Erstmal seit fünf Jahren haben die Klubs der 3. Liga wieder weniger Geld für ihre Spieler und Trainer ausgegeben als in der Saison davor. Das berichtet der Deutsche Fußball-Bund in seinem Saisonreport 2021/22.

Aufwendungen der Drittligisten

Zum ersten Mal seit fünf Jahren sank der durchschnittliche Personalaufwand für Spieler und Trainerstab pro Klub. Das berichtet der DFB in seinem Saisonreport. Mit 4,49 Millionen Euro pro Klub wurde in diesem Bereich der zweithöchste Wert in der Geschichte der 3. Liga erzielt, wobei der Anteil des Personalaufwands Spielbetrieb an den Gesamtaufwendungen mit 39,4 Prozent in etwa auf dem Niveau der Vorsaison lag. Damit stellt dieser Bereich unverändert den größten Aufwandsposten dar.

Die Rückkehr von Zuschauern spiegeln sich bei den Aufwendungen für den Spielbetrieb wider. Während der Aufwand für gesundheitliche Betreuung gegenüber der Vorsaison von durchschnittlich 0,26 Millionen Euro auf 0,11 Millionen Euro gesunken ist, sind insbesondere die Aufwendungen für Kassen-, Ordnungs- und Sanitätsdienst sowie für Bewirtung und Repräsentation erwartungsgemäß deutlich gestiegen, so der DFB. Somit sind die Aufwendungen für den Spielbetrieb von 35,5 Millionen Euro auf 45,7 Millionen Euro gestiegen.

Jahresüberschuss oder Fehlbetrag

Lediglich vier Klubs der vergangenen Saison wiesen zum Saisonende 202122 einen Jahresüberschuss auf. Ganze 14 Klubs wiesen hingegen einen Fehlbetrag aus.

Das durchschnittliche Saisonergebnis lag bei -0,97 Mio. € und fiel damit gegenüber dem Vorjahreswert deutlich schlechter aus, da über die
gesamte Liga gesehen der Rückgang bei den Erträgen größer war als der bei den Aufwendungen.

Financial Fairplay

Der MSV Duisburg wurde mit 83.719,66 Euro für Financial Fairplay belohnt. Es folgt die Eintracht Braunschweig und dann der VfL Osnabrück. Die Löwen wurden Vorletzter.

Beim Financial Fairplay in der 3. Liga handelt es sich aktuell um ein Belohnungssystem für gesundes und nachhaltiges Wirtschaften. Die Ausschüttung richtet sich nach zwei Kriterien: (1) Positives Saisonergebnis Financial Fairplay sowie (2) Planungsqualität.

Die Gesamtsumme von 550.000 Euro verteilt sich zu jeweils 50 Prozent auf diese beiden Säulen. 275.000 Euro werden also an die Klubs mit positivem Saisonergebnis ausgeschüttet und 275.000 Euro an die Klubs mit hoher Planungsqualität, die ihr angepeiltes finanzielles Saisonergebnis eingehalten oder sogar übertroffen haben.

Nachwuchstopf-Förderung

Vor allem dank des TSV München von 1860 e.V. können die Löwen von einem ordentlichen Nachwuchsfördertopf profitieren. Gemäß der vorgenommenen Berechnungen schüttete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 448.000 Euro brutto an die Münchner aus. Seit der Saison 2018/2019 werden über den Topf jährlich insgesamt 2,95 Millionen Euro an die Drittligisten zur Belohnung und Stärkung der Nachwuchsförderung ausgezahlt.

Die Zuschüsse dürfen aus rechtlichen Gründen ausschließlich in den gemeinnützigen Bereich der Vereine fließen, die Mittelverwendung ist zweckgebunden an die Nachwuchsförderung. Dies ist von den Klubs entsprechend nachzuweisen.

Quelle: Saisonbericht_2021-2022.pdf (dfb.de)

Titelbild: imago images

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