Es ist die wohl fragwürdigste Schlagzeile in diesem Jahr. In fetten schwarzen Buchstaben wirbt die Abendzeitung in ihren Zeitungskästen mit den Worten „1860-Bosse sind Rassisten“. Werbung für ein Exklusiv-Interview mit Gesellschafter Hasan Ismaik. Ob das von der Abendzeitung fair ist, ist durchaus diskussionswürdig. Aber auch den Vorwurf des jordanischen Geschäftsmannes Ismaik muss man in Frage stellen. In aller Deutlichkeit. Der Kampf gegen Rassismus ist eine viel zu ernste gesellschaftliche Aufgabe. Durchaus muss man sich fragen, ob der Begriff des Rassismus nicht für klubpolitische Zwecke missbraucht wird. Und damit Schaden anrichtet.

Ein Kommentar

„Hasan verpiss dich!!!“ steht in großen Buchstaben auf einem Banner in der Fankurve der Löwen. Zahlreiche Fans halten das Konterfei von Hasan Ismaik hoch. Präsident Peter Cassalette spielt die Sache runter. „Wie so oft im Leben hast du zwei Meinungen. Es gibt sehr viele die sind pro Hasan und es gibt sehr viele, die sind gegen Hasan Ismaik. Wir akzeptieren alle Fan-Meinungen und wir respektieren das auch, solange es sich in einem normalen Maß bewegt.“ Von der Botschaft der Fans distanziert er sich nicht. Das fordert auch keiner und es hinterfragt auch keiner. Dennoch ist Peter Cassalette ein „feiner Mensch“ und eben kein Rassist. Das stellt Ismaik dreieinhalb Jahre später fest.

Präsident ist nun Robert Reisinger. Er soll sich distanzieren. Vom sogenannten „Scheichlied“. Bei der Mitgliederversammlung lässt der Präsident das Lied unterbinden. Ismaik reicht das nicht. Und weil sich Reisinger und auch andere Funktionäre sich nicht distanzieren, seien sie Rassisten. Jeder andere Präsident hätte sich vor ihn gestellt und sich von den Beleidigungen distanziert. Mehrere Präsidenten, Funktionäre und Vereinsmitglieder seien mit ihm rassistisch umgegangen, behauptet Ismaik.

Es ist die zweite Rassismus-Keule des jordanischen Geschäftsmanns. Im Jahr 2016 gab es seinerseits ähnliche Vorwürfe. Allerdings nicht gegen Peter Cassalette, der sich von den Fans nicht distanziert hatte und auch nicht gegen das Banner in der Kurve. Sondern gegen die Presse. „Ich habe den rassistischen Schlagzeilen die kalte Schulter gezeigt, welche versuchten, mich von den anderen loyalen Fans des TSV 1860 aufgrund meiner ethnischen Herkunft auszugrenzen“. Mit diesen Worten wendet sich 1860-Gesellschafter Ismaik an die Löwenfans. Es sei beschämend, dass einige „Zeitungen und die Leute hinter den dort abgedruckten Artikeln versuchen“, ihn aufgrund seiner arabischen Herkunft zu diskreditieren, um gleichzeitig „negative Vorurteile gegen alle arabischstämmigen Menschen zu schüren“.

Die Vorwürfe von Ismaik sind hochgradig gefährlich. Der Jordanier geht mit dem Begriff viel zu leichtfertig um. Ja, er missbraucht ihn für einen klubpolitischen Schachzug. Wer im öffentlichen Diskurs seinem Gegenüber Rassismus unterstellt, will vor allem eines: Sich auf die Menschenrechte berufen und das Gebot der Nichtdiskriminierung als Legitimierungsquelle für sich beanspruchen. Rassisten sind für die überwiegende Gesellschaft kein geeignetes Gegenüber. Mit Rassisten verhandelt man nicht. Und genau in diese Ecke drängt Ismaik die Funktionäre des TSV 1860 München. Zumindest versucht er es. Im gleichen Interview fordert er ihren Rücktritt. 2016 hat er den gleichen Weg gewählt. Die Presse war ihm nicht genehm. Es gefiel ihm nicht, was man über ihn schrieb. Und so waren plötzlich Schlagzeilen rassistisch.

Der Vorwurf an die Vereinsführung ist vor allem aber auch eines: ein Seitenhieb für alle Opfer von tatsächlichen Rassisten. Für alle, die unter Diskriminierung und Vorurteilen leiden. Es ist ein Verharmlosung tatsächlicher rassistischer Gewalt – sowohl verbaler als auch körperlicher Art. Das darf in Deutschland niemand so einfach hinnehmen.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Chemieloewe
Leser

Das Scheichlied ist einfach mal „60er Kulturgut“, nicht rassistisch, sondern frei empfundene Fanemotion knallhart zum Ausdruck gebracht, wobei man nicht jedes Detail auf die berühmte Goldwaage legen sollte, über Einzelheiten kann man sich streiten….tja Herr Ismaik, Ursache u. Wirkung…das haben sie selbst verursacht, sie, als die Person, die sie sind, völlig egal, woher sie kommen, sie sind Mensch dieses Planeten wie ich u. alle Menschen, nicht mehr o. besser u. nicht weniger o. schlechter!!! Jedoch für das, was sie so loslassen, sind sie selbst verantwortlich, ihr Tun u. Handeln wird danach von anderen Menschen halt kritisch bewertet, wozu das Scheichlied gehört, als eine legitime Antwort u. freie Meinungsäußerung zu ihrem Tun u. Handeln bei 60! So sind wir 60er Löwe nun mal, alles lassen wir uns halt nicht gefallen, irgendwann ist das Maß voll, was in Bezug auf sie aber schon sehr lange her ist! So ist es einfach nun mal!
Ohne HI!!!
Freiheit für 60!!!
ELIL!!‘

1960er
Gast
1960er

Meiner Meinung nach ist es doch so in unserer heutigen Zeit, dass der Begriff Rassismus (oder all die anderen Schlagwörter) von einigen missbraucht wird, um eine Diskussion, eine Ansicht, ein Verhalten oder eine Tatsache, die ihnen nicht genehm ist, dadurch abwürgen zu wollen oder in eine für sie vorteilhafte Richtung zu lenken möchten.

Dann passiert folgendes: Viele springen über dieses Stöckchen, werden dadurch vom ursprünglichen Thema oder Vorhaben abgelenkt und reden plötzlich von etwas ganz anderem, ohne dass es ihnen gleich auffällt.
Das ist ein uralter erfolgreicher psychologischer Trick, um das Verhalten anderer in „die richtigen Bahnen“ zu lenken.

Teile und Herrsche: Eine zu besiegende oder zu beherrschende Gruppe in Untergruppen mit einander widerstrebenden Interessen aufzuspalten. Dadurch soll erreicht werden, dass die Teilgruppen sich gegeneinander wenden, statt sich als Gruppe vereint gegen den gemeinsamen Feind zu stellen. (Wikipedia)

Das beste Mittel dagegen: Beurteile Menschen nicht nachdem, was sie sagen, sondern was sie tun!

Dann schauts gleich wieder ganz anders aus. Das funktioniert in der Politik, im Berufsleben, Privat oder im Verein.

Leidl, hoits zamm,
sunst dauerts nimmer recht lang,
auf oamoi duads an gscheidn Schewerer
und olles bricht zamm!
Haindling

Grüße an alle Löwen

anteater
Leser

Nicht nur mit dem Rassismusbegriff wird das gemacht, auch z.B. mit Begriffen wie Gutmensch, faule Griechen etc., pp. Oder einfach alle links von einem selbst als Stalinisten bezeichnen, gell Herr Scheuer.

1960er
Gast
1960er

Genau, oder Verschwörungstheoretiker, Antisemit, Putinversteher, Aluhutträger, den ganzen Genderschmarrn usw., die Liste kann man beliebig fortsetzen. Das ganze dient nur dazu, den Leuten den Mund zu verbieten, anstatt dass man in Ruhe alles ausdiskutiert und abwägt.
Deswegen an alle 60er: Die Tatsachen prüfen, darüber anständig reden, keinen runterputzen, sondern überzeugen, wenns geht, (manchmal gehts auch nicht). und vor allem, wir lassen uns nicht auseinanderdividieren!

Baum
Leser

Vielleicht sollte man einfach das Scheichlied nicht mehr singen wenn es denn so „rassistisch“ ist. Dann muss man halt seinen Unmut anders ausdrücken. „Zupf di Ismaik!!!“ Ich hoffe das ist dann politisch korrekt.
Das Scheichlied werde ich trotzdem singen. Wann und wo ich will.

Buergermeister
Leser

Rein Informationshalber würde mich interessieren wie ihr zu dem Scheichlied steht? Angemessen oder nicht?

Banana Joe
Leser

Ich stehe voll und ganz hinter dem Scheichlied und wann immer ich im Stadion bin und es wird angestimmt, singe ich laut und voller Inbrunst (aber falsch) mit!

anteater
Leser

Ach, Du bist der, der immer so falsch singt…

Banana Joe
Leser

lol

anteater
Leser

Toller Text lol

Wolf
Leser

Ich lehne es trotz der aus meiner Sicht völlig unangebrachten Aussagen des Mehrheitsgesellschafters im Interview der AZ nach wie vor ab, wobei mich insbesondere die Passage „egal, was er sagt, egal, was er denkt“ stört.
Diese bedeutet nämlich für mich, dass er auch bei einer massiven Wandlung seiner Einstellung völlig abgelehnt würde.

anteater
Leser

Ehrlich gesagt glaube ich, dass wenn er eine massive Wandlung in Hinblick auf Sechzig schaffen würde, die Zahl seiner Gegner und Kritiker sich auf wahrlich bedeutungslos reduzieren würde. Schon wenn er längere Zeit keine Negativschlagzeilen produziert, erklingt das Lied eher nicht mehr.

anteater
Leser

Vollkommen angemessen. Es bezieht sich auf genau eine Person, die durch ihr Handeln, absurde Forderungen, öffentliches Schädigen des gesamten Clubs nebst unterschwelliger Darstellung der Anhänger als Rassisten ein ums andere Mal dieses Lied als Reaktion provoziert. Würde diese Person sich kooperativ und fair geben, insbesondere auch in öffentlichen Äußerungen, würde dieses Lied nicht gesungen.

