Wenn ich hingehen für das Amt des Präsidenten die Wahl zwischen Reisinger und z.B. von Bennigsen oder Gräfer von der Bayerischen hätte, dann würde ich mich zumindest momentan wahrscheinlich nicht für Reisinger entscheiden.

Nicht nur Ismaik ist gefordert, Lösungen für die Überbrückung der Corona-Krise zu finden bzw. einen Kredit zu geben. Nach mittlerweile vier Monaten in denen sich anscheinend nichts verbessert hat (zumindest können wir immer noch keine Verträge verlängern) kann man auch mal Reisinger fragen, wie er es sich vorstellt, dass wir mit ca. 15 Profis, darunter kein gelernter Mittelstürmer, in der dritten Liga Erfolg haben sollen.
Eine Kapitalerhöhung könnte deutlich mehr Zeit verschaffen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Mir fehlt es allerdings bisher an der Überzeugung, dass Reisinger daran wirklich Interesse hat. Aber vielleicht tue ich ihm da jetzt auch unrecht und es tut sich im Hintergrund etwas ohne das man es als Fan mitbekommt.

Snoopy.
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Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  swaltl

Zu einer Kapitalerhöhung gehören ja nicht nur zwei Parteien, sondern auch ein Dritter, der das Geld einbringt. Die Vorstellungen von Ismaik, wie viel Geld das sein soll, ist bekannt, er spricht her von zweistelligen Millionenbeträgen für ein paar Prozent Anteile, die vom e.V. abgehen sollen und nicht von seinen.

swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Das weiß ich doch. Vielleicht war mein Kommentar gestern Abend etwas zu einseitig.
Aber dennoch wäre es gut, wenn Reisinger mal erklären würde warum nichts vorwärts geht. Mit dem vorschnellen Antrag zur Kapitalerhöhung bei der letzten MV hat er den Fans Hoffnung auf eine Kapitalerhöhung gemacht. Da ist er jetzt gefordert. Zumindest so, dass er den Fans erklären sollte, warum nichts vorwärts geht.

swaltl
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swaltl (@swaltl)
1 Monat her
Reply to  ArikSteen

Bist du bei den Verhandlungen dabei und weißt deshalb, woran es tatsächlich scheitert?
In der Presse hat man zwar einiges gelesen, was auf die Gründe schließen lässt. Aber wirklich wissen werrden es nur die an den Verhandlungen beteiligten Leute.
Da einfach zu sagen, dass Ismaik schuld sein muss, ist dann doch ziemlich leicht gemacht.

anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  swaltl

Meines Wissens hat Herr Ismaik höchstselbst über einen seiner Kanäle (FB) verlautbaren lassen, dass er da 20 oder so Millionen erwartet.

Snoopy.
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Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  swaltl

So aus der Luft gegriffen dürfte das mit der Kapitalerhöhung ja nicht sein, ich denke, da sind „die Unternehmer für 60“ – allen voran „die Bayerische“ schon daran interessiert. Die Bedingungen, die Ismaik dazu stellt dürften allerdings auch abschrecken. Nicht nur die utopische Summe, die sich der Mehrheitsgesellschafter vorstellt, sondern auch, was passiert, wenn 50+1 mal fallen sollte. Sich von Ismaik auf der Nase herumtanzen lassen wird keiner wollen, hatten wir schon mal und das dürfte eine Lektion für’s Leben gewesen sein. Vor allem bei der Summe, die sich Ismaik vorstellt, wird jeder auf ein gewisses Mitspracherecht oder laut Aktiengesetz ein Veto-Recht einfordern / besitzt.

Auch bei Jordan Masaaken war lange von einer Kapitalerhöhung die Rede, passiert ist da auch nicht viel, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Ismaik hat dazu noch in meinen Augen das Problem der Unglaubwürdigkeit. Er redet viel, passieren tut recht wenig und wo er das sagen hatte, war hinterher ein Trümmerberg.

nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  swaltl

 swaltl

Wieso war das ein vorschneller Antrag für eine Kapitalerhöhung? Das müssen Sie bitte erklären.

Für mich war das wohl kalkuliert, nach dem das bei den Fans immer wieder ein Thema war. Häufig hat man das Präsidium dafür kritisiert, weil die Fans rechneten, dass über eine Kapitalerhöhung weitere Mittel für den sportlichen Erfolg generiert werden könnten.

