Der TSV München von 1860 e.V. möchte für sein Tochterunternehmen TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA eine Konsolidierung. Fälschlicherweise wird dies in den Medien oft so dargestellt, als gäbe es einen Konsolidierungskurs. Den kann es gar nicht geben, denn eine Konsolidierung der KGaA ist ein langfristiger Prozess. Konsolidierung heißt nicht, dass man ab sofort einen totalen Sparkurs fährt. Konsolidierung heißt auch nicht, dass man nicht investieren darf oder kann. Es heißt im Endeffekt nichts anderes als langfristig das bestehende Haushaltsdefizit abzubauen, die Neuverschuldung zu verringern und den Schuldenstand peu a peu zu reduzieren. Das ist ein Prozess, der in verschuldeten Unternehmen aber auch zum Beispiel in Gemeinden ein ständig begleitender Faktor ist. Bei Unternehmen heißt das nicht, dass man deshalb keine neuen Produkte mehr auf den Markt bringt und bei Gemeinden nicht, dass man keine Straßen sanieren wird. Beim TSV 1860 München heißt Konsolidierung nicht, dass man nicht in den Aufstieg investiert.

Die Konsolidierung ist eine Mammutaufgabe bei dem großen Schuldenberg, der sich in den vergangenen Jahren angehäuft hat. Sie ist kein einmaliger Kraftakt sondern eben ein laufender und langfristiger Prozess. Es geht nicht darum, auf einen Schlag alle Schulden loszuwerden, sondern die Klub-Schulden nicht größer werden zu lassen und nach und nach abzubauen. Es heißt auch nicht, kein Geld anzunehmen. Die Frage ist nur in welcher Form und zu welchen Bedingungen.

Keine weiteren Schulden

Der erste Schritt ist in jedem Fall, die Negativspirale der wachsenden Zinsbelastung einzudämmen. Das heißt: Es ist wichtig, möglichst keine neuen Schulden aufkommen zu lassen. Das Präsidium hat hierbei klar zum Ausdruck gebracht, dass man keine weiteren Kredite mehr annehmen wird. Hier hat das Präsidium eine klare Vorstellung, die realistisch ist. Diskutieren kann man die Annahme von Genussscheinen. Aber auch dabei ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

Mehr Einnahmen

Eine Konsolidierung ist möglich durch mehr Einnahmen. Die Regierung nutzt dabei oft ein einfaches Mittel: mehr Steuern. Das ist beim TSV 1860 München nicht möglich. Scherzhaft könnte man anführen, man könne die Mitgliedsbeiträge erhöhen. Die dürfen aber für die KGaA natürlich nicht verwendet werden. Deshalb hofft das Präsidium um Robert Reisinger vor allem auf die Machbarkeitsstudie. Mehr Einnahmen könnte man zum Beispiel im Grünwalder Stadion bekommen. Hierzu muss es jedoch ausgebaut werden. Es sind vor allem Business- und VIP-Bereiche notwendig. Überlegungen stellt das Präsidium zudem im Hinblick auf weitere Gesellschafter an. Hierzu müsste der Kooperationsvertrag geändert werden. Daran hält HAM International allerdings fest. Auch die Vermarktung liegt nicht in den Händen des TSV, was sich negativ auf Einnahmen auswirkt. Die Vermarktungsrechte liegen bis 2028 noch bei Infront. Der gesamte Merchandising-Bereich, der ein großes Plus an Mehreinnahmen bedeuten würde, liegt bei HI Squared International, der Firma von Hasan Ismaik. Würde er diesen Bereich zurückführen, dann hätte seine Firma TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA eine deutlich größere Handlungsfreiheit.

Weniger Ausgaben

Eine Konsolidierung ist möglich auch durch weniger Ausgaben. Schlanke Strukturen zum Beispiel, wie es manche Drittligisten haben, deren Spanne zwischen Gesamtbudget und Spieleretat nicht so groß ist wie beim TSV 1860 München. Ein Vorschlag des Präsidiums hierbei ist es, das Nachwuchsleistungszentrum in den e.V. temporär einzugliedern. Das würde bedeuten, dass man hierfür gemeinnützige Spenden verwenden kann. Und auch Sponsoren könnten unabhängig vom Unternehmen 1860 den Nachwuchsbereich fördern. Die KGaA würde mit 1 bis 1,5 Millionen Euro entlastet werden. Auch den sehr großen Kader zu reduzieren bedeutet weniger Ausgaben. Konsolidierung heißt hierbei jedoch nicht, dass man wahllos streicht. Das genau ist die schwierige aber durchaus lösbare Aufgabe der Geschäftsführung. Auszuloten, wo eingespart werden kann und wo man vorhandenes Geld investiert.

