Die beiden Nachwuchsleistungszentren der KGaA und des e.V. auf dem Prüfstand

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U21 TSV 1860 vs. TSV Landsberg

Immer wieder Thema in den Medien ist das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München. Dabei wird leider zu selten klar unterschieden, dass es zwei Verantwortungsbereiche gibt. Für den Nachwuchs bis einschließlich der U17 ist der TSV München von 1860 e.V. und dessen Fußballabteilung zuständig. Für die U19 und die U21 liegt die Verantwortung bei der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Das ist für jegliche Diskussion rund um den Nachwuchs von wesentlicher Bedeutung.

Die Junglöwen des TSV München von 1860 e.V.

Zur Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. gehören die Jugendmannschaften von der U9 bis U17. Neben der eigentlichen Nachwuchsförderung in den entsprechenden Mannschaften gibt es zudem die Löwen-Fußballschule. Hier werden über Fußballcamps bis hin zum Talentfördertraining verschiedene Angebote gemacht. Finanziell steht der Nachwuchsbereich des e.V. gut da. Der Mitgliederzuwachs des Vereins, der Zugewinn neuer Sponsoren sowie das Engagement der Unternehmer für Sechzig e.V., sorgt für einen guten finanziellen Haushalt bis zur U17. Unter Robert Reisinger und Fußballabteilungsleiter Roman Beer konnte der Verein die Arbeit mit dem Fußballnachwuchs stabilisieren und auf solide Beine stellen. Der Nachwuchsbereich hat einen guten Ruf. Trotz des Zwangsabstieges der Profis und der damit verbundenen zahlreichen Fragezeichen für den gesamten TSV 1860 München.

U19 und U21 – Nachwuchs der 1860 GmbH & Co. KGaA

Schwieriger stellt sich die Situation beim Nachwuchsbereich der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA dar. Dort muss aufgrund der weiterhin sehr hohen finanziellen Altlasten immer wieder mit dem Gedanken gespielt werden, die U21 abzumelden. Die Überlegungen sind unschön, aber leider notwendig. Vor allem in der Saison 2016/17 hat man die KGaA hoch verschuldet. Profitiert haben davon andere. Zum Beispiel der iranische Geschäftsmann Kia Joorabchian, dem man in der Presse 2016 ein inniges Verhältnis mit Hasan Ismaik nachsagte. Wer tatsächlich alles an den diversen Deals und Transfers Gewinn erzielt hat, ist eine Frage, die sich aktuell auch eine große überregionale Tageszeitung stellt und recherchiert. Aus Sicht der Fans ist jedoch vor allem eines klar: Der große Verlierer war die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, die damit schlichtweg noch höher verschuldet wurde als bereits zuvor.

Wie ist die öffentliche Wahrnehmung?

Dass die U21 gegebenenfalls dem Sparkurs der KGaA zum Opfer fallen könnte, wird immer wieder heftig diskutiert. Die Abschaffung der U21 möchte Robert Reisinger als Präsident des TSV München von 1860 e.V. in jedem Fall vermeiden. Wie auch alle anderen Funktionäre. Der e.V. ist ohnehin auf Wachstum ausgerichtet. Er meldet neue Abteilungen an und erweitert das Sportprogramm. Die U21 gehört zwar nicht zum e.V., ist jedoch Teil der Löwenfamilie. Eine Rückführung in den e.V. wird allerdings vom Mitgesellschafter HAM International abgelehnt. Das ist dessen gutes Recht, bringt aber primär keinen neuen Lösungsansatz. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens 1860 lässt sich nicht schönreden.

Was ist Eure Meinung zur Diskussion rund um die U21?

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Hennes
Gast
Hennes

Es ist bemerkenswert, wie wenige Fans und Mitglieder erkennen wollen oder können, dass die KGaA ohne den Gesellschafter HAM nicht lebensfähig ist. Mit dem nun von der Vereinsführung eingeschlagen Kurs Geld vom Investor nur noch mittels Sponsoring annehmen zu wollen, wird gerade in Liga 3 und dazu im wenig wirtschaftlichen GWS der Tod unseres Profifußballs die unmittelbare Folge sein. Eine „Gesundung“ ist so völlig ausgeschlossen. Vielmehr wird durch weitere Einsparmassnahmen zu U19, U21 und NLZ auch noch der Unterbau ausgehöhlt. Und im Ergebnis wird das gesamte Konstrukt zum Profifußball ruiniert.

