Ein Kommentar

Sowohl Saki Stimoniaris als auch Robert Reisinger haben ihre Linie gegenüber der Süddeutschen Zeitung mehr oder weniger klar kommuniziert. Der Verwaltungsrat müsste spätestens jetzt eine Entscheidung treffen können. Beide stehen für unterschiedliche Ansätze. Wir haben uns ein wenig Gedanken gemacht, die beiden Interviews verglichen und Aussagen gegenüber gestellt. Zumindest dort wo es möglich ist.

Neuverschuldung

Mit Robert Reisinger wird es keine weiteren Darlehen geben. Das hatte er bereits vor einem Jahr gesagt und auch durchgezogen. Im Winter hatte er dies noch einmal betont und gegenüber der Süddeutschen Zeitung erneut bekräftigt.

Mit Saki Stimoniaris würden die Mitglieder hingegen einen Präsidenten bekommen, der eine Neuverschuldung nicht ausschließt. Was logisch ist, immerhin ist er der Statthalter von Hasan Ismaik und muss dessen Interessen vertreten. Eine genaue Aussage gibt es jedoch nicht.

Genussscheine und Sponsoring

Genussscheine kann sich Robert Reisinger nur vorstellen, wenn sie sofort gezahlt werden und die Bedingungen passen. Zudem kann Reisinger sich ein Sponsoring von Seiten HAM International vorstellen.

Saki Stimoniaris ist für Genussscheine. Allerdings zu Bedingungen von HAM International. Hier würde er als Präsident und gleichzeitiger Vertreter des Investors im Interessenskonflikt stehen. Ein Sponsoring lehnt er kategorisch ab.

Budgetierung

Robert Reisinger sagt, dass aktuell drei Millionen geplant sind. Das wäre das Budget, das ohne zusätzliche Mittel eingerechnet werden kann. Der Vorschlag von Reisinger: eine weitere Million in Form von Genussscheinen mit Sofortzahlung und noch eine Million in Form von Sponsoring, festgeschrieben auf die kommenden drei Saisons. Zudem steht das Angebot, dass der e.V. die U21 und U19 temporär übernehmen könnte, um weitere finanzielle Mittel in der KGaA zu haben.

Auf die Frage, wie viel Geld man für einen Zweitliga-Aufstieg benötigt, sagt Saki Stimoniaris, dass er auf Daniel Bierofka und Günther Gorenzel vertraue. Er selbst wisse nicht, wie viel Geld man benötige. Eine klare Aussage gibt es im Hinblick auf das Spielerbudget nicht.

Themen des e.V.

Robert Reisinger nahm sich in der Vergangenheit immer wieder wichtigen Themen des e.V.´s an. Das hat er auch zukünftig vor. Seine Rolle als Präsident sieht er sowohl als Präsentant des e.V. im Hinblick auf die Anteile in der KGaA als auch als Präsentant aller Abteilungen und Sparten.

Saki Stimoniaris kommuniziert ganz klar, dass ihn e.V.-Themen zwar interessieren, die dortige Arbeit jedoch andere übernehmen sollten. Hierbei nennt er für den Breitensport Hans Sitzberger, Heinz Schmidt oder Robert Reisinger als mögliche Vertreter.

Vize-Präsidenten

Robert Reisinger würde bei seiner möglichen Kandidatur zwei Vize-Präsidenten mitbringen, die sein Konzept und seine Vereinspolitik unterstützen. Beide haben mit ihm in den letzten beiden Jahren zusammengearbeitet und sind bereit, diese Arbeit fortzusetzen.

Saki Stimoniaris bringt keine Kandidaten mit. Der Süddeutschen Zeitung sagt er, dass er sich das aktuelle Präsidium als Vize-Präsidenten vorstellen könnte. Das wird jedoch nicht passieren. Sowohl bei Robert Reisinger als auch bei Hans Sitzberger ist es ausgeschlossen, dass sie sich darauf einlassen.

Eure Meinung ist gefragt

Was fallen Euch noch für Vergleiche im Hinblick auf Aussagen, gegebenenfalls aus der Vergangenheit noch ein? Liegen wir in einigen Punkten vielleicht falsch?

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Eurasburger
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Sackerl mag für die KGaA und die dortigen Gremien passend sein.
Als Präsident ist er eine Fehlbesetzung. Ich bin mir bei ihm noch immer nicht sicher, ob er überhaupt verstanden hat, was seine Aufgaben als Präsident sind.
Der Interessenkonflikt als bezahlter Ismaikvertreter und gleichzeitig Präsident des e.V. ist schlicht untragbar.

Löwen-Michi
Leser

Ich glaube auch das Saki nicht bewusst ist das er als möglicher Präsident des e.V. für den gesamten Verein mit seinen ganzen Abteilungen zuständig wäre!
Weiter ist es bereits mehrfach erwähnt worden das er durch seine Tätigkeit bei HAM nicht als neutraler Präsident in frage kommt!
Politisch ist Saki auf einen guten Weg… er redet viel und sagt nix!
Er meine er macht alles besser, sagt aber nicht wie!?!
Kann er wohl auch nicht, weil er es anscheinend selbst nicht weiß bzw es von HI noch nicht gesagt bekommen hat…

RheumaKai
Leser

Saki ist ein totaler Schaumschläger. Traurig, dass so einer sich überhaupt als Präsident bewirbt. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

K. Meier
Leser

Ich bin eigentlich für einen harten Kurs – kein Geld von Ismaik. Egal in welcher Form. Ich verstehe jedoch den Weg von Herrn Reisinger und unterstütze ihn zu 100 Prozent (was nicht heißt, dass ich 100 Prozent seiner Meinung bin). Man muss jetzt zusammenhalten. Ismaik und Co. dürfen auf keinen Fall noch einmal größeren Einfluss auf 1860 bekommen. Das gilt es zu verhindern. Ich vertraue darauf, dass Herr Reisinger dies tut.

tomandcherry
Leser

Das wird noch eine heiße Phase bis zur nächsten ordentlichen MV.

