Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik ist weit weg vom TSV 1860 München. Zumindest räumlich gesehen. Entweder in den Emiraten, in Jordanien oder in den USA. Das letzte wirkliche Interview gab er im November 2019 dem Bayerischen Rundfunk. Vermutlich war es auch sein letzter Besuch in Deutschland. Bei den Löwen selbst schaute er nicht vorbei. Stattdessen lud er einige Protagonisten aus dem Umfeld ein. Vertreter der Fanorganisation ARGE und Vertreter des Team Profifussball. Zu einer kritischen Auseinandersetzung im Hinblick auf seine Rolle beim TSV kam es dabei wohl vermutlich eher weniger. Die wäre jedoch durchaus auch in seinem Sinne. Denn seit seinem letzten Besuch in Deutschland gab es zwar keine Rassismusvorwürfe gegen Verantwortliche des Vereins und auch sonst mäßigte sich der Ton. Mit Ismaik sind jedoch weiterhin viele Mißverständnisse verbunden. Liegt es an einer falschen Beratung? Daran, dass er schlecht informiert wird? Wir haben einige Mißverständnisse aufgelistet.

Viele Facebook-Likes sind sinnvoll

In 60 Tagen um die Welt. Oder besser: in 60 Tagen viele, viele Likes aus der ganzen Welt. Aus Indien, Afrika oder Südamerika. Den TSV 1860 München hat Ismaik mit seinem Account „Ismaik1860“ schon lange überholt. In zwei Monaten steigerte sich die Anzahl der Likes von 15.303 auf satte 278.591. In der Dritten Liga gibt es keinen vergleichbaren account mit einer auch nur annähernd solchen Größe. Weder von einem Traditionsverein, noch von irgendeinem Gesellschafter oder sonst einem Protagonisten der Dritten Liga.

Sinn macht das nicht. Der account wurde massiv verwässert. „Wir wollen damit noch mehr Fans für 1860 generieren“, begründet HAM International den Kauf von Likes. Bei dieser Marketingaktion ist Ismaik definitiv falsch beraten.

Fans wollen nicht in die Bundesliga

„… ich hatte eigentlich nur eines im Kopf: Diesen Verein wieder dorthin zu führen, wo er eigentlich hingehört – in die Bundesliga! Noch immer gehört 1860 zu den Top 20 in der ewigen Bundesliga-Rangliste. Deswegen kann ich nicht verstehen, warum die Fans nicht die Sehnsucht haben, irgendwann wieder in die Erste Liga zurückzukehren“, meint Ismaik gegenüber der Passauer Neuen Presse. Wer erzählt ihm, dass die Fans nicht in die Erste Liga zurück wollen? Jeder Fan möchte den maximalen Erfolg mit seiner Mannschaft. Aber eine große Anzahl an Löwen möchte es eben nicht übers Knie brechen. Und das ist angesichts der Vergangenheit mehr als verständlich.

Wer auf der Seite von Ismaik ist, steht also für Erfolg und die Rückkehr in die Bundesliga. So mag man die Botschaft verstehen. Hilfreich ist dies für das Image von Ismaik jedenfalls nicht. Ein Missverständnis, das vor allem auch das Lagerdenken befeuert. Dass der TSV 1860 München bereits aus den Top 20 der ewigen Bundesligatabelle rausgerutscht ist, sei nur am Rande erwähnt.

Die Marke 1860 wird nicht gepflegt und aufpoliert

Hasan Ismaik ist der Meinung, dass der Verein endlich zukunftsfähig aufgestellt werden muss und man neben dem sportlichen Erfolg, den Klub auch in schwarze Zahlen bringen muss. 1860 sei eine große Marke, die nicht gepflegt und aufpoliert wird. In der realistischen Wahrnehmung von Außenstehenden sind die Löwen jedoch vor allem eines: ein Chaosverein. Mit einem launischen, teils unberechenbaren Investor. Zumindest kommt das so rüber. Dessen Merchandising GmbH auch mal gerne ein illegales Glücksspiel startet. Soll das dem Image der Löwen helfen? Ziel des Präsidiums und auch der KGaA ist natürlich, irgendwann einmal schwarze Zahlen zu schreiben. Aber man darf nicht vergessen, dass vor allem aufgrund von Entscheidungen Ismaiks, die Löwen einen enormen Schuldenberg aufgehäuft haben. Schwarze Zahlen? Gute Idee. Aber das funktioniert eben nicht durch weitere Luftschlösser und vor allem nicht durch noch mehr Schulden.