Es sei nochmals daran erinnert, dass der Großteil der heutigen Vereinsführung ganz wesentlich den Kurs der Saison 2016/17 gestützt hatte. Sich jetzt dazu exkulpieren zu wollen, in dem man genau das Gegenteil versucht, ist fatal. Dazu sind die (wirtschaftlichen) Abhängigkeiten vom Investor viel zu groß. Diese ignorieren zu wollen, ist töricht. Allein durch die Genussschein-Rechte kann er jeden EURO Gewinn über Jahrzehnte abschöpfen.

Wer diesen Investor loswerden will, muss mit ihm zusammenarbeiten. Um den Wert seiner Anteile für einen Weiterkauf deutlich zu steigern. Und Geld für Investitionen mittels Ausgabe weiterer Genussscheine entgegennehmen. Denn darauf kommt es doch schon gar nicht mehr an. Der Anteil des e.V. an der KGaA ist durch die Verbindlichkeiten gegenüber der HAM ohnehin wertlos. Wie anders wäre denn der allerdings sehr unwahrscheinliche Umbau des GWS zu finanzieren? Wie anders will man denn einen Zweitligaaufstieg jemals realisieren? Namhafte Sponsoren werden sich dazu nicht finden. Insbesondere solange die Vereinsführung in ihren Reihen keinen einzigen Experten zum Profifußball vorweisen kann. Sich jedoch proklamiert ab 2019 verstärkt in die Geschäftsführung der KGaA einbringen will.

HHeinz
Leser

Du verdrängst einfach dass man genau Deinen Plan unter Cassalette bereits versucht hat. Das Resultat waren 20 Mio. weitere Schulden, ein sportlicher Abstieg und on top nochmal ein weiterer in die 4. Liga.

Das Grünwalder Stadion ist im übrigen nicht „wenig wirtschaftlich“ sondern das 3. Liga Stadion mit den 2. höchsten Einnahmen. Du träumst schon wieder von der 1. / 2. Bundesliga wenn sich das Verhältnis tatsächlich umkehren würde. Soweit ist es aber noch nicht.

Der Umbau des GWS und dessen Finanzierung ist bisher offen. Eine Stadionfinanzierung wird aber in 99% aller Fälle nicht über die Kapitalgesellschaft finanziert welche den Spielbetrieb durchführt. Das war selbst damals beim Arenabau so. Insofern verbreitest Du hier bewusst oder unbewusst Propaganda indem Du behauptest die Vereinsführung würde einen Stadion Aus- oder Umbau verhindern indem es sich pauschal verweigert. Jetzt mal abgesehen davon dass uns das Stadion aktuell gar nicht gehört.

Herr Ismaik hat damals 60% der Anteile für 18 Mio. Euro gekauft. Wir waren 2. Ligist und hatten nach dem Schuldenschnitt 9 Mio. Euro Schulden bzw. nach der Übernahme gar keine mehr.
Deine Theorie dass die KGaA mehr Wert wird wenn man nur mehr Genussscheine in die Gesellschaft pumpt entbehrt jeder Grundlage. Vielmehr muss jeder Investor jeden einzelnen Cent davon zurückzahlen. Herr Ismaik selbst hat gesagt dass er kein Geld verlieren möchte.

Eine rigorose Sparpolitik würde bedeuten dass die KGaA ungefähr über die selben finanziellen Mittel verfügt wie der VfL Osnabrück und/oder der Hallesche FC. Der Etat wäre höher als der von der SpVgg Unterhaching und damit habe ich jetzt die Plätze 1, 4, und 5 skizziert.

Das wird Dir nicht reichen weil Du anscheinend zur we-go-to-the Top Fraktion gehörst und das ist Dein gutes Recht. Mobilisiere genug Gleichgesinnte, tritt in den e.V. ein wenn Du es noch nicht getan hast und kämpfe zusammen mit Franz Hell und Co. für bequemere Sitze beim Fußballerlebnis TSV 1860 München KGaA. Es wird das gemacht was mindestens 500 Vereinsmitglieder wollen. Das ist nicht viel in einem Verein mit über 20.000 Mitgliedern.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Die Situation kann man kaum besser beschreiben.
Respekt 👍

Hennes
Gast
Hennes

Eine Fehlinvestment in einer Saison bedingt doch nicht den Abbruch aller Investments eines Klubs zu Liga 1.