Nunmehr steht die Aufgabe auf der Agenda und Ismaik müsste sich bewegen. Will er das?

In den Gesprächen ist doch strittig:

a) Wert der Gesellschaftsanteile. Obwohl die TSV KGaA nur noch über ein Gesamtvermögen (Spieler, Geschäftsstelle, Guthaben, etc) von unter 10 Millionen € verfügt, unterstellt Ismaik einen Wert von 70 Millionen €. Total irrational.
b) Änderung des Kooperationsvertrages. Dieser würde bei Änderung der 50+1-Regelung Ismaik den alleinige Machtanspruch sichern. Welche ernstzunehmenden potentiellen Investoren würden dem Zustimmen? Total irrational.
c) Ismaik fordert im Widerspruch zu den DFB-Statuten die Entmachtung der Vereinsvertreter. Total irrational.
d) Obwohl die TSV KGaA lediglich noch über ein Vermögen von 10 Millionen € verfügt, weigert sich Ismaik einen Forderungsverzichts auszusprechen. Ismaik erwartet wohl, dass die neuen Investoren seine Darlehen und Genussrechte ablösen. Total irrational.

Was Ismaik vorbringt sind doch nichts anderes als Pseudoargumente. Er will nicht einsehen oder eingestehen, dass er sein Investment bei der TSV KGaA von vielleicht 70 Millionen € verzockt hat. Es ist wie Gerhard Mey ausführte wertlos.

Da auch einige Fans immer noch meinen, man müsste Ismaik für sein Engagement dankbar sein, bin ich der Meinung, man sollte die Kapitalerhöhung laufend thematisieren, um über die Ueberschuldung Transparenz herzustellen.

swaltl
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swaltl (@swaltl)
30 Tage her
Reply to  nofan

Der Antrag war deswegen vorschnell, weil dem Präsidium dann auf der MV aufgefallen ist, dass es ja bisher überhaupt nichts gibt, über das man abstimmen könnte. Das hätte man durchaus vorher wissen können und den Antrag gar nicht erst stellen oder ein paar Tage vorher zurückziehen können. So war der Antrag ziemlich sinnlos.

nofan
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nofan (@nofan)
30 Tage her
Reply to  swaltl

 swaltl

Sie haben selber zugegeben, dass Sie in Verhandlungen nicht so bewandert sind.

Gehen Sie einfach davon aus, dass das Thema Kapitalerhöhung genau so inszeniert werden musste, um es ein für allemal auf die Tagesordnung zu setzen. Um es im Weiteren nicht mehr in einfach verschwinden zu lassen. Genau mit dieser Art wurde erreicht, dass Ismaik in Verhandlungen gezwungen wurde.

Für die Beteiligungsgespräche wurden Seitens des Vereins die Herren Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Karl-Christian Bay LL.M. und Steuerberater und Diplom-Kaufmann Heinz Schmidt benannt. Das sind beides Profis. Die wussten auch schon vor der Mitgliederversammlung, welche schwierige Aufgabe vor ihnen liegt und welche zeitliche Dimension das hat.

Aus Sicht eines Fans muss der sportliche Erfolg sofort kommen. Für Hasan Ismaik geht es vor allem um wirtschaftlichen Erfolg, der sportliche Erfolg ist nur dann erstrebenswert, wenn dadurch wirtschaftlicher Erfolg erreicht wird. Und da Ismaik hofft über den Wegfall der 50+1-Regelung wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, wird er die Beteiligungsgespräche in die Länge ziehen.

anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  swaltl

So eine Kapitalerhöhung macht man nicht über Nacht. Definitiv keine Lösung zur Finanzierung der kommenden Saison.

swaltl
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swaltl (@swaltl)
1 Monat her
Reply to  anteater

Das ist mir schon klar. Aber wenn Ismaik sagt, dass man mit Stimoniaris darüber reden soll weil der sein Haupt-Vertreter ist und man das dann ablehnt, dann geht eine Kapitalerhöhung dadurch bestimmt nicht schneller.

nofan
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nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  swaltl

Falsche Einstellung, wäre total falsche Strategie !!!

anteater
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anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  swaltl

Stimoniaris da als Verhandlungsführer zu nominieren, das ist ein Affront sondergleichen! Der Mann hat sich öffentlich hingestellt, das Präsidium mit Dreck beworfen durch seine Heißluftabsonderungen.

