Keine 24 Stunden vor dem Spiel entscheidet die Stadt München, dass zum Spiel des TSV 1860 München gegen den VfB Lübeck keine Zuschauer zugelassen werden dürfen. Eine unfassbare Posse der Stadt München – ein Kommentar.

Geht es um Maßnahmen im Hinblick auf die Eindämmung der Pandemie, ist vor allem eines wichtig: Die Politiker müssen die Bevölkerung nicht nur sensibilisieren, sie müssen auch das Vertrauen gewinnen. Maßnahmen müssen nachvollziehbar sein und es sollte klare verbindliche Regeln geben. Dass die Stadt München das kommende Spiel auf 1.500 Zuschauer beschränkt hat, mag man noch verstehen. Es war mit 3 Tagen noch genügend Vorlaufzeit. Nun hat man die Zuschauer gänzlich verboten. Warum? Weil der Inzidenz-Wert wieder gestiegen ist. Was im Übrigen bereits am Mittwoch zu erwarten war. Den Stichtag, den man sich als Frist wohl offiziell gesetzt hat. Also drei Tage vor der Veranstaltung. Nun hat man es doch noch gekippt. Die Stadt München ist inkonsequent. Und bricht ihre eigenen Regeln.

Im kleinen Kreis hat man es entschieden. Wer dazu gehört, ist nicht bekannt. Auch die 3. Bürgermeisterin Verena Dietl hat davon erst nach der Entscheidung erfahren, wie sie dem Löwenmagazin bestätigt.

Man kann darüber diskutieren, ob man überhaupt aktuell Fans zulassen kann oder eben nicht. Ob man die Zuschauerzahlen komplett verbieten soll, sie einschränken oder zulassen soll. Aber es müssen klare Regeln herrschen. Transparente Entscheidungen. Die Stadt München hat ihren Umgang mit Corona zu einer Posse gemacht. Es sieht nicht so aus, als würde man wirklich rational entscheiden. Das Vertrauen der Bürger gewinnt man so in jedem Fall nicht. Viele Fans, die eigentlich im Stadion gewesen wären, werden sich nun wohl beim Public Viewing treffen. Vor allem bei privaten Veranstaltungen gibt es deutlich weniger Regeln im Hinblick auf Corona. Ob das besser ist? Ich weiß nicht.

Die schwankende Politik ist vor allem Wind auf den Mühlen der Verschwörungstheoretiker. Das regt mich am Meisten auf. Weil es gefährlich ist. Und weil auch in meinem Umfeld immer mehr Leute die Entscheidungen in Frage stellen.

Ich in jedem Fall bin coronamüde. Und das liegt nicht an den Maßnahmen, die ich persönlich für wichtig halte. Sondern an dem Hickhack drumherum.

Alternativ bieten wir Euch unseren Geisterspiel – FanTicker an. Den findet Ihr unter https://loewenmagazin.de/fanticker-tsv-1960-muenchen-vs-vfb-luebeck/

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
3.4 5 votes
Article Rating
46 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments

Francis Underwood
Gast
Francis Underwood (@guest_51281)
15 Tage her

Eine solche Ausnahmesituation wie diese Pandemie kann nun mal nicht nach „Schema F“ ablaufen. Daher gibt es, zumindest von außen betrachtet, kaum einheitliche Regelungen. Wobei ich der Meinung bin, dass die Regelungen doch relativ klar und eindeutig sind:
Steigen die Fallzahlen, verschärfen sich die Maßnahmen. Mal ganz vereinfacht gesagt. Und wer wirklich fest davon ausging, dass das Spiel sicher vor Zuschauern stattfinden wird, ist meiner Meinung nach leicht naiv gewesen. Und das ist jetzt überhaupt nicht böse oder hämisch gemeint.
Und dass die 3.(!!) Bürgermeisterin nicht miteinbezogen wurde oder vorab informiert wurde, ist völlig normal und vor allem auch richtig (richtet sich nicht gegen Frau Dietl, aber so läuft nun mal Kommunalpolitik)
Lieber Arik, auch ich bin mittlerweile irgendwie „coronamüde“ um nicht zu sagen, dass ich zur Zeit richtig angepisst bin.. Es frustriert nur noch..
Ich verstehe Deine Sichtweise, kann sie aber nicht teilen.
Der Stadt würde ich hier überhaupt keinen Vorwurf machen.
Kopf hoch an alle, die ähnlich genervt oder müde sind…

