Ein Umdenken fordert Manfred Schwabl, Präsident der Spielervereinigung Unterhaching, vom Deutschen Fußball-Bund. Man soll der Dritten Liga endlich wieder das geben, für was sie da ist. „Aber dafür muss man auch etwas über den Tellerrand schauen und sie besser ausstatten“, meint er in Blickpunkt Sport des BR Fernsehen. Vereine, die junge Spieler einsetzen, müssen auch überleben können. „Wir in Unterhaching wären eigentlich der prädestinierteste Drittliga-Verein, aber auch wir haben die Notwendigkeit wirtschaftlich aufzusteigen. Und das kann´s nicht sein“, meint der ehemalige Löwe. Schwabl plädiert für eine projektbezogene Bezuschussung der Nachwuchsarbeit. Im Gesamt-Fußball in Deutschland sei genug Geld da, die Ausrede, dass nichts da wäre für den Nachwuchs will er nicht gelten lassen. Schwabl fordert eine drastische Erhöhung des Nachwuchsfördertopfs der Dritten Liga.

Für die Spielervereinigung heißt das Ziel in dieser Saison: Klassenerhalt. „Die Dritte Liga hat sich sportlich brutal entwickelt“, meint Schwabl. Da müsse man schon auf der Hut sein. „Wir haben auch mit ein paar Transfers gemeint, dass wir vielleicht mit Harakiri aufsteigen“, gibt er zu. „Aber ich glaube, wir gehen jetzt wieder ganz weit zurück zu den Wurzeln.“ Wenn man jungen Spielern in Pflichtspielen in die Verantwortung nimmt, würden diese „sich auch freischwimmen“.

Das Interview mit Mani Schwabl

Das Video in der Mediathek: https://www.br.de/mediathek/video/spvgg-praesident-schwabl-die-dritte-liga-hat-ihren-sinn-verfehlt-av:5fce3a0ca7448200131e456d

Titelbild: Screenshot aus der Sendung Blickpunkt Sport

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