Es gibt bei uns Gesänge, die ich aus unterschiedlichen Gründen als nicht angemessen einstufe. Da singe ich halt dann nicht mit.

Alexander Schlegel
Leser

Grundsätzlich finde ich, dass Fußballlieder ruhig zuspitzen dürfen und man da kein germanistisches Proseminar darüber abhalten muss. Es gibt allerdings Lieder, die ich nie im Leben mitsingen bzw. mitschreien werde: dazu gehört an erster Stelle: „Jeder Rote ist ein Hurensohn“. Da kapier ich noch nicht mal die Beleidigung: soll eine Prostituierte kein Kind haben dürfen? Was ist denn das für ein Schwachsinn?!? Über das Lied rege ich mich jedes Mal auf. Auch, dass irgendwelche Schiedsrichter irgendwo aufgehängt werden sollen, ist nicht mein Ding, auch wenn mir im Eifer des Gefechts schon mal ein herzhaftes „Blinder“ oder „Depp“ rausrutscht. Ich bin kein Heiliger im Stadion .. wink

Was das sog. „Scheichlied“ jetzt angeht, bin ich innerlich geteilt. Ich finde, man kann es auf jeden Fall singen und ich erkenne in dem Lied auch nichts Rassistisches oder hochgradig Beleidigendes. Es ist derb, aber das darf es ruhig sein, sein Adressat ist auch nicht groß anders. Trotzdem singe ich es nur sehr selten mit. Irgendwas stört mich daran. Und textlich finde ich es jetzt auch nicht so gelungen. Tja, eindeutiger habe ich es leider nicht …

anteater
Leser

Oh man, ja, das mit den „Hurensöhnen“, ich kapiere es auch nicht. Vor allem „Jeder“. Kennen die Sänger wirklich die Mutter von jedem Roten und woher wissen die so genau, dass das dann alles Huren sind? Sind alle, die das singen, Freier? Auf jeden Fall scheinen sie sich mit der Materie auszukennen.

Buergermeister
Leser

Ich persönlich finde bei Fehlentscheidungen die „schwarze sau“ rufe auch nicht in ordnung (vor allem kontraproduktiv). aber ich finde jegliche aggressive form von äußerungen nicht wirklich toll, aber vielleicht dient es einigen zum Aggressionsabbau.

anteater
Leser

„aber ich finde jegliche aggressive form von äußerungen nicht wirklich toll“

Dann ist die Wahl „Fußballanhänger“ denkbar schlecht getroffen, oder?

Alexander Schlegel
Leser

Klar dient Fußball zum Aggressionsabbau. Auch bei mir. Ich bin ja schließlich ein moderner Familienvater mit einer gerade schwer pubertierenden Tochter zuhause. Irgendwo muss ja das Zeug raus. Und das geht eigentlich nur mit 15000 gleichartigen Narren um einen herum. Daheim vor dem Fernseher stürmt bei der kleinsten Unmuts- oder Freudenäußerung eh wieder ein Frauenzimmer ins Zimmer und frägt, ob alles in Ordnung ist und ob es nicht etwas leiser geht. Spätestens bei der dritten Störung kommt schon mal so dann und wann der alte Adam wieder zum Vorschein. Dann lieber gleich ins Stadion … wink

Matula60
Leser

Ich singe das „scheichlied“ mit Inbrunst, da ich für sechzig nur dann eine positive Zukunft sehe, wenn Ismaik endlich seine Anteile verkauft oder zumindest dessen Einfluss gegen null tendiert.
Jedoch sehe ich das scheichlied durchaus auch kritisch, da es bei genauerem hinsehen grds. einen rassistischen/diskriminierenden Kontext hat. Denn für mich steht ein Scheich für einen (alten) Mann arabischer Herkunft, der unanständig reich ist und dessen Vermögen auf zweifelhafte Art verdient worden ist. Zudem ist dessen Geistes- bzw. Werterhaltung auf dem Niveau des (westlichen) Mittelalters stehengeblieben, so dass grundlegende (westliche) Menschenrechte für ihn keine Rolle spielen. Das führt dazu, dass er sich über andere Personengruppen überhöht und diesen keine oder weniger grundlegende Menschenrechte zubilligt (z.b. Frauen oder Gastarbeiter). Vor diesem Hintergrund funktioniert mE auch das Scheichlied, da es eben nicht aussagen soll, Ismaik wäre ein Ehrenmann. Im Gegenteil: es wird auf seine arabische Herkunft und seine Überheblichkeit/Arroganz angespielt, die teilweise auch in den oben beschriebenen Merkmalen zu finden sind.
Geht das nur mir so?

Im übrigen finde ich, dass in Fußballstadion aber auch durchaus solche Lieder gesungen werden dürfen, auch wenn Sachverhalte ein wenig zugespitzt werden.

anteater
Leser

Ihr Verständnis des Titels Scheich finde ich fast schon furchterregend, also dass Sie das so verstehen.

Mich würde ja interessieren, was Scheich Mansour (das ist der Typ bei Man City) dazu denkt. https://de.wikipedia.org/wiki/Mansour_bin_Zayed_Al_Nahyan Gut, seine Haltung zu den Menschenrechten, die kennen wir nicht.

Matula60
Leser
anteater
Leser

Matula60, okay, Touché!

Ziemlich verstörend das alles. Ich wollte auch nicht damit ausdrücken, dass Mansour toll ist, sondern war schockiert ob des Bildes von Scheichs Du generell hast.

„Ebenfalls im Vorstand von Manchester City und eine andere Schlüsselfigur ist der Australier Simon Pearce.“

Zum Glück nicht der Puchheimer Simon Pearce!

„Er benannte einige »Schwachstellen von Abu Dhabi und den VAE«, auf die sich Kritiker stürzen könnten, als da wären: »Schwule, Reichtum, Frauen, Israel.“

Auch deswegen werde ich nie einen Fuß in die Emirate setzen, außer man zwingt mich. Das gilt für andere aus meiner Sicht unfreie Länder auch.

Insgesamt ist der Artikel sicher auch (wenn auch ungewollt) ein Plädoyer für den Erhalt von 50+1. Bei den Investoren weiß man nie, wen man sich da an Bord holt. Immerhin haben die Typen aus Abu Dhabi es aber dennoch durch den „Fit and proper person“-Test der Englischen Ligen geschafft.

Bine1860
Leser

Ich finde es ist ein probates Mittel die Ablehnung gegen HI auszudrücken.
Dass ihm die Ablehnung nicht gefällt ist klar, da könnte das Lied auch einen anderen Text haben (zB lieber Hasan wir mögen dich nicht, bitte geh, Freiheit für 60), die „Aufregung“ wäre die selbe. Ich finds eher harmlos, übrigens genau wie Scheiß FCB oder „ihr könnt nach Hause fahrn“, harmloser wie zB jeder Rote ist ein Hurensohn…

anteater
Leser

Gab es eigentlich eine Klage des Herrn Ismaik gegen die Bild oder eine Rüge vom Presserat ob dieses Titels:

comment image

bobby_new
Leser

Ist das nicht eher im Kontext mit der Überschrift als Zitat zu verstehen?

anteater
Leser

Meines Wissens ist es kein Zitat, sondern eine ziemlich dämliche Schlagzeile. Und wenn das „Scheich“ im „Scheichlied“ rassistisch sein soll, dann ist es diese Schlagzeile allemal. Das wurde doch ob der Reichweite der Bild garantiert juristisch aufgearbeitet.

Francis Underwood
Leser

Schwierig festzustellen, ob das nun Rassismus ist oder nicht. Kommt sicher auch darauf an, wie es der einzelne „Sänger“ für sich auslegt. Für mich persönlich gibt es keinen Grund, Ismaik als „Scheich“ zu bezeichnen. 1. ist er es nicht und 2. könnte man auch einfach seinen Namen sagen.
Wäre das Gleich, würde man „schmeißt den Ösi (anstatt Gorenzel) raus“ oder schmeißt den Serben (damals für Stevic) raus.. und so weiter und so weiter…
Warum singen sie/die nicht einfach „Scheiß auf HI, scheiß auf sein Geld,…)? Botschaft ist die gleiche. Der Vorwurf des Rassismus ist dahin und HI hat dahingehend nichts, worauf er sich stützen kann.. dann ist es 100%ig die reine Meinung

Banana Joe
Leser

Reiche Araber werden doch allgemeinhin als Scheich bezeichnet, mit Rassismus hat das auch nix zu tun, so jedenfalls mein Verständnis. Wenn ich zum Ösi im Spaß Schluchtenscheißer sage und der zu mir Piefke, dann sind das Frotzeleien, aber ebenfalls keineswegs Rassismus. Anders schaut’s aus mit Bezeichnungen wie Itaka (schönen Gruß nach Dortmund an dieser Stelle), Ali, Kanacke oder was es sonst noch so gibt. Man kann’s mit der politischen Korrektheit natürlich auch übertreiben.

Das Scheichlied ist auf keinen Fall rassistisch und es ist auch nicht beleidigend.

Wikipedia:
Das Wort Scheich (arabisch شيخ Schaich, DMG šaiḫ, Plural Schuyūch / شيوخ / šuyūḫ oder Maschāyich / مشايخ / mašāyiḫ) ist ein arabischer Ehrentitel, der seit vorislamischer Zeit für Männer von Rang und Namen verwendet wird.

Ehrentitel und rassistisch soso…

bobby_new
Leser

Die Schwierigkeit liegt nur darin, dass dein Verständnis von rassistisch nicht maßgeblich ist, sondern nur wie es auf der anderen Seite ankommt.

anteater
Leser

Aha. Seit wann ist das so? Nach der Logik kann ich mir irgendetwas Ihrer Äußerungen herauspicken und als Rassismus gegen mich interpretieren. Und sobald ich das gemacht habe, ist es auch Rassismus.

anteater
Leser

„2. könnte man auch einfach seinen Namen sagen.“

Schwierig, Scheich ist einsilbig, Hasan zweisilbig, Ismaik dreisilbig gesprochen/gesungen. „Depp“ wäre auch einsilbig, ist aber zu allgemein.