Umschuldung

Eine Möglichkeit ist es, teure Kredite abzulösen oder Darlehen in Genussscheine umzuwandeln. Aktuell ist es so, dass selbst ohne die Annahme weiterer Kredite die Schulden weiter wachsen. Denn Jahr für Jahr werden Zinsen bei HAM International fällig. Zinsen, die man nicht zahlt, weil sie gestundet werden. Die jedoch stetig den Schuldenberg erhöhen. Diese Negativspirale könnte man nur durch eine Zinsbefreiung bewerkstelligen. HAM International müsste zum Beispiel alle Darlehen in Genussscheine umwandeln.

Bogen zwischen Konsolidierung und Erfolg

Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. hat Vorschläge gemacht. Ob diese gut sind, müssen Fachleute bewerten. Klar ist jedoch, dass es eine Handlungsbasis gibt und man durchaus von HAM International und seinen Vertretern erwarten kann, dass diese zumindest darauf eingehen.

Einen Konsolidierungskurs gibt es nicht, sondern einen langfristigen Konsolidierungsprozess, der eigentlich schon lange notwendig war. Nun kommt es darauf an, inwieweit die Gesellschafter gemeinsam den Bogen zwischen Konsolidierung und größtmöglichem sportlichen Erfolg schaffen.

Eure Meinung ist gefragt

Vielleicht haben wir Fachleute, die über Haushaltskonsolidierung mehr wissen? Gerne dürft Ihr über diesen Beitrag diskutieren und Anmerkungen machen.

Bitte Anmelden um zu kommentieren
- Werbung unseres Partners -
avatar
  
smilewinklolsadballlionpretzelbeerstadiumlinkrollingheartzzzpolice
 
 
 
16 Kommentar Themen
59 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
31 Kommentatoren
anteaterbluweBine1860OhrLeon Letzte Kommentartoren

  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Loewenfan66
Leser

das wird nichts mehr mit den beiden Gesellschaftern
könnte mir sogar vorstellen das auf Grund der Unverholenen Drohung der HAM
nun der Kooperationsvertrag zu Disposition gestellt wird.
Könnte auch sein das es ein Plan ist um endlich aus diesem Vertrag raus zu kommen.
HI solange zu Provozieren bis er einen Fehler macht
und den hat er nun anscheinend gemacht.

jürgen (jr1860)
Leser

Welchen Fehler?

Banana Joe
Leser

Ist egal! Ich sage schon lange, dass das Rechtsgutachten bzgl. des Hoppen-Antrags, was man sich einiges hat kosten lassen, noch sehr wertvoll werden könnte und es gut verschlossen bei irgendeinem Anwalt im Tresor liegt. Es ist auch über den Inhalt wenig bis gar nix an die Öffentlichkeit gedrungen und das, obwohl wir seit Jahren von Maulwürfen unterwandert sind. Stünde da nur „Blabla“ drin, wüssten wir’s bereits! Dieses Gutachten ist Ismaiks Sargnagel und es ist nur logisch, dass man auf einen Fehler wartet. Mei, und wemma da a bissl nachhilft… wink

Baum
Leser

Es müsste doch mittlerweile genug Verstöße gegen den Kooperationsvertrag seitens Ismaiks geben um diesen endlich zu kündigen?! Oder erlöst uns dann im Sommer die (hoffentlich) gescheiterte Fortführungsprognose? #ScheißaufdenScheich #ScheißaufseinGeld

Leon
Gast
Leon

Wann droht jemand? Meistens doch, wenn er keine Argumente dagegen hat, die er anbringen kann. Und danach sieht es für mich aus.

Unfassbar für mich die Unterstellung, das Präsidium würde gegen Gorenzel und Bierofka sticheln. Die ganze Zeit versucht er schon die beiden gegen den e.V. aufzubringen. Unterste Schublade.