Die Rentabilität(!) des 60er Stadion ist reichlich miserabel.

Der Umbau und die Finanzierung zum GWS sind nicht offen, sondern sehr, sehr unwahrscheinlich.

Der Wert von Unternehmen durch Investments wird häufig sehr deutlich gesteigert. Insbesondere wenn sie mit besonderem Know-How verbunden sind.

Mit rund 3 Mio. EUR p.a.zum Kader mit Betreuern ist ein dauerhafter Verbleib in Liga 3 nicht möglich.

Und zum Rest Deiner unqualifizierten und polemischen Äußerungen bedarf es keiner Erwiderung.

HHeinz
Leser

Ja, da war zugegeben Polemik drin.
Wie hoch ist denn die Rentabilität des 60er Stadions? Ich habe immerhin probiert mit Fakten zu arbeiten (2. höchste Rentabilität in der 3. Liga) Du dagegen arbeitest mit gefühlten Zahlen weil Du das vermutlich auf einer anderen Webseite so gelesen hast.

Ich habe mit vielen Funktionären gesprochen und ALLE, und zwar wirklich alle warten auf ein seriöses Angebot von Herrn Ismaik zur Finanzierung / Renovierung / Ausbau / Neubau eines mindestens 2. Liga tauglichen Stadions und dabei sind ALLE Funktionäre absolut ergebnisoffen, mit der Einschränkung dass es in jeder Liga halbwegs finanzierbar bleiben muss.

Und selbstverständlich ist da auch eine Fremdkapitalfinanzierung möglich bzw. erwünscht. So und mit wem hast Du jetzt gesprochen und welche Aussagen wurden dabei getätigt?

Eine Stadionfinanzierung könnte man genauso machen wie in Regensburg. Herr Ismaik ist 100% Eigentümer und vermietet langfristig zu transparenten und refinanzierbaren Kosten die Spielstätte an die KGaA.

Absolut DFL/DFB konform. In Hannover gehört das Stadion quasi auch dem Kind, da hat deren e.V. Null Mitspracherechte (schlimm genug). Herr Ismaik wollte sich ja im Umland umschauen, es gab sogar Gemeinden welche Gesprächsbereitschaft signalisiert haben. Da kam bloss nichts mehr außer einer Aussage dass man doch bitte mal das Olympiastadion prüfen möge weil das erstmal die billigste Lösung erscheint.

Also probiert man es eben mit dem was machbar ist und das sind die kleinen Schritte im Grünwalder Stadion welche man jetzt sieht.

Mit rund 3 Mio. EUR p.a.zum Kader mit Betreuern arbeiten viele Vereine in der 3. Liga. Man sollte nicht immer nur nach Uerdingen, Braunschweig, Karlsruhe oder Kaiserslautern schauen. Und gerade in Uerdingen überlegt der Investor alle 12 Monate ob er überhaupt weiter machen will weil alle so böse zum Herrn Ponomarev sind.

Löwe
Leser

Sehr guter Kommentar!!

Chemieloewe
Leser

Eins nach dem Anderen, U19 u. U21 zurück in den e.V. ist meine Meinung!!! Nach den negativen Erfahrungen mit der Schuldenpolitik des Hasan Ismaik, die vor Robert Reisinger durch seine Vorgänger, besonders durch Peter Cassalette, von Vereinsseite im Wesentlichen mitgetragen bis befürwortet wurde, darf so, mit weiteren Schulden, auch bezüglich auf das Profi-NLZ nicht weitergehen!!! Klare Sache, entweder spendiert HI über Sponsoring zusammen mit anderen Sponsoren kostendeckend genügend Geld für das Profi-NLZ o. man muss dieses leider gemäß zur Verfügung stehendem Geld zurückfahren. Wenn es möglich ist, wünsche ich mir u. empfehle, parallel die Vorbereitung, den Aufbau u. die Anmeldung von U21- u. U19 Teams im Amateurbereich über das NLZ des e.V., um eine Art Absicherung u. Auffangheimat für diese Altersstufen zu bilden, falls diese in der KGaA nicht mehr ohne weitere Schulden finanzierbar sind.