Jetzt kann man hingehen und sagen, „mei, der Hasan is hoid a Depp, der woaß ned, was er duad“, aber ich halte ich schon für klug und vor allem auch hintertrieben genug davon auszugehen, dass er das ganz bewusst so macht.

tomandcherry
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tomandcherry (@tomandcherry)
1 Monat her
Reply to  swaltl

Relativ unausgewogen Deine Meinung.

Offen gestanden kommt es mir so vor, dass Du selbst nicht weißt, wer was wann und wie zu tun oder lassen hätte?

Wieso Du das Verhalten von RR so kritikwürdig findest, das Verhalten der Herren Ismaik und Stimionaris aber offenbar keinen Anlass zur Kritik bei Dir findet, müsstest Du mir bei Gelegenheit mal erklären.

RR ist in erster Linie dafür verantwortlich, dass eine vollkommen überschuldete Fußball-Firma nicht in die Insolvenz getrieben wird und eine durch den beauftragten Betriebswirtschaftler Fauser erstellte „positive Fortführungsprognose“ unter denkbar schlechten (finanziellen) Voraussetzungen umgesetzt werden kann.

Es dürfen schlicht und ergreifend keine neuen Schulden mehr aufgenommen werden und die Darlehen, die Herr Ismaik „großzügig“ anbietet, wären de facto neue Schulden.

Was sollte RR denn anderes tun, als zu verhindern, dass die Seite des Hauptgesellschafters Darlehen anbietet, deren Annahme gleichbedeutend mit der möglichen Verweigerung der Lizenz für die kommende Saison wäre?

Herr Ismaik möchte m.M. nach nur noch möglichst schadenfrei aus dieser von Anfang an unglücklichen Beziehung raus. Dazu wäre der sportliche Aufstieg in die 2. Liga ein erster Schritt, denn die Anteile eines Zweitligisten wären sicherlich attraktiver für einen möglicherweise interessierten Abnehmer seiner 49 % stimmberechtigter Anteile.

Mir kann keiner weißmachen, dass HI noch ein gesteigertes Interesse an einer weiteren längerfristigen Zusammenarbeit mit den e.V.-Vertretern des TSV 1860 München hat.

swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
1 Monat her
Reply to  tomandcherry

Vielleicht war das gestern Abend tatsächlich etwas zu deutlich formuliert. Mich ärgert es nur in letzter Zeit immer öfter, dass gefühlt nichts vorwärts geht.
Ich bin mit Sicherheit kein Fan von Ismaik und wäre froh, wenn er weg wäre. Aber einzig ihm die Schuld zu geben, dass nichts vorwärts geht, ist mir dann doch zu einfach. Ich frage mich zumindest bei der Kapitalerhöhung ob die gegenseitige wirklich alles tut damit etwas vorwärts geht.

Ich hab Stimoniaris und Ismaik auch durchaus schon oft kritisiert. Das werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft weiter tun. Reisinger würde ich wahrscheinlich nicht kritisieren, wenn er den Fans erklären würde, warum bei einer Kapitalerhöhung nichts tut.

Sorry falls mein Kommentar von gestern Abend sehr einseitig klang. Reisinger hat viel richtig gemacht in den letzten zwei Jahren. Aber es wäre gut, wenn nicht nur der Geschäftsführer der KGaA reinen Wein einschenken würde, sondern auch Reisinger. Wenn er den Fans schon mit dem vorschnellen Antrag für die Kapitalerhöhung bei der letzten MV Hoffnung macht wäre es gut, wenn er zwischendurch mal den Stand der Dinge zu dem Thema erklären würde.

swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
1 Monat her
Reply to  ArikSteen

Das beste wäre tatsächlich, wenn sich die Geschäftsführung der KGaA äußert. Das stimmt.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  swaltl

 swaltl

Ganz ehrlich, aus Ihrem Vorschlag lese ich heraus, dass Sie ein Verhandlungs-Dilettant sind.

Als Unternehmer käme ich niemals auf die Idee, mit einem Auszubildenden oder Sachbearbeiter über einen Bankkredit zu sprechen. Die Person sollte sich auf Augenhöhe oder eine Hierarchiestufe darüber bewegen. Alles andere liefe darauf hinaus, über den Tisch gezogen zu werden.