Der Fall von 50+1 wäre ein Wettbewerbsvorteil

50+1 ist ein schwieriges Thema. Niemand kann wirklich voraussagen, was beim Fall dieser Regelung passiert. Ob es jedoch ein großer Wettbewerbsvorteil wäre? Ismaik ist ein großer Bewunderer von Scheich Mansour und dessen Engagement bei Manchester City. Dort gibt es keine 50+1-Regel. Doch auch in England kann man nicht machen, was man möchte. Die UEFA hat den Klub für die kommenden beiden Spielzeiten aus dem Europapokal ausgeschlossen. Wegen jahrelanger Verstößen gegen das Financial Play. Auch wenn in Deutschland die 50+1-Regel fällt, gelten in Europa nun mal andere Regeln als in arabischen Ländern.

Als Stadionbesitzer kann man alle Wünsche umsetzen

Wo wir bei einem weiteren Punkt sind. Verstehe ich mich in arabischen Ländern mit den Machthabern gut und habe ausreichend finanzielle Mittel, dann stehen mir viele Türen offen. Ismaik hat in seinem Leben viele Grundstücke und Immobilien gekauft und die meisten auch wieder verkauft. Seine damaligen Kontakte zu den Machthabern in den Emiraten sind bekannt. Warum ist das mit dem Grünwalder Stadion nicht so einfach möglich? „Ich habe mich immer fürs Grünwalder Stadion stark gemacht, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Stadt uns das Stadion überlässt und wir es nach unseren Wünschen umbauen können“, meint Ismaik. Selbst wenn die Stadt das Grundstück oder das Stadion tatsächlich verkauft hätte, an den Auflagen und Bestimmungen hätte sich herzlich wenig geändert. Einfach mal so auf 30.000 Zuschauer aufstocken, das ist einfach in Deutschland nicht drin. Egal, ob dir Grundstück und Stadion gehören oder nicht.

Ismaik lässt die Fans im Irrglauben, auf Giesings Höhen wäre alles möglich. Vorausgesetzt ihm gehöre das Stadion. Dann könnte er alle Wünsche umsetzen. Das ist jedoch in keinster Weise der Fall. Würde Ismaik dort ein Einkaufszentrum bauen wollen, hätte er wahrscheinlich größere Chancen. Man sollte also dankbar sein, dass sich die Stadt kooperativ zeigt und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat.

1860 wird mit den aktuellen Stadionplänen niemals gesunden

Die Stadt zeigt Bereitschaft das Stadion auszubauen. Etwas über 18.000 Zuschauer sollen Platz im Stadion finden. Dass die Entscheidungsträger des Vereins sich darauf überhaupt einlassen, versteht Ismaik nicht. Seine Behauptung: „1860 wird auf diesem Weg niemals gesunden!“ Dabei ist zu beachten, dass der TSV hier überhaupt gar nicht in einer Position ist, groß zu verhandeln. Es gibt schlichtweg nur sehr bedingt Alternativen. Eine große Stadionlösung mit Löwenzoo, Hotels und Einkaufszentrum, wie sie Ismaik einst vorgeschlagen hat, wurde von der Stadt angehört. In der Zwischenzeit hat man diese Pläne ad acta gelegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in Zukunft hierfür ein Grundstück zur Verfügung stellt, ist sehr sehr gering.