Alexander Schlegel
Leser

Ich könnte jetzt wieder einen Roman zu dem Thema schreiben, aber im Endeffekt kann ich es auch in vier Worten zusammenfassen: Ismaik, hau endlich ab!

Banana Joe
Leser

Mehr braucht’s a ned!

Bluemuckl
Leser

Ich unterbiete: Schleich di, Ismaik!

Banana Joe
Leser

Oh der runde Investor droht jetzt über den ebenso runden Blogger mit rechtlichen Schritten gegen den eV! Nur zu, ich hoffe, dass dann auch einiges über Ismaik ans Licht kommt und der in diesem Land nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommt!

Hasan, VERP*SS DICH!!!

LNHRT
Leser

Zeit wirds, dass im Stadion mal wieder etwas deutlicher wird.

peter69
Leser

ist ja eh bald Samstag ,da wirds dann etwas lauter erklingen

Banana Joe
Leser

Hoff ich doch denn am Samstag bin ich mal wieder dabei!

tsvmarc
Gast
tsvmarc

Die HAM hat schon sachlich auf den sachlichen Vortrag des e. V. geantwortet. So wie es sich unter Gesellschaftern gehört. Du sollte ein wenig an deiner Artikulation arbeiten.

Ohr
Gast
Ohr

Du bist ein toller Typ. Ich hoffe, wenn ich groß werde, werde ich so wie Du oder wie hasan ismaik oder wie marc oliver griss oder wenn ich ganz viel Glück habe, habe ich von jedem von euch was gelernt.

Aber eine Frage hätte ich noch: wieso äußerst Du dich auch immer so abfällig und teilweise mit Kraftausdrücken gegen die Leute vom e.V., insbesondere Robert Reisinger? Und wieso weisst Du auf Deiner Heimatseite nicht andere „user“ darauf hin, dass diese an ihrer „Artikulation“ arbeiten sollen?

Bine1860
Leser

Er unterstellt dem eV einfach Unwahrheiten, sagt selber zum Großteil nicht die Wahrheit bzw verdreht diese analog zu Schmarrn24 und das findest du sachlich?

tsvmarc
Leser

Den Kommentar find ich sachlich und gut beschrieben.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Gast
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Warum muss ich mich immer extra anmelden um zu kommentieren?

RheumaKai
Leser

Die KGaA generiert auch in der 3. Liga mehr Einnahmen wie fast jeder andere Drittligist. Das muss man aber auch, da jedes Jahr alleine 700.000 Zinsen an HI als Ausgaben anfallen. Daneben kostet die U21 auch etwa 500.000-800.000 €. Das ist sehr viel Geld, vor allem im Verhältnis zu unserem Spieleretat von 3.000.000 € und im Vergleich zu anderen Drittligisten.
„Schuld“ an beiden genannten Ausgabepositionen sind ausschließlich HI und Stimoniaris, der HI bedingungslos unterstützt. Es geht HI ausschließlich um die Ausübung von Macht mit seinen andauernden Grabenkämpfen. Es würde alles dafür sprechen, die U21 und die U19 zurück zum e.V. zu führen.

anteater
Leser

Und wenn der Herr Gorenzel in sein öffentliches Jammern mal wenigstens das mit den Zinsen einfließen lassen würde, dann hätte ich vielleicht auch etwas weniger ein Problem mit ihm.

BruckbergerLoewe
Leser

Die Investorenseite wird die EV Verantwortlichen solange aushungern lassen bis sie gezwungen sind wieder Geld von HAM anzunehmen.
Wie lange die Spieler das Gezerre mitmachen wird sich zeigen.Wer will von Ihnen schon nach Ende seines Vertrages ohne Beschäftigung dastehen oder keine Perspektive mehr haben.
Soweit ist HAM in der komfortableren Situation, man kann einfach abwarten bis das Mannschaftskonstrukt zusammenbricht und dann dem eV das Ganze in die Schuhe schieben.
Es wird entweder nur die Insolvenz bleiben oder man tauscht auf beiden Seiten die kompletten Fùhrungsmannschaften aus.

anteater
Leser

Bei einer Insolvenz verliert HI alles, auch seien Zinsansprüche. Ich glaube ja nicht, dass er so dumm ist, das zuzulassen.