Dass Robert Reisinger abgelehnt hat, mit dem ausbildungslosen MAN-Hilfsarbeiter Saki über eine Kapitalerhöhung zu sprechen, hat meine Achtung vor ihm erheblich erhöht. Der Mann hat einfach Ahnung, im Gegensatz zu Ihnen.

Außerdem haben Sie keine Ahnung davon, was hinter dem Vorhang abläuft. Da eine Vielzahl von Entscheidungen (beispielsweise hat Ismaik jedes Jahr aufs neue den alternativlosen Konsolidierungsplan unterschrieben, denn sonst hätten die Wirtschaftsprüfer keine positive Fortführungsprognose testiert) geräuschlos abgelaufen, dürften die Präsidenten des Vereins jedes Mal aufs Neue die richtige Strategie gefunden haben.

So so, die KGaA kann keine Verträge verlängern. Dafür ist alleine der Mehrheitsgesellschafter zuständig. Als solcher würde ich doch keine Entscheidungen verzögern, die dem Wohle meines Unternehmens widersprechen. Tut er aber. Vielleicht erinnern Sie sich ans letzte Jahr. Ismaik gab erst dann Geld, als die Resterampe fast abgeräumt war. So wird das auch 2020 wieder sein. Beschweren Sie sich doch bitte in Dubai!!!

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  nofan

Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass Herr Stimoniaris keine Ausbildung hat. Und es tut auch nichts zur Sache. Ich habe mal angeschaut, was er alles für Posten inne hat/te. Das ist durchaus respektabel, gerade ohne Ausbildung.

Ob er jetzt von feinem Charakter ist, das steht auf einem anderen Blatt und das wird auch im Auge des Betrachters liegen.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  anteater

 anteater

Auszüge zu den VW-Aufsichtsratsmitgliedern:

  • Murkovic wurde am 25. Oktober 1957 in Genk, Belgien geboren. Von 1972 bis 1975 absolvierte sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau 
  • Jakob wurde am 10. Mai 1960 in Kassel geboren. Von 1976 bis 1978 absolvierte sie eine Ausbildung zur Bürofachangestellten. 2015 legte sie den Europäischen Wirtschaftsführerschein ab.
  • Mosch wurde am 15. Februar 1972 in Neuburg an der Donau geboren. 1987 bis 1991 absolvierte er eine Ausbildung zum Industriemechaniker 
  • Stimoniaris wurde am 9. April 1971 in München geboren. Von 1998 bis 2002 arbeitete er in verschiedenen Positionen in der Logistik der MAN in München.

Während bei den anderen Arbeitsnehmer-Vertretern im VW-Aufsichtsrat die Berufsausbildungsabschlüsse angegeben werden, fehlen diese Angaben bei Saki. Warum wohl? Und die Nennung von verschiedenen Positionen in der Logistik bringt nach der Zeugnissprache zum Ausdruck, dass da wohl nichts Weltbewegendes dabei war. Keine Führungskompetenz, keine Spezialisierung …

Und wenn ich mich richtig erinnere, hat er sich während der MV auch nicht als blendender Rhetoriker erwiesen. Sein Sachvortrag soll unterirdisch gewesen sein.

Bis zum Beweis des Gegenteils gehen ich davon aus, dass Saki auf dem Gewerkschafts-Ticket Betriebsratskarriere gemacht hat. Soweit so gut.

Aber reicht das aus, um beim TSV Beteiligungsverhandlungen zu führen oder gar Präsident zu werden?

anteater
Leser
anteater (@anteater)
30 Tage her
Reply to  nofan

Und trotzdem wählen ihn Leute in den Betriebsrat. Weiß nicht, scheinbar ist er doch nicht komplett verkommen, oder?

Aber, nein, ich möchte ihn natürlich nicht als Präsidenten. Aber mir ist halt wurscht, ob er eine Ausbildung hat oder nicht. Ich hab dafür zwei.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
30 Tage her
Reply to  anteater

 anteater

Wenn ich richtig informiert bin, hat Saki auf die (sinngemäße) Frage „Was machen sie als Präsident besser?“ geantwortet: „Ich bin einfach besser.“

Auf solch eine Arroganz müssen Antworten kommen, das müssen seine Fans einfach wissen, dass er auch diesbezüglich Robert Reisinger nicht Paroli bieten kann.