Francis Underwood
Leser
Francis Underwood (@francis-underwood)
15 Tage her
Reply to  ArikSteen

Schon, deswegen wird sie es sicherlich relativ zeitnah erfahren haben. Aber diese Entscheidung trifft nunmal das Gesundheitsamt in Absprache mit dem OB..

nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  ArikSteen

Jede Kommune hat einen Hauptverwaltungsbeamten und der ist für solche Entscheidungen zuständig.

Francis Underwood
Leser
Francis Underwood (@francis-underwood)
15 Tage her
Reply to  ArikSteen

Der war nicht schlecht.. 😉
Diese Art von Teilen könnte ich machen, ja 🙂

Rolandoz
Leser
Rolandoz (@rolandoz)
15 Tage her

Wer sagt denn dass es eine „Ausnahmesituation“ und „Pandemie“ ist?
Ich bin kein Arzt, sondern Betriebswirt.
Aber ich kenne viele Ärzte oder Angestellte im medizinischen Bereich – und es gibt Fakten die in den Medien nie kommuniziert werden.
Ich bin kein Verschwörungstheoretiker – aber ich habe langsam echt Angst.
Diese total einseitige Berichterstattung – jeder der eine andere Meinung hat wird als verrückt erklärt.
Alles was die Medien sagen, wird brav geglaubt und für gut befunden.
Deshalb habe ich Angst: Vor einigen Jahren der Aufstieg der AfD und der damit verbundene Hass gegen Flüchtlinge – jetzt gehorsam das tun, glauben und verkünden was ein paar Meinungsmacher sagen.
Kommt mir langsam so vor, als hätte dieses Land nach zwei Diktaturen in den letzten 80 Jahren (Drittes Reich und DDR) nichts gelernt

nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Das klingt aber doch schon sehr nach Verschwörungstheorien.

Wenn es hier keine Demokratie gäbe, versuchten die Politik und die Verwaltungen nicht alles, um die Beschränkungen aufzuheben. Daher der Versuch möglichst zu den Spielen Zuschauer zuzulassen.

Da aber leider die zuständigen Behörden feststellten, dass auch Fußballfans zu den Unbelehrbaren gehören und auch diese zu den ansteigenden Infektionen beigetragen haben, musste eben mal wieder ein Gang zurück geschaltet werden. Seien Sie froh, nicht in Madrid zu wohnen, da dürften Sie zuhause bleiben.

Francis Underwood
Leser
Francis Underwood (@francis-underwood)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Wer das sagt? Die Fallzahlen, die nun mal Fakt sind. Heute, 7 Monate nach Ausbruch des Virus kann man sicher über seine Gefährlichkeit diskutieren und über die Frage, wie dramatisch eine schnelle oder gar unkontrollierte Ausbreitung hätte.
Aber doch nicht darüber, ob es eine Ausnahmesituation und/oder Pandemie ist!

Erzähl mir doch mal die Fakten, die die Medien verschweigen, würde mich wirklich interessieren