Gut, „HI“ ginge. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass man sich beim erdenken des Textes da solche Gedanken gemacht hat. Und ich wage zu behaupten, dass man keine rassistischen Ressentiments bedienen will oder wollte.

„Der Vorwurf des Rassismus ist dahin“

Ach, wenn „HI“ gesungen wird, dann wird die Argumentation zu „HI steht für Hasan Ismaik, das ist ein offenbar arabisch klingender Name, also ist es Rassismus“.

Also singen wir künftig am Besten „Scheiß auf den Scheich, das hat übrigens nichts mit seiner Herkunft oder Religionszugehörigkeit zu tun, scheiß auf sein Geld, auch das hat übrigens nichts mit seiner Herkunft oder Religionszugehörigkeit zu tun…“. Wird zu sperrig.

Und morgen kommt dann die SPD und beschwert sich darüber, dass manche „Jeder Rote ist eine Hurensohn“ singen?

Francis Underwood
Leser

Ich persönlich halte die Diskussion (in diesen Fall) auch für übertrieben, aber würde nichts desto trotz versuchen, die Diskussion im Keim zu ersticken. Daher mein Vorschlag…

„Ach, wenn „HI“ gesungen wird, dann wird die Argumentation zu „HI steht für Hasan Ismaik, das ist ein offenbar arabisch klingender Name, also ist es Rassismus“.“

Das ist Käse und das weißt du glaub ich auch… in diesem Fall würde einfach ein Name gesungen werden, so wie es während eines Spiels vielfach vorkommt.. da hat noch nie jemand hinterfragt, ob es sich um Rassismus handelt..

anteater
Leser

Also, ehrlich gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass Herr Ismaik bei jeder Art von Protest gegen ihn, egal in welcher Form oder mit welcher Wortwahl, sich einen Rassismuszusammenhang herbei reimt. Und anders als es manche Leute andeuten glaube ich schon, dass er diese „Rassismuskeule“ ganz bewusst verwendet. So schlecht sind seine Berater dann auch nicht, die wissen ganz genau, wie der Hase hierzulande läuft und dass man mit dem Rassismusvorwurf Gruppen komplett und vor allem öffentlich diskreditieren kann.

Francis Underwood
Leser

Das kann ich mir schon auch gut vorstellen aber gerade dann ist es doch wichtig, ihm dafür keine Grundlage zu geben. Und wenn ich seinen Namen anstatt ein anderes Wort verwende, kann er soviel Rassismus plärren wie er möchte

anteater
Leser

Ihm keine Grundlage zu geben wäre dann aber gleichbedeutend damit, ihn und sein Gebaren nicht zu kritisieren. Das kann und darf nicht die Lösung sein und das ist hierzulande auch unüblich.

Wie wäre es, wenn Herr Ismaik keinen Anlass zu Kritik und Anfeindungen mehr liefert. Es war ja zuletzt recht ruhig um ihn geworden und so wurde auch das Scheichlied nicht mehr gesungen. Es ist, so meine Beobachtung, fast immer direkte REAKTION auf eine seiner Aktionen. Action und Reactio, das kann man bisweilen eben auch auf die Gesellschaft übertragen.

Schon dadurch, dass er bei dem Begriff „Scheich“ Rassismus plärrt, macht er sich weiter lächerlich.

Hubertus Holzinger
Leser

Wer ist eigentlich dieser „Christian“?
Hat der außer „Rassismus“ sonst noch irgendwas anderes auf seiner grüngehypten Gutmenschenplatte?
Heißt er „Grisstian“?
Oder was soll dieses Rumgehetze gegen Kommentatoren dieses Blogs, die hier von ihm fein säuberlich in „Gute“ und „Schlechte“ eingeteilt werden?

Leute, hört auf mit diesem Blödsinn! Dieses Land ist schon verblödet genug, um auch noch hier auf diesen oberflächlichen „Schwarz-Weiß-Schwachsinn“ einzugehen.

Rassisten sind Menschen, die andere wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion als weniger wert ansehen als sich selbst. Sie halten diese „anderen“ für die „Schlechten“, sie aber sind die „Guten“. Sie leben in ihrer Gruppe (In-Group), die für sie heilig ist, während „die da Draußen“ (Out-Group) weniger bis nichts wert sind.
So funktioniert das bei den Schimpansen und daher konsequenterweise bei deren direkten Nachkommen, die zur Rechtfertigung solch rassistischen Handelns Religionen, Ideologien, Sekten und sonstige „-ismen“ erfunden haben. Im Namen der Religion oder der Ideologie lässt sich nach Herzenslust von den „Bösen“ sprechen, die immer „draußen“ sind, und von den „Guten“ schwärmen, die immer „drinnen“ sind.
Zynisch aber wahr: Gerade diejenigen, die mit dem Rassismusvorwurf gegen andere am meisten hantieren, verhalten sich am ehesten wie Rassisten, indem sie – siehe „Grisstian“ – sofort jeden als „Rassist“ bezeichnen, der nicht „grenzenlose Toleranz und Menschenliebe“ und Verständnis für jedermann zeigt.
Das ist die Crux am Rassismus: Glaube ich, zu den „Guten“ zu gehören (unsere Gutmenschen sind das perfekte Beispiel dafür!), kann ich mit bestem Gewissen gegen andere hetzen, weil sie doch ach so schlecht sind.

Der einzige, der stets sich und die seinen zu den „Guten“ und alle anderen im e.V. zu den „Bösen“ zählt, ist Herr Ismaik selbst. Insofern verhält er sich eher wie ein „Rassist“ als die von ihm beleidigten und verunglimpften Personen.

Der Mann ist in meinen Augen krank. Und er sammelt um sich Menschen, die ihm die Füße küssen, damit sie wichtig sind: Saki, Powers, Griss. Sie sind bei Ismaik die „Guten“, solange sie seinen Speichel lecken. Aber wehe, sie spucken ihn wieder aus…

Die Frage ist doch nur:

Quo usque tandem? Wie lange tun wir uns diesen Wahnsinnigen noch an?
Kündigung des Kooperationsvertrages JETZT!
Sic semper tyrannis!

Ohne Hasan!

Und falls Herr Reisinger und Konsorten wieder nicht reagieren und so tun als ob das alles nur intern zu regeln sei: Vielleicht sollten Sie dann Ihre Position als Präsident noch einmal überdenken:

Sie wurden von uns gewählt, um Schaden vom TSV 1860 München abzuhalten!
Wer solche Interviews gib – und übrigens nicht, wer solche führt oder sie veröffentlicht, denn das ist die wirtschaftliche Grundlage der Boulevardpresse, Schlagzeilen zur Auflagensteigerung zu bekommen – schadet unserem TSV.
Ich erwarte die entsprechende Konsequenz!

ELIL!

bobby_new
Leser

Kannst du mir nochmal kurz erklären, warum du im ersten Absatz die Aussagen von Christian als „grüngehypten Gutmenschenplatte“ betitelst und einen Absatz später forderst, mit „diesen oberflächlichen „Schwarz-Weiß-Schwachsinn“ aufzuhören?

Widerspricht sich das nicht?

anteater
Leser

Genau daran hatte ich mich auch gestoßen in dem sonst, aus meiner Sicht, wirklich guten Kommentar.

Hubertus Holzinger
Leser

Das kann ich Euch erklären:

Derzeit gibt es einen Hype in Deutschland, der auf „Gute Kind-Böse Kind-Mentalität“ aufgebaut ist. Nutznießer sind die GRÜNEN, die ohne ihre Politik auch nur im Ansatz verbessert zu haben, von etwas über 8% in der Wählergunst auf 25% zugelegt haben.
17% derer, die sie plötzlich für die „Partei der Guten“ halten, hatten noch vor wenigen Monaten (!) eine andere Meinung und hätten sie nicht gewählt.
Dieser Hype hat also nichts mit Realitäten oder Inhalten, sondern mit Emotionen und Dazugehörmentalität zu tun: Ich möchte auch zu den „Guten“ gehören.

Dass diese Mentalität aber im Widerspruch zu ihrer vermeintlichen Menschenfreundlichkeit im gleichen Atemzug alle ausgrenzt, die anders denken, wird von den Gutmenschen nicht nur nicht so gesehen, sondern sogar – und jetzt wird es plötzlich sehr intolerant – als richtig empfunden, da solche Andersdenkende „schlecht“ sind und daher angeprangert werden müssen.

Das ist pures In-Group/Out-Group-Verhalten, wie wir es in tausenden von Jahren Menschheitsgeschichte kennen.

Wenn ich also dazu auffordere, mit diesem „oberflächlichen Schwarz-Weiß-Schwachsinn“ aufzuhören, dann meine ich damit, dass ich es partout nicht gut finde, wenn wir uns selbst in einem Fan-Forum als „Rassisten“ beschimpfen und uns somit wie die aktuell so florierende Gesellschaft der Gutmenschen in „Gute“ und „Schlechte“ einteilen, dabei aber übersehen, dass die Welt genau so nicht funktioniert.

Wer sich per se zu den „Guten“ zählt, wird nach deren Definition eigentlich schon zum „Schlechten“, weil er andere ausgrenzt. Darüber sollte er nachdenken…

Ist ein wenig kompliziert und wahrscheinlich hier auch nicht das richtige Forum dafür, da wir uns damit u.a. im Bereich der Philosophie, der Ethik und der Religionskritik befinden.

Der langen Rede kurzer Sinn:
Ich muss über Ismaiks strafrechtlich relevanten Rassismusvorwurf („das sind Fakten, nicht Behauptungen“, sagt er) hier nicht diskutieren, sondern erkenne darin eine bewusst gewählte „Schwarz-Weiß-Sicht“ der Dinge und Menschen, die ich persönlich für gefährlich und destruktiv halte, da sie hetzt und nicht eint.

Deswegen: Ohne Hasan!
Sic semper tyrannis!
ELIL!

anteater
Leser

Das mit dem „andere Menschen,mit anderer Meinung als schlecht sehen“, da kenne ich von (mehr oder weniger) klein auf von den vermeintlich christlich vermeintlich sozialen Unionisten. Ob Du Dich daran auch so gestört hast/störst?

