Das Präsidium des TSV München von 1860 hat auf der offiziellen Homepage des Vereins Stellung zu den Facebook-Beiträgen von Hasan Ismaik genommen. Die sozialen Medien seien grundsätzlich nicht der richtige Ort, um Gesellschafterthemen zu platzieren, so die Vertreter des Vereins.

Die Stellungnahme im Wortlaut

Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. nimmt in seiner Stellung als Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA mit deutlichem Befremden eine öffentliche Mitteilung unseres Mitgesellschafters Hasan Ismaik via Facebook zur Kenntnis.

Wir halten soziale Medien grundsätzlich nicht für den richtigen Ort, um Gesellschafterthemen des TSV 1860 München zu platzieren. Als Vereinsvertreter bestehen wir auf dem persönlichen Kontakt mit den Vertretern unseres Mitgesellschafters.

Die öffentlichen Angriffe Hasan Ismaiks auf den Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Michael Scharold, verurteilen wir. Sie sind nicht nur in ihrer Form völlig inakzeptabel, sondern auch sachlich falsch. Die Bezichtigungen unseres Mitgesellschafters folgen leider einem aus der Vergangenheit bekannten Muster.

Wir schätzen Michael Scharold als fachlich sehr qualifizierten Geschäftsführer. Er ist uns als ein Mann des Ausgleichs bekannt. Seine Bemühungen, unterschiedlichste Vorstellungen und Interessen zu berücksichtigen, verdienen Respekt. Michael Scharold genießt das uneingeschränkte Vertrauen des Vereins.

München, den 16. Juni 2019
Robert Reisinger, Hans Sitzberger, Heinz Schmidt

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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coeurdelion
Leser

well done! sachlich, kurz, treffend….. so stell ich mir solides Arbeiten eines Präsidiumms vor

Chemieloewe
Leser

Sehr gutes, sachliches u. kurzes Statement! Super u. ….voll auf die 12, richtig so! Die Sache mit Ismaik muss jetzt ein für allemal geklärt werden u. zwar endgültig „Feierabend“, also Schluß mit diesem Kredithai!!! Dies Chance kommt so schnell nicht gleich wieder, wir sollten uns nun wirklich mal beeilen, Fakten zu schaffen u. uns von Ismaik befreien!!! Ismaik raus!!!

Chemieloewe
Leser

Da Ismaik nicht verkauft u. auch kein anderes Modell der Teilhabe via May-Vorschlag, geschweige denn noch einen Mitgesellschafter akzeptiert, er also auf das Fallen von 50+1 u. somit auf Alleinherrschaft spekuliert, müssen wir, bevor 50+1(hoffentlich nie!!!) fällt u. bevor er 10 Jahre im Boot sitzt, eine Insolvenz durchziehen!!! Unser e.V. hat vieles versucht, ihn zu einer vernünftigen, kooperativen Partnerschaft zu bewegen, es hat alles nichts genutzt, die Zeit dafür ist längst vorbei, trotzdem hat unser e.V. ihm darüber hinaus noch zusätzliche Zeit gewährt, sich zu besinnen, auch das hat nicht gefruchtet! Ismaik akzeptiert keinen gleichberechtigten Partner e.V., außer der macht was er will wie unter Peter Cassalette. Kann ich verstehen, daß Robert Reisinger&Co. nach dem Abstiegchaos nicht gleich auf Insovenz sind, sondern erst einmal Licht ins Wirtschaftchaos bringen wollten. Es muss nun endlich aber mal Schluss sein! Insolvenz, so schnell wie möglich, KGaA weg(!?), Schulden weg, Neuanfang!!! Ismaik u. Gefolge, go home, raus aus, fertig!!!

BluePowerGiasing
Leser

Das wird aber mit der Insolvenz nicht so funktionieren. Die Verluste auf Seiten des Vereins wären ebenfalls immens. Außerdem wird der Investor die KGaA weiter am ausgestreckten Arm führen, immer nah am Abgrund aber nie hinein. Die einzige realistische Möglichkeit ist ihn rauszukaufen. Daran sollte man arbeiten wenn man Leistungsfähig sein will und eine Partner in der KGaA haben möchte mit dem glaubt zusammenarbeiten zu können. Alleine ohne Investorenmodell werden wir sehr schnell am Ende sein.

anteater
Leser

Warum wären die Verluste seitens des e.V. immens? Das Geld, welches der e.V. eigentlich für die Nachwuchsförderung von der KGaA bekommen sollte, sieht er doch eh nie.

Ob der Investor im Falle einer Insolvenz noch irgendwas machen kann, das sei mal dahingestellt. Hängt stark vom Ausgang eines Insolvenzverfahrens ab. Wird die Kapitalgesellschaft mangels Masse abgewickelt, dann ist das einzige verbleibende Problem das mit der Lizenz. Da gibt es wohl einen kritischen Passus im Kooperationsvertrag, der aber auch höchst zweifelhaft ob seiner Rechtmäßigkeit ist.

Rauskaufen wird ihn niemand, da er einen absoluten Mondpreis verlangt. Es heißt, dass Mey ihm 20 Mio für einen Regionalligisten geboten hatte, plus weitere höhere Millionenbeträge im Falle einer Rückkehr in Liga 2.