Rolandoz
Leser
Rolandoz (@rolandoz)
15 Tage her

Die Tests haben eine Fehlerquote von 1 bis 2 prozent – ähnlich wie ein Schwangerschaftstest.
Wenn man 1 Mio Männer einen Schwangerschaftstest machen lässt, sind auf einmal 10.000 Männer schwanger.
Selbst wenn man an Corona erkrankt, ist die Überlebenschance bei 99,6%.
Einzig entscheidendes Kriterium sind nicht die Infektionszahlen, sondern die Todesfallzahlen.
Und da gilt es zu beachten wer AN und nicht MIT Corona stirbt.
Wenn einer Krebs im Endstadium hat, und die Ärzte ihm vor einem halben Jahr max noch 12 Monate gegeben haben und er stirbt jetzt weil sein geschwächtes Immunsystem mit dem Corona-Virus nicht klar kommt, ist der offiziell AN Corona gestorben – obwohl er ohnehin zeitnahm an Krebs gestorben wäre.
Dem hätte auch eine Grippe den Rest gegeben.
Wahrer Fall, den mir der Chefarzt eines Klinikums erzählt hat.
Für einen gesunden Menschen ist Corona nicht gefährlicher als eine Grippe – das ist meine Meinung
Ich möchte die Welt nur bitten, nicht jubelnd und gehorsam zuzuschauen wir hier wieder ein Polizei- und Überwachungsstaat aufgebaut wird
Das war in den letzten 80 Jahren in diesem Land schon wenig erfolgreich

Francis Underwood
Leser
Francis Underwood (@francis-underwood)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Über die Gefährlichkeit des Virus sollte man nach guten 7 Monaten tatsächlich sprechen und dies neu bewerten. Die Schwierigkeit hier ist nur, dass in vielen viele anderen Ländern in der EU die Zahl der verstorbenen eben schon relativ hoch sind (im Vergleich zu Deutschland). Daher auch diese Vorsicht bzw empfundene Panik..

Und kein Mensch baut hier einen Polizei oder Überwachungsstaat auf, so ein Blödsinn!! Wir haben die gleichen Maßnahmen wie andere Länder auch!

löwengraetscherR
Gast
löwengraetscherR (@guest_51302)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Zur „Fehlerquote“ der Tests. Aufgrund von Erfahrungsberichten in Labors ist die tatsächliche „Fehlerquote“ wohl deutlich niedriger als die geschätzte.

Da „positive“ Tests nochmal überprüft werden, wäre selbst bei einer Fehlerquote von 1% am Ende nur 1% × 1% fehlerhaft. Das sind 1 von 10.000.
In deinem Schwangerschaftsbeispiel dann 100 statt deren 10.000.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Doch nur Verschwörungstheorien:

Wo besteht hier die Gefahr, dass ein Polizei- und Überwachungsstaat entsteht. Wenn dem so wäre, hätte man Sie längst in Stadelheim eingeliefert.

Was hier seit Tagen bekannt ist: Junger und gesunder Lehrer liegt mit Corona auf der Intensivstation. Überlebenschance eins zu drei. Ob der sich damit zufrieden gibt, dass Corona nicht schlimmer als eine Grippe sei.

Und dann immer wieder die Fake News, viele Menschen stürben wegen Corona, weil sie akut an Vorerkrankungen litten. Wenn Sie häufiger dem RKI lauschten, wüssten Sie, dass ca. 90 % der an Corona Verstorbenen eben an und nicht mit Corona verstorben sind. Und viele der 90 % hatten eben eine Einstellung wie Sie vertreten, ich bin gesund, jung und habe ein gutes Immunsystem. Irrglaube!

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
15 Tage her

„Schema F“, so ein Schmarrn. Die Stadt München wird doch wohl in der Lage sein, ihre Entscheidungsgrubdlagen zu beschließen, an die Beteiligten zu kommunizieren und sich dann an ihre selbst aufgestellten Regeln zu halten. Du tust hier so als ob Corona erst seit vorgestern da wäre. Ist es aber nicht.

Inkompetent sans hoid. Selbstherrliche Provinzfürsten und Bürokraten.

Francis Underwood
Leser
Francis Underwood (@francis-underwood)
15 Tage her
Reply to  _Flin_

Nur kann man eben in einer solchen Situation keine zu 100% feste, sich nicht ändernde, Regeln festlegen. Es muss laufend an die sich ständig ändernde Situation angepasst werden.
Deine Meinung zur Politik bzw zu den Entscheidungsträgern ist schon mehr als traurig

Rolandoz
Leser
Rolandoz (@rolandoz)
15 Tage her

Langsam ist das ein Witz – vor allem weil Fussballspiele nicht das Problem bei Corona sind.
Die Fans wissen, dass sie unter Beobachtung stehen und das es Sanktionen (Fanverbot) haben wird, wenn sie sich nicht an die Regeln (Maske, Zugewiesener Platz,…) halten.