DaBianga
Leser
DaBianga (@dabianga)
1 Monat her
Reply to  swaltl

Du wirfst tatsächlich den Namen von Bennigsen als Kandidaten in den Raum?
Ist dir bewusst dass er der letzte Verbliebene ist der 2011 unseren Verein verkauft hat? Und ich gehe soweit dass ich damals Eigennutz unterstelle, inklusive ihm.
Bevor ich ihm meine Stimme gebe werde eher Mitglied bei den Unaussprechlichen.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  DaBianga

Bevor ich ihm meine Stimme gebe werde eher Mitglied bei den Unaussprechlichen.

Ich wusste gar nicht, dass Llanfair­pwllgwyngyll­gogery­chwyrn­drobwll­llan­tysilio­gogo­goch (vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Llanfairpwllgwyngyll ) einen mitgliederbasierten Sportverein hat… 😉
Also, unaussprechlicher geht nicht, oder?

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Monat her
Reply to  anteater

😂🤣

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
1 Monat her

Wenn ich für das neue Geschäftsjahr einen Etat planen soll, dann nehme ich mir als erstes die Geschäftszahlen des letzten Geschäftsjahres als Vorlage.
Bei den Zuschauern plane ich weiterhin mit 19 mal ausverkauften Haus (15.000 Zuschauer pro Spiel) mit den aktuellen Preisen. Also keine Veränderung in der neuen Saison (zum Corona Risiko komme ich noch zum Schluss).
Bei den Fernsehgeldern nehme ich auch die Einnahmen der alten Saison. Änderungen nach oben oder unten sind derzeit nicht bekannt).
Die Sponsoren sind zum Großteil treu geblieben. Absprünge von Einzelnen können durch neu akquirierte ersetzt werden. Somit gleiche Einnahmen.
Haupt-Sponsor die Bayerische ist gesetzt und auch die Einnahmen dürften nicht kleiner werden. Der 2. Teil für die Namensrechte (250 T€) fließen auch in der neuen Saison, wie bereits in der alten Saison.
Ärmelsponsor ebenso keine Änderungen.
Neuer Ausrüster NIKE, das große Fragezeichen. Allerdings welcher Geschäftsmann wechselt ohne Not den Ausrüster, wenn die Konditionen beim Neuen schlechter wären als beim bisherigen, der Interesse hatte, zu verlängern?
Summa Summarium kann ich mit den gleichen Einnahmen planen wie in der letzten Saison.
Nun sind noch 3,8 Mio € Zusatzerträge im 1. HJ 2020 angefallen. (Weigl 1,5 Mio, Pongracic 1,2 Mio und Uduokhai 1,1 Mio €). Allerdings sollen 2 Mio € für das Darlehen der Bayerischen geblockt sein. Demzufolge bleiben trotzdem 1,8 Mio € die ich auf wohl 2 Geschäftsjahre aufteilen muss. Also 900 T€ mehr als in der vergangenen Saison.
Wieso jetzt bei der Planung, die dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde und der diese einstimmig verabschiedet hat, jetzt weniger Etat für den Spielerkader übrig sein soll, muss mir jemand erklären.
Evtl. Corona-Einbußen können es nicht sein, denn diese werden ja aufgrund der Forderungen der Wirtschaftsprüfer bis zu 6 Mio € durch die Ismaik Bürgschaft in der neuen Saison gedeckt. Zudem werden für Corona Ausfälle Bundeszuschüsse von 800 T€ für 1860 zur Verfügung gestellt.
Altlasten aus der alten Saison dürften auch keine sein, aufgrund Geisterspieltickets (ca 1 Mio), Einsparungen Stadionkosten (450 T€) und Gehaltseinsparungen durch Kurzarbeitergeld. Zusätzlich gab es für alle Drittligisten 180 T€ Sonderzahlung von FCB, BVB, LEV und Leipzig. Aufstiegsprämie für die 2. Liga musste auch keine bezahlt werden.
Also war der Etat-Plan von Haus aus nicht geeignet für eine weitere Dritt-Liga-Saison? Warum ist hier niemand eingeschritten?
Antworten vom weiterhin im Amt bleibenden Geschäftsführer Sport und dem neuen Geschäftsführer Finanzen sind dringend nötig und zwar zeitnah.