Letztlich ist es doch so, dass eigentlich jede Partei genau so tickt bzw. sich deren Agieren dann so manifestiert. Da braucht man nicht eine Partei rauspicken, denn da könnte man wohl jede Partei zerlegen.

„Ich möchte auch zu den „Guten“ gehören.“

Oder „ich“ (ich wähle nicht die Grünen) habe gespannt, dass das mit dem Schutze der Natur, na ja, das hat schon mit Naturwissenschaften zu tun, die Klimaforschung und so… Das könnte es auch sein, oder? Um Professor Lesch frei zu zitieren, dem CO2-Molekül ist es egal, ob du an den Klimawandel glaubst oder nicht, das macht einfach, was es seinen physikalischen Eigenschaften nach macht.

Aber, wie Du schon sagst, falsches Forum… wink

Hubertus Holzinger
Leser

Ich bin Humanist wie Du, Agnostiker dazu.
Ergo würde ich mich nie einer Partei anschließen, da sie alle ideologisch blind sind.
Wie Religionen eben auch.
Das Beispiel mit den Grünen ist mir deswegen so wichtig, weil es Populismus und nicht Realität ist, was die Wechselwähler steuert.
Selbst die CO2-Debatte wird nicht mehr realpolitisch, sondern wahlkalkulatorisch geführt. Damit geht es um Emotionen und nicht mehr um Fakten. Das nennt man Populismus.
Und genau so arbeiten HI und sein Propagandateam.
Kaum sind die Fakten nicht mehr auf ihrer Seite, geht man auf die Rassismusschiene: hier die Guten, dort die Bösen.
Ein paar viele fallen immer darauf rein. Siehe 8% zu 25% Grüne, wie bereits ausführlicher erklärt.

Daher mein Widerstand!
ELIL

anteater
Leser

Okay!
Naturwissenschaftler an die Macht! (weil das mit „keine Macht für niemand“ nix mehr wird, aktuell)

Alexander Schlegel
Leser

Jetzt muss ich als alter Grünen-Wähler doch mal widersprechen: Die CO2-Debatte kursiert doch seit Jahrzehnten, zumindest unter ökologisch interessierten bzw. sollte ich lieber schreiben: besorgten Menschen und Wissenschaftlern. Dass es über Jahrzehnte die meisten Menschen nicht tangiert hat, ist zum einen einer unglaublichen Verblödungskampagne der Lobbyisten der Industrie zu verdanken, die in den letzten Winkel des Menschen ihren neoliberalen Mist verankert hatten und einer Politik, die über Jahrzehnte mehr oder weniger die Augen vor den Gefahren verschlossen hat. Dass die Debatte die breite Öffentlichkeit nun erreicht hat (in meinen Augen mindestens zwei Jahrzehnte zu spät) ist doch nicht Schuld der Grünen, sondern dem endlich erwachten Bewusstsein der Leute, die nun selbst in Krähwinkel mitbekommen, dass mit unserem Wetter bzw. der Umwelt irgendwas nicht mehr stimmt. Was wurde ich ausgelacht als ich als junger Bursche Ende der 70er, Anfang der 80er mit dicken Schwarten vom „Club of Rome“ oder der unwahrscheinlich aufrüttelnden Studie , die unter Jimmy Carter noch in Auftrag gegeben wurde, nämlich „Global 2000“, daher kam und für mich damals schon beschloss mir niemals ein Auto zu kaufen. Früher wurde ich als Spinner angesehen, heute hören mir die Leute zu, wenn ich von Carsharing spreche.

Hör doch bitte auf die Grünen dafür verantwortlich zu machen, dass die Leute nun zum Teil hysterisch reagieren. Angesichts der dramatischen Weltlage und dem immer noch unfassbar langsamen Reaktionen darauf (der Kohleausstieg ist selbst jetzt immer noch erst für 2038 geplant, ein Wahnwitz!), musst Du doch jetzt nicht ausgerechnet die Partei aufs Korn nehmen, die noch vergleichsweise am meisten für die Umwelt machen würden und gleichzeitig ein demokratisch-humanistisches Weltbild beibehalten wollen. Das ist doch eine hirnrissige Reaktion. Da gibt es inzwischen ganz andere Ökogruppen mit ganz anderen totalitären Zielen und Plänen.

Und ein Letztes: Ja, das ist Populismus. Genauso wie Jahrzehnte lang die Leute ihr Kreuzchen bei Parteien machten, deren größtes Argument das „C“ in ihrem Parteinamen war. Populismus war schon immer die wichtigste Triebfeder in der Politik, egal unter welcher Couleur. So funktioniert nun mal die repräsentative Demokratie, die sich über Massenmedien organisiert. Willkommen in der Wirklichkeit!

@ alle anderen: Sorry für die Abschweifung, aber das wollte ich jetzt einfach nicht so stehen lassen.

anteater
Leser

Wenn ich Hubertus richtig verstanden habe, dann kotzt ihn primär an, dass die Leute jetzt zu den Grünen laufen, ohne wirklich nachhaltig ökologisch zu denken bzw. zu handeln, sondern weil es gerade „in“ ist. Und weil sie sich dann als die Guten hinstellen und alle anderen als die schlechten. Dabei kenne ich extrem wenige Grünen-Wähler, die weitgehend konsequent grün leben, kein Auto, keine Flugreisen, um mal einen Anfang zu machen.

Und zumindest zu einem gewissen Grade hat er recht, denn man kann die Grünen ja nicht erst seit zwei Jahren wählen und jetzt plötzlich sind sie der heiße Scheiß. Ich glaube ja eher, dass das an der Unwählbarkeit (gefühlt oder wirklich) z.B. der ehemaligen Volksparteien liegt, aber was weiß ich schon.

Da die Grünen maßgeblich im ersten deutschen Angriffskrieg nach 1945, der zudem völkerrechtswidrig war, als Regierungspartei beteiligt waren, sind sie seitdem für mich unwählbar. Persönliche Präferenz als Pazifist.

„Angesichts der dramatischen Weltlage und dem immer noch unfassbar langsamen Reaktionen darauf“

Ja, der Wahnsinn. Als wäre z.B. der menschengemachte Anteil am inzwischen doch ziemlich dramatischen Klimawandel etwas neues. Das ist seit mindestens 30 Jahren so bekannt, dass keiner (!) sagen kann, er/sie hätte es nicht gewusst (Augen zu machen lässt üblicherweise kein Problem verschwinden). Vor circa 10-15 Jahren habe ich der Menschheit (in nennenswerter Zahl) noch 100 Jahre gegeben. Inzwischen bin ich bei 50. Die Krone der Schöpfung. Am Arsch!

„der Kohleausstieg ist selbst jetzt immer noch erst für 2038 geplant“

Und in die Lausitz blasen sie jetzt Milliarden, weil man dort seit mindestens besagten 30 Jahren einfach ignoriert, dass man eine längst überholte Technologie (Braunkohleverstromung) verwendet und sich wirtschaftlich fast komplett darauf stützt. Aber über die Griechen regen „wir“ uns auf?

Alexander Schlegel
Leser

anteater
Oh, zum Thema Angriffskrieg könnte man noch viel schreiben, z. B. wie eigentlich alle damals noch unter dem Eindruck des Massakers von Srebrenica standen und man befürchten musste, dass der albanischen Minderheit in Serbien das gleiche Schicksal droht. Auch über die Unfähigkeit und schreckliche Rolle der Blauhelme, die bei allen Massakern nur immer wegschauten, über das sinnlose Verhandeln im UN-Sicherheitsrat, wo den Großmächten seit jeher die eigene strategische Machtposition immer schon wichtiger war als das Leben der Menschen. Aber man könnte auch über die Verhandlungen in Rambouillet diskutieren, wo die Amerikaner die Öffentlichkeit verarschten und wichtige Dokumente verheimlicht wurden (Anhang „Annex B“), die so unhaltbare Forderungen beinhalteten, dass die jugoslawische Verhandlungsdelegation ablehnen musste und die Amerikaner ihren gewünschten Krieg hatten. Wie ich letztens in ein einem wirklich lesenswerten Artikel gelesen habe, ging es kurz vor Ablauf des Ultimatums der Nato wirklich hochdramatisch zu: dem deutschen Journalisten Andreas Zumach wurde 24 Stunden vor Ablauffrist dieser Zusatz zugespielt. Er veröffentlichte ihn damals aber nicht, weil es damals noch zur journalistischen Sorgfaltspflicht gehörte jede Quelle sich noch einmal von anderer Seite bestätigen zu lassen. Diese zweite Quelle fand er in der Eile nicht. Wäre das vorab bekannt geworden, hätte das Auswärtige Amt mit Sicherheit Alarm geschlagen und in der Folge wäre wohl die Zustimmung zur Bombadierung widerrufen worden, aber viele entscheidende Personen wussten damals noch nichts davon, ebenso wie die beteiligte russische Delegation.

Wägt man alles ab, war wohl die deutsche Beteiligung an dem Einsatz „Operation Allied Forces“ ein Fehler. Vor allem Außenminister Fischer hatte komplett versagt. Aber ist deswegen eine ganz andere Generation von Grünen deswegen nicht mehr wählbar? Reicht das um hier eine Erbschuld der Grünen auszumachen? Das sehe ich nicht.

Aber gut, das war jetzt wirklich der letzte Ausflug in die Politik … wink

anteater
Leser

Für mich persönlich reicht das, ja. Wenn ich als bestimmt pazifistische Partei auftrete, und ich habe da noch so Leute wie Petra Kelly im Kopf (obwohl ich wohl etwas jünger bin als Du), dann geht das aus meiner Sicht nicht. So wie ich der SPD auch nicht den Verrat an der Sozialdemokratie verzeihe, zum Beispiel, oder der FDP den Verrat an der tatsächlichen Liberalität zu Gunsten der Wirtschaftsliberalität.