Das Problem bei Corona ist das Privatleben das nicht kontrolliert werden kann (z. B. Parties).
Wenn in einen 15.000-Mann-Stadion keine 1500 Leute (auf festen Plätzen mit Mundschutz) sein dürfen, egal wie hoch dieser Inzidenz-Wert ist, dann muss man konsequent sein und beispielsweise auch die U-Bahn dicht machen. Wenn Geisterspiele richtig sind, ist U-Bahn-Verkehr absolut verantwortungslos.
Und der ÖPNV ist jetzt nur ein Beispiel – wenn man alles mit dem „Fussball-Maßstab“ messen würde, wäre alles auf dieser welt verboten

Ich verstehe auch die Argumentation „bis ein Impfstoff kommt“ nicht
1. Wenn er auf dem Markt ist hilft er wohl nicht mehr, weil das Virus schon in die nächste Generation mutiert ist (wie bei Grippe-Impfung)
2. Wenn der Impfstoff da ist, ist alles wieder gut? Darf dann jeder ins Stadion? Auch Leute wie ich mit Dauerkarte die sich nie impfen lassen werden.
Und zwingen kann mich dieser Staat nicht – wir haben ja offiziell noch einen demokratischen Rechtsstaat

Last edited 15 Tage her by Rolandoz
nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Sie scheinen keine Fußballspiele im TV gesehen zu haben. Angefangen von der „Führungselite“ des FCB, Ausflüge von 60- und FCK-Fans zu Auswärtsspielen, die Ultras von H96, die meinten mit der Mannschaft feiern zu müssen. Und nicht zu vergessen Union Berlin. Das ist doch alles Unvernunft in Vollendung gewesen.

Und was läuft ab nach den Fußballspielen? Da rotten sich hunderte Fans zusammen und machen Party.

Fahrten mit dem ÖPNV (hoffentlich mit FFP2-Masken) sollten unerlässlich sein, weil es Fahrten zum Arbeitsort oder zum Arzt sind. Fußballspiele sind etwas wunderschönes, aber im Prinzip unnötig. Die schönste Nebensache der Welt. Daher sind Zuschauerverbote als erste Corona-Maßnahme angemessen.

Rolandoz
Leser
Rolandoz (@rolandoz)
15 Tage her
Reply to  nofan

Arbeit ist dann auch zu gefährlich
Einfach alle zuhause für 2 jahre in ihren Wohnungen oder Häusern einmauern

nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  Rolandoz

Wieder nur eine Verschwörungstheorie:

Deshalb gibt es für Einige auch Homeoffice, Andere achten penibel auf den Mindestabstand im Büro oder tragen Schutzmaske. Und Andere lüften regelmäßig. Unter solchen Umständen könnten 20.000 Tagesinfektionen vermieden werden.

Wer aber alles nur infrage stellen will, weil er fürchtet, er müsse ein wenig Disziplin üben, der möchte eben, dass unsere Demokratie zu einem Polizei- und Überwachungsstaat wird.

alleman
Leser
alleman (@sechzger)
16 Tage her

Ich bin immer noch nicht coronamüde, da ich da als gefährlich ansehen würde.
Doch wenn ich das Gezettere der Stadt mitbekomme, kann ich verstehen, dass die Menschen coronamüde werden.
Da freut man sich, dass man unter den 3000 ist und dann sind es nur noch 1500. Es wird dann gestern von der Stadt gesagt, als die aktuelle Tagesinsidenz auch schon über 35 lag, dass diese 1500 auf jeden Fall ins Stdion dürfen. Heute zu den Glücklichen, die ausglost wurden. Zwei Stunden später kommt das Aus. Ich bin sowas von enttäuscht, doch nicht coronamüde

gero1860
Leser
gero1860 (@gero1860)
16 Tage her

Ich hatte auch eine Karte und jetzt aus und vorbei,da wird dieses Jahr nichts mehr gehen !Obwohl ich gut vorbereitet war (Bild)