Q60
Gast
Q60

Ich halte die U21 auch für sehr wichtig, auch als mögliches Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Vereinen, die diese schon abgeschafft haben.
Warum zieht man eigentlich nicht die U19 in den e.V., und lässt die U21 in der KGaA?
Das sollte ja vom Budget noch machbar sein, gerade auch mit den 2 Millionen zusätzlich…

Tami Tes
Redakteur

Das wäre natürlich auch eine gute Lösung und logisch – nur leider will der Mitgesellschafter dies auch nicht. Wenn Du dich an die 6-Punkte-Liste erinnerst, die er als Bedingung gestellt hatte, dafür, dass wir nicht in die Regionalliga absteigen, sondern er die Lizenzauflagen für die 3. Liga zahlt, dann wirst Du noch wissen, dass ein Punkt die Jugend bzw. das NLZ betraf. Er hätte nämlich gerne das gesamte NLZ haben wollen. Gut, dass sich der e.V. darauf nicht eingelassen hat, sonst wäre der gesamte Fußball (ohne 3. und 4. Mannschaft) bei der KGaA und damit auch beim Ismaik.

Q60
Gast
Q60

Ich bin zwar eigentlich generell dagegen Geld von unserem unseriösen „Investor“ anzunehmen, aber dann muss man ihm eben aufzeigen, dass die U19/21 andernfalls abgemeldet wird, und nur gerettet werden kann, wenn man beide, oder eine von beiden in den e.V. überträgt.
Oder: er stellt ein Sponsoring bereit, das die Finanzierung in der KGaA sichert.
Nachdem er ja in der Öffentlichkeit unsern Verein so liebt, sollte das ja auch kein Problem sein.

BruckbergerLoewe
Leser

Die Abmeldung der U21 und/oder U19 wäre ein absolutes Armutszeugnis.Lieber an anderer Stelle sparen als beim eigenen Nachwuchs.Das Geld für Neuverpflichtungen der Ersten ist sehr begrenzt.Es gibt genug junge Leute die für Sechzig spielen wollen und können.Und sie machen auch gerne Abstriche, nur um ein echter Löwenspieler zu werden.Der Verein zieht die Jungs immer noch magisch an.Auch wenn sich Uhaching,Augsburg,Ingolstadt und Regensburg immer stärker ins Zeug legen.

LionsPack
Leser

Amas müssen erhalten bleiben. Wird doch wohl eine Möglichkeit geben. Langsam zweifle ich ob Scharold noch der richtige Mann in der Geschäftsführung ist. Da wünsch ich mir mehr Transparenz. Zum Bsp. für was jetzt die 1.5 Millionen verwendet werden. Nicht auch für die U21?

1860Solution
Leser

Transparenz im Hinblick auf die Verwendung der Genussscheine wäre tatsächlich sehr zu befürworten.

Lieschen
Gast
Lieschen

Danke für die Aufklärung. Is immer wieder wichtig den Leut zu zeigen wer wie beim NLZ was zu sagen hat oder wie es zugeordnet wird. an andrer stelle wird ja immer wieder alles in ein topf geworden um den ev ins schlechte Licht zu rücken.

HHeinz
Leser

Für die momentane U21 und vermutlich auch zukünftige ist der Weg in die 1. Mannschaft doch komplett versperrt. Wenn nahezu keine Aussicht darauf besteht dass es auch nur ein Spieler in den Kader der 1. Mannschaft schafft dann muss man über die U21 diskutieren.

Ansonsten wäre vielleicht noch anzumerken dass es zumindest in der Vergangenheit so war dass die Jugendarbeit zwar wie beschrieben aufgeteilt war, die KGaA aber die Gehaltskosten für die Vollzeit Trainerstellen in den B- und C-Junioren übernommen hat. Ob das aktuell immer noch so ist kann ich nicht beurteilen.

Hinter eine Rückübertragung der U21 in den e.V. mache ich erstmal ein Fragezeichen da ich erst den Sinn dahinter verstehen möchte. Mir fehlen da auch die Vorstellungen von Herrn Ismaik denn dieser hat in der Vergangenheit ziemlich große Töne gespuckt (u.a. wollte er ja neben das neue Stadion ein Luxusresort für die professionelle Jugendarbeit stellen).

Ich bin allerdings prinzipiell skeptisch was die professionelle Jugendarbeit der Profivereine betrifft. Meiner Meinung nach produziert dieses System viel zu viele Verlierer und der Aufwand steht leider in keinem Verhältnis zum Ertrag.