Dritter Gesellschafter soll 10 bis 20 Millionen Euro investieren

Es gibt diverse Unternehmen und Privatleute, die gerne als dritter Gesellschafter einsteigen möchten. Auch Hauptsponsor „die Bayerische“ brachte sich dabei ins Gespräch. Hasan Ismaik ist grundsätzlich dafür. Die Türe macht er jedoch nur einen kleinen Spalt auf. Denn er hat durchaus eine sehr relevante Forderung. Ein kleines Konsortium möchte er nicht, sondern einen zuverlässigen und großen Partner. Der soll sofort 10 bis 20 Millionen Euro investieren. HAM International zahlte im Jahr 2011 für 60 Prozent am Zweitligisten TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA genau 13 Millionen Euro. Nun soll in der aktuellen Lage ein dritter Gesellschafter, für deutlich weniger Anteile, genauso viel oder sogar mehr zahlen? Unwahrscheinlich.

Fazit

Mag sein, dass die Kommunikation zwischen den beiden Gesellschaftern, dem TSV München von 1860 e.V. und HAM International nicht die Beste ist. Aber der Grund, warum man keinen Schritt vorwärts kommt ist, dass man mit unsachlicher Kritik, ohne wirkliche Gegenargumente und mit puren Luftschlössern seitens des Investors nicht gesunden kann, weder sportlich noch finanziell.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Alexander Schlegel
Leser

Ach, diskutiert ihr wieder über den 1002. Aufguss des jordanischen Märchenerzählers? Hat der Gute wieder unter der hiesigen Journaille ein Käsblattl nebst Praktikanten gefunden, wo er seine merkwürdigen Geschichten „EXKLUUUSIIIV“ und garantiert unwidersprochen erzählen darf?

Ich lese da inzwischen lieber das Original aus 1001. Nacht, da unterscheiden sich wenigstens die Märchen voneinander und sind geistreich. Bei unserer vollbärtigen Scheherazade fallen mir spätestens nach 30 Sekunden angesichts des immer gleichen Sermons die Augen zu …

Flotschi1860
Gast
Flotschi1860

Hallo zusammen,
ich kapier die ganze Scherz und weiß Malerei nicht mehr.
Ganz egal ob hier oder auf einen anderen Blog.
Hier ist sehr viel pro Präsidium und auf dem anderen blog alles nur für HI.
ich denke die Wahrheit liegt wie immer dazwischen.
Indem Interview in der Sport Bild behaupte Ismaik das er nicht schuld war am Abstieg in die 4. Liga und das Präsidium dies auch bestätigt hätte ( ich weiß nicht ob das so ist aber ein Dementi hab’s auch keines )
Es wird sich beschwert das er nicht zum Präsidium geht wenn er in München ist.
Andere Frage war denn das Präsidium schon mal in Abu Dhabi?
Ich hab Herrn Reisinger eine email geschrieben auf meine 2 te Mail kam dann er wird mir nicht mehr antworten da es aus seiner Sicht keinen Sinn macht mit mir zu schreiben und ich ein komisches Weltbild habe.
Das ist souverän.
Aber ich denke alle beteiligten haben Riesen Fehler gemacht und wenn keiner von seinem hohen Ross steigt wird das im Leben nichts mehr mit unserem Verein.
Also irgendeinen Schlichter einladen beide Parteien an einen Tisch von mir auch auf eine Insel und erst wieder weglassen wenn ein gemeinsamer Nenner gefunden wurde.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Flotschi1860

Ihr Vorschlag hört sich gut an: „Also irgendeinen Schlichter einladen beide Parteien an einen Tisch“ Gleichzeitig haben Sie eine Voraussetzung für einen wie auch immer gearteten Kompromiss genannt: „Aber ich denke alle beteiligten haben Riesen Fehler gemacht und wenn keiner von seinem hohen Ross steigt“ Jetzt müssten Sie werter Flotschi nur noch einen Weg finden, wie Narzissten zu der Erkenntnis gelangen könnten, dass sie Riesenfehler gemacht haben.

Als es um das Missmanagement der Saison 2016/17 und die Frage von Fehlern ging, kam von Ismaik die Antwort, er habe die falschen Berater gehabt. So verschickt man Verantwortung.

