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Trainerwechsel in der 3.Liga 2019/20

Drittliga-Schlusslicht Carl Zeiss Jena hat sich von Trainer Rico Schmitt getrennt. Das gaben die Thüringer am Mittwochabend bekannt. Co-Trainer René Klingbeil übernimmt den Posten bis auf weiteres... (https://www.kicker.de/768980/artikel/nach_nur_elf_partien_jena_entlaesst_coach_schmitt)

Unser Gegner am 7.3.2020, der FC Carl Zeiss Jena, wechselt zum zweiten Mal in der laufenden Saison den Trainer. Rico Schmitt wurde freigestellt, die Chemie in der Mannschaft soll nicht mehr gestimmt haben! Haben die vor der Saison und während der Winterpause nicht "vogelwild" ihre Mannschaft zu verstärken versucht. Weder für Kwasniok und Schmitt eine "gmaade Wiesn". Nein, die Fehler liegen wesentlich tiefer. Da müssen sich auch einige Verantwortliche in der Führungsetage an die eigene Nase fassen. Für den neuen Trainer wird das wohl eine Art Himmelfahrtskommando.

Mir kommen da gerad einige Paralleln zur Saison 2016/17 in der Rückrunde bei Sechzig auf, ein Tage zuvor installierter Trainer, dann einige neue Spieler, die die zweite Liga in Deutschland nich kannten. Das Ende ist uns allen bekannt!

Würde mich nicht wundern, wenn der FCC den Weg von RW Erfurt geht. Aber immerhin bekommen sie ein neues Stadion...

Das liegt ja nicht mehr in der Verantwortung des Vereins. Was in Jena passiert (oder auch nicht passiert) bestimmt inzwischen Investor Roland Duchatelet. Jena könnte böse enden, daher hast Du natürlich recht, und so leid es mir um den Verein tut umso wichtiger wäre es dass man Fußballclubs in Deutschland nicht mehr in die Hände von Investoren gibt.

Abschreckende Beispiele können da nur helfen, allerdings haben die Verbände inzwischen auch eine Situation geschaffen dass man ohne Investoren kaum noch den sportlichen Aufstieg schafft (von wenigen Ausnahmen abgesehen).
Man bräuchte längst Strukturen welche sich an den Vermarktungsmöglichkeiten einer Liga orientieren und nicht am Geldbeutel von einzelnen Investoren. Selbst wenn man dadurch versteckte Finanzierung fördert wäre es immer noch besser dass die Spieler selbst mehr Risiko tragen als der Verein selbst (oder die ausgegliederte Kapitalgesellschaft).

"Man bräuchte längst Strukturen welche sich an den Vermarktungsmöglichkeiten einer Liga orientieren"

Irgendwo sind diese Möglichkeiten aber ausgeschöpft. Gerade wenn man es auf die Liga bezieht. Im Free-TV gibt's davon recht wenig zu sehen, weder von der 1. noch von der 2. Liga. Und mit dem Bezahlfersehen ist das in Deutschland halt auch so eine Sache. Hat nicht jeder, will nicht jeder und von "es sich leisten können" spreche ich erst gar nicht. Dazu kommt noch die Quartalsabbuchhung von der Gebühren-Eintreibungs-Zentrale für das "öffentlich-rechtliche" Fernsehen.

Somit ist da mit der Vermarktungsmöglichkeit recht bald das Ende der Fahnenstange erreicht, zumindest mal in diesem Land. Dazu kommt halt noch, dass man in der Bundesliga alles in einen Topf wirft, 80% davon in die erste Liga fliesen, etwas noch in die 2. Liga und der Rest kann sich dann um den Rest prügeln. Selbst Vereine in der ersten Liga, die nicht jedes Jahr bis ins Viertelfinale der international Wettbewerbe sind, tun sich ja mittlerweile schon schwer und holen sich Investoren an Bord, dazu noch ehemalige Nationaltrainer, die beleidigt von Dannen ziehen, wenn sie die Macht nicht bekommen, die sie wollen. Kennt man.

Das Problem liegt aber für mich nicht in diesem Land, das liegt in dem zockerähnlichen Wettbewerb ringsum. Um mithalten zu können, braucht man mehr Geld. Oder um es anders zu sagen (wieder auf die Berliner bezogen): mit Geld will mal an die großen Geldtöpfe. Da kommst du in Deutschland an die Grenzen um damit Geld zu machen. Aber man will ja mitspielen, also musst du investieren in der Hoffnung, dass der Plan aufgeht. Es gibt Beispiele, da ging so was aber mal so was von in die Hose, so ein Münchner Verein mit Investor ohne Ahnung als Beispiel.

Für mich ist viel zu viel Geld in dieser Sportart und viel zu viele wollen damit Geld verdienen oder zur Geltung kommen. Diese Europäische Fair Finance Dingsbums bringt nicht viel, im Grunde gehört eine finanzielle Deckelung auf das gesamte System. Aber das Gegenteil ist ja der Fall, man will immer noch mehr. Mehr Mannschaften bei der WM und EM, noch ein internationaler Wettbewerb mehr, eine Liga für die "Dauerchampions" ... hat was von Immobilienblase. Der Sport ist im Grunde nur noch der Mittel zum Zweck und der ist Geld.

"Für mich ist viel zu viel Geld in dieser Sportart"

Das geht noch weiter! Es ist viel zu viel Geld auf dem Markt und noch dazu in den Händen einiger Weniger. Das macht ja nicht nur den Fußball kaputt, sondern auch den Immobilienmarkt, die Mieten, Daseinsfürsorge wie Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen etc. pp. Aber wehe man sagt was davon, dass man den Superreichen mal was wegnehmen oder sie einschränken müsste, dann bist gleich Stalinist...