Buergermeister
Gast
Buergermeister

Ja alles richtig. Ich würde halt erst damit anfangen wenn man in sicheren Gefilden, sprich der 2ten Liga angekommen ist.

jürgen (jr1860)
Leser

in der 2.Liga hat der TSV auch IMMER Verlust gemacht

Buergermeister
Gast
Buergermeister

ja aber jetzt haben wir ja gute Leute am start. ich sage nicht, dass wir zurück
zum Modell der HI Herrschaft sollen, die im übrigen nur durch die vorherige Unfähigkeit entstanden ist. ich befürchte in der dritten Liga ist Konsolidierung einfach sehr schwer.

Baum
Leser

Du hast aber schon den Artikel gelesen oder? Was soll man denn deiner Meinung nach tun? Noch mehr Schulden weils eh schon wurscht ist und auf biegen und brechen versuchen aufzusteigen? Wie gut das funktioniert, siehst du gerade eindrucksvoll beim KFC. Die Devise heisst, nicht mehr ausgeben als man einnimmt. Solche Leute wie der Dudelsaki kapieren das aber scheinbar nicht.

Flo1860
Redakteur

Prinzipiell richtig, aber, in der zweiten Liga steigen die Spielergehälter docha uch wieder an.
Klar kommst du am Ende vielleicht mit ein wenig mehr Plus raus aber ob dass wirklich so riesig ist, ist äußerst zweifelhaft.
Dann kommen die nächsten und sagen, erstmal in die erste Liga, da macht man Kohle.
Und dann passiert dasselbe, die Spieler werden teurer und du musst wieder die Ausgabenseite deutlich erhöhen.
Was ich damit sagen will, prinzipiell machst du erst richtig Geld wenn du dich für die CL qualifizierst.
Alles andere ist durch Spielergehälter und laufende Kosten ziemlich ausgeglichen.
Da kommen dann andere Faktoren zum tragen, wie zum Beispiel Stadion, Merch, Pokalteilnahme, Jugendspielerverkauf…

Abschließend:
Ich finde es richtig dass man endlich mal anfängt am Schuldenberg zu arbeiten. Dieses ewige rausgeschiebe, „eine Liga noch höher“, „einen Spieler noch kaufen“….
Das führt zu nix, der TSV muss mit dem arbeiten was er hat und da arbeiten wo er ist.

anteater
Leser

Und um dann in der CL zu bleiben, muss man auch wieder richtig Geld in die Hand nehmen und dieses auch noch richtig investieren. Siehe Schalke. Oder Leeds, ein Paradebeispiel dafür, dass es über Schulden halt nicht wirklich geht. Die haben sich bis heute nicht davon erholt.

Loewen1860
Leser

Wann ist das in 1, 5, 10 Jahren? Evtl sogar nie! Jeder von uns hat mitgekommen, wie es war, von 04/05 bis 16/17. Am Ende spielten wir Regionalliga. Und was wurde bis dahin Geld ausgegeben, nein VERBRANNT? So einen Aufstieg kann man nicht garantieren. Außerdem fehlt uns ja da noch die 2.Liga-Tauglichkeit für das GWS. Glaube kaum, die Stadt München macht das umsonst, da werden wir uns schon beteiligen müssen.

Tami Tes
Redakteur

Ich verstehe die Fans, die Angst haben, dass es den TSV 1860 nie wieder in der 1. Liga geben wird. Ich verstehe auch, dass ihnen die Geduld fehlt und ich verstehe auch, dass sie ggf. Herrn Reisinger nicht viel zutrauen. Alles legitim.

Was ich jedoch nicht verstehe, ist, dass obwohl all die Tatsachen, die so offen liegen, all die Informationen der letzten Monate und gar Jahre und alle Verhaltensweisen und (Un)Taten vom Investor sie nicht abschrecken oder ihnen die Augen öffnen. Ich verstehe nicht, dass man seine Seele verkauft und jemanden vertraut, der tausende Kilometer weit weg ist und noch vor 10 Jahren nicht einmal wusste, dass es den TSV gibt, dem vertraut, für den der TSV nur ein Geschäft ist.

Und nein, es gilt nicht: „das Präsidium muss bei dem Investor vor die Knie gehen und auf ihn zugehen“. Alles schon da gewesen. Hat schon jeder probiert. Und trotzdem wird 1860 nur blockiert. Es werden nur Bedingungen und Forderungen gestellt. Wenn man darauf nicht eingeht, wird auf stur gestellt.