Aber das ist nicht des Pudels Kern. Ismaik möchte Alleinherrscher bei der KGaA werden und der e.V. will und muss die 50+1-Regelung umgesetzt sehen. Das sind zwei nicht miteinander zu verbindende Zielsetzungen. Gespräche auf Augenhöhe sind unter diesen Gegebenheiten undenkbar.

Hinzu kommen noch die interkulturellen Gegensätze. Deshalb ist es auch für das Präsidium nicht ratsam um Audienz in Dubai (Sitz von HAM) nachzusuchen. Das würde bereits als Unterwerfung angesehen (Man begibt sich an den Hof des Herrschers) und würde die Position des Verhandelns auf Augenhöhe unterminieren. Klingt banal ist aber leider so.

Alle Fans sollten zur Kenntnis nehmen, dass von Anbeginn an Ismaik und der e.V. immer gegensätzliche Vorstellungen von der Zusammenarbeit hatten und diese nicht lösbar sind, solange die 50+1-Regelung besteht und der Verein sich im Rahmen der DFB-Vorgaben bewegt. Solange die Beteiligung besteht, wird es zu Unstimmigkeiten kommen, die gerne von HI über ausgesuchte Medien zum Zwecke der „Erlangung der Macht“ befeuert werden. Damit muss man sich abfinden.

Aber in welchem Umfang beeinträchtigt das erratische Verhalten des Investors die KGaA-Entwicklung? Auf Arbeitsebene soll es vielfältige Kontakte mit den Vertretern des Investors geben. Beispielsweise wären die von HI gesponserten Spielerverpflichtungen nicht möglich gewesen, wenn nicht auf dieser Basis Konsens hätte hergestellt werden können. Insoweit sollte die Zuversicht bestehen, dass das aktuelle Präsidium alles unternimmt um vertretbare Lösungen zu erreichen.

3und6zger
Leser

Zum Thema 50+1 möchte ich noch anmerken, dass 2011 der Koop-Vertrag mindestens 2-mal von der DFL zurückgewiesen und wieder überarbeitet werden musste. Das Herr Isamik von den Regularien nichts wusste, erscheint mir völlig abwegig. Sie passem ihm nicht, sind aber trotzdem gültig. Und wie wichtig Regularien sind, hat sich ja in diesen Tagen in Manchester gezeigt. Wieviel mehr Beschiss würde versucht werden, wenn’s gar nichts gäbe.

Quelle: z.B.
https://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-1860-investor-ismaik-glauben-an-kooperation-1.1094943

3und6zger
Leser

Am Abstieg in die 4.Liga war sportlich die Mannschaft verantwortlich und alle die sie zusammengestellt haben. Und dann schaust Du dir mal die PK vom 22.11.2016 auf utub an und überlegst mal objektiv, wer in dieser Firma das Sagen haben könnte. Was mich am meisten stört, ist, dass Ismaik der ja spätestens seit der Meisterschaft in Pipinsried wieder mitmischen will, sich noch mit keinem Wort über sein Verennen in der Saison 16/17 geäußert hat. Jeder hat eine 2.Chance verdient, die Vorraussetzung für mich, darüber nachzudenken, ist wenigstens ein Mindestmaß an Einsicht und „Lessons learned“. Bei Sechzig ist aber wie immer alles 360° verdreht: Diejenigen, die den neuen Kurs nach dem Prinzip „Lessons learned“ fahren, werden als Totengräber von Sechzig beschimpft und als Verursacher des Doppelabstiegs verunglimpft von einem, der allen Grund hätte, mal Kreide zu fressen und Asche über sein Haupt zu streuen.
Und – ich bin nicht käuflich – mit Geld ist das nicht zu kompensieren.

anteater
Leser

Die Firma TSV 1860 sitzt in München, nicht in Timbuktu und auch nicht in Abu Dhabi. Es ist sowas von einer Nebelkerze anzubringen, dass ehrenamtliche Vereinsvertreter dorthin reisen sollen, das kann ich gar nicht in Worte fassen.