Die Stimoniaris-Seite wird sicher nichts unversucht lassen, um die Mitglieder von ihrem „Kurs“ (welcher auch immer?) zu überzeugen. Dabei wird sicherlich auch die „inoffizielle Haus- und Hofpostille“ versuchen, Ihre Einflussmöglichkeiten zur Unterstützung des „Pseudopräsidenten-Kandidaten“ auszunutzen.

Ich erwarte „Wahlkampf nach Trump‘scher Art“, unter Zuhilfenahme sämtlicher medialer Maßnahmen, bis hin zu „Fake news“, um den Kandidaten des e.V. in ein möglichst schiefes Licht zu rücken.

Mann, wie mir dieses „politische Herumgeeiere“ auf den Senkel geht…

bluwe
Leser

Sollte Saki Präsident werden, hat HI den Verein übernommen.
Und das Ganze ohne Plan und Strategie, s. Abstiegssaison, denn bessere Berater von HI kenne ich bis dato nicht.
Man kann dann definitiv wieder mit Toni Power als GF (Kultfiguren ala Kneissl sind unerwünscht) und hochbezahlten weiteren Funktionären rechnen (Bsp. Personalleitung).

Ich muss jetzt aufhören weil mir schon ganz schlecht wird…

HHeinz
Leser

Die KGaA kann sich gar nicht neu verschulden. Spätestens am Jahresende ist immer Schluss und es muss gewandelt werden. Außer man ist Masochist und steht auf DFB Strafen. Die dürften dann aber zunehmend empfindlich ausfallen.

Insofern ist es auch für mich nicht besonders heroisch wenn man keine neuen Darlehen von Herrn Ismaik mehr annehmen möchte.

Absteigen in Liga 4 wäre eine Alternative (Nein). Da muss man 40.000 Euro Liquidität nachweisen und kann sich verschulden bis dem Kontostand die Nullstellen ausgehen. Das war jetzt nicht ganz ernst gemeint.

tomandcherry
Leser

HHeinz

Wenn die KGaA sich nach Deiner Aussage „gar nicht neu Verschulden kann“, wie stellt sich dann ein seit Jahren wachsender Schuldenberg dar?

Oder anders formuliert:

Die Schulden, die vor allem in der desaströsen Zweitliga-Abstiegssaison gemacht wurden (Die Ursachen sind Dir bekannt?), sind gar keine gewesen?

Dann ist es allerdings mehr als erstaunlich, wieso man so häufig bei Herrn Ismaik um „frisches Geld betteln“ musste, um die jeweils aktuelle Lizenz für den laufenden Spielbetrieb nicht zu gefährden?

HHeinz
Leser

Da muss man sich schon anschauen wieviele Schulden hatte die KGaA in der Vorsaison und wie viele hatte sie danach. Im übrigen sollte man nicht vergessen dass es für die 3. Liga gar keine Lizenz hab, u.a. weil über 10 Mio. Euro frisches Kapital eingefordert wurden und Herr Ismaik diese nicht liefern wollte.

Und dann waren am Saisonende, anders als oft dargestellt, meiner Information nach einfach auch noch 5 Mio.(+) in der Kasse. Das ist natürlich auch Kapital.

Ich kann daher meine Aussage präzisieren: Ja, man kann die KGaA weiter verschulden, dann gibt es eben Strafen, Punktabzüge und letztendlich einen Lizenzabzug. Zusätzlich kann man die KGaA immer für ein paar Monate neu verschulden, nämlich vor der Saison bis zum Jahresende. Spätestens dann müssen die Uhren auf Null gestellt werden. Das ist dann immer das lustige Wandeln Spiel. Hat dieses Jahr ja leider nicht geklappt.
In der 4. Liga spielen Schulden leider kaum eine Rolle. Da benötigt man nur eine kleinere, 5-stellige Summe an Liquidität.
Macht das mehr Sinn?

Reinhard Friedl
Leser

Reisinger hat mit Sicherheit auch den Rückhalt in den Sparten des e.V., für den Posten der auf der Mitgliederversammlung gewählt wird. Nur bezweifle ich, dass von den anderen Sparten viele Mitglieder auf der Versammlung im Sommer erscheinen werden. Die sehen leider ihre Spartenversammlung als wichtiger an. Einen Stimoniaris werden diese Mitglieder in der Regel eh nicht kennen. Er wird auch nicht gleich zur Wahl stehen, da der Verwaltungsrat Reisinger vorschlagen muss. Wenn aber Stimoniaris soviel Träumer aktivieren kann, dass Reisinger keine Mehrheit als Präsident erhalten sollte, wäre ein neuer Kandidat Stimoniaris möglich.