Also lasst uns jetzt doch einfach mal diesen Weg probieren. Auch wenn es länger dauert. Aber Misswirtschaft der letzten Jahrzehnte kann man nun mal nicht in einem Jahr korrigieren. Lasst uns denjenigen vertrauen, die ihr ganzes Leben Löwen sind und sich (ohne Gegenleistung) für diesen Verein einsetzten. Ich unterstütze den Kurs zu 100%.

Loewen1860
Leser

Bzgl Unterstützung: Das Präsidium besteht aus Persönlichkeiten die jederzeit erreichbar sind, hier kann von außen eine Meinung herangetragen werden. Wie ist die HAM-Seite erreichbar? Ich verstehe keinen, der diesen Weg gehen möchte. Wir geben dann unsere große Liebe in die Hände ewiger Ungewissheit. Nein Danke – u darum steh ich auch weiter dazu u singe das Scheichlied!

anteater
Leser

Das mit dem erreichbaren Präsidium, das ist ein sehr, sehr guter Punkt. Alle drei Präsidiumsmitglieder standen schon jeweils maximal fünf Meter von mir unter dem gemeinen Fanvolk und waren ansprechbar, wenn man das gewollt hätte. Das, finde ich, ist genau das, was Sechzig (auch) ausmacht!

HHeinz
Leser

Das Präsidium hofft auf die Machbarkeitsstudie!? Ernsthaft?
Zugegeben, das ist knapp besser als ein mehrfacher Lottogewinn oder ein Wechsel von Julian Weigl für 100 Mio. ins Ausland.
Ich sehe ein hohes Risiko dass das Präsidium nach der bestandenen Wahl einfach umkippt und seinen angeblichen Konsolidierungskurs verwirft.

Stimoniaris trägt wenigstens zur allgemeinen Erheiterung bei.

peter69
Leser

Mich interessieren eigentlich nur zwei Fragen .vielleicht können mir das die Hasanbefürworter ja erklären

1. warum wird eine temporäre Rückführung der U21 und U19 in den e.V. verhindert ?
2.Warum werden seriöse Interessenten ,sofern es die gibt einfach mir nix dir nix abgelehnt ?

Zum Wohl von 1860 kann das ja nicht dienen denk ich

jürgen (jr1860)
Leser

da bin ich auch mal gespannt …

im Moment sehe ich das so, dass die HAM wie ein kleines Kind alles blockiert und damit die Fortführung der KGaA aufs Spiel setzt… Hauptsache nicht dem Mitgesellschafter nur 1 Schritt entgegenkommen. Hatte eigentlich gehofft, dass mit dem Anwalt im AR zumindest ein bissl Seriösität reinkommt.
Also reine Blockade sad

Commander
Gast
Commander

Meine Einschätzung: Natürlich ohne es dezidiert zu wissen:

1. Was ich hab, das geb ich nicht her.
2. Ich dulde niemanden neben mir. Da verliere ich Macht.

blau91
Redakteur

Eine verrückte Welt. Nach all der Misswirtschaft und Inkompetenz in der Führung des TSV 1860 München der vergangenen Jahre, haben wir mit Robert Reisinger endlich einen Präsidenten, der mit Umsicht, Verstand und Kompetenz besonnen seine Geschäfte zum Wohle des Vereins führt. Nach und nach wird immer deutlicher, dass RR auch ein Macher ist und vieles vorranbringt, dort wo ihm gerne Untätigkeit vorgeworfen wird.
Letztendlich kommt man nur schleppend voran, weil die Investorenseite im Gegensatz zur öffentlichen Selbstinszenierung die Handbremse fest angezogen hat und sämtliche Vorschläge der e.V.-Seite ablehnt, ohne selbst Vorschläge zu unterbreiten.
Mir Kooperation hat das nichts zu tun.

Es ist mir völlig unverständlich, wie es immer noch Investoren-Befürworter, bzw. strikte Gegner des aktuellen Kurses geben kann. Wie kann man nur so schnell vergessen, was uns in Liga 4 gebracht hat?
Diesem Investor und seinen Gefolgsleuten ist nichts, aber auch gar nichts an 1860 gelegen.