Bine1860
Leser

Wer Schuld ist am Abstieg, da muss man sich halt ein Bild machen, wer waren die Entscheider in der KGaA und wer war Präsident, wer hat 2016/2017 nahezu alleine bestimmen können, was gemacht wird. Ich hänge mal einen print screen an eines Kommentars von Stafan Markt, das fasst es schön zusammen.
Noch zur Info, Reisinger war damals stellv. Verwaltungsrat im EV und konnte bei Verträgen der KGaA nicht mitentscheiden.

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jürgen (@jr1860)
Leser

Danke Bine1860 für diesen Post.
Bin nicht bei FB
Die Datenkraken bekommen auch nichts von mir, wie Herr Power

#ohneHasan

tomandcherry
Leser

War ich zu Beginn der „Zusammenarbeit“ mit Herrn Ismaik noch heilfroh, dass er den „Patienten TSV 1860 München Profi-Fußball“ mit seinen Millionen-Spritzen aus der Intensivstation geholt und dem dahinsiechenden alten Mann eine Frischzellenkur verpasst hatte, bin ich Jahr für Jahr mehr enttäuscht worden.

Ich möchte gar nicht ihm alleine die Schuld an dieser stetigen Abwärtsspirale zuweisen, es waren sicherlich viele unterschiedliche Faktoren, die bis zum „Doppel-Abstieg“ geführt haben.

Allerdings bin ich mehr denn je der Meinung, dass Herr Ismaik sich von Anfang an viel zu wenig um ganz entscheidende Details („50+1“ z.B.) bei seinem Invest gekümmert hat.

Dass er scheinbar auch noch ein unglückliches Händchen bei der Auswahl seiner Berater bzw. Unterstützer hat(te), kommt erschwerend hinzu.

Zudem ist er nach meinem persönlichen Eindruck ein recht impulsiver Mensch, der sehr schwer mit Kritik an seiner Person und seinen Entscheidungen umgehen kann.

Weiterhin liefert er sich beinahe zwangsläufig dem Hohn und Spott ihm nicht wohlgesonnener Löwen-Fans aus, wenn er u.a. Facebook-„Freunde“ in der großen weiten Welt erkauft, die zu 99,9 % noch nie etwas vom TSV 1860 München gehört haben. Das ist so skurril, dass man eigentlich nicht glauben möchte, dass ein erwachsener Mensch solche Kindereien nötig hat.

Ich persönlich glaube mittlerweile, dass er sein in der Vergangenheit durchaus vorhandenes Interesse an der Profi-Fußballmannschaft des TSV 1860 München, fast vollkommen verloren hat. Er ist m.E. der Typ, der nur noch nicht offiziell aufgegeben hat, weil er einen Ansehensverlust speziell in seiner Herkunftsregion befürchtet. Deshalb zieht er das Ding nach wie vor durch, nicht ohne immer wieder die „Undankbarkeits- oder Rassimus-Karte“ auszuspielen.

Selbst bei wohlwollender Betrachtung seines finanziellen Engagements und der x Millionen, die er als Darlehen gegeben bzw. in sog. „Genuss-Scheine“ gewandelt hat, wird er mit 60 kein (monetäres) Glück mehr haben.

Das Tischtuch ist zerschnitten, wie es so treffend heißt. Und es wird sich wohl niemand mehr dazu bemüßigt fühlen, dieses Tischtuch wieder zusammenzuflicken.

Eine Trennung wäre sinnvoll, wird aber wohl nicht so schnell passieren.

Diese unglückliche Verbindung wird weiterbestehen, weil die eine Seite ihr Gesicht wahren und die andere keine weiteren Darlehen aufnehmen will.

Die unendliche Geschichte?

Ja, so kommt es mir jedenfalls vor.

One man Gang
Gast
One man Gang

Mit einem nutzlosen Präsidenten funktioniert es auch nicht typisch Homeboys an allem ist Ismaik Schuld . Schuld ist nur das Präsidium und die Homeboys nicht OG oder Ismaik

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

One man Gang

Sind Sie vielleicht db24 entsprungen? Möchten Sie den Weg zurück zu OG gewiesen bekommen?