Last edited 1 Monat her by Reinhard Friedl
RheumaKai
Leser
RheumaKai (@rheumakai)
30 Tage her

Ich erwarte da jetzt auch endlich klare Antworten, zumindest wenn man von seinen Fans erwartet weiter Eintrittskarten zu kaufen.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her

Es gibt in dem Verein immer noch zwei Welten, die nicht zusammen passen. Der Mehrheitsgesellschafter redet von „In der neuen Saison greifen wir wieder an“ und von seiner Vision, „1860 wieder auf die große Fußballbühne zu bringen“ in dem man „mit den Besten zusammenarbeitet“ (Nike).

Die andere Welt in Form von Gorenzel spricht von einem „wirtschaftlichem Basispaket“ mit der Betonung auf Basispaket, dass als Fundament dient „mit dem die Risiken und Schäden von Corona kompensiert werden“. Dazu noch „Man muss hier mit einer realistischen Erwartungshaltung herangehen.Wir werden das auch immer klarer nach außen kommunizieren.“

Am letzteren, mit diesem kommunizieren, fehlt es. Wieder mal, wie so oft und klarer ist auch nichts. Im Gegenteil, eher neblig.

In wie weit dieses Basispaket und dem, was davon bei der ersten Mannschaft ankommt, ausreicht, wird man sehen. Dass der eine oder andere Sponsor nicht mehr ganz so hinter einem Fußballclub stehen kann, ist auch klar, Blick nach Memmingen genügt. Auch wird man sehen, in wie weit die anderen Teams in der 3. Liga diese Situation mit oder ohne Mehrheitsgesellschafter oder Investor finanziell bewältigen können.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her

Vielleicht sollten die Geschäftsführer nochmals den alternativlosen Konsolidierungsplan erläutern. Darlegen, dass dieser wohl immer noch erforderlich ist, weil ansonsten die Insolvenz droht. Wurde dieser Plan nicht auch von Hasan Ismaik mit unterschrieben, ohne den die Wirtschaftsprüfer vermutlich nicht die positive Fortführungsprognose testiert hätten?

Und wie war das mit der Auflösungsvereinbarung mit dem FCB hinsichtlich der Nutzung der Allianz Arena? Wurde diese Kündigung nicht auch von Hasan Ismaik mit unterzeichnet? Hat also Ismaik unmittelbar an den Umzug ins GWS mitgewirkt?

Und dann gibt es die Meinung, dass Vereinspräsidium würde den Investor von allen Entscheidungen ausschließen. Warum stellen die GF nicht da, dass mehr oder weniger alle Entscheidungen aus Dubai mit abgesegnet werden?

Und was sind die Hintergründe der Reduzierung des Budgets von 3,x Mio. € auf 2,4 Mio. €? Hat Ismaik nicht von allen einen Corona-Beitrag gefordert? Ist das der Anteil, denn Ismaik von der KGaA eingefordert hat?

Aktuell wird vermeldet, dass die KGaA Berzel keinen Anschlussvertrag vorlegen kann. Was sind die Gründe dafür?

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
1 Monat her
Reply to  nofan

Bei Berzel sollen es laut dem Regenbogenblog sportliche Gründe sein…
Und der Rest der diese Meldung verbreitet beruft sich auf Dubai24

#ohneHasan

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  nofan

woher kommen denn die 2,4 Mio Budget? Also die Zahl, GG hat nur gesagt „in etwa wie letztes Jahr oder a bisserl drunter“.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Dubai24: „Der zusammengeschrumpfte Etat von geschätzten 3,1 Millionen Euro auf rund 2,4 Millionen Euro macht die Arbeit alles andere einfach für die Löwen – Leitragende sind vor allem Sport-Geschäftsführer…“

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  nofan

Das ist nur ein sprachlicher Fehler! Vor „rund“ hätte noch ein „geschätzt“ gehört, oder wie ich es nennen würde „aus dem Arsch gezogen“. Es wäre eine Schande für die KGaA (bzw. für jede seriös arbeitende Firma), wenn irgendein Blog als einziges Medium sonst geheim gehaltene Zahlen zu den Finanzen hat.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  nofan

Diese Quelle hatte ich befürchtet. Mein Lieblingsbuch ist übrigens Märchen aus1000 und einer Nacht 😂

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  nofan

Vielleicht sollten die Geschäftsführer nochmals den alternativlosen Konsolidierungsplan erläutern.