Es ist Herrn Reisinger nicht hoch genug anzurechnen, dass er da war, als sich Viele vom Verein abgewendet haben. Es ist ihm nicht hoch genug anzurechnen, dass er einen klaren und den Rahmenbedingungen entsprechend vernünftigen Kurs konsequent zum Wohle des Vereins fährt. Ein Kurs der wohl gemerkt vom obersten Gremium des Vereins, der Mitgliederversammlung, bestätigt wurde.

Und dafür muss er sich Anfeindungen und Beschimpfungen von denjenigen aussetzen, die behaupten Fans und Mitglieder des TSV 1860 zu sein, aber keinen Funken Respekt vor Entscheidungen der Mitgliederversammlung haben.

Danke, Herr Reisinger, dass Sie sich standhaft
und überzeugend jeden Tag aufs Neue diesem Wahnsinn aussetzen. Das gilt natürlich auch für die Herren Sitzberger und Schmidt, sowie die Mitglieder des Verwaltungsrates.
Eine wahrlich verrückte Welt.

Rolandoz
Leser

Ich stelle mir nur noch die Frage: Was hat Ismaik vor? Hat er überhaupt einen Plan?
Will er uns zur Fahrstuhlmannschaft zwischen 3. Liga und RL verkommen lassen bis 50+1 fällt (was mMn nicht realistisch ist)
Fakt ist, dass wir so schnell wie möglich wieder in die 2. Liga kommen müssen weil sonst eine Insolvenz vorprogrammiert ist.
Ismaik hätte dann alles verloren. Und das Tafelsilber Fans (es kommen keine mehr dazu) und Jugendarbeit (welches Talent kommt dann noch zu uns) werden wertlos.
Und auch Bierofka wird (wie Ismaiks Laufbursche und Präsidentschaftskandidat Stimoniaris befürchtet) bald die Fliege machen.
Ein dritter Gesellschafter ist doch für Ismaik die einzige Chance auf Schadensbegrenzung ohne weder seine Anteile komplett verkaufen oder Geld nachschiesen zu müssen.
Ist der so stolz und machtbessen?
Ich verstehe nicht was er für ein Problem damit hat seine Anteile auf z. B. 51% zu verringern und die anderen 49% teilen sich der eV und der andere Gesellschafter.
Wahrscheinlich müsste Ismaik aber seine Kaufrecht für die Geschäftsführungs-GmbH im Fall einer Abkehr von 50+1 aufgeben.
Aber Ismaik: 50+1 wird auf absehbare Zeit nicht fallen. Und wenn das in 10 Jahren doch der Fall sein sollte: Was willst du dann mit einem Regionalligisten, ohne Stadion, ohne Fan-Nachwuchs und eine Jugendabteilung die in Bayern die 10te Geige spielt

Bluemuckl
Leser

Wieso kommen keine Fans mehr dazu? Das halte ich für ein Gerücht.

Rolandoz
Leser

Momentan schon noch – weil wir vor kurzem wieder ins Grünwalder zurück sind und mit dem Aufstieg den ersten Erfolg seit gefühlten Ewigkeiten hatten.
Aber wenn wir die nächsten 10 Jahre zwischen RL und dritter Liga rumgurken – wer entscheidet sich dann noch Löwe zu werden?
Da stellt sich nicht mehr die Frage: Gehe ich zu Sechzig, Bayern, Augsburg, Ingolstadt, Regensburg, Nürnberg oder Fürth“ – diese Clubs sind dann nicht mehr der Maßstab für uns in Sachen Fangunst.
Unsere Zielgruppe werden dann die Amateurfußball-Fans (von denen es nicht all zu viele gibt)
Diese stehen dann vor dee Wahl Sechzig, Garching oder Pipinsried.
Deshalb müssen wir schnellstmöglich wieder in die zweite Liga – sonst geraten wir in eine gefährliche Abwärtsspirale

Loewen1860
Leser

Du hast jetzt nicht ernsthaft Ingolstadt erwähnt? Die waren ja mit ihrem 15.000 Std nicht mal in der 1. Buli durchgehend ausverkauft. Laß die absteigen. Das wird nächstes Jahr ein Heimspiel für uns