1860Maik
Gast
1860Maik

Die klare Linie weiter fahren. Kein Geld von Hasan Ismaik oder wer auch immer hinter ihm steht. Scheich Mansour, eine Investorengruppe, wer auch immer. Nicht mehr auf diese Spielchen einlassen. Wenn die U21 daran glauben muss wäre es hart. Aber es ist nun mal so das man in der Vergangenheit sihc hoch verschuldet hat

Wolfgang Stadler
Gast
Wolfgang Stadler

Meiner Meinung nach gesunden wir erst wenn der Jordanier weg ist. Ich glaub dem kein Wort dass er zum Fan geworden ist. Er will wie auch nur möglich Kapital aus dem Invest schlagen. Was zwar bisher in die Hose gegangen ist, aber auch weiter versucht wird.

Löwe
Leser

Leider sind alle Jugendmannschaften nicht mehr so stark besetzt, wie vor ein paar Jahren. Das höchste Rating wurde auch nicht mehr erreicht. In den Top-Jahren wurde das NLZ mit 3 Sternen plus Zusatzstern ausgezeichnet. Jetzt hat es zwar immer noch beachtliche 3 Sterne, aber diese werden nach aktueller Lage leider in Zukunft nicht mehr zu halten sein.

Meine favorisierte Lösung wäre weiterhin die KGaA solide durch Genussscheine der HAM zu finanzieren. Keinen wahnwitzigen Aktionismus wie in der letzten Zweitligasaison, aber ein Budget, damit man in der 3. Liga vorne mitspielen kann und mittelfristig auch wieder in die 2. Liga aufsteigen wird. Die U21 sollte mit im Budget eingeplant werden und wenn möglich in die Regionalliga Bayern zurück kehren, sobald die erste Mannschaft in die zweite Liga aufsteigt.

Weiss-Blau
Leser

Der Jugenbereich hat maßgeblich am Doppelabstieg gelitten. Das hat eine psychologische Wirkung auf Eltern und Kinder. Dennoch ist das Vertrauen erstaunlich hoch. Trotz des Chaos von den Profis.

Löwe
Leser

Jein, psychologisch schon, aber letztendliche wäre die U17 und U19 auch abgestiegen, wenn die Profis die Relegation gegen Regensburg gewonnen hätte und in der zweiten Liga geblieben wäre.

1860Solution
Leser

„Leider sind alle Jugendmannschaften nicht mehr so stark besetzt, wie vor ein paar Jahren.“
Durchaus richtig, das liegt aber vor allem auch am Zwangsabstieg und den Unruhen. Nicht an der Arbeit des e.V.

„Meine favorisierte Lösung wäre weiterhin die KGaA solide durch Genussscheine der HAM zu finanzieren.“
Hasan Ismaik wollte nie Genussscheine sondern stets Darlehen. Das heißt: er wollte, dass die KGaA Schulden macht. Die Genussscheine waren ein Kompromiss der nie wieder kommen wird. Auch nicht, wenn der e.V. dem zustimmen würde.

„Die U21 sollte mit im Budget eingeplant werden und wenn möglich in die Regionalliga Bayern zurück kehren, sobald die erste Mannschaft in die zweite Liga aufsteigt.“
Warum nicht die Option sie in den e.V. zurückzugliedern?

Löwe
Leser

Gegenfrage:
Was bringt es, was Defizitäres (U21) in den e.V. zurück zu gliedern? Aus e.V.-Sicht wäre es besser, wenn die KGaA die U21 weiter bezahlt. Gerne auch mittels Kapital von HAM/Ismaik.

1860Solution
Leser

Ob die U21 so defizitär ist, bezweifle ich. Werden nicht von dort die meisten Spieler verkauft? Ich sehe da eher ein Problem, dass der e.V. bis zur U17 investiert, dann die Spieler an die U19 / U21 weitergibt und nix dran verdient.

Löwe
Leser

Wenn sie nicht defizitär wäre, gäbe es wohl keine Gedankenspiele zum Abmelden.

Ja, das ist das Problem. Bisher war es so geregelt, dass die KGaA auch anteilig für Kosten der Mannschaften bis zu U17 aufkommt und dafür spätere Erlöse alleine bekommt. Da die KGaA das nicht mehr kann bzw. will würden künftige Ausbildungsentschädigungen (wie z.B. falls Uduokhai weiter verkauft werden sollte) anteilig der e.V. erhalten.