Sponsoren ja, Investoren im Sinne von Geschäftemachern, nein. Wenn jetzt beispielsweise BMW als Investor auftritt, hätte ich wenig Sorge, aber irgend ein Mensch, der auf dubiose Weise zu mehr Geld als Verstand gekommen ist, nein danke.

blau91
Redakteur

Sehr gut und überlegt reagiert. Ich frage mich nur wie dieses unrühmliche Spiel weitergehen soll. Die jetzige Konstellation mit diesem Investor dürfte nun endgültig keine Zukunft mehr haben. Trotz 50 + 1 stehen wir aber weiterhin in dessen Abhängigkeit und müssen unter der Blockadehaltung leiden.
Auch wenn es vielleicht naiv gedacht ist, aber kann hier nicht auch der DFB einschreiten? Der Kooperationsvertrag wurde aus meiner Sicht mehrfach einseitig gebrochen. Kommen wir wirklich nur über den Weg der Insolvenz aus dieser Umklammerung?

Kai aus der Kiste
Leser

Der für uns momentan unsägliche Kooperationsvertrag wurde 2011 unter dem Deckmantel der DFL geschlossen. Und dieser musste damals mehrfach angepasst werden. Der DFB wird sich jetzt leider einer Überprüfung dem Konstrukt derzeit verwehren wollen.
Unser VR Nikolai Walch hatte zuletzt da etwas gepostet gehabt, aber nach der neuerlichen FB-Attacke vom Mehrheitsgesellschafter seh ich es so wie Du blau91
Nein, wir kennen alle keine genauen Details aus dem Kooperationsvertrag, aber dieser „Knebelvertrag“ lähmt einfach alles. Und da werden womöglich kleine Pflänzchen, die der e.V. sät, so einfach mittels FB von der HAM kaputt getreten.

Flo1860
Redakteur

Mit welchem Recht sollte der DFB da einschreiten ?!
„50+1“ muss gegeben sein, alles andere ist denen fast egal und dass der DFB beim Thema „50+1“ gerne mal ein- oder zwei Augen zudrückt, wissen wir spätestens seid HI, RB usw..
Es wird wohl nur abwarten übrig bleiben, evtl. ergibt sich ja irgendwas.
An einer Insolvenz führt mMn. sowieso nur ein massives Sponsoring von allen möglichen Sponsoren oder Fans oder sonstigen Geldquellen vorbei.
Selbst wenn der DFB „50+1“ ziehen würde, würde uns ja nicht Quasi HI einfach entfernt werden und unsere Schulden bei ihm „genullt“.
Einfach wirds net werden, egal wie man es dreht und wendet.

Tami Tes
Redakteur

Also meine Hoffnung ist da auch, dass mal der DFB ein Machtwort spricht… aber ja – es ist utopisch. Die Vereine haben sich für 50+1 ausgesprochen und der DFB muss das annehmen. Dennoch finde ich, dass man (auch der DFB) es nicht zulassen darf, dass Investoren ihr Unwesen treiben (egal wer) und dadurch Fussballklubs und den Fußball in Deutschland gefährden. Da muss der DFB wohl auch ein Interesse dran haben. Aber ja … utopisch.

Loewen1860
Leser

Klasse Antwort, sachlich überlegt. Das ist das was dem Hasi seinen Schreiberlingen fehlt. Vielleicht sollte man doch mal Geld dafür ausgeben, und nicht für Millionenschwere unbekannte Brasilianer!

Friedrich Hegel
Leser

Prima reagiert! So muss es sein, vor allem der Passus „…folgen leider einem aus der Vergangenheit bekannten Muster“ spricht Bände und sagt ganz klar: Eine Zukunft mit diesem Menschen kann es nicht geben! Unbedingt notwendig: Eine klare Positionierung pro „Bayerische“ und die Annahme des Sponsoringpakets per 50+1. Die Zeit der Hasanis, Sakismaiks und Grissmaiks geht dem Ende zu.

Friedrich Hegel
Leser

Ach ja, und eh ich es vergesse:
Getreu der Verhaltensweise des alten Cato im antiken Rom wiederhole ich gebetsmühlenartig meine Forderung „ceterum censeo“:
Hausverbot, Entzug der Akkreditierung und Vereinsausschluss für Griss SOFORT!

Chemieloewe
Leser

Recht hast Du, Friedrich Hegel ! Das Maß an Verfehlungen des Herrn MOGriss sind mit keinem irdischen Maß mehr zu fassen, die intergalaktischen Mülltonnen sind übervoll mit dem ganzen, zum Himmel stinkenden u. faulen Mist, den er bisher abgeladen hat u. ganz sicher weiter loslassen wird. Einfach ekelhaft seine Gebaren!

Sportfan
Gast
Sportfan

schon sehr lange überfällig.

Serkan
Leser

Richtig reagiert. Kein Öl ins Feuer gegossen. Aber sich klar vor den Geschäftsführer gestellt. Ich bin sicher Leute wie Kreuzer, Eichin, Hinterberger, Rejek und weitere auf der fetten Liste an Ismaiks „we need a new XY“, die mir jetzt grad nicht einfallen, hätten sich ein Präsidium gewünscht, das das tut. Von den Bücklingen damals war leider nichts zu erwarten.

Baum
Leser

Richtig so. Und jetzt noch eine klare Aussage zu den Beleidigungen des zweiten Gesellschafters gegenüber unseres Hauptsponsors.

anteater
Leser

Chapeau!