Rolandoz
Leser

Doch ich habe ernsthaft Ingolstadt erwähnt.
Ist zwar Retortenclub ohne Fans – aber ein Retortenclub mit Geld.
Selbst wenn sie heuer absteigen, können sie sich den direkten wiederaufstieg leisten.
Und ich habe keine Angst, dass Fans zu Ingolstadt abwandern, sondern künftige Generationen Sechzig nicht mal mehr in Erwägung ziehen.
Mein Wohnort liegt zwischen Nürnberg und Ingolstadt (je ca. 40 km), es gibt in meiner Altersgruppe und darüber noch sehr viele Löwen bei uns.
Aber warum sollten meine Kinder später mal 180 km zu Sechzig in die 3. oder 4. Liga in ein abgefucktes Stadion fahren wenn vor der Haustür 1. oder 2. Liga in modernen Stadien gespielt wird!
Das ist denke ich unser Problem: Wenn wir nicht bald in die zweite Liga gehen ist Ingolstadt in 10 Jahren so weit von uns entfernt wie vor 10 Jahren der FCB entfernt war

bluwe
Leser

schon vergessen, die vielen Jahre 2. Liga haben uns sehr viele Fans gekostet.
Sechzig war die graue Maus des deutschen Fußballs!
Jetzt auch wenns nur Liga 3 ist, spricht man in ganz Fußballdeutschland wieder positiv über uns und Sechzig hat wieder sehr viele v.a. junge Fans hinzugewonnen!
Das ist ein Schmarrn mit Liga 2, die gleiche Strategie haben wir in der Allianz Arena verfolgt, indem wir auf Teufel komm raus in Liga 1 wollten – Ende bekannt!

anteater
Leser

Weil Deine Kinder keine aalglatten Spießer sind vielleicht? Siehe auch meine Antwort oben.

Wir waren auch fast 10 Jahre in der Bayernliga mit manchmal richtig wenigen Zuschauern im Vergleich zu heute. Dann gab es mal ein paar höherklassige Jahre und plötzlich ist auf Giesings Höhen die Bude immer voll. So viel zu dem sehr schnell aufsteigen müssen. Gerade wenn es nicht selbstfinanziert ist, kann uns das dann tatsächlich das Genick brechen, denn Kreisliga A ist schon nochmal eine andere Hausnummer.

anteater
Leser

Na ja, na ja, na ja. Mich hat zu Bayernligazeiten auch ein Klasskamerad zur Sechzig mitgenommen, bei den Roten das habe ich mir auch angeschaut. Wie die Wahl ausgefallen ist, das ist wohl klar.

Und erst kürzlich meinte wieder ein Neutraler zu mir, dass er beobachtet, dass immer mehr Leute sich vom Hochglanzfußball abwenden und lieber in die unteren Ligen gehen, weil es echt(er) ist.

Ist halt fast schon eine gesellschaftliche Frage. Will man sich mit dem permanenten Erfolg von Millionärskickern in sterilen Hochglanzarenen schmücken, oder will man das echte, raue, bunte z.B. in so einer Bude wie dem GWS, wo auch mal einer in die Kurve kotzt?

Und was bringen einem die Fans in Mecklenburg, Sachsen oder dem Saarland, die Rote sind, weil der Papa das so vormacht, die aber eh nie ins Stadion gehen, selbst wenn man ihnen anbietet, das aus reiner Nettigkeit für sie zu arrangieren?

Fränkischerlöwe78
Gast
Fränkischerlöwe78

bei verkauf hätte der eV ein Vorkaufsrecht da liegt es Problem

jürgen (jr1860)
Leser

aber kein Geld …

anteater
Leser

Kruzefix, dann legen wir halt zusammen. >23.000 Mitglieder. Da lässt sich doch was bewegen. Ist ja nicht so, als würden wir alle bei Sechzig eine Renditeerwartung haben. Wenn der e.V. mich heute fragt, ob ich meinen finanziellen Teil zum Rückkauf der Gebäude beisteuere, dann überlege ich gar nicht erst. Das ist ein klares „Ja, freilich“.

Rolandoz
Leser

Ja, bei Verkauf hätte der Verein ein Vorkaufsrecht.
Ein Recht das er wahrnehmen kann oder eben nicht.
Und es geht nicht um einen Verkauf sondern im Prinzip um eine Kapitalerhöhung bei der nur ein neuer Gesellschafter Geld einbringt – und die beiden jetztigen Gesellschafter nicht wodurch ihr prozentualer Anteil an der KGaA sinkt.
Ismaik wehrt sich meiner Meinung nach dagegen, dass ein Dritter Geld in Sechzig pumpt und damit wohl einen Totalausfall von Ismaiks Investitionen verhindern würde

Muckl
Leser

Fakt ist, dass wir so schnell wie möglich wieder in die 2. Liga kommen müssen weil sonst eine Insolvenz vorprogrammiert ist.

