Für die Sanktionierung der Verschlechterung des negativen Eigenkapitals gelten die Statuten des DFB für die Dritte Liga. Das ist für den TSV 1860 München zumindest ein kleiner Vorteil, denn 2017/18 galten die Statuten des Bayerischen Fußball-Verbandes und 2016/17 die der Deutschen Fußball-Liga. Die Löwen waren also, trotz vorangegangener Verschlechterung des negativen Eigenkapitals, keine Wiederholungstäter. Das ändert sich in diesem Jahr.

2018/19

Durch die Nichtumwandlung von Darlehen in Genussscheine kam es zum Jahreswechsel 2018/19 zu einer Verschlechterung des negativen Eigenkapitals. Fällig wurde eine Geldstrafe in Höhe von 5 Prozent der sanktionswürdigen Eigenkapitalverschlechterung. 135.000 Euro musste die KGaA zahlen.

2019/20

Auch zum Jahresende 2019 werden die Wirtschaftsprüfer den TSV 1860 München unter die Lupe nehmen. Gibt es eine erneute Eigenkapitalverschlechterung, dann wird die Strafe hierfür verdoppelt. Das heißt: 10 Prozent der sanktionswürdigen Eigenkapitalverschlechterung sind zu zahlen. Geschäftsführer Michael Scharold hat hierfür Rücklagen gebildet.

2020/21

Kommt es zum Jahresende 2020 noch einmal zu einer Verschlechterung, dann kommt es zum ersten Mal zu einem Punkteabzug. Ein Gewinnpunkt wird fällig. 2021 und die Folgejahre dann immer drei Gewinnpunkte pro Saison.

Möglichkeiten

Der TSV 1860 München muss aus diesem Teufelskreis ausbrechen. Das ist möglich, wenn die KGaA einen Gewinn ausweist und HAM International Darlehen in der Höhe des Verlustes in Genussscheine umwandelt. Möchte Hasan Ismaik tatsächlich eine Gesundung seiner Anteile erwirken, dann kann er hier den Hebel ansetzen. Tut er das nicht, bleibt die Abwärtsspirale bestehen. Eine Möglichkeit ist zudem die vom Präsidium angedachte Kapitalerhöhung. Würde er dieser zustimmen, dann könnte das Darlehen der Bayerischen in Anteile umgewandelt werden. Auch das führt zu einer Verbesserung des negativen Eigenkapitals.

Weiterführende Informationen

Die DFB-Statuten für die Dritte Liga findet Ihr hier:

https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/202187-05_Statut_3_Liga.pdf

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Thrueblue
Leser

Ich möchte hier den User „Kassenwart“ aus dem 1860 Forum von „Transfermarkt.de“ zitieren:

„Allerdings ist es bereits rechtlich so geregelt, dass Ismaik (gebürtiger Jordanier) maximal 49 % an der HAM in Dubai halten darf. Habe ich extra noch mal nachgelesen bei Rödl&PArtner, Seite 17 und 18.

„Generell ist für alle in den VAE gegründeten Gesellschaften … eine lokale Mindestbeteiligung von 51% am Kapital der Gesellschaft vorgeschrieben (Art. 22 CCL)“

https://www.roedl.de/de-de/de/medien/publikationen/investitionsfuehrer/documents/investitionsfuehrer-vereinigte-arabische-emirate-roedl-partner-de.pdf

HI kann also gar nicht mehr als 49% an HAM halten. Wer unser eigentlicher Investor ist, wissen wir gar nicht!“

Habt ihr vom Löwenmagazin hierzu bereits Erkenntnisse?

anteater
Leser

Der arme Mann hat aber auch überall Probleme mit 50+1…

Markus Bongen
Gast
Markus Bongen

Wie soll ein Verein schuldenfrei werden wenn der scheiß DFB noch mal drauf haut?

Konterhoibe
Leser

Ist doch ein Hausgemachtes Problem, da muss man sich gar nicht über den DFB beschweren (zumindest nicht über das Spezielle, generell kann man über den DFB so einiges sagen).

Peter Maier
Leser

Das heißt also, dass die EK-Quote um 2,7 Mio. € schlechter wurde….
Ich würde mal behaupten, dass das der Verlust der KGaA der letzten 2 Jahren ist, der unter Führung des e.V. entstand.
Freilich hätts geholfen, wenn der Ismaik Darlehen gewandelt hätte.
Nur sehe ich hier nicht Ismaik in der Verantwortung!

