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Daniel Bierofka

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Zu dem Auftritt von Bierofka im BR Blickpunkt Sport vom 12.1.2020 möchte ich ein paar Zeilen schreiben ...

Er hatte also das Gefühl, kein Vertrauen und keine Basis mehr mit den Handeln zu haben, also mit seinen Vorgesetzten.

Ich frage mich, wie ein angestellter Trainer glaubt, die Kompetenz zu haben, zusammen mit „ich kann alles besser“ Saki zu dem Weissage Ismaik (Klopp2.0) zu fahren und um Geld zu betteln, wie es zu lesen war. Ist nicht seine Aufgabe und übersteigt in meinen Augen die Befugnisse und die Kompetenz eines Trainers, auch wenn er als Ikone und Heiligenbild gilt. Streng genommen ist das eine Unterwanderung und eine Untergrabung der Entscheidungen des Komplementär, der in der KGaA immer noch das Sagen hat, ob es jetzt einem passt oder nicht. Zusammen mit dem Geschrei vor der Saison bezüglich des Kaders. Wie soll man mit einem Mitarbeiter, der sich gegen die Entscheidung stellt und auf eigene Faust handelt, auch noch vertrauensvoll zusammenarbeiten? Bei jedem anderen Verein wäre die Saison da mit einem anderen Trainer losgegangen.

Es gab auch mal einen Artikel in einer Münchner Zeitung, in der berichtet wurde, dass Hiller für 1800 Euro spielt. Kommentar von Bierofka in etwa: ganz gut, dann sieht man mal, mit wie wenig Geld die abgespeist werden. Bei ihm wurde nur von einem „gut dotierten Vertrag“ und von keine Summen geredet, aber das ist wohl ein No-Go für ihn, wie er sagt. (an dieser Stelle danke an Twitter)

Auch den aus dem Zusammenhang gerissenen Zusatz, dass es 1860 vor und nach Bierofka geben wird, ist so ein Ding, denn wenn man sich die FAQ genauer ansieht und nicht aus dem Zusammenhang gerissen irgendwelche Aussagen in die Luft setzt, würde man sehen, dass der Verein sagt, dass Bierofka – wenn ein anderer Verein kommt und er wechseln will – jederzeit gehen kann, man legt ihm keine Steine in den Weg. Von einem Sprungbrett bei den unter ihm gezeigten sportlichen Leistungen zu reden ist ein Witz, denn dazu müsste er etwas näher an dem besagten Klopp 2.0 dran sein, aber da fehlt doch einiges. Außerdem war von „Sprungbrett“ nie die Rede, nur, dass für ihn die gleichen Regeln gelten wie für jeden anderen in dem Business auch.

Dazu kommt die sportliche Situation unter Bierofka. Über 2,5 Jahre konnte man keine wesentliche Fortschritte der Mannschaft und Trainer erkennen, Stagnation in allen Bereichen, keine erkennbare Entwicklung, die Auswärtsbilanz unter Bierofka war schockierend und katastrophal, nicht nur in der letzten Saison, sondern übergreifend auf das 1. Jahr in der 3. Liga. Von Taktik will ich jetzt erst gar nicht anfangen, da ist Bierofka in meinen Augen überfordert und von einem Plan B war ja auch nicht was zu sehen, wenn Plan nicht funktioniert hat, und das war recht oft der Fall. Und in der 3. Liga musst du auch mit Taktik gewinnen und dich auch ein wenig auf die Gegner einstellen. Das Gefühl, dass man auch mal gegen den Gegner taktisch spielt, hatte ich unter Bierofka eh nicht.

Wenn die Vertrauensbasis auch auf Grund des ausgerufenen Weges verfallen ist, dann bin ich wieder an dem Punkt, wo ich sagen muss, dass Bierofka kein Trainer ist, der junge Spieler formen kann und besser machen kann, so dass der ausgerufene Weg auch beschritten werden kann.

Sein freiwilliger Abgang spart der KGaA Geld, Abfindungen müssen nicht bezahlt werden, ebenfalls nicht eine Beurlaubung. In meinen Augen wäre das spätestens jetzt zu Halbzeit der Fall, denn unter dem Trainer Bierofka würden wir nicht da stehen, wo wir jetzt stehen. Und es ist vielleicht ganz gut, wenn man keinen „Unantastbaren“ in den eigenen Reihen hat.

 

Ich denke, Du hast alle Facetten treffend beschrieben...

Fehlen nur die nicht eingebundenen Ex-Spieler ala Kneissl und Mauersberger. Der Rest liest sich eh lieber selber im Boulevard...

Der Othmer ist einfach ein eher minderbemittelter und realitätsferner Moderator,  der besser im Trikot der Seitenstrassler einlaufen sollte. Hauptsache Show...

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