Verstehe ich nicht? Kannst mir den Fakt bitte erklären!

Rolandoz
Leser

Fakt ist, dass es in der dritten Liga kein Verein lange aufhalten kann weil die zu erwartenden Einnahmen (z. B. TV-Gelder) in keinem Verhältnis zu den Ausgaben stehen (man muss im Gegensatz zur Regionalliga durch ganz Deutschland reisen)
Die dritte Liga hat schon viele Klubs in die Insolvenz getrieben
Ausserdem sinkt die Attraktivität für neue Fans…

anteater
Leser

Gerade mit den vielen sehr namhaften Klubs steigt die Attraktivität der 3. Liga. Auch als Neutraler sehe ich mir doch eher Lautern gegen Sechzig oder meinetwegen Karlsruhe an als Sandhausen gegen Heidenheim.

Der Verband sollte sich mal Gedanken darüber machen, dass die 3. Liga eine Schuldenfalle ist für viele Vereine.

anteater
Leser

„Hat er überhaupt einen Plan?“

Ismaik? Ich würde da mit einem klaren „Nein“ antworten.

„Ist der so stolz und machtbessen?“

Und hier ein ebenso klares „Ja“.

In Bezug auf 50+1 werde ich wohl mal prüfen müssen, ob das deutsche Vereinswesen eben als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt werden könnte.

Loewen1860
Leser

Super Beitrag zum Thema Konsolidierung! Traurig, dass die meisten, die über den momentanen Kurs herziehen, sich darunter wenig bis nichts vorstellen können und darin nur negatives sehen. Vielleicht liests ja der ein oder andere OG-Jünger und öffnet mal ein bisschen die Augen.

Maximaler Erfolg mit geringsten Mitteln. Das sollte in diesen Zeiten die Devise sein. Und vor allem darauf achten, dass Spieler zueinander passen u sich mit uns, mit 1860 und eben mit diesem Kurs identifizieren können.

Und da sind wir glaub ich mit aktueller Mannschaftsbesetzung auf einen Topp weg. Auch wenn wir den Erfolg von 93/94 damit nicht machen, aber vergleicht mal diese Mannschaft mit der heutigen. Vielleicht fällt es euch auch auf.

Ihr wisst ja – blau bleim!

ELIL

Reinhard Friedl
Gast
Reinhard Friedl

Im Artikel ist die Thematik bestens erklärt. TOP!!!!

Serkan
Leser

Vielen Dank für diesen differenzierten Beitrag! Das ist genau das was ich mir von Zeitungen auch wünschen würde, aber leider nie dort lese. In den vergangenen 2-3 Jahren war viel vom Vertrauensverlust von Menschen in Medien die Rede. Im Mikrokosmos 1860 lässt sich das auch gut studieren.

Walter Rädler
Gast
Walter Rädler

Ein Vizepräsident des e.V. hat bei einer Fanversammlung einmal gesagt, dass es egal ist, ob man 50 oder 100 Millionen Euro Schulden hat. Warum hat er seine Meinung geändert?

Muckl
Leser

Vielleicht weil er dazu gelernt hat? Es ist niemandem untersagt schlauer zu werden!

Tami Tes
Redakteur

Ich weiß nicht in welchem Kontext er das gesagt hat oder ob das überhaupt ernst gemeint war, deshalb kann ich dir die Frage nicht beantworten…

HHeinz
Leser

Das war allerdings wenn ich mich richtig erinnere vor der „4“.
Hans Sitzberger hat aber sicherlich mit die schönste Pirouette gedreht wenn es um den Meinungsumschwung geht.

Seitdem hat er sich aber unstrittig sowohl im e.V. als auch in der KGaA weiter engagiert.

Bine1860
Leser

Also ich habe höchsten Respekt vor Leuten, die aus Fehlern lernen und dann eben auch mal das Gegenteil von dem machen, was sie früher für richtig hielten.
Könnte bei HI auch helfen, anstelle bockig auf „Kurs“ zu bleiben bis der Karren an die Wand gefahren ist.

- Werbung unseres Partners -