Beim Wechsel eines 17-/18-jährigen in die U19 wird es aber weiterhin wohl nichts geben. Ich sehe auch leider keinen Jugendspieler, der einen wirklichen Transferwert in diesem Alter haben würde. Zudem gibt es das Problem, dass ein 18-jähriger ja selbst den Vertrag unterschreiben muss und wenn er es drauf an legt somit immer ablösefrei wechseln könnte.

1860Solution
Leser

Wenn die KGaA die U21 nicht halten kann und sie deshalb abgemeldet wird, würde sie so zumindest erhalten bleiben.

1860Solution
Leser

Okay, letzten Punkt hast du im Kommentar 13875 erläutert. Aber ich denke, das es da Wege und Möglichkeiten gibt. Auch im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit.

1860Solution
Leser

Ich fände eine Rückgliederung in den e.V. am Sinnvollsten.

Tami Tes
Redakteur

Ich weiß, das es viele Klubs gibt, die keine U21 (oder U23) haben und den Nachwuchs aus der U19 zu den Profis heben, aber … ich würde gerne unsere Amas behalten wollen. Auch wenn sie gerade in der unattraktiven Bayernliga spielen, finde ich es sinnvoll, wenn der Nachwuchs schrittweise an die Profis herangeführt werden kann und durch die U21 haben sie die Chance sich mit „erwachsenen“ Spielern zu messen.
Wer bereits mit 19 bereit für die höheren Ligen ist – bitte schön, aber wenn er noch das kleine bisschen Weiterentwicklung braucht, hat er bei der U21 die Chance dazu.

Dass Ismaik die U21 nicht zurück an den e.V. geben will, von mir aus… aber es gibt sicher Modelle, die es erlauben würden, dass der e.V. hier unterstützt. Man kann ja vertraglich eine vorläufige Finanzierung, Ausleihe o.ä. regeln. Dafür kann der e.V. anderweitig entlastet werden… die U21 kostet sicher ne Million im Jahr und die KGaA bzw. der Mitgesellschafter kann seit 4 Jahren schon die vertraglich geregelten 500.000€ an das NLZ nicht zahlen. Also übernimmt der e.V. die U21 und die KGaA zahlt wieder 500K an das NLZ und spart effektiv 500K oder mehr.

Oder hab ich was übersehen?

Löwe
Leser

So schön es klingt, denke ich nicht dass diese Lösung möglich ist. Der e.V. kann nicht mittels Mitgliedsbeiträgen bezahlten Sport (der U21) finanzieren. (Thema Gemeinnützigkeit)

Tami Tes
Redakteur

Es ist aber immer noch kein Profifußball, sondern Amateurfussball, deshalb denke ich, dass es geht. Nicht umsonst hat das der e.V. letzte Saison vorgeschlagen.

Löwe
Leser

Bezahlter Sport fängt da an, wo Spieler mehr als eine Aufwandsentschädigung wie z.B. Fahrgeld bekommen. Das hat nichts mit der Ligazugehörigkeit zu tun. Unsere U21 ist ein Profi-Team, da jeder Spieler ein Gehalt bekommt.

Auch ein (gemeinnütziger) Dorfverein darf nicht aus Beiträgen Spieler finanzieren.

Es würde nur gehen, wenn sich die U21 durch Sponsoren, Eintrittsgelder… tragen würde.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Stimmt nicht, selbst in unteren Ligen wird Geld bezahlt, alles eV und rechtskonform.
Ein eV darf Gehälter zahlen.

Löwe
Leser

Ich hab nie geschrieben, dass der eV kein Geld oder keine Gehälter zahlen darf. Aber bezahlter Sport darf nicht durch Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert werden. Sonst wars das mit der Gemeinnützigkeit.

Also bitte genau lesen.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Bei uns im Verein vor Ort werden auch mit Mitgliedsbeiträgen Vergütungen an Spieler und Trainer ausgeschüttet.
Gesetzlich ist dies zulässig und durchaus üblich.

HHeinz
Leser

Es wäre doch ganz humorvoll wenn der e.V. z.B. eine weitere Kapitalgesellschaft gründen würde.