Hubertus Holzinger
Leser

löwengraetscherR und anteater:
Nicht die Grünen sind für ihren derzeitigen Erfolg verantwortlich, sondern der allgemeine gefährliche Trend, alles zu vereinfachen und mit Populismus garniert als „Ideologie der Guten“ anzubieten. Da nehme ich keine Partei aus. Die mit dem C sind da genauso verlogen wir die mit dem S. Und die mit dem A gehen gar nicht.
Lass uns da mal bei einem Bier drüber diskutieren, gerne.
Jetzt geht’s um unsere Löwen, und da sind wir nicht ideologisch, sondern schlicht einfach nur tief blau eingefärbt.
Und deshalb:
Koan Hasan!

Hubertus Holzinger
Leser

Nicht @ loewengraetscher, sondern Alexander Schlegel

Christian
Leser

Ich verstehe gar nicht die Empörung über die Aussagen von Herrn Ismaik.
Es sollte uns nachdenklich machen .
Rassismus kommt oft im Alltag vor, auch beim Feiern. Selbst vermeintliche Komplimente können rassistisch sein, dies wird positiver Rassismus genannt. Was rassistisch ist, entscheiden nicht wir, sondern die betroffene Person oder andere, die deine Aussage oder Handlung als rassistisch empfinden.
Und Wegschauen , klein Reden oder gar tolerieren gehören genauso dazu.
Die Hetze, Verunglimpfung etc. gehört in meinenAugen mit Sicherheit auch dazu.

Gib Rassismus keine Chance🦁🦁🦁

Bine1860
Leser

Nein das hat nix mit Rassismus zu tun, wenn man gegen eine Sache oder Jemanden protestiert. Oder wenn man mit jemandem nicht einer Meinung ist oder denjenigen nicht mag und das zum Ausdruck bringt.
Ich könnte jetzt sagen „scheiss auf meinen Chef“ , damit bin ich in keinster Weise ein Rassist.
Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz definiert Rassismus als „die Überzeugung, dass ein Beweggrund wie Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, Staatsangehörigkeit oder nationale oder ethnische Herkunft die Missachtung einer Person oder Personengruppe oder das Gefühl der Überlegenheit gegenüber einer Person oder Personengruppe rechtfertigt“.

Ich bin auch der Meinung gib Rassismus keine Chance aber das hat absolut nix mit Rassismus zu tun.

Buergermeister
Leser

Also wäre „Spinner aus dem Abendland“ ein Beispiel für Rassismus!

Alexander Schlegel
Leser

Wenns jemand aus dem Morgenland sagt und damit meint, dass hier nur Spinner leben, ja. Sagt es einer aus dem Abendland über die anderen Abendländer, dann ist er gemäß des Paradoxons des Epimenides („Alle Kreter lügen“) sowieso auch ein Spinner, da Teil der Personengruppe. Meinen Beide, also einer aus dem Morgenland und sein Spezl aus dem Abendland, dass jemand Bestimmtes aus dem Abendland spinnt, dann ist das allenfalls eine Beleidigung, aber kein Rassismus. Aller Klarheiten beseitigt, Herr Bürgermeister? wink

Buergermeister
Leser

ja danke etwas verwirrend aber lädt zum nachdenken ein smile

anteater
Leser

Als stetiger Kämpfer gegen Rassismus weiß ich nur zu genau, was Du meinst.

Allerdings ist es bei Rassismus eben nicht wie bei z.B. Mobbing, dass die Sicht des, hier vermeintlichen, Opfers entscheidend ist. Hier sind es Fakten, nicht Gefühle. Das ist ja alles weitgehend klar definiert. Vgl. z.B. Wikipedia.
Es geht bei dem sogenannten Scheichlied eben nicht um Herkunft, Hautfarbe oder Religion des Verhönten und schon gar nicht um eine Gruppe. Ein anderer Scheich würde sich ganz anders verhalten und möglicherweise auf mehr Gegenliebe stoßen als der stets respektlos agierende Herr Ismaik. Mir persönlich ist es vollkommen egal, wo jemand herkommt, was jemand glaubt oder wen jemand liebt. Meines Wissens sieht es in meinem kompletten persönliche Umfeld nirgends anders aus. Das Scheichlied singt da niemand, weil Herr Ismaik Araber oder Moslem ist.

Rassismus ist im Falle des Herrn Ismaik sicher der falsche Begriff. Und es ist so, wie Arik es im Artikel schreibt, dass Herr Ismaik mit seiner unsinnigen Schuldzuweisung zunächst jenen Menschen schadet, die tatsächlich Opfer von Rassismus und/oder Fremdenfeindlichkeit sind. Dann schadet er natürlich dem Ruf und Ansehen aller Menschen, die in positiver Verbindung mit Sechzig stehen, außer Herr Cassalette, den und nur den klammert er explizit aus.

Durch sein respektloses und despotische Verhalten forciert Herr Ismaik die Ablehnung seiner Person durch Menschen, die archaische Herrschaftssysteme ablehnen. Er agiert nicht selten fern ab der durch die Menschenrechte verbriefte Gleichheit, meint aber, sich auf eben diese berufen zu können. Solche Leute nennt man Pharisäer, also Heuchler.

Genau, Rassismus keine Chance und kein Fußbreit den Faschisten!

Chemieloewe
Leser

anteater. Bin voll bei Deinen Aussagen, beide Daumen von mir hoch!!! Kein Faschismus, Nationalismus u. Rassismus, Extremismus, Terrorismus u. Sexismus, keine Homophobie, Diskriminierung, Stigmatisierung, Ausgrenzung(außer Denen, die diese genannten asozialen, menschenverachtenden,-feindlichen Eigenschaften leben u. praktizieren…(Versuch, Diese zu einer menschenfreundlichen, sozialen u. respektvollen Ansichts-u. Einstellungsänderung zu bewegen u. zu überzeugen nicht ausgeschlossen)) u. keine Gewalt, nie wieder Krieg!!!

Personix
Leser

Im Grunde kann man sich das ganze auch schön reden.
Am besten immer mit dem Zusatz, Ich bin kein Rassist, aber…!“

Allein der Bezug auf einen „Scheich“ lässt Rückschlüsse zu, welche Herkunft/ Klientel hier verspöttet werden soll.
Ersetze den Scheich durch Jude oder Bimbo, Neger, Sklave, Schlitzauge, Gelber, Schwarzer, Bulle usw.

Obwohl Spottlieder in Bayern eine lange Tadition haben sehe ich das nicht so wie du.

Auch ein Rassist darf den Vorwurf des Rassismus nutzen und kann ebenso rassistisch beleidigt werden.

Buergermeister
Leser

Ja richtig Rassisten sind nämlich immer die anderen. Ich finde das Ganze ist auch eine niveaufrage und die wurde mit dem lied deutlich unterschritten.

anteater
Leser

Es wird gesungen „DEN Scheich“, also geht es um eine explizite Person, nicht, wie Sie es fehlinterpretieren, eine „Herkunft / Klientel“.

Was Sie meinen, das wäre der Text „Scheiß auf DIE Scheichs, scheiß auf DEREN Geld“. Sänge man das z.B. bei Man City, weil die Scheichs dort alle ruinieren (wenn sie es täten, rein hypothetisch), müsste man tatsächlich nach wie vor hinterfragen, ob es jetzt diese sich dann negativ verhaltende Gruppe ist, auf die man sich bezieht, oder ob es so allgemein gemeint ist, dass man da ernsthaft von Rassismus reden kann.

Oh man, was für eine Argumentation. Ersetzen Sie in dem Satz „Ich mag dich nicht, weil du ein Arschloch bist“ das „Arschloch“ mit „Jude oder Bimbo, Neger, Sklave, Schlitzauge, Gelber, Schwarzer, Bulle“, dann wird das auch rassistisch. Ersetze die Ohrfeige, die jemand einem gibt mit einem Schuss in den Kopf und schon ist es Mord.

„Am besten immer mit dem Zusatz, Ich bin kein Rassist, aber…!“

Vorsicht jetzt, Personix! Mit genau dieser Klientel habe ich im Alltag täglich zu tun und genau mit diesen undifferenziert auf die Welt blickenden Leuten möchte ich nicht in einen Topf geschmissen werden. Reissen Sie sich bitte zusammen. Gerade diese erwähnte Klientel versucht auch gerne den Rassismusbegriff auszuhöhlen, z.B. indem sie ihn für Sachverhalte verwendet, die nur bei blühendster Phantasie und maximaler Realitätsferne mit Rassismus zu tun haben könnten.

Personix
Leser

Wie gesagt ich sehe es anderes.

Und nur weil jemand dauernd wiederholt, ich habe viel mit Rassisten zu tun, muss sein Blick nicht klar auf die Sache sein.

Für mich ist das ganz provaner „Alltagsrassismus“.

Ich reisse mich schon zusammen^^

Was ist den hier los? Gewaltfantasien? smile
„Ersetze die Ohrfeige, die jemand einem gibt mit einem Schuss in den Kopf und schon ist es Mord.“

Nein aber es bleibt beides Rassismus, sorry meinte Straftat.

anteater
Leser

Insgesamt klangen Sie hier 17846 im Kontext noch ganz anders, als Sie sich jetzt und hier darstellen.

Personix
Leser

Zwei unterschiedliche Themen, die ich differenziert betrachte. Was ich aus meiner individuellen Sicht auch so handhaben darf.

Ich habe nichts gegen das Singen von Schmähliedern.
Ich hab was dagegen, dass man meint als einziger die Wahrheit/ Weisheit zu besitzen.

Das Leben ist zu vielschichtig um es hier auf den Punkt zu bringen.

Wir können das Wort Rassismus noch tausendmal definieren, dennoch ist es immer eine Sender/ Empfänger Sichtweise die zu Unstimmigkeiten führt.

anteater
Leser

Diese Differenzierung finde ich höchst eigenartig. Auf der einen Seite kommt es bei mir zumindest im Ansatz wir die Relativierung von Rassismus an und auf der anderen Seite wie das krampfhafte herbei interpretieren von Rassismus.

„dennoch ist es immer eine Sender/ Empfänger Sichtweise die zu Unstimmigkeiten führt“

Also darf ich Ihre Antworten auf meine Kommentare als Rassismus interpretieren, wenn ich das will, und dann ist es welcher. Wow.