DSC04796.JPG
jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
16 Tage her
Reply to  gero1860

Wow… cool
Will ich auch haben:-)

blau91
blau91 (@blau91)
15 Tage her
Reply to  jürgen

Lag bei mir heute auch im Briefkasten😊

gero1860
Leser
gero1860 (@gero1860)
15 Tage her
Reply to  blau91

Wie kommts ? ist den Heute schon Weihnachten👰

blau91
blau91 (@blau91)
15 Tage her
Reply to  gero1860

Ach, wenn es darum geht, dass man sich auf den Tag freut, dass man sich freut nette Menschen um sich zu haben, nette Gespräche führen kann, dass man weiß jemand denkt an dich, dann ist für mich jeder Tag Weihnachten. 😊
Frag jetzt nicht, was ich geraucht habe.😉

gero1860
Leser
gero1860 (@gero1860)
15 Tage her
Reply to  blau91

Dachte Weihnachten fällt aus wegen Corona  :wpds_shock: 

Löwin
Leser
Löwin (@lini)
12 Tage her
Reply to  gero1860

Ich wollte mal fragen gibt es den Mundschutz auch zu kaufen.
Einfach super 🍀🤗
Würde auch gerne einen haben, bitte.

💙🦁💙

Bertl66
Leser
Bertl66 (@bertl66)
16 Tage her

Wir haben heute um 10:26 unsere 4 Online Karten für das Lübeck Spiel bekommen, und nun das ……wir sind stinkesauer auf die Stadt 😡

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
16 Tage her

„Die Stadt München ist inkonsequent. Und bricht ihre eigenen Regeln.“ Würden die Regeln seitens der Bevölkerung nicht laufend missachtet, müsste sich die Stadt München diesen Vorwurf erst gar nicht ausgesetzt sehen.

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
16 Tage her
Reply to  ArikSteen

Auch Politikerinnen und Politiker sind Bürgerinnen und Bürger – und das Eine bedingt sehr wohl das Andere. Du zielst da vielleicht nicht auf die Falschen, aber es widerstrebt mir auf „die da oben“ zu zeigen, während „wir“ uns nicht im Spiegel betrachten.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  ArikSteen

Immer noch nicht verstanden?

Die Stadt hat alles versucht, Spiele mit Zuschauerbeteiligung abzuhalten. Erst als die Neuinfektionen hochgeschnellt sind, musste die Notbremse gezogen werden. Das war doch eindeutig eine klare Linie.

Warum dann auf Politiker schimpfen? Das führt doch nur zu Staatsverdrossenheit.

Man muss doch klar erkennen, dass Bürgerinnen und Bürger immer noch meinen, sie könnten für sich Ausnahmen erfinden, die dann zu Ansteckungen führen. Gemeckert werden müsste über jene, der sich verantwortungslos verhalten. Dazu zählen auch die, die nichts sagen, wenn die AHA-Vorgaben missachtet werden.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
16 Tage her
Reply to  Siggi

Also entschuldige, es ist doch wohl nicht die Verantwortung der Bürger, wenn die Stadt München weder in der Lage ist, klare Regeln aufzustellen, noch diese zu kommunizieren.

Da wird erst aus „20% bis 35 Inzidenz“ ein „10% weil nahe an 35“. Dann wird rumgeblökt, dass das doch 3 Tage vorher wäreund genug Zeit ist. Dann wird die Entscheidung widerrufen, wegen über 35 Inzidenz, aber nicht drei Tage vorher, sondern einen Tag vorher.

Wenn mir einer im Beruf so käme, wäre „unprofessionell“ noch das netteste, was ich dem sagen würde.

Der Bürger war bei dieser Scharade in keinster Weise beteiligt. Sondern 100% Kommunikationsinkompetenz der Behörden der Stadt München, gepaart mit Planlosigkeit.