Weiterhin alles Gute, verirren Sie sich doch bitte nicht in Ihren Narrativen bzw. Ideologien.

3und6zger
Leser

Der Präsident ist seit letzten Freitag der am längsten amtierende Löwen-Präse seit KHW. Und er macht einen guten Job, meiner Meinung nach. Das gefällt natürlich Ismaik nicht, ein Präsident mit Rückgrat, Stehvermögen und Riesenunterstütung bei den Mitgliedern, jedenfalls bei denen, die Sechzig interessiert und die zur Mitgliederversammlung gegangen sind.

jürgen (@jr1860)
Leser

Gratulation Robert Reisinger!
Weiter so!

Standhaft bleiben 👍🦁

sheiny
Leser

Deiner Ausdrucksweise nach zu urteilen bist höchstens 12 Jahre alt! Erwachsen scheinst du nicht zu sein wenn du deinen hohlen Käse für cool hältst.

anteater
Leser

Selber Heimjunge!

tomandcherry
Leser

@One man Gang

Super Kommentar, gratuliere „One man Gang“.

Eigentlich vollkommen sinnlos, darauf zu reagieren.

Wieso ich es trotzdem tue?

Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

3und6zger
Leser

Für einen seriösen Investor braucht’s auch noch ein paar andere Qualitäten. Ohne Verlässlichkeit, Vertrauen und Glaubwürdigkeit geht es auch nicht.
Die Verlässlichkeit blieb ja schon bald nach seinem Einstieg auf der Strecke. Regelmäßig kamen Zahlungen so spät, dass man meist nur Ladenhüter verpflichten konnte, die nix brachten und dann hat man oft im Winter noch „nachgelegt“, alles in allem eine verfehlte Verpflichtungspolitik.
Das Vertrauen ist auch bald auf der Strecke geblieben oder hat sich gar nicht gebildet. Beiderseitige Beleidigungen haben das nicht zugelassen. Wobei in den letzten zweieinhalb Jahren sachliche Kritik der Vereinsseite von der Investorenseite als Beleidigung aufgefasst wurden und diese wiederum ständig weit unter der Gürtellinie vom Leder gezogen hat (z.B der Rassismusvorwurf).
Schliesslich die Glaubwürdigkeit. Was soll ich denn einem Investor glauben, der als Aufsichtsratsvorsitzender den Verein über einen Marionettenpräsidenten übernommen hatte, dann mit einer völlig verfehlten Transferpolitik den Abstieg schaffte, aus Eitelkeit oder Berechnung den Club in die 4.Liga hat fallen lassen, sich aber vorher schon vom Acker gemacht und dem Verein einen 22 Mio Schuldenmühlstein um den Hals gehängt hat. Egal was er sagt, er hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren.

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Die ganz „Partnerschaft“ HI&60 war/ist ein Missverständnis und wird es immer sein.

DaBrain1860
Leser

Er ist und bleibt ein Lügenscheich!

Sechzig ist der geilste Club der Welt
Ohne Hasan

Leo Nero
Leser

Kleine Korrektur:
Die 13 Mio. wurden 2011 für 49% der Anteile gezahlt. Für die Steigerung auf 60% wurden weitere 5 Mio. fällig.
Das wurde notwendig, weil Robert Schäfer ein Rechenfehler unterlaufen war, oder zumindest musste er seinen Kopf dafür hinhalten.
Jedenfalls wäre man ohne dieses „Missgeschick“ unterhalb von 50% geblieben.

Snoopy.
Leser

Leider glauben einige nach wie vor daran, dass man sofort zu den ganz großen Vereinen wird, wenn Ismaik machen kann, was er will. Aber genau da liegt ja auch das Problem, wie beschrieben: er kann halt in Deutschland auch nicht machen was er will.