Konterhoibe
Leser

Wer hat nochmal dafür gesorgt das wir aus der 2. Liga geflogen sind in der die TV Einnahmen so ca. 10 Mio betragen (wenn ich mich gerade nicht Irre) anstatt 1 Mio in der 3. Liga? In der 4. Gab´s glaube ich überhaupt nix. Wie ist das Bitte die Schuld des e.V.?

Fränkischerlöwe78
Gast
Fränkischerlöwe78

Sollte es zu einer Kapitalerhöhung kommen , seh ich aber schwarz bei ihm .
Das er andere Anleger zustimmt, lieber macht er von seinem Vorkaufsrecht gebrauch .
So lang er da ist, macht eine Kapitalerhöhung keinen sinn .
Leider müssen wir entweder Bedingungen machen , die gegen Aktienkaufrecht verstoßen.
Oder wir lassen die Pfoten weg von der Kapitalerhöhung ,das sind aber meine Sicht der dinge rolling rolling

Sprtfan
Gast
Sprtfan

Irgendwo ist es ja pervers. Man bekommt eine Geldstrafe für die Verschlechterung. Hilft auch nicht wirklich. Punktabzug von Anfang an könnte man zumindest sportlich ausgleichen. Ich verstehe die Logik nicht. Man fasst einem nackten Mann nochmals in die leere Tasche.

Karl
Gast
Karl

Hallo anteater, frage nicht den Gorenzel sondern den Ismaik.!!!
Der hat 1860 das ganze Schlamassel, mit seinen Finazierungen seiner Topptrainer und Spieler eingebrockt.
Da soll er nun die Suppe auch auslöffeln die er den Verein engebrockt hat

anteater
Leser

Klar, stimmt schon, doch ist Herr Gorenzel Geschäftsführer und tut sich zudem als sehr einseitiges Sprachrohr hervor.

anteater
Leser

€ 135.000! DAMIT kann man einen Spieler wie Aaron Berzel finanzieren, Herr Gorenzel. Warum erwähnen Sie das nicht mal in einer ihrer Jammertiraden?

Josefbrd
Gast
Josefbrd

Was genau kann der Gorenzel dafür?

anteater
Leser

Es mag Dir entgangen sein, doch Herr Gorenzel hat neulich versucht, die Pyrostrafen von bislang € 30.000 dafür verantwortlich zu machen, dass man Aaron Berzel nicht aus eigener Kraft verlängern konnte. Er kritisiert also einen kleinen Teil der Fans öffentlich und faktisch falsch, versäumt es aber komplett, dort zu kritisieren, wo tatsächlich ein ganzes Spielergehalt sinnlos verbrannt wird. Ja, dafür kann er was.

Kranzberg
Leser

Laut Herr Bay auf der MV waren es 2018/19 135.000 Euro, also 5 %.

Nächstes Mal sind es 10 %; wenn man davon ausgeht, dass die finanzielle Situation eher schlechter wird, sollte man da von 400.000 – 500.000 Euro ausgehen.

Wie ist das mit den Strafpunkten? Gibts die zusätzlich zur Geldstrafe oder ausschließlich?

Bernd_xD
Gast
Bernd_xD

Warum sollte sich die finanzielle Lage verschlechtern, lt. RR haben wir doch einen Konsolidierungskurs eingeschlagen, da müssten doch irgendwann Erfolge und somit weniger Schulden die Folge sein. Sonst könnten wir doch gleich weitere Darlehn aufnehmen und in die Mannschaft investieren.

Sechzga
Leser

mit weiteren Darlehen wird also die Eigenkapitalquote steigen….manche kapieren es immer noch nicht

Kranzberg
Leser

Es wird trotz des eingeschlagenen Kurses bereits mit einem Minus in der KGaA kalkuliert. Wo das Geld versickert, musst Du die Gechäftsführer der KGaA fragen.
Ohne Konsolidierungskurs sähe es noch deutlich düsterer aus.

Tami Tes
Redakteur

Erstes Jahr – 5%.
Zweites Jahr – 10%
Drittes Jahr – Punktabzüge.
So hat es Bay erklärt. Zu den Punktabzügen hat er keine Geldstrafe genannt.

Harie
Gast
Harie

Richtig.
Ab dem 4. Jahr jedesmal 3 Punkte

anteater
Leser

Aber nicht kummulativ, also 3+3+3 usw., sondern jedes Jahr „nur“ 3 Punkte, richtig?

anteater
Leser

Für 400.000 kann man den Kader dann gleich auf mehreren Positionen gezielt verstärken. Herr Gorenzel, ich höre Sie nicht.