Am vergangenen Wochenende standen gleich zwei Partien für die Futsallöwen auf der Agenda. Am Samstag galt es beim innerstädtischen Rivalen, den Beton Boys, zu bestehen. Am Sonntag ging es zu den Schanzern nach Ingolstadt. Trotz harter Gegner und Doppelbelastung schlugen sich die Löwen hervorragend und konnten beide Spiele klar für sich entscheiden!

Beton Boys machen das Spiel – 1860 die Tore 

Beton Boys München vs. TSV 1860 Futsal: 3-7

Das Spiel gegen die Beton Boys zog seine Brisanz nicht nur aus seinem Derby-Charakter, sondern vor allem auch aus der Tabellenkonstellation. War es doch die Partie gegen einen direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf der Futsal Bayernliga. Bis Samstag war der Tabellenführer – bei neun Siegen und zwei Unentschieden – ungeschlagen. Dann kamen die Futsallöwen…

Die Anfangsphase war ausgeglichen mit ein paar guten Chancen auf beiden Seiten. Die größte hatten dabei die Beton Boys: Nach einem Abschluss aus kürzester Distanz rettete die Löwen der Innenpfosten (3.). Die Heimmannschaft blieb zwar das überlegene Team, in Führung gingen stattdessen die Löwen: Nach einem Angriff über die linke Seite zog Linus Radau aus der Distanz ab und der Ball landete mit gütiger Mithilfe des Torwarts, der den Ball durch die Hände gleiten ließ, im Netz (7.). Die wütende Reaktion der Beton Boys ließ nicht lange auf sich warten. In der 10. Minute trafen sie erneut die Latte, aber das Löwen-Aluminium bewies an diesem Tag ein tolles Stellungsspiel. Es war nun ein Spiel auf ein Tor – auf das der Löwen. Doch trotz bester Gelegenheiten (11., 12., 14.) trafen die Betonboys das Runde nicht ins Eckige. In der 15. Minute bekam ein Spieler der Betonboys den Ball bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Löwen an den Unteram. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß – eine vertretbare Entscheidung. Karlo Lujic verwandelte souverän – 2:0! Und weiter ging es wie gehabt: Die Betonboys ließen beste Möglichkeiten liegen (16, 17), die Löwen gaben den eiskalten Killer und trafen in Person von Rodrigo Miguez Seijas gar zum 3:0 (17.). Mit diesem Resultat ging es auch in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete. In der 21. Minute zeigte der Pfosten erneut seine Klasse, dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Löwentorhüter. Weitere gute Gelegenheiten für die Beton Boys machte mal der Löwenkeeper (22.), mal die eigene Unfähigkeit (25.) zunichte. Die Löwen zeigten in der 28. Minute einmal mehr, dass sie es an diesem Abend besser konnten und trafen durch einen Abschluss von Igor Dulabic zum 0:4. In der Folge nahmen die Beton Boys ihren Torhüter vom Feld und ersetzten ihn durch einen fünften Feldspieler. Das wurde prompt bestraft. Die Löwen trafen durch zwei Distanzschüsse von Radau und Dötsch zum 0:5 (29.) bzw. 0:6 (30.). Als das Spiel quasi gelaufen war, konnten die Beton Boys ihren Tor-Fluch doch noch überwinden und markierten in der 32. Minute das Anschlusstor. Doch die Löwen konterten prompt, Radau traf mit seinem dritten Treffer zum 1:7. Die letzten beiden Tore gehörten nochmal den Beton Boys, waren aber natürlich nur noch Ergebniskosmetik. Am Ende hieß es 3:7.

Fazit: Ein großartiger Sieg der hocheffektiven Futsallöwen, der aufgrund des günstigen Spielverlaufs und der gravierenden Abschlussschwäche der Beton Boys in seiner Höhe aber deutlich zu hoch ausgefallen ist.

Auch die Fans der Futsallöwen setzten zum Aktionsspieltag „Nie Wieder!“ ein klares Zeichen gegen Faschismus

Nach skurriler erster Hälfte: Futsallöwen besiegen auch den FC Ingolstadt 04 deutlich

FC Ingolstadt 04 Futsal vs. TSV 1860 Futsal: 4-9

Durch den furiosen Sieg haben die Löwen offenbar reichlich Selbstvertrauen getankt. Jedenfalls stand es bereits nach sieben Minuten 0:2. Beide Tore erzielte Andrej Skoro (3. und 7.). Keine 120 Sekunden später gelang jedoch auch den Schanzern der Doppelpack – 2:2. Und weiter ging es Schlag auf Schlag: In der 8. Minute gingen die Futsallöwen wieder in Front! Rodrigo Seijas war der Torschütze. In der 12. Minute legte Skoro das 2:4, in der 13. Minute Anto Bonic das 2:5 nach. Doch anstatt mit einer beruhigenden Drei-Tore-Führung in Richtung Halbzeit zu steuern, fing man sich erneut einen Doppelpack (15. und 17.). Nachvollziehbarerweise fehlte es durch die Doppelbelastung wohl etwas an der Konzentration im Defensivverhalten. Doch woran es definitiv nicht haperte, waren Moral und Kampf. Und so markierte Kim Herterich in der 19. Minute das 4:6. Damit ging es auch in die Halbzeit

Die Halbzeitansprache von Trainer Edin Kulasic zeigt allem Anschein nach Wirkung, so bekamen die Weiß-Blauen die aufmüpfige Ingolstädter Offensive im zweiten Durchgang zusehens in den Griff. Drei weitere Tore durch Herterich (24.) und Bonic (34. und 37.) machten den Deckel endgültig drauf. Ein überzeugender zweiter Durchgang und ein insgesamt verdienter 9:4 Erfolg, mit dem die Futsallöwen den Sieg gegen die Beton Boys veredeln!

Ausblick

Nach dem erfolgreichen Wochenende hat 1860 noch 11 Punkte Rückstand auf das Spitzenduo (FC Bayern Kickers Nürnberg und Beton Boys), allerdings weiterhin vier Spiele mehr vor der Brust. Im Aufstiegsrennen der Futsal Bayernliga hat man damit endlich wieder alles in der eigenen Hand.

Am kommenden Sonntag, 02.02.2020 um 17:00 steht bereits das „Rückspiel“ gegen den FC Ingolstadt 04 an, dieses Mal zu Hause in der Sporthalle an der Knorrstraße 171. Die Futsallöwen freuen sich im Aufstiegsrennen auf Eure lautstarke Unterstützung!

(FL)

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Stefan Waltl
Leser
Stefan Waltl (@lebensloewe)
9 Monate her

„… das Löwen-Aluminium bewies an diesem Tag ein tolles Stellungsspiel…“
Klasse Bericht und schöne Ergebnisse!

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
9 Monate her

Beton Boys… lustiger Name.
Gratulation an die Futsallöwen. Sie scheinen einen Lauf zu haben. Nur nicht nachlassen 🙂