Mal nicht in Sachen Stadion. Widerspricht sich eh ein wenig, einmal das GWS ausbauen, dann wieder ein Stadion mit NLZ, da frag ich mich: was den nun. Wenn er glaubt, einen Freifahrtschein für den Umbau des GWS zu haben, wird er sich in einem Land, das für 2 km Autobahn 25 Jahre braucht, wohl täuschen. Gleiches gilt für einen Neubau.

Was viele vielleicht auch nicht so ganz verstanden haben: wenn 50+1 fällt, fällt es für alle, nicht nur für den TSV 1860 von München oder für Hasan Ismaik. Von einem Wettbewerbsvorteil kann man dann nicht mehr sprechen, denn da gibt es ganz andere Vereine, die für Neureiche oder irgendwelchen Investmentgruppen interessant sind. Die haben im Gegensatz zum TSV vielleicht auch schon ein entsprechendes Stadion, Infrastruktur oder sind für die Region ein entsprechender Wirtschaftsträger, der auch kommunal entsprechend gefördert wird. Und die Vereine, die jetzt schon in der 1. Liga sind oder jetzt schon teils „investierte“ Vereine sind, werden dann den Spielermarkt noch mehr nach oben treiben. Braucht man ja nur in Richtung Berlin schauen.

Das man nicht in die erste Liga will … „wir können 3 Liga“ – so aus dem Kontext gerissen und da ist die Wurzel. Heißt nichts anderes, dass man mit Reisinger und Co. niemals in die 1. Liga zurück kehren wird. So ähnlich wie die DDR-Bürger, die dafür demonstriert haben, dass die Grenzen auch ja geschlossen bleiben und so keine Freiheiten wollen. Er redet selbst davon, dass 1860 schwarze Zahlen schreiben muss. Wie soll das gehen mit noch mehr Schulden, die bedient werden müssen? Ach ja, AllianzArena in Blau … zahlen wir dann auch nur durch das Parkhaus. Hat man aber nicht und wenn man eines baut (siehe oben), wird man lange von schwarzen Zahlen träumen. Erst recht nicht, wenn der Plan mit dem Aufstieg an Managmentfehlern erster Klasse von dem nächsten „ich kann alles besser“ aus der Ferne scheitert.

Wenn er die Marke 1860 aufpolieren möchte – und das nach seinen Methoden – wird‘s eher peinlich bis untragbar. Hat er mehrfach bewiesen. 10-20 Millionen an einer von ihm fast in die Insolvenz geführten Firma, die durch seine Fehler langfristig geschädigt wurde ist ein Zeichen von Übertreibung, Realitätsverlust oder, dass man einen Dritten doch eher verhindern möchte, damit die eigene Position nicht schwächer wird. Mal ganz abgesehen davon, dass er sich durch solche Aktionen wie „Likes“ kaufen nur noch lächerlicher und unglaubwürdiger macht.

Geigi
Leser

Ich finde das einen sehr gut geschriebenen Artikel, weiter so Löwenmagazin! Leider läuft das mit unserem Investor seit geraumer Zeit genau so ab, ich habe das ungute Gefühl, HI sitzt dieses Investment – mehr ist der TSV 1860 nicht für ihn – einfach aus.

60 ist der geilste Club der Welt – ohne Hasan!

jürgen (@jr1860)
Leser

Lächerlich ist auch „Die Bayrische“ als unerwünschten Kleinanleger darzustellen…
Da kann man nur den Kopf schütteln, aber man kennt ja unseren Kredithai…
Elefant im Porzellanladen…

#ohneHasan

Bine1860
Leser

Den zuverlässigsten Partner und Sponsor so zu diffamieren, Wahnsinn!

Serkan
Leser

Danke für die Einordnung. Auf diese Widersprüche könnte man als Journalist einer Tageszeitung auch kommen und die Berichterstattung für seine Leser mit Erkenntnissen anreichern? Statt neutraler und erklärender Nachrichten gibt es Verlautbarungsjournalismus der Sorte „da Hasan hat gsagt“.

Bluemuckl
Leser

Bundesliga si, Hasan no.