Buergermeister
Leser

Die bewertung muss natürlich ein objektiver beobachter treffen. Trotzdem kann nur der empfänger beurteilen ob es für ihn rassistisch ist, denn der Sender wird ja kaum seine eigene Aussage als rassistisch beurteilen.

Siggi
Leser

Wenn wir hier von einem einzelnen „Empfänger“ sprechen, führt das nicht weiter. Es wurde hier ja schon mehrfach erwähnt, wie Rassismus definiert wird (siehe u.a. auch Ariks Kommentar). Beim Einzelnen kann man von Beleidigung sprechen, aber ein Mensch macht noch keine „Rasse“.

Buergermeister
Leser

ja falls eine Beleidigung besser sein sollte könnte man auch davon sprechen!

Siggi
Leser

Besser passend als Begriff oder besser im Sinne einer Wertung?

Buergermeister
Leser

beides?

Siggi
Leser

Da hast Du auch wieder Recht. Eine Beleidung ist so oder so nicht schön.

Christian
Leser

Ich denke , dass die Grenze zum Rassismus fliesend ist.
Oft ist mir das nicht klar. Vor allem kommt es oft auf die Gesamtsituation an. Wer sagt es und in welchem Kontext.

Personix
Leser

Gebe dir absolut recht!

anteater
Leser

Genau. Kontext. In dem hier vorliegenden Kontext ist es offensichtlich, dass Auslöser für die Ablehnung der betroffenen Person einzig das Verhalten und Handeln dieser Person ist und eben nicht seine Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexuelle Ausrichtung, sein Aussehen, Alter usw., usf.
Wichtig ist hier eben, worauf sich bezogen wird. Und es wird sich, das kann ich gerne noch 100 Mal wiederholen, NICHT auf die z.B. Herkunft des Herrn Ismaik bezogen. Sänge man beispielsweise alternativ „Scheiß auf den Depp“, dann weiß man gar nicht mehr, wer gemeint sein könnte, Deppen gibt es auch im Umfeld von Sechzig zur Genüge. Scheich wird verwendet, weil dann jeder weiß, wer gemeint ist, eben nicht irgendein Depp, sondern genau eine bestimmte Person.

Rolandoz
Leser

Warum geht Ismaik nicht zu den Bayern?
Die haben doch auch Erfahrungen damit, wenn Artikel 1 des Grundgesetzes verletzt wird. Auch die haben das ja letztes Jahr medial breit getreten.
Und wenn die Würde des FC Bayern unantastbar ist und Ismaik aufgrund seiner Herkunft und Religion diskriminiert wird – das wäre eine perfekte Union.
Wir wollen dieser tollen Partnerschaft nicht im Wege stehen und stellen beim „Hexit“ (Hassan-Exit) keine Forderungen – der kann einfach so gehen und muss keine Vertragsaufhebungsgebühr bezahlen 😜

Snoopy.
Leser

Ich verstehe noch immer nicht genau, was Ismaik mit diesem Interview bezwecken will. Falls er ernsthaft glaubt, dass die gesamte e.V. Führung durch dieses Gerede sich zurückzieht, lebt er noch weiter weg von der Realität als eh schon angenommen. Wenn er sich bezgl. des Rassismus auf das Scheichlied und die Nadelstiche bezieht, hat er die Bedeutung nicht genau verstanden, mal nicht die Definition des Wortes nach deutschem Verständnis. Ich bleib dabei, jedes Gegenwort geht bei ihm in die Schublade des Rassimus.

Wenn man jetzt mal so ein wenig in der Vergangenheit bleibt, dann könnte man im Grunde auch Ismaik als Rassist hinstellen – sollten die Berichte über die Einflussnahme wegen des Löwenstüberls stimmen. Ist nicht viel anders, wenn man gewisse Gruppen auf Grund ihrer Ideologie ausschließen möchte. Und ist bei Ismaik auch nicht das erste Mal. Oder seine Unterteilung in „wahre Fans“, die er bei der Arge festgemacht hat bzw. bei denen, die ihn huldigen. Der Mann hat immer davon geredet, dass er respektiert werden möchte. Auf die Art und Weise geht das ins Gegenteil, er macht sich bei jeder öffentlichen Äußerung im Grunde nur noch lächerlicher. Und wo ist eigentlich sein Respekt vor den Mitgliedern des e.V. bzw. des e.V. selbst?

Bei seiner Definition des Rassismus wäre also auch Dietmar Hopp rassistisch beleidigt worden, gerade von Dortmund. Wobei das z.T. schon über das Ziel hinaus geht. Ismaik wird auch weiterhin im Abseits stehen und zuschauen müssen, ob ihm jetzt das gefällt oder nicht. Er hat sich selbst dahin manövriert und mit solchen Aussagen wie jetzt in diesem Interview wird seine Situation auch nicht besser. Und ganz streng genommen ist jedes Wort über diesen Mann eines zu viel.

United Sixties
Gast
United Sixties

Eigentlich schätzte ich die AZ, besonders den Leiter der Lokalredaktionen Felix Müller. Aber diese unverschämte Schlagzeile zu benutzen, um eine inzwischen erbärmliche Auflage zu steigern führt nun zum endgültigen Boykott der AZ.
Es geht auch ohne billigen Boulevard-Journalismus ala Grissmaik oder Eicher. Den Patriarchen as dem Morgenland darf man ohnehin nicht mehr ernst nehmen. Hoffentlich muss man dies auch nicht mehr allzu lange in und um München.

Christian
Leser

Bei allen Verständnis für freie Meinungsäußerung.
Deine Äußerung „ Den Patriarchen as dem Morgenland darf man ohnehin nicht mehr ernst nehmen. Hoffentlich muss man dies auch nicht mehr allzu lange in und um München.„ empfinde ich als Alltagsrassismus.
Denkmal darüber nach, ob du so behandelt werden möchtest.

KG1860
Leser

Und als Grissmaik stehst Du auf Mordor 24 über diesen Dingen? „Schwäbische Hausfrau“, „Reisinger, Schmidt, Sitzberger, Drees, Beer usw,“ waren / sind an Allem schuld -sogar dass das Wetter schlecht oder zu heiß ist?

Der feine Herr Ismaik soll erstmal seine Schergen bei Mordor 24 und seinen Statthalter Powers an die Leine legen – was Letzterer so von sich gibt und vertraglich nierdgeschrieben wissen will…. das ist reiner Rassismus. Zwar nicht gegen Hautfarbe oder Religion, aber gegen Gruppen bestimmter Meinungsbildung in unserem geliebten TSV.

Alexander Schlegel
Leser

Anhand seines Verhaltens Leute, die ihm nicht genehm sind, abzulösen oder ablösen zu lassen, sich auf keinerlei Diskussionen einzulassen, vielmehr sein eigenes Wort als absolut zu setzen und auch keinerlei Kritik anzunehmen, kann man ihn im Kontext des Vereins als einer Famile (Ismaik spricht ja auch selber immer wieder von der Löwenfamilie) ihn durchaus die Rolle und das Selbstverständnis eines Patriarchen zuerkennen. Und am Begriff Morgenland (der, soweit ich noch weiß, von Luther stammt) kann ich auch beim besten Willen keine rassistische Konnotation erkennen. Wir sprechen ja auch selber immer wieder vom Abendland (und seinem wieder mal bevorstehenden Untergang), wenn wir von Europa reden. Das hat ja nur was mit der aufgehenden Sonne zu tun. Oder müssen wir jetzt die „Weisen aus dem Morgenland“ auch noch umschreiben, da rassistisch oder eurozentristisch gemeint? wink

Für mich bringst Du ein gutes Beispiel, wie heutzutage gegen alles und jeden die Rassismus-Keule geschwungen wird. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Wo genau erkennst Du denn in diesen Begriffen Rassismus bzw. Alltagsrassismus?

Siggi
Leser

Abendland und Morgenland sind jetzt nun aber wirklich nicht negativ behaftet. Im Osten, wo die Sonne aufgeht, ist das Morgenland, im Westen, wo sie untergeht, ist das Abendland. Hier wie dort leben Menschen. Wenn Du überhaupt was ankreiden kannst, ist es vielleicht der Begriff „Patriarch“, was nun aber auch nicht rassistisch ist, sondern das Verhalten oder die Stellung eines Menschen beschreibt.
Man kann natürlich hinter allem irgendwas vermuten; dennoch bleibt es dann eine Vermutung. Wird es dann gar zur Unterstellung sollte man sich den Begriff der Projektion aus der Psychologie mal näher betrachten.

anteater
Leser

Zuerst las ich von Christian den Kommentar 31758 und bekam den Eindruck, dass er schon jemand ist, der klar gegen Rassismus steht, mit leicht übertriebener Auslegung. Dann 31759 mit der Reaktion „Ernsthaft?“ und dann 31745 mit, meiner persönlichen Wahrnehmung, „das ist keine Kämpfer gegen Rassismus, das ist einfach ein Troll.“. Und jetzt möchte ich von Christian durch sachliche, belastbare Argumente davon überzeugt werden, dass meine letzte Annahme falsch ist.

Christian
Leser

Danke für dein Feedback. Ich habe dir geantwortet.

Christian
Leser

Unter 31775

anteater
Leser

Das überzeugt mich noch lange nicht, Christian. Entweder Du übertreibst es maßlos mit der Auslegung des Rassismusbegriffs, oder Du bist ein Troll (oder irgendwas anderes, was ich noch nicht erkennen kann, da möchte ich schon differenzieren und klarstellen, dass ich das noch nicht abschließend beurteilen kann).

Und ich bleibe dabei, dass „Scheich“ sich nicht für Rassismus eignet. Würde im Stadion „Jude“ oder „Neger“ oder „Moslem“ statt „Scheich“ gesungen, dann würde ich ziemlich eskalieren (natürlich nur verbal!), glaub mir, denn da sprechen wir tatsächlich von Rassismus.

coeurdelion
Gast
coeurdelion

er is und bleibt….a ignoranter Ego und Depp!
sein Demokratieverständnis ist, wenn überhaupt vorhanden, prähistorisch…… aber solange der Diener den Tee serviert,bassts scho !