Grenzwert festlegen. Prozentsatz festlegen. Stichtag für Inzidenzwert festlegen. An alle Beteiligten kommunizieren.
So geht das.

Alles andere ist provinzielles Rumgeeiere, Entscheidungsschwäche und Planlosigkeit.

Aymen1860
Leser
Aymen1860 (@aymen1860)
16 Tage her

Man kann doch wenigstens Mal 3 Tage bei einem Beschluss bleiben. Bei der Rûcknahme von Beschränkungen wird auch nicht tagesgenau auf die Inzidenz geschaut.
Mich persönlich trifft es nicht, muss morgen sowieso arbeiten, schade für die Wenigen die für morgen ein Ticket ergattert hatten.

TSV1328
Leser
TSV1328 (@tsv1328)
16 Tage her

Ein sehr guter Kommentar. Die Politik schafft es nicht, die Menschen mitzunehmen. Es war schön leicht, den Lockdown mit Todeszahlen zu verkaufen. Der Weg heraus aus den Beschränkungen stellt die Politik offenbar vor große Schwierigkeiten. Das ist die eigentlich erschreckende Erkenntnis.

vinzv
Leser
vinzv (@vinzv)
16 Tage her
Reply to  TSV1328

So lange es keinen Impfstoff gibt ist es halt auch noch kein Weg heraus, sondern ein Versuch…
a) die Maßnahmen zu lockern
b) die Zahlen nicht durch Decke gehen zu lassen
c) einen weiteren Lockdown zu vermeiden.

Zufrieden, wie das in diesem speziellen Fall gehandhabt wurde, bin ich natürlich auch nicht.

TSV1328
Leser
TSV1328 (@tsv1328)
16 Tage her
Reply to  vinzv

Das Virus wird bleiben, auch mit Impfstoff. Eine weitere Position in der Liste mit AIDS, Krebs, Grippe. Und weitere werden folgen. Trotzdem muss es einen Plan geben, wie es geordnet weitergeht. Diesen Plan kann ich nicht erkennen.

Loewen1860
Leser
Loewen1860 (@loewen1860)
16 Tage her

Ich war ja jetz – zunächst – einer der glücklichen unter 3.000, die zunächst aufgrund der Rudelbildung zugelassen waren. Da hatte ich mich super gefreut. Endlich wieder ein Spiel live zu sehen. Danach ließ man ja nur noch die Hälfte zu auch hier hatte mein Rudel Glück. Die Karten hat unser Rudelführer ausgedruckt und wir hatten schon die genaue Örtlichkeit und wann wir uns treffen vereinbart. Richtige Vorfreude kam auf.
Für mich ist jetz zwar keine Welt zusammengebrochen – aber dieses Hickhack nervt. Seitens des Vereins aber auch Seitens der Stadt. Sicher – es ist aufgrund der Zahlen verständlich – aber man hätte es anders kommunizieren und organisieren können.
Ich bin jetz nur gespannt, ob denn die ersten 1.500 auch diejenigen sind, die dann wirklich beim 1. Spiel mit Zuschauern ins Stadion dürfen, oder ob es dann wieder so abläuft mit neuer Rudelbildung, anmelden, hinhalten, halbieren, absagen usw…

….und ob ich dann beim nächsten Spiel auch Zeit / Lust hab und was ist, wenn ich dann absage… Da bin ich echt gespannt wie das gehandhabt wird.

Trotzdem ELIL
mit oder ohne / de kenna jetz glaub i a nix dafür

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
16 Tage her

Wenn man die Frage stellt, wie lange das noch gehen soll, also mit Maske, Abstand, keine Veranstaltungen mit Zuschauern und alles nur noch im eingeschränkten Modus, dann hört man: bis ein Impfstoff vorhanden ist. Dann stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis man einen entsprechenden Impfstoff findet. Antworten sind von „Ende des Jahres“ bis „Mitte nächsten Jahres“. Keiner weiß es. Schaut man sich AIDS an … da gibt es 40 Jahre später immer noch keinen. Oder gegen Krebs oder andere tödliche Krankheiten, die so auf der Welt sind.