Tami Tes
Redakteur

Da sehe ich kein Problem… Sogar die U19 hat einen eigenen Sponsor (Geldhauser). Bin überzeugt, dass dies klappen würde.

bluwe
Leser

Nicht alle Profivereine haben eine ausgegliederte Kapitalgesellschaft und sind weiterhin ein e.V. (s.z.B.SC Freiburg)

Löwe
Leser

Ja, das weiß ich. Aber Vereine wie Freiburg und Schalke dürfen auch keine Mitgliedsbeiträge und Spenden zur Finanzierung des bezahlten Fußballs verwenden, sonst wären sie nicht mehr gemeinnützig.

Ich hab einfach Zweifel, dass sich die U21 über Sponsoren finanzieren lässt.
Zudem gibt es ja noch einen Passus im Kooperationsvertrag, der vom e.V. eine hohe Vertragsstrafe abverlangt, wenn eine e.V.-Mannschaft in den höchsten 5 (?) Ligen spielt.

1860Solution
Leser

Na ja, deinem letzten Absatz kann ich nicht ganz so bestimmen. Diese gegenseitige vertragliche Vereinbarungen gab es doch schon. Wenn auch in anderer Form. Ismaik schiebt das doch immer wie er möchte, hält Vereinbarungen etc. nicht ein. Er macht es sich da immer sehr einfach.

Revolution
Gast
Revolution

Saki Stimoniaris hat versprochen, dass die U21 dank Ismaik gesichert ist. Warum sagt das Löwenmagazin das nicht? Ismaik wird es schon richten. Aber das wird hier verschwiegen.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Stimoniaris sagt auch „Wir spielen eines Tages mit Bierofka Bundesliga „.
Belastbare Fakten, da steh ich drauf….hat er das Geld für die U21 überwiesen oder versprochen?

Chemieloewe
Leser

Äh, gesagt ist noch nicht getan….Märchen aus 1000 u. 1 Nacht, die nur Märchen blieben, haben wir schon viel zu viele gehört u. ehrlich gesagt, davon genug! Ausreichendes Sponsoring u. zwar zweckgebunden u. im Voraus, nicht erst genau um 12, auf den letzten Drücker o. vielleicht gar nicht…So nicht weiter mit uns, die hinter dem e.V. u. Robert Reisinger stehen!!! Kein weiteres Spekulantenspekulatius nach dem Prinzip: bekomme ich das, was ich will, gibts Geld, natürlich als Darlehensschulden o. es gibt halt kein Geld, was dann passiert, ist mir egal….dann steigt man eben ins Nirvana ab. Danke HI, daß wars dann wohl mit einer „echten Partnerschaft unter Freunden“! Und tschüß

1860Solution
Leser

Findest du nicht, dass das sehr populistisch war, was Saki da von sich gegeben hat? Bitte nicht vergessen: wir haben ein riesiges finanzielles Loch. Wir müssen jedes Jahr Zinsen an Ismaik zahlen. Er rettet gar nichts. Er saugt den Verein aus. Ich bin gespannt ob die Genussscheine umgewandelt werden wie es vertraglich vereinbart wurde.

Löwe
Leser

Wobei man ehrlicher weise auch sagen muss, dass beide Seiten sehr populistisch agieren.

P.S. Es wurden noch nie Zinsen an Ismaik/HAM bezahlt. Die Zinsen müssen in den Jahresabschluss eingebucht werden, fließen Ismaik/HAM aber nicht zu.

1860Solution
Leser

Nenne mal bitte ein Beispiel wo der e.V. populistisch war? Ich erkenne das nicht.

Löwe
Leser

Ich nenne sogar ein paar Beispiele:
Sitzberger „Wir nehmen nur geschenktes Geld“
Reisinger möchte die KGaA auf wirtschaftlich stabile Beine zu stellen aber schließt zusätzliches Eigenkapital durch Genussscheine aus. Auf die berechtigte Frage in der MV, wie die KGaA finanziert werden soll ohne Ismaik/HAM obwohl ein jährliches Millionendefizit eingeplant ist kam nur „Dazu möchte ich nichts sagen“

Es gibt genügend Beispiele für Populismus. Wobei man auch mal sagen muss, dass Populismus grundsätzlich nicht falsches ist. Es kommt ja von populär; also eine populistische Äußerung ist meist eine Mehrheitsmeinung.