Christian
Leser

Schlimm dein Kommentar. Was bist du für ein Gesinnungsgenosse?
In meinen Augen ist dein Kommentar rassistisch.

coeurdelion
Gast
coeurdelion

Schlimm ist in meinen Augen eigentlich nur das Gebaren unseres sog. „Gönners“; kannst DU mir erklären, was der eigentlich mit oder von uns will (der 20MIo-Verbrenner auf unsere Kosten) ???
was meinst du mit „Gesinnungsgenosse“ ? ich geh jetzt auf die 60 zu, hab 6 wunderbare, weltoffene und absolut liberal-multikulti eingestellte Kinder großgezogen….die sind so unterschiedlich wunderbar…mein ganzer Stolz!
ich beschäftige ein paar Menschen, meine momentane Azubine ist Muslima, die seit kurzem mit Kopftuch zur Arbeit kommt (nach Absprache und ausdrücklichem support meinerseits)….also ich denk ich bin ein guter, sozialer und menschenfreunlicher Chef!

und dann kommst DU daher und hinterfragst MEINE Gesinnung….ja tickst du richtig ??

Hasi könnte zum Christ konvertieren……er bliebe für mich ein Depp
Hasi könnte sich outen und schwul daherkommen…..s.o.
Hasi könnte Kommunist oder AfD´ler werden……s.o.
usw, usw,

nur EINES könnte meine Meinung ändern…

Hasi verpisst sich und gibt uns unseren Verein zurück….dann WAR er ein Depp!

kann man Alles diskutieren,Demokratie garantiert ja Meinungsfreiheit……..ich steh dazu!!…..aber Anderen Rassismus zu unterstellen, noch dazu ohne jegliche Argumentation…..NO GO !

anteater
Leser

Bitte, Christian, was soll an dem Kommentar rassistisch sein?

Ignoranter Ego und Depp kann man vollkommen unabhängig der Herkunft, Religion, Hautfarbe, des sozio-kulturellen Hintergrunds, Geschlechts, Alters (usw., usf.) sein. Es wird sich auch auf überhaupt kein Merkmal bezogen, welches auch nur den Ansatz von Rassismus erkennen lässt.

Christian
Leser

Ich stimme dir zu, dass Einzel betrachtet, es eine Beleidigung und Verunglimpfung ist.
Im Kontext mit „ dem Diener und Tee servieren „ rassistisch.
Rassismus ist aus der Konialisierung im 19 JH. entstanden und diente dazu die Europäer über den Rest zu stellen.

anteater
Leser

Das mit dem Diener und dem Tee, das steht so in dem Interview. Auch ich finde dass das schon eine interessante Beobachtung ist, denn es passt nur allzu gut in das Bild, das Herr Ismaik hinterlässt. Ein Herrscher, dem zu dienen ist, der andere als Lakaien sieht. Es ist Herr Ismaik, der sich hier über jemanden stellt, bzw. sich bewusst so präsentiert, als Herr über einen Diener.
Sagen wir es mal so, hätte ich z.B. eine Putzhilfe und würde ich ein Interview geben, dann würde ich es tunlichst vermeiden, dass es da zeitliche Überlappungen gibt. Genau, ich bin keiner, der über andere herrschen möchte, sich über andere stellt (zumindest ist das nie meine Intention, Selbstbild und Außenwahrnehmung klaffen bei uns Menschen für gewöhnlich stark auseinander).

Christian
Leser

Ich stimme dir zu. Ich sag zu mir, jeder Tag ist neu und gibt mir die Chance es besser zu machen

Siggi
Leser

Kann es sein, dass du ein Dogmatiker bist? Euch Gutmenschen habe ich so was von gestrichen, da stellt sich mir der Kamm auf.

anteater
Leser

Einen Dogmatiker kann ich da nicht erkennen, schon allein, weil ich da kein Dogma erkennen kann. Mit dem Begriff „Gutmenschen“, finde ich zumindest, sollte man etwas vorsichtig sein, da dieser häufig sehr negativ belegt von Menschen mit klar fremdenfeindlicher Einstellung für z.B. Menschen wie mich (Humanisten) verwendet wird. Prinzipiell ist nichts falsches daran, ein (z.B. nach christlicher Sichtweise) guter Mensch zu sein (heißt nicht, dass ich das grundsätzlich bin…). Ich weiß (oder meine zu wissen), dass Du das so nicht gemeint hast!

Buergermeister
Leser

Gutmenschen wurde ganz klar von der AFD und Anhängern belegt und wenn man das Wort verwendet braucht man sich nicht wundern wenn man in diese Ecke gestellt wird.

Hubertus Holzinger
Leser

Falsch: Der Begriff „Gutmensch“stammt in seiner Urform von Nietzsche, der vor den „guten Menschen“ gewarnt hat, die sich als solche sehen, und sich daraus das Recht ableiten, die „Schlechten“ zu verachten, ja zu bekämpfen. Damit verbunden war eine massive Religionskritik, da es vor allem religiöse Ideologie sind, die sich das Recht heraus nehmen, zum „Kampf für das Gute“ und „Gegen das Böse“ aufzurufen.

anteater
Leser

Jetzt muss ich schon dem Bürgermeister beistehen. Er hat „nur“ geschrieben, dass die von ihm erwähnte Klientel das belegt hat, nicht dass sie das erfunden haben. Das stimmt tatsächlich und da dürfte Nietzsche keine Rolle spielen. Hey, die AfDer bedienen sich auch des Erasmus von Rotterdam. Übel, echt übel.

anteater
Leser

Mit der von Ihnen genannten Gruppe trage ich seit Jahren fast täglich im realen wie im virtuellen Raum heftigste Wortgefechte aus. Ich kann bei Siggi keine Kennzeichen dafür erkennen, dass er zu dieser Gruppe gehört oder sich hier im Sinne dieser Gruppe äußert. Aus einer einzigen, vielleicht unbedachten (nicht jeder zerpflückt und analysiert Worte und Sätze sowie deren Bedeutung so wie z.B. ich) Verwendung des Wortes „Gutmensch“ schließe ich dennoch noch nicht auf die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe. Da sollte man vielleicht ebenso vorsichtig sein wie bei der Bezeichnung von jemandem als Rassisten.

Buergermeister
Gast
Buergermeister

ja ist alles richtig. wollte nur darauf hinweisen, dass dieses wort mittlerweile von einer gewissen gruppierung eingenommen wurde.

Siggi
Leser

Ich meine damit die Leute, die einem ständig sagen müssen, was man sagen darf oder nicht sagen darf.
Ein Lieblingsbeispiel von mir ist „Zigeuner“ inkl. „Zigeunerschnitzel“, „Der Zigeunerbaron“ usw. In einer Dokumentation über Zigeuner sagte einer, der seit Jahren unter Zigeunern lebt: „So viel Respekt sollte man schon noch den Zigeunern entgegenbringen, dass man sie bei ihrem Namen nennt“. Als ich vor einem Jahr in Budapest war, sagte eine Ungarin: „Ich weiß, dass Ihr in Deutschland nicht Zigeuner sagen dürft, aber die heissen so!“

anteater
Leser

Kann man auch wieder so und so sehen.

Zitat aus Wikipedia „Zigeuner ist im deutschen Sprachraum die Fremdbezeichnung für die Sinti und Roma, die das Wort meistens als Diskriminierung ablehnen, weshalb im Sprachgebrauch häufig die Eigenbezeichnung „Sinti und Roma“ verwendet wird.“

Im Englischen sagt man „Gypsy“, was sich von „Egyptian“ herleitet und vollkommener Unsinn ist, da die Roma (meines Wissens) eben nicht aus Ägypten stammen (historisch gesehen), sondern ein indo-arisches Volk sind.

„Ich weiß, dass Ihr in Deutschland nicht Zigeuner sagen dürft“

Darf man schon! Auch die Bezeichnung „Zigeunerschnitzel“ sehe ich noch häufig.

Richtig wäre wohl „Roma“ (die Sinti sind, wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, auch Roma).
Aber egal. Wenn mir jemand aus dieser Gruppe sagt, dass er/sie „Zigeuner“ oder „Roma“ oder „Sinti“ genannt werden möchte, dann mache ich es so wie gewünscht (allein der Grundrespekt vor dem Nächsten gebietet dies meines Erachtens). Besser noch hat die Person einen Namen, bei dem man sie nennen kann und darf. „Zigeuner“ als abwertenden Begriff verwende ich nie und bezeichne auch die Augsburger nicht als solche.

Generell esse ich nur Münchner Schnitzel oder zur Not auch eine Schnitzel Wiener Art.

Siggi
Leser

anteater Da habe ich wohl ein kritisches Beispiel erwischt. Hier ist ein Artikel, der eine klar andere Aussage beinhaltet als mein Text von oben: https://zentralrat.sintiundroma.de/sinti-und-roma-zigeuner/
Das Problem ist, dass meine Angaben von oben nicht erfunden sind und somit der Definition des Zentralrats der Sinti und Roma gegenüberstehen.
Andererseits heißt es dort auch: „Die Bezeichnung „Zigeuner“ hingegen ist untrennbar verbunden mit rassistischen Zuschreibungen, die sich, über Jahrhunderte reproduziert, zu einem geschlossenen und aggressiven Feindbild verdichtet haben, das tief im kollektiven Bewusstsein verwurzelt ist.“
Dann wieder heißt es: „Die Begriffe Sinti und Roma sind nicht, wie häufig unterstellt, „politisch korrekte“ Erfindungen der Bürgerrechtsbewegung, sondern tauchen in Quellen bereits seit dem 18. Jahrhundert auf.“
Dann hießen sie vorher also schon immer Zigeuner?
Natürlich führt uns das von HI und dem aktuellen Thema von Ariks Artikel weg, aber dies und all die Diskussionen hier zeigen, dass das alles sehr schwierig ist.
Nochmal zum Thema „Gutmensch“: Du hast natürlich Recht. Ich habe nichts mit der AfD oder irgendwelchen rechten Randgruppen zu tun und wie ich persönlich „Gutmensch“ definiere, habe ich ja weiter oben bereits erläutert – und gute Menschen sind eben einfach gute Menschen.

anteater
Leser

Ja, es ist schwierig. Den Link zu dem Artikel des ZR lese ich mir nachher durch.
Auch weiß ich, dass „Gutmensch“ von sehr unterschiedlichen Leuten gebraucht wird und mit auch unterschiedlichen Konnotationen. Mir ist das auch schon zugeworfen worden von sehr weit rechts stehenden Leuten, weil ich halt gegen zu Fremdenfeindlich führende Verallgemeinerungen argumentativ vorgehe (und dabei bestimmt nicht immer komplett unaufgeregt bleiben kann).
Gegen die Zuordnung zum weit rechten Lager habe ich Dich gegen Bürgermeister schon verteidigt. wink

Buergermeister
Gast
Buergermeister

Wollte keinen damit in die Rechte Ecke stellen.

anteater
Leser

Gut!