Wie lange das die Wirtschaft durchhalten kann, ist die zweiten Frage. Clubs, Bars, Discos oder der Fremdenverkehr. Gerade in Bayern mit einem in meinen Augen zeitweilig übervorsichtigen Möchte-Gern-Kanzler. Bei allem Respekt vor dieser Entscheidung, die man auch durchaus verstehen kann, aber das wird nicht mehr lange gut gehen können. Irgendwann wollen die Menschen trotz allen Risikos wieder Leben. Das geht in dem einen Bundesland besser als in einem anderen, was die ganze Sache noch komplizierter macht. Oder von Staat zu Staat.

Das man „Corona-Müde“ wird, verständlich. Das ganze Hin und Her, dass die Politik zusammen mit Wissenschaftlern veranstalten nervt langsam aber sicher immer mehr Menschen. Geht irgendwie auch „ins Blaue“ hinein, was man da macht. Natürlich ist deses Virus nicht ungefährlich, aber es wird immer schwerer werden, über 80 Mio. Menschen in diesem Land einzugrenzen.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
16 Tage her

Die Entscheidungen der Stadt München kann man auch gänzlich anders bewerten. Man hat versucht, dem TSV ein Spiel mit Zuschauern wenn irgend möglich zu ermöglichen. Nunmehr ist aber abzusehen, dass die Pandemiezahlen wieder explodieren. Was bleibt da anders übrig, als die Zuschauer wieder auszuschließen.

Solange alle meinen, sie könnten für sich Ausnahmen in Anspruch nehmen, solange werden die Zahlen wieder steigern. Am unerträglichsten fand ich es, dass hier der Ausflug einer Ultragruppe nach Zwickau heroisiert wurde. Für mich total unverständlich. Das war doch nichts anderes als bodenloser Leichtsinn. Und wie kann man dem auch noch den Glorienschein umzuhängen? So wird doch noch der Leichtsinn gefördert.

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
16 Tage her

„Ich in jedem Fall bin coronamüde.“
Da sagst du was… das bin ich auch und wohl die Meisten von uns. Man merkt es auch an den gereizten Diskussionen rund um das Thema. Man konnte/kann besser damit umgehen, wenn man wusste/weiß – es geht nicht und Schluss. Dieses Hin und Her zermürbt die Leute. Und das gilt nicht nur für Fußball.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
16 Tage her
Reply to  Tami Tes

Dieses Hin und Her dient doch nur einem, möglichst die Beschränkungen aufzuheben, sobald es möglich ist. Wenn das auf Unverständnis stößt, muss die Verwaltung viel stringenter auf Beschränkungen setzen. Wollen wir das wirklich?

vinzv
Leser
vinzv (@vinzv)
16 Tage her
Reply to  nofan

Auch wenn’s paradox klingt: Ich fände es persönlich leichter mit stringenteren Beschränkungen. Einfach weil diese ständigen Hoffnungsschimmer und die folgenden Enttäuschungen weg sind.

Und natürlich auch, wie schon im Artikel erwähnt:

Die schwankende Politik ist vor allem Wind auf den Mühlen der Verschwörungstheoretiker. Das regt mich am Meisten auf. Weil es gefährlich ist. Und weil auch in meinem Umfeld immer mehr Leute die Entscheidungen in Frage stellen.

Nur um das nochmal hervorzuheben und zu unterstreichen.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
15 Tage her
Reply to  ArikSteen

Dass Fans gerne ins Stadion gehen, kann bei ein wenig Empathie nachvollzogen werden.

Dass die Stadtverwaltung gerade den Fans mit ihrer stringenten Verhalten den Stadionbesuch ermöglichen wollte, scheint den Meckerern nicht einzuleuchten.

Man kann dem OB Reiter nur empfehlen, strickt die Vorgaben umzusetzen, damit 1860-Fans nicht zu bejubelten Ausflügen zu Auswärtsspielen aufbrechen können.