Absolut nicht! Das wurde oft genug erläutert und ist so schwer nicht zu verstehen. Wer das bislang nicht kapiert hat, wird es nie kapieren. Nicht, weil er/sie es nicht kann, sondern weil er/sie es nicht will!

Und, ja, das wurde auch kommuniziert, dass auch Herr Ismaik immer wieder zustimmen muss, damit die Fortführungsprognose positiv wird.

Warum stellen die GF nicht da, dass mehr oder weniger alle Entscheidungen aus Dubai mit abgesegnet werden?

Vermutlich, weil die sich nicht damit beschäftigen, was in obskuren Blogs verschwörungsgeschwurbelt wird.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her

Was wäre die Sicherheit für die 6 Mio, für die Herr Ismaik bürgt? Die liegen ja nicht auf dem Unterkonto. Als Bank würde ich Sicherheiten verlangen, insbesondere, da der Bürge nicht im Inland ansässig ist.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

Hab mich auch schon gefragt, wie Ismaik überhaupt für was bürgen kann, wer prüft denn dessen Kreditwürdigkeit

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Monat her

Da die Fans zum zweiten Mal kräftig zur Kasse gebeten wurden – erst letzte Saison mit Erhöhung der Dauer- und Tagestickets und nun mit dem Kauf der Geistertickets und Umwandlung der Dauerkarten – wäre es nur fair mit offenen Karten zu spielen und Transparenz zu leben. Nur so kann der TSV auch in Zukunft auf die Hilfe der Fans rechnen. So aber, sehe ich die Gefahr, dass sich der treue Fan irgendwann verarscht fühlt und seine Geldbörse zu macht… wollen die das?

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Tami Tes

Wir Fans haben die Kröte mit der Erhöhung und dem Wegfall des Mitgliederrabattes klaglos geschluckt, dann 60.000 Geisterspieltickets gekauft. Warum sollte das Unternehmen jetzt auf Transparenz setzen, wo es doch gesehen hat, dass wir weitgehend widerspruchslos „alles“ Hinnehmen. Transparenz wird erst kommen, schätze ich, wenn eine Kröte kommt, die so nicht mehr geschluckt wird. Braucht es jetzt aber auch gar nicht, denn Herr Ismaik bürgt ja für 6 Mio, mit seinem guten Namen.

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
1 Monat her

In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant zu erfahren, was mit den Geldern für Weigl 1,5 Mio €, Pongracic 1,2 Mio € und Uduokhai 1,1 Mio € geworden bzw. geplant ist. Nur zu sagen, dass die Gelder als Sicherheit für den Kredit (2 Mio €) der Bayerischen dienen ist zu dünn. 2 Mio € Kredit und 3,8 Mio € Cash Hinterlegung? Was passiert, wenn die Bayerische eine Grundschuld auf die Gebäude eingetragen bekommt?

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her

Sehe ich genauso! Musste die letzten Tage soviel an Spekulationen, Fakenews und Hetze lesen, unerträglich.

Last edited 1 Monat her by Bine1860
jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Vor allem die irrige Annahme dass Ismaik 6 Mio. € für den Etat zur Verfügung gestellt hätte…
Keinen Cent hat er in Wirklichkeit zugeschossen.

#ohneHasan

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Da kann ich ja förmlich froh sein, dass ich aktuell nur noch hier lese, und manchmal bei Liga3-online.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

in der Tat, was zur Zeit auf Facebook abgeht ist Wahnsinn, hab mich heute gefragt, warum soviele grenzdebile Volldeppen ausgerechnet 60er Fans sind..

Last edited 1 Monat her by Bine1860
Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

.. und dann noch ausgerechnet auf Facebook ihre Mitmenschen mit ihrem geistigen Dünnpfiff „erfreuen“ müssen..

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

… deshalb bin ich da nicht 😀

unvoreingenommen
Leser
unvoreingenommen (@unvoreingenommen)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

############# * zensiert
Nein ich bin nicht bei gfriasbuach

Last edited 1 Monat her by ArikSteen
anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Auf FB beschränke ich mich wieder nur auf das Minimalste. Die Volldeppen sind dort sehr weit gestreut, nicht nur bei uns 😉

Alex Kuhn
Leser
Alex Kuhn (@alexbowie)
30 Tage her
Reply to  Bine1860

Das frage ich mich täglich. Aber heute ist es schon extrem. Abwarten, was da los ist sollte Mölders wirklich gehen.