DaBrain1860
Leser

Ich freue mich schon auf die ruhige und sachliche Stellungnahme unseres ev’s, die damit den Scheich wieder richtig aushebeln!
Ohne Hasan

bobby_new
Leser

Nach meinem persönlichen Empfinden hat Herr Ismaik hier leider mal wieder ein Fettnäpfchen nicht ausgelassen. Er sollte wissen oder jemand sollte es ihm sagen, dass der Rassismus-Bezug in Deutschland eine viel größere Empörung hervorruft.

In anderen Ländern ist der Vorwurf von Rassismus nicht so hoch aufgehängt wie in Deutschland (z.B. Italien, Türkei, Frankreich). Ich denke, Herr Ismaik hat das nicht bedacht und daher die Formulierung ohne Berücksichtigung der Bedeutung in Deutschland gewählt. Als bei der Islamkonferenz von der Bundesregierung Schweinefleisch serviert wurde, sprach man von einem Versehen, doch einige wollte daraus auch einen Rassismus-Vorwurf generieren.

Zur Klarstellung: jeder Art und Form zu Rassismus ist entschieden entgegenzutreten!

Ich will nicht glauben, dass wir im Vorstand unseres Vereins Rassisten haben. Nur halte ich es für möglich, dass manches Fehlverhalten der Führung gegenüber Herrn Ismaik für diese Eindruck bei ihm gesorgt haben könnte.

anteater
Leser

In Großbritannien hätte er jetzt sprichwörtlich die Kacke am Dampfen! Das Rassismus verpönt ist, das ist kein rein deutsches Phänomen.

„Als bei der Islamkonferenz von der Bundesregierung Schweinefleisch serviert wurde“

Das wurde gemacht? Ist komplett an mir vorbeigegangen. Das ist schon hart. Und ziemlich dämlich.

„Nur halte ich es für möglich, dass manches Fehlverhalten der Führung gegenüber Herrn Ismaik für diese Eindruck bei ihm gesorgt haben könnte.“

Und ich glaube, dass er das herbei fabuliert, sobald jemand nicht nach seiner Pfeife tanzt!
Welches Fehlverhalten soll das sein? Dass ihm nicht die Füße geküsst werden? Dass seine steilen Thesen Widerspruch erfahren? Da wäre dann wieder das ihm von manchen nachgesagte mangelnde Demokratieverständnis. Die Monarchie ist abgeschafft! Seit 1918.

Ohne diesen letzten Satz würde ich Ihrem Kommentar zustimmen.

bobby_new
Leser

Ich präzisiere: manches für sich wahrgenommene Fehlverhalten

Besser so? Ich war bei den ganzen Treffen oder der Kommunikation nie dabei, daher kann ich nicht sagen, was wirklich passiert ist.

Alexander Schlegel
Leser

Das musst Du auch nicht. Denn im Interview wird doch eigentlich klar zum Ausdruck gebracht, worauf er sich bezieht: dass die Vereinsführung nicht gegen das sog. Scheichlied eingeschritten ist, siehe den entsprechenden Part des Interviews dazu:

AZ: Mit Verlaub, es sind sehr harte Anschuldigungen, wenn Sie sagen, dass Vereinsvertreter des TSV 1860 Rassisten seien. Haben Sie denn auch Belege für diesen schweren Vorwurf gegen die Klubbosse?

Ismaik: Es ist für mich kein Vorwurf, sondern eine Tatsache: Mehrere Präsidenten, Funktionäre und Vereinsmitglieder sind mit mir rassistisch umgegangen.

AZ: Spielen Sie etwa auf das „Scheichlied“ an, bei dem Löwen-Fans „Scheiß auf den Scheich“ skandierten und von dem sich die Kluboberen nicht distanziert hatten?

Ismaik: Ja. Jeder andere Präsident in Deutschland hätte sich vor mich gestellt und sich von den Beleidigungen gegen meine Person distanziert. Reisinger hat es toleriert. Rassismus ist leider nach wir vor verbreitet, auch in Arabien. Aber so etwas schmerzt mich nicht. Es bestärkt mich einzig und allein darin, weiter zu kämpfen.

-> Es sagt doch auf die Frage ob mit Rassismus das Scheichlied und dessen Distanzierung gemeint sei eindeutig „Ja“. Man muss es manchmal nicht komplizierter machen als es ist.

Bine1860
Leser

Er spricht von mehreren Präsidenten, das Scheichlied gibt’s seit Casalette. Den nimmt er raus. Also geht’s ihm nicht nur um das Lied, sondern auch um Präsidenten vor Casalette…

Alexander Schlegel
Leser

Dann hätte er aber antworten müssen: „Ja, aber nicht nur …“. Ich will diesen Vorwurf gar nicht kleinreden oder mich darüber lächerlich machen, aber solange er nur dieses Beispiel bestätigt und selber nichts weiter vorbringt, kann man sich auch nur damit beschäftigen.

Bine1860
Leser

Für mich ist es sowieso eine Scheindiskussionen, er behauptet das nur, weil nicht alles so läuft wie er es gerne hätte, er aber keinerlei Argumente hat.

Alexander Schlegel
Leser

Sehe ich absolut auch so …

ICFPFALZ
Leser

Der Vorwurf an die Vereinsführung ist vor allem aber auch eines: usw….

Richtig, das darf nicht unkommentiert hingenommen werden.
Klare Kante gegen seine Aussagen.

Gerade wegen solchen Falsch Aussagen gilt, alle Kraft und Energie für einen Neuanfang.

DaBrain1860
Leser

Da bin ich und bestimmt auch jede Menge andere dabei
Freiheit für Sechzig
Ohne Hasan

Snoopy.
Leser

Man könnte auf die Idee kommen (ich tu es), dass in seinem Universum jeder ein Rassist ist, der nicht hörig und untertan gegenüber seiner Majestät ist. Daher ist wohl der Peter auch eine Ausnahme.

Das ganze Interview besteht (bis jetzt) nur aus Vorwürfen, deren Nachhaltigkeit nicht gegeben ist. Ist aber auch nicht verwunderlich, wirkliche Argumente für ihn lässt er ja schon lange vermissen. Manchmal muss man sich auch fragen, wer eigentlich der Fußballfirma mehr schadet. Da die Vita dieses „Möchtegerns“ diverse Pleiten, Pech und Pannen in seinem Handeln aufweist tendiere ich da mehr in seine Richtung. So ganz verstanden hat er wohl das mit der katastrophalen finanzielle Situation der KGaA wohl nicht, vermutlich gar nicht.

Er wird auch weiterhin versuchen, den Komplementär der KGaA zu diskreditieren. Ich schreibe das bewusst so, den Namen spielen dabei keine Rolle, so lange man nicht wie Cassalette handelt. Und dabei ist noch nicht mal Weihnachten.

anteater
Leser

„Der Jordanier geht mit dem Begriff viel zu leichtfertig um.“

Absolut! Und er erweckt zumindest bei mir den Eindruck, dass er noch keinen Rassismus am eigenen Leib spüren musste.

Wüsste man nicht längst, und danke dafür, Arik, dass Du das nochmal so klar darstellst, dass alles, was Herrn Ismaik nicht ins verschrobene Weltbild passt, für ihn dann Rassismus sein muss, dann wäre es echt schlimm. Aber so. Hoffe, dass die Betroffenen sich juristisch zur Wehr setzen! Und jene, die sich tagtäglich Rassismus ausgesetzt sehen und jene, die tagtäglich gegen Rassismus angehen, mögen von den dümmlich gewählten Vergleichen des Herrn Ismaik nicht entmutigt werden!

Baum
Leser

Mei, als ich das heute morgen gesehen hab, hab ich mich fruchtbar aufgeregt. Und ja, es ist übel. Aber kann man das dem Ismaik vorwerfen? Einem Goethe-Liebhaber (den er leider falsch zitiert), Lebemann mit Diener, Villa und Privatflugzeug? Der Mann ist soweit von der Realität entfernt, der spürt gar nichts mehr. Ist es nicht eher verwerflich das die AZ versucht durch solche Schlagzeilen (passend drapiert, als Headliner) ihre (scheinbar) erbärmliche Auflage zu steigern?
Ganz ehrlich. Ich traue Ismaik nicht den Intellekt zu, zu verstehen was er eigentlich mit seiner Aussage anrichtet bzw. welche Tragweite das hat. Er mag vielleicht in seiner Finanzwelt ein großer Macher sein, aber sein Intellekt bewegt sich eher auf Minimalniveau. Das die AZ und da speziell der Herr Eicher sowas in der Weise ausschlachtet und keineswegs kritisch hinterfragt ist allerdings ein Skandal. Und ja, der Verein sollte dringend Stellung nehmen und sich von beiden Personen und diesen Aussagen distanzieren.
Es wäre an der Zeit, endlich tätig zu werden und dem Herrn Ismaik zeigen, dass man nicht mit dem Verein (und damit auch seinen Mitgliedern) Schlittenfahren kann wie man will. Unwissenheit (oder direkt gesagt Dummheit) schützt vor Strafe nicht!
Und den lieben Herrn Eicher sollte man ebenfalls im Rahmen der Möglichkeiten kräftig auf die Finger klopfen! Es steht nicht nur das Präsidium dank Herrn Ismaik & Herrn Eichner als „Rassisten“ da, sondern ebenfalls die Mitglieder des Vereins!